Grundsatzfragen zu Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

01.11.05 20:55 #1
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Gaby ist offline
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Seit: 14.05.05
Erste Impfung gegen Krebs kommt 2006

Von der Virusinfektion zum Cervix-Karzinom:
http://www.infoline.at/onkologie/aw240509.html
Weitere Informationen:
http://www.netdoktor.de/krankheiten/fakta/hpv.htm
http://www.spmsd.at/content/e10/e1491/index_at.html

Liebe Grüße
Gaby

Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

chris ist offline
Beiträge: 624
Seit: 13.07.06
Zwei der drei Links, die Gaby gepostet hat, sind nicht mehr erreichbar.

Die HPV-Impfung ist ja jetzt verfügbar.

...
Es ist bisher noch kein direkter kausaler Zusammenhang gezeigt worden, der belegen würde, dass es sich bei der Ursache der Zervixkarzinome tatsächlich um HP-Viren handelt. Selbst das NCI, das Nationale Krebsforschungsinstitut in den USA, gibt dies zu. Bekannt ist lediglich, dass Faktoren wie die Langzeiteinnahme von oralen Kontrazeptiva ("Pille") und die Zahl der Geburten wie auch genetische Veränderungen, Rauchen oder erworbene Immunschwäche die Tumorentstehung fördern.
...

...
Es ist keineswegs belegt, dass ein Virus die Ursache für diese diversen Krebserkrankungen ist. Es ist aber anzunehmen, dass sobald dieser Impfstoff zugelassen ist, diese Hypothese von HP-Virus und Krebsentstehung als unumstössliche Tatsache Einlass in alle medizinischen Lehrbücher finden wird. Gleichgültig ob es belegt ist oder nicht.
...

AEGIS Schweiz
LG
Christian
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Geändert von chris (22.02.07 um 16:56 Uhr)

Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Die Studie ist so schlecht, dass es ein wissenschaftlicher Unsinn ist, irgendwelche Schutzaussagen damit zu belegen
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Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso

Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

Gaby ist offline
Themenstarter Beiträge: 651
Seit: 14.05.05
Hallo Chris
Ich kann das nicht ganz nachvollziehen, da ich weiß, dass in der Immunhistologie bei über 90% der Cervixkarzinome das HP-Virus nachgewiesen wird. Und dieser Nachweis erfolgt durch Identifizierung der DNS der HPV-Viren in den entarteten Zellen.
Auch bei schwerwiegenden atypischen Veränderungen der Zellen an der Cervix stellen wir in unserem Labor immer wieder eine Infektion mit high-risk-Viren aus dem HPV-Stamm fest. Das sind die Typen des Virus, die am ehesten die atypischen Veränderungen in den Zellen verursachen.
Bei auffälligen Cervixabstrichen wird eine HPV-Typisierung empfohlen, die dann je nach Ergebnis, entweder high-risk-, oder low-risk-Viren, den weiteren Verlauf der Behandlung bestimmt.
Selbstverständlich spielt auch wie immer, das Immunsystem eine Rolle. Manche werden mit dem Virus fertig, andere nicht.
Aber dieser Virus ist nicht zu unterschätzen, er führt leider sehr oft zu einem Karzinom.
Für mich besteht da keinerlei Zweifel, ich sehe tagtäglich die durch den HPV-Virus verursachten Veränderungen in den Zellen des Gebärmutterhalses.
Es finde es sehr gefährlich und falsch, diese Informationen zu verfälschen und zu verwässern.
HPV-Viren werden wie leider viele andere Krankheitserreger auch durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen. Durch sie müssen oft schon 20jährige operiert werden und sich einer Konisation unterziehen (Entfernung der infizierten Region am Gebärmuttermund).
Oft ist es aber damit nicht getan, der Virus kann auch in benachbarten Zellen weiterbestehen und sogar nach einer Gebärmutterentfernung noch in der Scheide zu einem Karzinom führen.
Ich finde daher diese irreführenden Diskussionen sehr gefährlich.

