Impfung ohne Zustimmung des Patienten

17.08.12 13:52 #1
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Impfung ohne Zustimmung des Patienten

nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Zitat von Chiaro Beitrag anzeigen
Meine älteste Tochter (1970) erhielt eine Pockenschutzimpfung. Daraufhin bekam sie zwei große Hautausschläge am Po, die eine lange Behandlung erforderlich machten.
Meine jüngere Tochter (1977) war ein kerngesundes Mädchen, bis sie im Alter von zirka 7 Monaten eine Impfung bekam. Nach dieser Impfung war sie jahrelang krank, nahm nicht mehr richtig zu, die Leberwerte waren nicht in Ordnung, auffälliger Stuhlgang, usw.
Während der Behandlungen in der Uniklinik in Frankfurt erfuhren wir, dass andere Kinder auch nach einer Impfung erkrankten.

LG Chiaro
Ach. Da kommst Du auch aus Hessen.

Bei den Pockenschutzimpfungen war ich ja schon älter. So dass ich mich da gut dran erinnern kann. Wie viele Impfungen ich als Kleinkind hatte, da habe ich keine Ahnung.

Ich war als Kind eh oft krank. Nach meiner Blinddarm-OP zur Einschulung war ich das ganze Schuljahr über ständig krank und dann für 3 Wochen in der Uniklinik Frankfurt. Ich hab keine Ahnung, was die da genau gemacht haben. Kann mich nur an den leckeren Apfelsaft erinnern, den es jeden Abend gab. Aber als ich nach den 3 Wochen nachhause ging, hatte sich mein damaliges gesundheitliches Problem komplett erledigt.

Ich halte grosse Stücke auf die Uni Frankfurt, die im Laufe meines Lebens mehrfach bestätigt wurden und hoffe, die haben deiner Tochter auch so gut helfen können, wie mir damals.
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Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

Impfung ohne Zustimmung des Patienten
kopf
ich bin ja einfach gestrickt und oft auch sehr praktisch !
macht jemand so etwas mit meinem kind ,werf ich das Über-Ich über bord , bzw .
das, was davon noch übriggeblieben ist !

LG

Impfung ohne Zustimmung des Patienten

James ist offline
Moderator
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Beiträge: 5.906
Seit: 20.05.08
Wir sollten hier doch auch mal darüber sprechen, wer von den Betroffenen wirklich was (im juristischem Sinne) unternommen hat und was dabei heraus gekommen ist!
Das Klagen hinter vor gehaltener Hand scheint mir eher der Normalfall zu sein.
Sicher sind Betroffene zuerst mit ihren gesundheitlichen Problemen beschäftigt. Deshalb hat man ja auch eine verlängerte Verjährungsfrist (Klage innerhalb von 3 Jahren nach Bekannt werden des Schadens).
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Die Krise ist ein produktiver Zustand. Man muß ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen. Max Frisch, schweizerischer Architekt und Schriftsteller

Gruß, James

Impfung ohne Zustimmung des Patienten

nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Ja James. Ich habe einige Fälle von Eltern in Mütterforen verfolgt, deren Kind nach einer Impfung übelste Schäden bekommen hatte und da war anhand des Verhaltens der Ärzte gar nichts davon zu bemerken, dass in unserem Gesetz steht, dass ein vermuteter Zusammenhang zur Anerkennung eines Impfschadens genügt.
Ärzte streiten meiner Meinung nach immer bis zum letzten ab.
Aber Ärzte haben auch Haftpflichtversicherungen und müssen, wie ich hörte, bei Unterzeichnung erklären, dass sie einen Schaden niemals anerkennen werden.

Es scheint daher essentiell zu sein, sich mit den Organisation/Vereinen in Verbindung zu setzen, die sich hier auskennen, um Chancen zu haben sein Recht zu bekommen. Soweit ich erinnere, stehen dort Experten zur Verfügung, die sich bestens auskennen.

