Nackenschmerzen - psychosomatisch?

16.03.12 13:35 #1
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waesserchen ist offline
Beiträge: 306
Seit: 16.03.12
Hallo,

meine Mutter leidet schon seit Ewigkeiten unter immer wiederkehrenden Nackenschmerzen. Manchmal halten sie tagelang an, ohne dass sich irgendwas bessert, mal "reicht" es schon, wenn sie Ibuprofen (Tabletten) nimmt.

Sie halst sich im wahrsten Sinne des Wortes immer viel zu viel auf, weswegen ich denke, dass die Schmerzen höchstwahrscheinlich psychosomatischer Natur sind. Mich irritiert nur, dass sie mal auf die Tabletten ansprechen, mal nicht, widerspräche das nicht eigentlich dem psychosomatischen "Prinzip"?

Sie selbst sagt zwar immer, die Schmerzen würden meist in Folge von Zugluft auftreten, aber naja, selbst dick eingepackt bekommt sie sie. Es ist halt einfacher "so" eine Ursache in Betracht zu ziehen, als sich mal kritisch damit auseinanderzusetzen, ob sie sich nicht sprichwörtlich zuviel auf die Schultern lädt.

Sie so zu sehen mit den Schmerzen, ist wirklich nicht schön :( , ich bin mir sicher, dass wenn ich ihr Vorschläge machen, sie sich auch darauf einlassen würde (habe ihr z.B einen Termin für eine Massage verschafft, nur alleine würde sie sowas nicht in die Wege leiten :/ ) , aber wo fängt man da am besten an? Beim Hausarzt war sie schon mehrere Male, der verschrieb ihr nur Ibuprofen, das war's, aber das kann ja nicht Sinn der Sache sein.


Würde mich über hilfreiche Antworten sehr freuen!


Liebe Grüße

Nackenschmerzen - psychosomatisch?

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo waesserchen,

war Deine Mutter denn außer beim Hausarzt auch schon bei einem Orthopäden, evtl. beim Neurologen? Hatte sie irgendwann einmal einen Unfall mit Schaden der HWS?
Hat sie schon einmal eine Serie von Physiotherapiebehandlungen gehabt? Was sagt ein guter PhysiotherapeutIn oder OsteopathIn zur Wirbelsäule Deiner Mutter?

Wenn sie häufig "hier!" ruft, wenn etwas zu tun ist, dann mag das ein Grund für eine gewisse Überforderung sein. Aber warum sollte sie davon ausgerechnet Nackenschmerzen bekommen und nicht z.B. Magenschmerzen oder sonst etwas?

Ich würde erst einmal versuchen, organisch-körperlich abklären zu lassen, ob sich ein Grund für die Schmerzen finden läßt, bevor ich mit einer "psychischen" Begründung dazu an sie herantreten würde.

http://www.koerpertherapie-zentrum.d.../ursachen.html
http://www.onmeda.de/symptome/nacken...en-9660-2.html

Grüsse,
Oregano
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Nackenschmerzen - psychosomatisch?

Forgeron ist offline
Beiträge: 1.085
Seit: 11.02.07
Hallo Wässerchen,

das liest sich, als wenn Stress eine Rolle spielen könnte, aber auch vielleicht unzureichende spezifische Muskelarbeit.
Sie sollte einen Orthopäden aufsuchen.
Bis dahin helfen möglicherweise Eigenlymphmassagen (siehe Internet) oder eine schmerzstillende Salbe (z.B. mit dem Wirkstoff Beinwell - 2 x tgl. 3 Tage lang auftragen, 3 Tage aussetzen u.evtl. von vorne beginnen). Schmerzpille besser weg lassen (Nebenwirkungsrisiko).