Sie stellten fest, dass es einen Mangel an übereinstimmenden HPV-DNA-Sequenzen und die dazu entsprechenden HPV-Gen-Expression in den Tumoren gab, die positiv auf HPV getestet worden waren. Stattdessen kamen sie zu dem Schluss, dass seltene spontane und chemisch bedingte Chromosomen-Anomalitäten, die man sowohl bei HPV-DNA-positiv wie auch bei negativ getestetem Gebärmutterhalskrebs vorfand, die Krebserkrankung herbeigeführt habe.
Es gibt mehr als hundert! verschiedene HP-Virustypen, getestet werden nur ein paar wenige davon. Nr. 16,18 und 31 gelten als high-risk-Typen, bisher.



Liebe Grüße
Gaby

Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo Gaby

Besorg Dir die Studie mit dem Studiendesign. Ist einfach nichtb seriös, auch wenn Du recht haben könntest.
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Liebe Grüsse
Beat

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Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

chris ist offline
Beiträge: 624
Seit: 13.07.06
Hallo Gaby,

ich vermute mal, daß Du "vom Fach" bist. Ich bin kein Virologe, also hab bitte etwas Nachsicht, wenn ich manches nicht gleich verstehe.

Zitat von Gaby Beitrag anzeigen
Ich kann das nicht ganz nachvollziehen, da ich weiß, dass in der Immunhistologie bei über 90% der Cervixkarzinome das HP-Virus nachgewiesen wird. Und dieser Nachweis erfolgt durch Identifizierung der DNS der HPV-Viren in den entarteten Zellen.
Auch bei schwerwiegenden atypischen Veränderungen der Zellen an der Cervix stellen wir in unserem Labor immer wieder eine Infektion mit high-risk-Viren aus dem HPV-Stamm fest. Das sind die Typen des Virus, die am ehesten die atypischen Veränderungen in den Zellen verursachen.
Gibt es hierfür einen Beweis, daß das Virus die Ursache der Zellveränderung ist und wenn ja, wo ist er publiziert?

Zitat von Gaby Beitrag anzeigen
Selbstverständlich spielt auch wie immer, das Immunsystem eine Rolle. Manche werden mit dem Virus fertig, andere nicht.
Wie genau wirkt hier das Immunsystem auf das Virus ein?

Zitat von Gaby Beitrag anzeigen
Es finde es sehr gefährlich und falsch, diese Informationen zu verfälschen und zu verwässern.
Es liegt mir fern, Informationen zu verfälschen. Ich möchte Beweise dafür, daß die HPV-Impfung vor Gebärmutterhalskrebs schützt.

Zitat von Gaby Beitrag anzeigen
HPV-Viren werden wie leider viele andere Krankheitserreger auch durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen.
Wo ist die Pathogenität der HP-Viren wissenschaftlich beschrieben?

Zitat von Gaby Beitrag anzeigen
Oft ist es aber damit nicht getan, der Virus kann auch in benachbarten Zellen weiterbestehen und sogar nach einer Gebärmutterentfernung noch in der Scheide zu einem Karzinom führen.
Hättest Du auch hierzu eine Quelle?

Zitat von Gaby Beitrag anzeigen
Ich finde daher diese irreführenden Diskussionen sehr gefährlich.
Inwiefern hältst Du das für gefährlich? Ich finde es eher gefährlich, wie blind die meisten Menschen durch's Leben laufen ohne je irgendetwas zu hinterfragen.

LG
Christian
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Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

Gaby ist offline
Themenstarter Beiträge: 651
Seit: 14.05.05
Hallo Chris
Wo was publiziert ist, damit kann ich im Augenblick nicht dienen, da müßte ich mich erst selbst wieder informieren.
Ich gehe hier erst einmal von meinen langjährigen Erfahrungen aus.
Und die sprechen eine eindeutige Sprache.

Auf Deine erste Frage:
Wenn wir diese ganz typischen Veränderungen der Zellen durch das HP-Virus im Abstrich sehen, empfehlen wir eine HPV-Typisierung, die uns dann sagt, ob es sich um die gefährlicheren "high-risk-Viren" handelt, oder nur um die "low-risk-Viren.
Die nachfolgende Typisierung ergibt in fast 100% der Fälle die Bestätigung, dass es sich um diese Viren handelt.
Danach wird entschieden, ob man mit einem Eingriff (Konisation) noch warten kann, oder ob es ratsam ist, gleich zu reagieren.

