Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Antriebslosigkeit

07.04.12 13:08 #1
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Quirk ist offline
Beiträge: 57
Seit: 22.01.10
Hallo zusammen,

ich leide mittlerweile seit einigen Jahren an für mich nicht zu erklärenden Konzentrations- und Gedächtnisstörungen sowie an starker Antriebs- und Motivationslosigkeit. Von einigen Ärzten wurde mir eine Depression diagnostiziert, die meiner Meinung nach aber nicht einen derart starken mentalen Leistungsabfall erklären kann.

Ich bin nicht mehr in der Lage neue Informationen aufzunehmen und sobald es etwas komplexer wird, steige ich komplett aus. Als wäre mein IQ um 50% gefallen; und das mit Anfang 30. Wenn ich versuche etwas Neues zu lernen oder über kompliziertere Themen nachzudenken, fühlt sich mein Hirn irgendwie schwer an. Als wäre es unglaublich zähflüssig. Ich habe, egal um was es geht, ob Stoff zum Lernen oder auch in Diskussionen, ständig das Gefühl an der "Oberfläche" abzuprallen. Ich komme gedanklich nicht mehr in die Tiefe und verliere auch schnell den Faden. Schwer zu erklären...

Zudem interessiert mich einfach nichts mehr so richtig. Ich bin oft antriebslos und fühle mich fast immer überfordert.

Kann eine Depression so starke Auswirkungen haben?


Ich leide an einer sehr leichten Schilddrüsenunterfunktion (nehme 25mg Eutirox) und auch eingehendere Untersuchungen haben da nichts Weiteres zu Tage gebracht. Blutwerte sind grundsätzlich sehr gut und mehrere MRTs des Kopfes waren alle ohne Diagnose.

Seit ca. 6 Monaten habe ich meine Ernährung umgestellt. Ich habe mich im Schnitt zwar schon immer recht gesund ernährt, jetzt verzichte ich jedoch zusätzlich auf Hefe, Gluten und Milch. Hat bisher leider auch nicht geholfen.

Aufgrund einer schweren Reaktion auf ein SSRI vor fast 3 Jahren musste ich mein Leben stark einschränken und bin noch nicht wieder da, wo ich vorher war. Die Probleme bestanden aber auch schon vorher.

Nun habe ich über die Neurostress Diagnose gelesen, bin mir aber unsicher, ob diese irgendeinen praktischen Nutzen hat, da man insbesondere die Neurotransmitter im Hirn nicht überprüfen kann.

Vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und da wieder rausgefunden?

Vielen Dank im Voraus,
Quirk

Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Antriebslosigkeit

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Quirk,

noch zwei Fragen:

- Hast Du Amalgam oder Palladium + andere Metalle im Mund? Wie sieht es überhaupt in Deinen Zähnen aus?
- Hast Du Dich schon mit der Histaminintoleranz und ihren Ursachen beschäftigt?

Grüsse,
Oregano
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They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Antriebslosigkeit

Quirk ist offline
Themenstarter Beiträge: 57
Seit: 22.01.10
Hallo Oregano,

nein, ich habe keinerlei Metalle im Mund oder sonstwo im Körper. MEine Zähne sind gut gepflegt und in Ordnung. Habe nur etwas Zahnfleischrückgang an der linken Seite; wohl aufgrund von zu starkem Druck beim Zähneputzen. Zudem habe ich noch nie geraucht und Alkohol nur im Maßen getrunken. Seit meiner SSRI Reaktion trinke ich keinen Schluck mehr.
Wenn ich den dagegen den Lebenstil von anderen Menschen angucke und sehe, dass sie mental absolut auf der Höhe sind, verstehe ich gar nichts mehr.

Mit der Histaminintoleranz habe ich mich nur oberflächlich beschäftigt. Was die Ursachen angeht, so hat dies etwas mit der Ernährung zu tun, wenn nicht irre.
Soweit ich weiß, ist diese wissenschaftlich aber noch nicht wirklich belegt?

Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Antriebslosigkeit

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Quirk,

die HIT ist ein sehr komplexes Thema, und es stimmt nicht, daß sie nur mit der Ernährung zu tun hat.

Hier drei Links, über die Du Dich einlesen kannst:

HIT > Krankheit > Chronische Verlaufsform
HIT > Symptome
Histamin-Intoleranz

Soweit ich weiß, ist diese wissenschaftlich aber noch nicht wirklich belegt?
Was ist in der Medizin denn tatsächlich wissenschaftlich belegt?
Für mich ist Beweis genug, daß es vielen Leuten besser geht nach jahrelangen Problemen, wenn sie sich an die Regeln für ein möglichst histaminarmes Leben halten .
Und Informieren kann ja wirklich nicht schaden ...

Grüsse,
Oregano
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Quirk ist offline
Themenstarter Beiträge: 57
Seit: 22.01.10
Hallo Oregano,

puh, das ist einiges an Stoff. Da werde ich mich mal durchkämpfen. Problem ist ein wenig, dass ich durch meine SSRI Reaktion immer noch viele Symptome habe, die teilweise auch bei einer Histaminintoleranz vorhanden zu sein scheinen. Dadurch ist eine Diagnose sicherlich erschwert.

Was die medizinische Belegbarkeit angeht, das ist kein so einfaches Thema. Das habe ich in den letzten Jahren leider erfahren müssen. Aber ab und zu gibt es ja dann doch mal einige Studien (hoffentlich nicht von der Pharma finanziert!), die zumindest auf gewisse Tendenzen hinweisen.

