Erregertheorie

22.02.07 19:55 #1
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Oregano ist offline
Beiträge: 63.729
Seit: 10.01.04
Die Geschichte der frühen Eroberer zeigt aber auch, daß "eingewanderte" bzw. durch die ERoberer mitgebrachte Krankheiten und damit Erreger die Ureinwohner in Windeseile dezimieren konnten.
Gerade die Syphillis hat viel Unheil gebracht.

Uta

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.729
Seit: 10.01.04
Hallo Wero,

Vielen Dank für das bildhafte Beispiel von Einzel- und Großhandel.

Alle Blutbahnen enden im Bindegewebe, das jedes Organ umschließt. Der Darm ist auch „nur“ ein Organ.
Wenn das so ist, dann hat also das Blut einen großen Einfluss auf den Zustand des körperlichen Bindegewebes. Bringt das Blut "Schrott" mit, lädt es es im Bindegewebe ab und das muss dann schauen, wie es damit fertig wird.
Allerdings spielen da Venen und Lymphen (Lymphsystem) auch noch eine große Rolle, denn ohne sie würde ja Verbrauchtes nicht mehr abtransportiert. Ist die Lymphe z.B. überlastet, schwellen die Lymphknoten als sichtbares Zeichen dafür an.

Es ist wie beim Groß- und Einzelhandel: es gibt eine zwingende gegenseitige Abhängigkeit: funktioniert das eine nicht, kann auch das andere nicht funktionieren.

Gruss,
Uta

Geändert von Oregano (05.03.07 um 14:49 Uhr)

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phil ist offline
Beiträge: 1.702
Seit: 25.01.05
Die Geschichte der frühen Eroberer zeigt aber auch, daß "eingewanderte" bzw. durch die ERoberer mitgebrachte Krankheiten und damit Erreger die Ureinwohner in Windeseile dezimieren konnten.
Selbstverständlich, das auch - das eine schliesst das andere nicht aus.
So kann es selbst uns hierzulande ergehen, wie beispielsweise der Frau in der Nähe des Genfer Flughafens, die an Malaria erkrankte und starb, ohne dass ein Arzt drauf kam, dass sie, die niemals Genf verlassen hatte, daran erkrankt war...

Da war wohl ein blinder Passagier mitgeflogen und hat wohl ein Opfer in "Resonanz" gefunden.

herzlichst - Phil
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herzlichst aus Trollhalden!

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Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo Phil

ine andere erklärung wäre schlicht und einfach, dass die menschen sind an die schädigende Mikroben zb durch Immunität gewöhnt haben UND DIEJENIGEN fREMDEN DIE SICH NICHT ANSTECKTEN, ENTWEDER WENIGER DAVON ABBEKOMMEN HABEN, ODER DEREN IMMUNSYSTEM EBEN STÄRKER WAR. Dies würde aber heissen, dass es eben doch schlöechte Mikroben/Erreger gäbe, die dann wirken können, wenn das IMMUNSYSTEM zu schwach ist, was man ja zb auch bei AIDS kranken oder geschwächten feststellen kann, das sie eher erkranken.
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Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso

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Baffomelia ist offline
Beiträge: 1.143
Seit: 04.01.07
Patienten, die eigentlich mit einem ganz anderen Leiden in das Krankenhaus kommen, können sich hier Krankheiten einfangen wie Lungenentzündung oder Blutvergiftung, die gegen alle bisherigen Medikamente resistent sind. Die Chancen, dem Problem zu entkommen, sind ungewiss. Die Medien sagen Killerkeime. Eine (relativ junge) Gefahrenquelle, aber wir sollten sie in unseren Betrachtungen berücksichtigen.

Viele Grüße
Baffomelia

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Wero ist offline
Beiträge: 1.093
Seit: 22.04.06
Wero schrieb:
Die Umwandlung von körperfreundlichen in körperfeindliche Formen hat mit dem Immunsystem nichts zu tun. Sie wird ausgelöst durch Veränderungen des pH.
Beat schrieb:
Da Kulturänderungen signifikant oft gesundheitliche Probleme (Durchfall, Schlecht sein, Grippe oder andere Krankheiten einfangen) auslösen, kann diese Begründung meines erachtens nicht alles erklären.
Ich würde sagen, das soll sie ja auch gar nicht. Die (eventuellen) Probleme einer Kulturänderung würde ich nicht auf eine Umwandlung unserer „Gäste“ von der einen Form in die andere Form zurückführen. Ich würde vermuten, es liegt am Verzehr ungewohnter Mikroben oder einfach an ungewohnten Bestandteilen der Nahrung.