Auf die zweite Frage:
Es gibt Infektionen, die über viele Jahre latent bleiben, aber dann doch sogar nach Jahrzehnten wieder aufflammen.
Bei manchen Patientinnen ist der high-risk-Virus nachweisbar, wird aber scheinbar durch das Immunsystem in Schach gehalten, so etwa wie das beim Herpesvirus geschieht.
Er kann aber auch nach vielen Jahren des Stillhaltens wieder aufwachen und in Erscheinung treten.
Empfohlen wird bei einer Infektion zB.die Entfernung einer Spirale, da diese immer auch eine Reizung der Zellen im Bereich des Muttermundes bewirkt.
Jede andere Infektion durch Candida oder andere Entzündungserreger schwächt ebenso die Abwehrkraft der Zellen.
Vermutlich spielt sogar die Übersäuerung des Körpers eine Rolle.

Auf die dritte Frage:
Mit Beweisen kann ich nicht dienen, da ich mich mit diesem Thema nicht sehr auseinander gesetzt habe.
Ich kenne auch nur die Publikationen darüber.
Einen Erfolg dieser Impfung wid die Zeit zeigen.

Auf NR.4:
Werde versuchen, mich darüber zu informieren.
Aus der Praxis kann ich aber keinen Zweifel darüber hegen, dass HPV-Viren ernste Veränderungen an den Zellen des Muttermundes hervorrufen.
Übrigens ist es bekannt, dass bei jüdischen Frauen nie Gebärmutterhalskrebs aufgetreten ist. Das führen Mediziner auf die Beschneidung der jüdischen Männer zurück. Durch diese Beschneidung nahm man dem Virus die Möglichkeit, an den Genitalien des Mannes zu überleben.
Auch Hygiene beim Mann spielt da eine Rolle.

Zu Nr.5:
Reine Erfahrung.
HP-Viren verursachen so typische Veränderungen in den Zellen, dass man diese leicht erkennen kann.
Kann leider nur mit Erfahrungswerten dienen.

Zu Nr.6:
Gefährlich finde ich es deshalb, weil leider die meisten Menschen sich immer irgendeine Ausrede für ihre Schwächen suchen.
Hinterfragen ist gut, aber wenn ich mir dieses Thema ansehe, dann stellt sich mir die Frage, inwiefern sich der Normalbürger mit diesem Thema auskennen kann???
Wie soll sich denn jemand mit diesen sich ständig widersprechenden Studienergebnissen zurechtfinden???
Wenn man nicht selbst Einblicke in diese Thematik hat, ist man von vornherein aufgeschmissen.
Gefährlich wird es dann, wenn man sich die Meinungen als für sich zutreffend aussucht, die einem ein sorgenfreies und ungeniertes Leben versprechen.
Besser ist es doch allemal, mehr Vorsicht als nötig walten zu lassen.

Liebe Grüße
Gaby

Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

Gaby ist offline
Themenstarter Beiträge: 651
Seit: 14.05.05
Hallo Chris
Hier jetzt einmal ein Thema, das mir schon sehr lange am Herzen liegt, aber leider fand ich bisher keine Möglichkeit, es anzuschneiden. Dabei geht es nicht um Impfung, aber um die Krebsvorsorge.
Durch HPV-Recherchen angeregt, stieß ich auf Folgendes:
Allerdings, kritisiert Groth, weise die Abnahme und die Beurteilung des PAP Abstriches in Österreich "erhebliche Qualitätsmängel" auf. Vor allem seien die Fähigkeiten der Gynäkologen, die Abstriche zu entnehmen, zu verbessern, die Laborqualität zu erhöhen
Hier nachzulesen: derStandard.at
Beim Lesen dieser Sätze geriet mein Blut in Wallung.
Ganz abgesehen davon, dass eine qualitativ gute Befundung eines Abstriches wohl nicht nur in Österreich zu wünschen übrig läßt, gäbe es auf diesem Sektor noch sehr viel zu verbessern.
Ein Labor ist abhängig von den Gynäkologen, die ihm Abstriche schicken.
Es ist nur ausgelastet, wenn genug Gynäkologen ihre Abstiche in dieses Labor schicken.
Deswegen werden leider auch qualitativ schlechte Abstriche der Gynäkologen akzeptiert, da Kritik in dieser Richtung von den praktizierenden Frauenärzten meist nicht toleriert wird.
Außerdem ist festzustellen, dass leider nur sehr wenige Gynäkologen Wert auf aussagekräftige Abstriche legen.
Selbst eine jährlich erfolgende Beurteilung der Qualität dieser Krebsvorsorgeabstriche ruft bei vielen Ärzten ein geringes Echo hervor.
Solang die Abnahme des Abstriches von den Kassen bezahlt wird, ist für die meisten Gynäkologen die Welt in Ordnung.
Um diese Lethargie zu durchbrechen, sind die Frauen gefragt, die sich in der Arztpraxis ein wenig selbstbewußter zeigen sollten und den Befund des Labors einfordern sollten.
Ein Labor, das es sich leicht macht, beurteilt zB. die Qualität des Abstriches nicht. Dieses ist aber ein sehr wichtiger Faktor.
Nur, wenn der Abstrich richtig gemacht wurde, kann er im Labor einen aussagekräftigen Befund ergeben.
Auf dem Laborschein sollte demnach auch angekreuzt sein, ob der Abstrich aussagekräftig oder repräsentativ ist.
Damit könnte man die Gynäkologen unter Druck setzen, gute Abstriche an das Labor zu schicken.
Den Frauen sollte klargemacht werden, dass ihre Gesundheit auch von ihnen selbst abhängt, indem sie gut informiert zu ihrem Gynäkologen gehen und von ihm eigentlich eine selbstverständlich gute Arbeit erwarten.