Wir wollen auch nicht vergessen, dass es letztlich die Eltern impfgeschädigter Kinder waren, die dafür gesorgt haben, dass Ärzte heute eine strafbewehrte Ordnungswidrigkeit begehen, wenn sie einen Impfschaden nicht melden. Keine Ahnung, inwieweit das verfolgt wird, aber das alleine zeigt schon den Unwillen der Ärzte eine Schaden zuzugeben.
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Impfung ohne Zustimmung des Patienten

James ist offline
Moderator
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Beiträge: 5.906
Seit: 20.05.08
Dem muß ich beipflichten!

Ich selbst bin (zwar nicht nach einem Impfschaden) sowohl ein (entschädigter) Betroffener, als auch in einer solchen Organisation ehrenamtlich tätig und glaube deshalb zumindest einen Überblick zu besitzen.
Das Problem stellt sich nach meiner Meinung so dar:
In der Bevölkerung lebt der Irrglaube, dass bei man bei medizinischen "Kunstfehlern" für den Patienten sowieso nichts zu machen ist. Man füttert nur die Anwälte und Gutachter hacken den Kollegen (sind ja auch nur Ärzte) niemals die Augen aus. Dieses Märchen kann zwar in Einzelfällen wirklich mal so laufen, ist aber nicht der Normalfall.
Leider glauben das aber viele Betroffene und unternehmen deshalb nichts. Damit spielen sie sowohl Pfuschern als auch den Haftpflichtversicherern die Trümpfe in die Hände.
Aus eigenem Erleben weiß ich zwar, dass der Weg schwer und langwierig ist, aber sich bei berechtigten Ansprüchen lohnt. Es geht ja auch nicht nur um einen finanziellen Ausgleich für verlorene Lebensqualität, sondern weckt auch Vermeidungsstrategien bei den Verursachern.
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Gruß, James

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Ulrike ist offline
Beiträge: 1.005
Seit: 28.04.08
Hallo nichtderpapa,

Nimmt man zum Beispiel meinen Heimatort, dann sind wir alle gegen Polio geimpft worden und bekamen später auch die Schluckimpfung.
Das finde ich interessant, da wir alle früher "nur" die Schluckimpfung bekamen, und meine erste Impfung gegen Polio dann im Rahmen der Tetanusimpfung (Revaxis) statt fand. Ich dachte bisher, dass die intramuskuläre Impfung erst später "erfunden" wurde.

Aus meiner eigenen Kindheit (ich war 5 Jahre, mein Bruder 6 Jahre) kann ich noch über folgende Begebenheit berichten. Mein Bruder und ich erkrankten an Masern kurz nach der Polio Schluckimpfung. Mein Bruder (Allergiker - Asthma, Neurodermitis) bekam dann auch noch eine Gehirnhautentzündung. Die behandelnden Ärzte in einer Uniklinik konnten aber nicht sagen, ob ursächlich für die Gehirnhautentzündung eher die Polio Impfung oder die Masern Erkrankung war.

Auch wurde uns als Eltern die Schluckimpfung stets zeitgleich mit der Schluckimpfung unserer Kinder verabreicht. Die Schluckimpfung (Lebend Viren) wurde aber mittlerweile zumindest in Deutschland wohl abgeschafft.

Einige haben dann im Anschluss eine rolandische Epilepsie entwickelt.
Magst Du vielleicht mal erzählen, was das besondere an einer rolandischen Epilepsie ist?

Liebe Grüße

Ulrike
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Ein Wunder passiert nicht gegen die Natur, sondern gegen unser Wissen von der Natur.

Impfung ohne Zustimmung des Patienten
Esther2
Zitat von Ulrike Beitrag anzeigen
Das finde ich interessant, da wir alle früher "nur" die Schluckimpfung bekamen, und meine erste Impfung gegen Polio dann im Rahmen der Tetanusimpfung (Revaxis) statt fand. Ich dachte bisher, dass die intramuskuläre Impfung erst später "erfunden" wurde.

Zitat Wikipedia:
Zwei grundlegend verschiedene Impfstoffe stehen zur Verfügung: seit 1955 eine von Jonas Salk entwickelte inaktivierte Polio-Vakzine, abgekürzt IPV, sowie seit 1961 eine von Albert Sabin entwickelte orale Polio-Vakzine, abgekürzt OPV.