Gruß

Nackenschmerzen - psychosomatisch?

waesserchen ist offline
Themenstarter Beiträge: 306
Seit: 16.03.12
Also ich habe nun herausgefunden, dass die Beschwerden immer ab dem 12. Tag eines Monats auftreten.
Seit gestern Morgen geht es ihr nun wieder nicht so gut (Kopf- und Nackenschmerzen, sowie Übelkeit), heute geht es ihr sogar noch schlechter als gestern. Im Juni setzten die Beschwerden auch am 12. ein, auch da ging es ihr am 13. wesentlich schlechter, allerdings klangen die Symptome ab da an ab, d.h am 14. geht es ihr -in der Regel- wieder deutlich besser.

Ihr selbst ist das mit den Tagen nicht bewusst, habe ihr auch in den Ohren gelegen, mal einen vernünftigen und kompetenten Arzt aufzusuchen, doch da die Beschwerden "nur" 2 Tage anhalten, sagt sie zwar erst zu, doch sobald es ihr wieder besser geht, hält sie es für unnötig.

Jedenfalls habe ich die Tage dann einfach mal im Kalender markiert und merkwürdig ist es halt schon irgendwie, dass die Beschwerden auf den Tag genau einsetzen.

Natürlich könnte es auch Zufall sein, eine Übereinstimmung reicht bestimmt nicht aus, um von einem Muster sprechen zu können, aber auffällig ist es dennoch.

Die Wechseljahre hatte sie schon, überlege nun, was im Körper im 4-Wochen-Rhythmus vor sich geht, das die Symptome erklären könnte. Das Datum selbst, dürfte ja einer eher untergeordnete Rolle spielen, zumal es ihr selbst, bis ich sie gestern darauf ansprach, überhaupt nicht bewusst war.


Liebe Grüße

Nackenschmerzen - psychosomatisch?
sonneundregen
Zitat von waesserchen Beitrag anzeigen
Jedenfalls habe ich die Tage dann einfach mal im Kalender markiert und merkwürdig ist es halt schon irgendwie, dass die Beschwerden auf den Tag genau einsetzen.

Natürlich könnte es auch Zufall sein, eine Übereinstimmung reicht bestimmt nicht aus, um von einem Muster sprechen zu können, aber auffällig ist es dennoch.
Liebe Grüße
Hallo waesserchen,

hast Du schon mal daran gedacht, dass es Schübe sein könnten? Borrelioseschübe zum Beispiel?

Lg
sonneundregen

Nackenschmerzen - psychosomatisch?

waesserchen ist offline
Themenstarter Beiträge: 306
Seit: 16.03.12
Überlegt schon (wie im anderen Thread auch schonmal angedeutet), allerdings dachte ich, das so ein Schub sich über mehrere Tage oder Wochen zieht?
Die Beschwerden halten genau 2 Tage an und sind von der Symptomatik her immer gleich:

Kopfschmerzen
Übelkeit/Unwohlsein
Nackenschmerzen
Schüttelfrost

Sie schläft dann fast den ganzen Tag, steht nur auf, um was zu trinken bzw. ggf. mal zur Toilette zu gehen.

Nackenschmerzen - psychosomatisch?

Kullerkugel ist offline
Beiträge: 6.671
Seit: 01.06.10
Hallo waesserchen,

wir sind ja schon bei anderen Problemen der Mutter zusammengekommen....

Wenn es nicht gerade immer der 12. vom Datum her wäre, würde ich an Hormone denken.

Ich bin auch schon "nach" ??? den Wechseljahren ( nach der Hormonmessung , nicht nach dem Alter...) ich nehme Progesteroncreme . Wer noch seine Regel hat, soll damit immer am 12 . Tag der Periode anfangen !

Deshalb Frage, nimmt die Mutter auch Hormone, , vielleicht nach Kalender ????

Ansonsten schrieb schon Forgeron vom Stress.....eine Physiotherapeutin erklärte mir einmal, das bei Säugetieren unter Stress die Nackenmuskulator hart wird, Tiere verbeißen sich da gerne im Kampf.....und sie meinte, beim Menschen wäre das auch noch so....das die Muskulatur hart und damit für uns verspannt wird , passiert ja laufend ....