Liebe Grüße
Gaby

Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

Gaby ist offline
Themenstarter Beiträge: 651
Seit: 14.05.05
Noch einmal Hallo
Ich dachte eigentlich, dass ich mit diesem etwas gewagten Thema einige gesundheitsbewußte Frauen ansprechen würde, doch ist mir das wohl nicht gelungen.
Mein Anliegen war, Fehler im System aufzuzeigen, das unser aller Gesundheit kontrollieren soll.
Mich irritiert es sehr, dass auf meinen Beitrag so gar nicht reagiert wird.
Krebsabstriche sollen Frauen jedes Jahr beim Gynäkologen machen lassen.
Und wenn man das hat machen lassen, fühlt man sich doch eigentlich sicher, weil man diese Vorsorge in Anspruch genommen hat.
Was aber, wenn der behandelnde Gynäkologe diesen bewußten Abstrich nur sehr oberflächlich abgenommen hat?
Er bekommt dafür sein Geld, das auf jeden Fall, aber es ist egal, ob dieser Abstrich wirklich aussagekräftig ist.
Er wird auch von keiner Instanz kontrolliert, seine Arbeit kann somit also sehr gut oder auch unbrauchbar sein.
Wieso interessiert das niemanden????

Liebe Grüße
Gaby

Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo Gaby

Einen Erfolg dieser Impfung wid die Zeit zeigen.
Ist das Wissenschaft? Eigentlich sollte etwas erst zugelassen werden, wenn deren Nützlichkeit bewiesen und lNebenwirkungen ausgeschlossen oder zumindest als wesentlich niedriger als die Wirkung als gesixchert gelten darf.

Wie soll sich denn jemand mit diesen sich ständig widersprechenden Studienergebnissen zurechtfinden???
Eigentlich ist es Sache der wissenscahft diese zu klären und nicht zu ignorieren.

Besser ist es doch allemal, mehr Vorsicht als nötig walten zu lassen.
Genau, dazu gehört auch von etwas die Finger zu lassen, wenn es sich erst noch zeigen muss, ob es wirkt. Vorsichtsmassnahmen wie hygiene sind hingegen auf jedenfall gut und damit können auch andere Krankheiten verhindert werden.

Ganz abgesehen davon, dass eine qualitativ gute Befundung eines Abstriches wohl nicht nur in Österreich zu wünschen übrig läßt, gäbe es auf diesem Sektor noch sehr viel zu verbessern.
Ein Labor ist abhängig von den Gynäkologen, die ihm Abstriche schicken.
Es ist nur ausgelastet, wenn genug Gynäkologen ihre Abstiche in dieses Labor schicken.
Deswegen werden leider auch qualitativ schlechte Abstriche der Gynäkologen akzeptiert, da Kritik in dieser Richtung von den praktizierenden Frauenärzten meist nicht toleriert wird.

Zustimme. Wenn u jetzt noch das ganze System so anschaust, zB wird eine impfberatung in D dem Arzt nur vergütet, wenn er danach auch die Impfung macht, etc) dann wackelt sofort die ganze Impfsache
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Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso


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