Veränderte Blutwerte aufgrund eines toten Zahnes ?

19.03.12 22:10 #1
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JensK ist offline
Beiträge: 68
Seit: 17.02.12
Hallo Leute,

ich habe vor paar Monaten ein großes Blutbild erstellen lassen, und habe später auf der Kopie festgestellt, dass meine Neutrophile erniedrigt und meine Lymphozyten erhöht sind.

Dann war ich vor einem Monat beim Zahnarzt(auf grund von Zahnfleischschmerzen), dieser hat durch die Röntgenaufnahme festgestellt dass ich einen toten Zahn habe und dieser auch vereitert ist. Er meinte der müsste gezogen werden, aber habe ich nicht machen lassen weil ich zur Zeit keine schmerzen habe. Wie wahrscheinlich ist es, dass der tote Zahn / Eiter Grund für diese Blutwerte sind?

Zudem leide ich unter heftigen Muskelzuckungen / Konzentrationsstörungen / Denkblockaden etc. Könnte das auch vom Zahn kommen?

Sollte ich den Zahn ziehen lassen , obwohl ich keine lokalen(!)Beschwerden habe?

LG

Jens

Körperliche Beschwerden aufgrund toten Zahnes?

toxdog ist offline
Beiträge: 1.021
Seit: 06.05.07
Möchtest du den Zahn drinlassen obwohl du systemische Beschwerden hast und ein Zahnarzt dir schon zum Ziehen geraten hat ?

Bist du Privatpatient oder vermittelst du sonst den Eindruck du könntest problemlos ein Implantat oder eine Brücke bezahlen? Kam dir der Zahnarzt besonders geldgierig vor?

Ist es möglich einen zweiten Zahnarzt zu konsultieren und ihn um seine Meinung zu fragen ?

Wie ist eine Entscheidung möglich ohne ein Röntgenbild gesehen zu haben?

Körperliche Beschwerden aufgrund toten Zahnes?

JensK ist offline
Themenstarter Beiträge: 68
Seit: 17.02.12
Hallo,

ich möchte den (Backen)Zahn eigentlich drin lassen, weil mir schon ein anderer Backenzahn gezogen wurde. Und sicher bin ich mir ja nicht, ob die Beschwerden von dem toten Zahn kommen, ich möchte nicht umsonst einen Zahn verlieren. Ich bin student und gesetzlich versichert, kann mir leider keine Implantate leisten. Eine Brücke möchte ich auch nicht haben, dadurch werden doch auch andere Zähne beschädigt soweit ich weiss.

Einen Termin bei einem anderen Zahnarzt habe ich schon, der ist leider erst in 2 Wochen und ich wollte mich vorher informieren, ob meine Beschwerden durch den Zahn kommen könnten.

Ein Röntgenbild wurde ja gemacht, und dort hat der Arzt gesehen dass die Zahnwurzel(?) vereitert war.

Lg

Jens

Körperliche Beschwerden aufgrund toten Zahnes?

toxdog ist offline
Beiträge: 1.021
Seit: 06.05.07
Der neue ZA wird bevor er eine weitere Rö-Aufnahme anfertigt fragen wann du zuletzt und wo geröntgt worden bist. Das schreibt die Strahlenschutzverordnung so vor. Und wenn du wahrheitsgemäß antwortet wird der die Aufnahme falls nicht zu alt beim vorigen Doc anfordern.
Die ZA sind verpflichtet die Aufnahme glaube ich 10 Jahre lang aufzubewahren bzw. den Verbleib nachzuweisen. Liberale ZA geben die Aufnahmen auf Anforderung des Patienten gegen Unterschrift heraus. Andere ZA betrachten sie als Eigentum und machen ein Riesentamtam darum. Herausrücken müssen die aber spätestens mit der Aufnahme wenn ein ZA-Kollege sie anfordert!
Du kannst versuchen dir die Aufnahme gegen Unterschrift aushändigen zu lassen und dann das Bild scannen oder vor hellen Hintergrund fotographieren und ins Forum zu stellen. Das haben viele schon vor dier geschafft.
Dann und nur dann kann frühestens hier irgendwer was verläßliches zu deinem Zahnproblem sagen.

Außerdem könntest du nach der "Timbuktu-Methode" googlen, um dich weiter zu informieren. Über den Schaden und Nutzen von Wurzelbehandlungen, die ja scheinbar noch gar nicht diskutiert wurde gibt es im Forum seeehr geteilte Ansichten. Ich denke: Versuchen kann mans ... rausreißen geht immer noch.

Ich kenne den Fall einer uneinsichtigen Patientin, die gegen ärztlichen Rat (und alle Vernunft) ihre offensichtlich eitrigen Wurzelentzündungen immer wieder mit Antibiotika wegdrückt. Ja auch das gibt es.

Geändert von toxdog (20.03.12 um 02:25 Uhr)

Körperliche Beschwerden aufgrund toten Zahnes?

JensK ist offline
Themenstarter Beiträge: 68
Seit: 17.02.12
Vielen Dank für deine Antwort und auch deine Infos. Zum alten Zahnarzt möchte ich für die Röntgenaufnahme definitiv nicht gehen, nachdem er mir 6 Zähne auf einmal ziehen wollte. (4 davon nur weil sich die Zähne wegen der Lücke etwas zur Seite neigen würden).

Ich habe ja oben geschrieben, dass ich Muskelschwäche/ Muskelzuckungen, Magen-Darm Beschwerden, Konzentrationsstörungen, Benommenheit etc. habe. Gab es schon mal Fälle, wo ähnliche Beschwerden durch tote Zähne verursacht wurden? Ich hatte noch nie eine Wurzelbehandlung, falls ich eine machen lassen sollte, wird das Problem mit den Bakterien besser als vor einer Behandlung? Könnten sich die Beschwerden nach der Wurzelbehandlung bessern?