Aber auch die anderen Dinge dazu....Unwohlsein, Übelkeit.....spricht für mich dafür, das es eine komplexe Reaktion auf ZUVIEL Stress ist.
Ich würde empfehlen, einmal das komplexe Thema Chronische Histaminintoleranz , von manchen Ärzten auch als Nebenniereninsuffizienz ( DR. Wilson z.B ) oder Nebennierenschwäche ( DR. Lam z.B ) bezeichnet.....anzuschauen.

Solche Beschwerden , ich kenne ja auch die anderen Themen dazu von Dir, sind komplexe Probleme.....psychosomatisch / psyschich ist es in den seltensten Fällen....das sind Verlegenheitsdiagnosen, weil auch viele Ärzte unseren Körper selten im Ganzen betrachten.

LG K.
__________________
LG K.

Geändert von Kullerkugel (14.07.12 um 11:24 Uhr)

Nackenschmerzen - psychosomatisch?

waesserchen ist offline
Themenstarter Beiträge: 306
Seit: 16.03.12
Danke für deine Antwort.

Interessant, dass Du die Nieren ansprichst, vor mehr als 20 Jahren hatte sie eine Nierenarterienverengung. Das war ziemlich gefährlich und wurde nur durch einen Zufall entdeckt.

Seitdem gab es damit aber keine Probleme mehr, wobei sie auch sehr darauf achtet, die Nieren immer schön warm zu halten, so dass sie nicht auskühlen.

Der Abstand zwischen den Monaten und Tagen (12./13.) , ist ja jeden Monat anders, je nachdem, ob der Monat 30 oder 31 Tage hat.

Sie nimmt morgens immer 1x1 Thyroxin, ansonsten keine weiteren Medikamente.


Habe ihr auch schon einen Termin beim Masseur gemacht, darüber hat sie sich zwar gefreut, doch bisher gab es immer irgendeinen Grund, nicht hinzugehen, wobei eine Behandlung da wohl eh nicht ausreichen würde, wenn, dann sollte sie schon regelmäßig hingehen.

Stress hat sie wirklich zuviel, mein Vater ist pflegebedürftig und sie pflegt ihn Zuhause, er kann zwar noch einige Dinge selbst machen (ist halbseitig gelähmt) , aber ihre Ehe war noch nie besonders gut. Bevor er pflegebedürftig wurde, hat sie oft davon gesprochen, sich scheiden zu lassen, weil sie das alles nicht mehr aushält und das war, wie gesagt, vor alledem, aber das gehört hier wohl nicht hin, dachte nur, es würde helfen zu verstehen, um was für eine Art Stress es sich handelt.

Das was Du ansprichst, mit Verspannung der Nackenmuskulatur, dazu passt bei ihr wohl sehr gut "Zähne zusammenbeißen".

Zur HIT, ich lese gerade, dass die Symptome nach dem Verzehr histaminhaltiger Lebensmittel auftreten, beim Essen hat sie so allerdings keine Probleme, in Form von Bauchschmerzen, höchstens mal Durchfall. Dieser könnte zwar ein Zeichen für eine HIT sein, die meisten Lebensmittel verträgt sie jedoch problemlos!?

Symptome:

allgemeines Schwächegefühl
Infektanfälligkeit
Gewichtsverlust
Appetitlosigkeit
Erbrechen
"Salzhunger" (Verlangen nach salzigen Nahrungsmitteln)
Schwindel
niedrigen Blutdruck mit Kollapsneigung
bräunliche Verfärbung der Haut, auch an Handflächen und Fußsohlen, Narben, Lippen (nur primäre Form)
Bauchschmerzen
Verstopfung oder Durchfall
bei Frauen eventuell Verlust der Schambehaarung
Verlust der Libido
Unterzuckerungen
Quelle: wikipedia.org

Das ist der einzige, zutreffende Punkt.

Vielen Dank für deine Anregungen , werde mich jetzt weiter dazu informieren und dann mal gucken, was sie selbst sagt.