Polioimpfstoff

LG, Esther.

Impfung ohne Zustimmung des Patienten

Ulrike ist offline
Beiträge: 1.005
Seit: 28.04.08
Hallo James,

Es geht ja auch nicht nur um einen finanziellen Ausgleich für verlorene Lebensqualität, sondern weckt auch Vermeidungsstrategien bei den Verursachern.
Genau aus diesem Grund habe ich mal bei der Ärztekammer das Fehlverhalten eines Arztes "gemeldet" (kein Zusammenhang mit Impfung).

Auslöser war die Verweigerung einer Bluttransfusion für meinen Vater durch einen Gastroenterologen am Krankenhaus, die zuvor vom Kardiologen verordnet worden war. Ursächlich für den Blutverlust war ein Rektum Karzinom.
Im Gesamtzusammenhang (es gab noch andere Auffälligkeiten mit diesem Arzt) wollte dieser Arzt meinem Vater einfach nicht helfen und hatte ihn bereits "aussortiert". Er wollte ihn "runter bluten lassen" (Originalton eines anderen Arztes. der mit einem anderen Krankenhaus Verbindung, zwecks Bluttransfusion, aufgenommen hatte).
Der Zustand meines Vaters (damals 90 Jahre alt) war bei Verweigerung der Transfusion so, dass er bereits hörbare Atemprobleme hatte und Synkopen (die auch zu Stürzen führten) auftraten.
Nach erfolgter Bluttransfusion war mein Vater übrigens wieder so fit, dass er sogar mal allein einen kleinen Ausflug in die Stadt mit dem Bus unternommen hat. So viel zu dem "lohnt sich nicht".

Um noch mal zum Thema Impfung zurück zu kehren.
Wenn ein Arzt kein Fehlverhalten gemacht hat, dann wäre doch auch gar nicht die Haftpflichtversicherung zuständig, beim Auftreten eines Schadens durch Impfung.

Wenn aber auch auf Seiten des Arztes Fehlverhalten vorliegen sollte (z.B. Impfung mit Leben Viren trotz Cortison Behandlung), dann müsste doch eigentlich aus beiden Töpfen entschädigt werden können.

Liebe Grüße

Ulrike
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Impfung ohne Zustimmung des Patienten

Ulrike ist offline
Beiträge: 1.005
Seit: 28.04.08
Hallo Esther,

den von Dir eingestellten link hatte ich mittlerweile auch gefunden und fand dies auch ganz interessant:

Im Erwachsenenalter wird eine routinemäßige Auffrischung des Impfschutzes nur noch bei Personen mit einem Risiko, an Polio zu erkranken, empfohlen. Dazu zählen Personen, die eine Reise in ein Endemiegebiet planen, aber auch medizinisches Personal.[2]
Von daher war ja auch der Polio Anteil in meiner Tetanusimpfung noch nicht mal empfehlenswert.

Liebe Grüße

Ulrike
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Impfung ohne Zustimmung des Patienten

Ulrike ist offline
Beiträge: 1.005
Seit: 28.04.08
Hallo Chiaro,

erst mal hoffe ich, dass Du die Impfung bis jetzt ganz gut überstanden hast.

Meine älteste Tochter (1970) erhielt eine Pockenschutzimpfung. Daraufhin bekam sie zwei große Hautausschläge am Po, die eine lange Behandlung erforderlich machten.
Eins meiner Kinder hatte auch Nahrungsmittel-Allergien/Unverträglichkeiten. In Zusammenhang mit Antibiotika hat dies Kind eine einzelne, wenn auch recht groß werdende Quaddel am Po entwickelt. Auffällig fand ich, dass diese genau an der Stelle saß, wo auch die Impfungen erfolgten.

Ich weiß jetzt nicht wie das bei den anderen Impfungen ist, aber dies fand ich in diesem Zusammenhang auch interessant:
Der fertige Impfstoff, eine Kombination aus inaktivierten Polioviren der Typen I, II und III, enthält oft noch Spuren von Antibiotika wie Neomycin oder Streptomycin.
Polioimpfstoff

Liebe Grüße

Ulrike
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