Viele Grüsse
Wero

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Wero ist offline
Beiträge: 1.093
Seit: 22.04.06
Der Pleomorphismus dürfte sich in unseren Diskussionen noch ein wenig nach vorn schieben. Ich versuche deshalb mal, das Prinzip zu beleuchten:

pH 6,2 - 6,6:
Das Wesen, das uns interessiert, existiert in Form des Bakteriums ABC. ABC ist ein „freundliches“ Bakterium und wir leben mit ihm zum beiderseitigen Vorteil zusammen. Ein pH von (ca.) 6,4 ist der für diesen Ort (wir betrachten ein bestimmtes Stück Darm) optimale pH und deshalb siedeln hier auch die „richtigen“ Gäste. Nun nehmen wir an, der pH verändert sich:

pH 5,8 - 6,2:
Bei diesem pH kann unser Bakterium ABC nicht existieren, genausowenig, wie wir in kochendem Wasser oder bei 150 Grad Kälte existieren können. Es kann natürlich die Kurve kratzen, aber es kann auch etwas, was wir nicht können: es kann sich in ein Wesen verwandeln, dem die neue Umgebung gefällt. Unser Bakterium ABC verwandelt sich in den Pilz DEF. Dieser Pilz ist uns nicht „freundlich“ gesonnen. Er verzehrt das, was eigentlich für uns bestimmt ist, und seine Ausscheidungen sind Gift für uns. Diese Gifte wandern in unseren Körper und machen dort das, was alle Gifte machen: Probleme. Jetzt verändert sich der pH abermals, und zwar wieder zurück in den optimalen Bereich:

pH 6,2 - 6,6:
Diese Umgebung gefällt unserem Pilz nicht. Auch er hat wieder die Wahl, die Kurve zu kratzen oder sich zu verwandeln. Er wählt die Verwandlung und wir sehen wieder unser Bakterium ABC vor uns.

Viele Grüsse
Wero

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Horaz ist offline
Themenstarter in memoriam
Beiträge: 5.730
Seit: 05.10.06
Hallo zusammen,

ich war leider ein paar Tage beruflich unterwegs und konnte mich deshalb in der Zeit nicht an der Diskussion beteiligen.
Was für eine Rolle der Mikrobenzoo spielen kann, läßt sich historisch am besten nachvollziehen. Das Immunsystem der Indianer in Nordamerika wurde mit den von den Weißen mitgebrachten Mikroben nicht fertig. Ihr inneres Milieu war ihrer Umgebung angepaßt, aber nicht den Kleinstlebewesen, die die Weißen mit sich brachten. Eine sehr grosse Zahl der Indianer starb nicht an den Kugeln der filmisch so breitgetretenen Revolverhelden, sondern an Keimen.
Genauso wie unser Immunsystem mit für uns unbekannten Mikroben in tropischen Ländern oft seine Probleme hat
Die Malaria Uta, scheint ein Sonderfall zu sein. Sie wird höchstwahrscheinlich durch Parasiten der Gattung Plasmodium hervorgerufen. Parasiten mit einem eigenen Zellkern scheinen dem Wandlungsprozeß des Pleomorphismus nicht unterworfen zu sein.

Viele Grüsse, Horaz

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Sine ist offline
Beiträge: 3.371
Seit: 15.10.06
Guten Morgen.
Ich habe noch Fragen zum Posting 29 von Horaz:
Gibt es denn überhaupt Viren, die nach diesen Koch'schen Postulaten isoliert werden können?
Wenn ja, welche zum Beispiel?
Was für Viren gibt es, die eben nicht diesen Vorgaben entsprechen und trotzdem wird ein Impfstoff dagegen angeboten?
Beispiel Hepatitis C:
Hier gibt es keinen Impfstoff dagegen. Die Wissenschaftler geben in diesem Falle zu, dass das Virus sich ständig verändert.
Danke für weitere Informationen zu diesen Fragen!
Liebe Grüsse, Sine

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chris ist offline
Beiträge: 624
Seit: 13.07.06
Guten Morgen, Sine.

alle Viren könnten nach den Koch'schen Postulaten isoliert werden, so es sie denn gäbe. Die Frage ist, warum wird das nicht gemacht?

...
In der Tat gibt es in der gesamten wissenschaftlichen Literatur keine einzige Publikation, in der für Viren in der Medizin die Erfüllung auch nur des 1. Kochschen Postulates behauptet wird. In der also der Beweis geführt wird, dass in Menschen mit bestimmten Krankheiten die dafür verantwortlich gemachten Viren gesehen und isoliert worden sind. Nichts desto Trotz wird dies von den verantwortlichen Behörden und von den Virologen gegenüber der Öffentlichkeit behauptet.

...
Virenexistenz?
LG
Christian
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aude sapere!


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