Geändert von waesserchen (14.07.12 um 12:14 Uhr)

Nackenschmerzen - psychosomatisch?

Kullerkugel ist offline
Beiträge: 6.671
Seit: 01.06.10
Hallo waesserchen,

der Stress , den Deine Mutter hat....und Du damit auch ....der kann schnell krank machen. Gerade Stress im privatem Bereich, wo man oft völlig schutzlos und recht oft hilflos ??? ist , ist sehr starker Stress....

Interessant, dass Du die Nieren ansprichst,
Die Nebennieren sitzen oben auf den NIeren....und haben eine ganz andere Funktion ....dort in der Rinde der kleinen Organe werden unsere lebenswichtigen Hormone gebildet....bei Stress z.B. Adrenalin, Aldestosteron, Cortisol !!!! ....bei Überlastung kann die Produktion nicht dauerhaft aufrechterhalten werden in dem Maße wie nötig. Vielfältige Erkrankungen folgen....SD z.B.....
Lies Dich mal ein zum Thema....

Habe ihr auch schon einen Termin beim Masseur gemacht, darüber hat sie sich zwar gefreut, doch bisher gab es immer irgendeinen Grund, nicht hinzugehen, wobei eine Behandlung da wohl eh nicht ausreichen würde, wenn, dann sollte sie schon regelmäßig hingehen.
Wenn er es gut kann, sehr hilfreich, die Ursachen sind aber auch zu behandeln.....

Stress hat sie wirklich zuviel, mein Vater ist pflegebedürftig und sie pflegt ihn Zuhause, er kann zwar noch einige Dinge selbst machen (ist halbseitig gelähmt) , aber ihre Ehe war noch nie besonders gut. Bevor er pflegebedürftig wurde, hat sie oft davon gesprochen, sich scheiden zu lassen, weil sie das alles nicht mehr aushält und das war, wie gesagt, vor alledem, aber das gehört hier wohl nicht hin, dachte nur, es würde helfen zu verstehen, um was für eine Art Stress es sich handelt.
Ich finde das sehr wichtig....als Auslöser !

Das was Du ansprichst, mit Verspannung der Nackenmuskulatur, dazu passt bei ihr wohl sehr gut "Zähne zusammenbeißen".
Ja !!! Und manche knirschen nachts dann mit den Zähnen....

LG K.
__________________
LG K.

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Balsam ist offline
Gesperrt
Beiträge: 309
Seit: 08.03.12
Zitat von waesserchen Beitrag anzeigen
Überlegt schon (wie im anderen Thread auch schonmal angedeutet), allerdings dachte ich, das so ein Schub sich über mehrere Tage oder Wochen zieht?
Die Beschwerden halten genau 2 Tage an und sind von der Symptomatik her immer gleich:

Kopfschmerzen
Übelkeit/Unwohlsein
Nackenschmerzen
Schüttelfrost

Sie schläft dann fast den ganzen Tag, steht nur auf, um was zu trinken bzw. ggf. mal zur Toilette zu gehen.
Habt ihr mal einen Radiologen oder Endokrinologen konsultiert? Es ist nicht leicht immer den Hausarzt davon zu überzeugen, der mißt wenn man Glück hat den TSH, legt alzte Normwerte zugrunde und schon winkt er ab.

Ich würde direkt zum Radiologen oder Endokrinologen gehen...jetzt einen Termin machen (dauert meist). Und auch die von ihm gemessenen Werte immer kontrollieren. (muß leider sein).

Ganz akut kann deine Mutter Johanniskraut-Rotöl auf den Hals massieren..ich weiß gar nicht mehr was ich ohne das anfangen soll. Ein leichter Seidenschal um den Nacken hilft Zug und Erkältungen zu verhindern.

NUR der Nacken muß bedeckt sein.


Sind SD-Erkrankungen in der Familie oder Autoimmunerkrankungen?

Geändert von Malve (14.07.12 um 18:19 Uhr) Grund: Siehe Boardregeln, D.1


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