Danke nochmal

Lg
Jens

Veränderte Blutwerte aufgrund eines toten Zahnes ?

Mholzmichel ist offline
Beiträge: 158
Seit: 04.03.09
Hallo, lass den Zahn rausmachen.
Mit einer vereiterten Entzündung ist nicht zu spassen.
Und wenn Du Angst vorm Ziehen hast sag es dem ZA denn Du bist nicht alleine damit

Veränderte Blutwerte aufgrund eines toten Zahnes ?

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo Jens,

ich würde den Zahn auch ziehen lassen.
Je nachdem, welcher es ist, würde ich dazu zu einem Kieferchirurgen gehen. Also bei allen Zähnen, die mehr als eine Wurzel haben.

Grüsse,
Oregano
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Veränderte Blutwerte aufgrund eines toten Zahnes ?

derstreeck ist offline
Beiträge: 4.123
Seit: 08.11.10
Hallo Jens,

Wenn der Zahnarzt auf dem Röngenbild eine Vereiterung erkennt, gibt es auch aus meiner Erfahrung wirklich nur einen Weg, den Zahn ziehen lassen.

Ja es kann durchaus sei, dass der Zahn keine Schmerzen verursacht. Ich habe erlebt, dass so ein Zahn nur druck- oder kälteempfndlich ist.

Meine Zahnärztin hat letzten Jahr so einen Backenzahn aufgebort und zerbrochen und dann die 3 Wurzeln einzeln rausgenommen. Hört sich vielleicht schmerzhaft an, war aber nur ein kurzes Knacken beim Zerbrechen des Zahnes und die 3 Wurzeln wurden dann wirklich nur rausgenommen. Da musste nicht nicht gross drann gezogen werden.

Also meine Erfahrung zeigt, es muss nicht unbedingt ein Kiefernchirurg sein.

Jedoch hatte ich auch schon mal beim Ziehen eines Zahnes mit Wurzelbehandlung, dass die Wurzel so fest sass, dass die Zahnärztin kurz davor war abzubrechen und mich dem Chirurgen zu übergeben. Beim letzten Versuch gings dann aber. Meine Zahnärztin meinte, es ist normal, dass wurzelbehandelte Zähne etwas fester sitzen.

Bei Muskelzucken bin ich mir nicht sicher, da würde ich eher an einen Mineralstoffmangel denken.

Konzentrationsstörungen und Denkblockaden können jedoch eindeutig vom Zahn kommen. Das können dir sicher noch andere hier bestätigen.

Grüsse
derstreeck

Körperliche Beschwerden aufgrund toten Zahnes?

toxdog ist offline
Beiträge: 1.021
Seit: 06.05.07
Zur Info: Neue Seite 2

Möglicherweise hängen deine Beschwerden mit dem Zahn zusammen, das wird dir aber kaum ein Doc schriftlich geben ebensowenig wie eine Garantie dass die Beschwerden verschwinden wenn der Zahn behandelt wurde.

Andersherum wird ein Schuh draus: Kein verantwortlicher Arzt wird dich gegen deine recht unspezifischen Beschwerden behandeln wollen solange die Zahnsituation nicht bereinigt ist.

Die Argumentation nicht zum alten ZA zu gehen um sich die Rö-Aufnahmen zu holen weil dieser dir 6 Zähne ziehen wollte ist mit Verlaub gesagt einfach kindisch!

Veränderte Blutwerte aufgrund eines toten Zahnes ?

JensK ist offline
Themenstarter Beiträge: 68
Seit: 17.02.12
Hallo,

ich hatte ja geschrieben, dass ich einen Termin bei einem anderen Zahnarzt habe.

Ich war nun da, und der Zahnarzt versucht meinen Zahn mit der Wurzelbehandlung zu retten.

Das Problem ist aber, dass ich ihm leider nicht gesagt habe, dass der alte Arzt eine Vereiterung im Röntgenbild festgestellt hat ( hab's vergessen ).
Der neue Arzt hat sich auch kein neues Röntgenbild gemacht bzw. wollte das alte gar nicht haben.

Er hat den gebrochenen Zahn aufgebohrt (es kam dabei ein schlimmer Geruch raus - vielleicht war es Eiter?), irgendwas gemacht - und später mit einer provisorischen Füllung wieder zugemacht.

Schmerzen habe ich zur Zeit keine, am Anfang nach der WB hatte ich nur leichtere Druck- und Aufbissschmerzen, die kaum mehr vorhanden sind. Ich kann inzwischen auch ganz normal essen.

Kann es sein, dass er den Eiter nicht bemerkt hat bzw. nicht davon wusste?
Könnte es aber auch sein, dass der Eiter inzwischen verschwunden bzw. geheilt ist und durch mein Immunsystem bekämpft wurde?

Ich mache mir sorgen, dass er den Eiter nicht gesehen hat und dieser irgendwie auf andere Organe "weiterspringt".

Muss eine vereiterte Zahnwurzel schmerzen? Schmerzen hatte ich vor der WB auch keine mehr, nur zu der Zeit, als der 1. Arzt im Röntgenbild eine Vereiterung festgestellt hatte.
Außerdem habe ich einen Tag nach der Behandlung Kopfschmerzen im Stirnbereich bekommen, könnten sie von der WB kommen?

Würde mich über eure Hilfe freuen, ich beschäftige mich zur Zeit nur noch mit diesen Fragen. Der Arzt ist außerdem im Urlaub und kann leider nicht nachfragen.


LG

Jens

Geändert von JensK (06.04.12 um 02:39 Uhr)


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