Aber erstmal vielen Dank für die Informationen!

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Nachtjäger ist offline
in memoriam
Beiträge: 2.178
Seit: 24.03.08
Schauen Sie mal in mein Profil,da habe ich alles aufgelistet,was auch bei Ihnen infrage kommen könnte. Schulmedizinische Test's sind da oft zu lückenhaft und sogar ungenau oder gar falsch negativ !

Übrigens: "Milch weglassen" genügt nicht. Ein "Hauch" Milch-Information genügt schon,um Symptome auszulösen. Hier ist überall eine solche Information drin : Kuhmilchunverträglichkeit - die Ausgrenzung ist nicht so einfach, wie es zunächst scheint und ähnliches gilt für Weizen,Ei und die Intoleranzen Lactose,Gluten,Fructose und Histamin.
Nachtjäger

Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Antriebslosigkeit

Quirk ist offline
Themenstarter Beiträge: 57
Seit: 22.01.10
Hallo Nachtjäger,

mittlerweile muss ich sagen, dass mir die ganzen Gedanken über gesunde oder ungesunde Ernährung und die etlichen Ratschläge dazu mehr Stress machen, als mein Körper vielleicht durch eine leicht falsche Ernährung hätte. Es gibt so viele verschiedene Ernährungsformen, da blickt ja niemand mehr durch.

Trotzdem vielen Dank für den Link. Die Informationen werden sicherlich helfen, die Milch noch besser zu umgehen. Wobei ich auch sagen muss, dass ich keine Laktoseintoleranz habe. Viele meiner Beschwerden bei der Nahrungsverwertung sind erst durch die Einnahme des SSRIs entstanden. Und die Heilung von einer derartigen Reaktion dauert in vielen Fällen leider Jahre.

Ich muss offen zugeben, dass ich ob der unzähligen Untersuchungen und Therapieangebote (Schulmedizin und Alternativmedizin) völlig überfordert bin und gar nicht mehr an eine Besserung glauben kann.

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JensK ist offline
Beiträge: 68
Seit: 17.02.12
Hallo,

hast du schon an einen Vitamin B12 Mangel gedacht? Deine Symptome
könnten auch von einem Mangel kommen. Auch eine Depression könnte von einem Vitamin B12 Mangel bzw. einer Aufnahmestörung kommen!

Was ich dir empfehlen kann ist die probeweise Einnahme von Methylcobalamin 5000 mcg als Lutschtablette ( wird direkt durch die Mundschleimhaut aufgenommen).

LG

Jens

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windblume ist offline
Beiträge: 243
Seit: 16.01.12
Zitat von Quirk Beitrag anzeigen
Von einigen Ärzten wurde mir eine Depression diagnostiziert, die meiner Meinung nach aber nicht einen derart starken mentalen Leistungsabfall erklären kann.

Ich bin nicht mehr in der Lage neue Informationen aufzunehmen und sobald es etwas komplexer wird, steige ich komplett aus. Als wäre mein IQ um 50% gefallen; und das mit Anfang 30. Wenn ich versuche etwas Neues zu lernen oder über kompliziertere Themen nachzudenken, fühlt sich mein Hirn irgendwie schwer an. Als wäre es unglaublich zähflüssig. Ich habe, egal um was es geht, ob Stoff zum Lernen oder auch in Diskussionen, ständig das Gefühl an der "Oberfläche" abzuprallen. Ich komme gedanklich nicht mehr in die Tiefe und verliere auch schnell den Faden. Schwer zu erklären...

Zudem interessiert mich einfach nichts mehr so richtig. Ich bin oft antriebslos und fühle mich fast immer überfordert.

Lieber Quirk,

das was ich fett drucken ließ kenne ich aus eigenem Erleben. Nur hätte ich es vielleicht nicht zustandegebracht es so zu beschreiben.

Kann eine Depression so starke Auswirkungen haben?
Meistens stehen doch noch andere Dinge dahinter

Ich leide an einer sehr leichten Schilddrüsenunterfunktion (nehme 25mg Eutirox) und auch eingehendere Untersuchungen haben da nichts Weiteres zu Tage gebracht. Blutwerte sind grundsätzlich sehr gut und mehrere MRTs des Kopfes waren alle ohne Diagnose
Wie lange liegt Deine letzte Schilddrüsenuntersuchung zurück?
Laß gegebenenfalls neu untersuchen. Vielleicht brauchst Du mehr als nur 25? Kannst Du die Werte hier schreiben?

Nimmst Du jodiertes Salz? Wenn ja,laß es weg!!!

Liebe Grüße von

windblume

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Quirk ist offline
Themenstarter Beiträge: 57
Seit: 22.01.10
@JensK:

Ich habe in den letzten 2,5 Jahren unzählige Blutuntersuchungen hinter mir, bin mir aber leider nicht sicher, ob ich auch B12 mal habe untersuchen lassen. Werde das bei nächster Gelegenheit nachholen!

Gab es denn da nicht etwas Bestimmtes, auf das man achten musste? Dass die Bestimmung von B12 über das Blut gar nicht so sinnvoll ist? Ich meine da etwas gelesen zu haben...


@Windblume:

Die letzte Untersuchung liegt ca. 3 bis 4 Wochen zurück. Blutwerte und eine Ultraschalluntersuchung waren ohne Befund.
Die Werte müsste ich beim Arzt erfragen, die habe ich mir nicht geben lassen.

Bezüglich der Depression...meinst du physische Dinge?

Jodiertes Salz und auch Fluor (z.B. in Zahnpasta) meide ich schon seit längerem


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