Ernährungsumstellung- mein Tagebuch

26.02.11 09:20 #1

Entstehen teils Lebensmittelunverträglichkeiten möglicherweise durch Histamin-Intoleranz?
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Asking ist offline
Beiträge: 352
Seit: 10.01.11
Hallo!

Ich habe mir vorgenommen, nun 4 Wochen versuchsweise Histamin aus meinem Essensplan zu streichen.
Nun erstelle ich mir für jede Woche einen Essensplan, nachdem wir auch einkaufen werden und dann bin ich gespannt, was dabei herauskommt. Um ehrlich zu sein bin ich skeptisch, aber ich werds versuchen.

Ich versuche, hier jeden Abend zu posten, as ich so gegessen habe und wie es mir ergangen ist und ich hoffe, ihr könnt mir mit Rat und Tat zur Seite stehen, was lebensmittel und anderes anbelangt. Ich komm schon ins Straucheln beim Essen: ich suche gerade ein geeignetes Rezept für gefüllte Paprika. Dumm nur, dass sie alle Brühe, Speck und meistens auch passierte Tomaten enthalten.
Nach irgendwas soll das essen ja auch schmecken. Also kann ich es gleich sein lassen, weil es def nicht schmecken wird, wenn ich die Brühe nicht verwende.

Argh. Also es wird schwierig, ich hoffe ihr könnt mir beistehen.

Liebe Grüße, Sarah

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rosmarin ist offline
Beiträge: 2.454
Seit: 12.03.10
Vielleicht kann man ja auch andersherum herangehen:

Was kann ich verwenden und welche Möglichkeiten ergeben sich daraus?

Z.B. Reis kochen, Paprika schmoren und mit Butterkäse oder Feta überbacken?
Zugegebenermaßen einfach, aber gut mit Kräutern gewürzt kanns doch auch gut schmecken, oder?

rosmarin
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"Wer um seine Krankheit weiß, ist nicht mehr wirklich krank." (Laotse)

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Asking ist offline
Themenstarter Beiträge: 352
Seit: 10.01.11
Hey,
Ich hab einen ganz guten Plan zusammengestellt. Ich hab eine Seite mit geeigneten Rezepten gefunden, im Gegensatz zu anderen Links mit angeblich histaminarmen Rezepten sind fast alle davon tatsächlich geeignet.

Also versuch ich mich jetzt mal an Polentaklößen (in Gemüsesuppe) und selbstgemachten Frühlingsrollen (ohne Soja natürlich), Brotaufstrich mit Paprika und Grünkern und anderem :-) Hat sich alles sehr lecker gelesen.

Übrigens erhoff ich mir, dass ich endlich mal abnehme. Ich habe leider kontinuirlich zugenommen. Langsam, zwischendrin lang das Gewicht gehalten und dann gings weiter hoch. Natürlich noch die Schwangerschaften dazu.
Ich hab mit Schlank im Schlaf ca 4 Kilo mal abgenommen, aber dann ist es direkt stagniert und nichts hat sich mehr getan. Und nach 2 Monaten gings mir auch nicht mehr gut damit. Nun hab ich gelesen, man solle sich bei HIT eiweißarm ernähren? Dann wirds natürlich schwierig, denn Low Carb würde in dem Fall ja dann bedeuten, dass ich mich praktisch nur noch von Obst und Gemüse ernähren könnte und dann müsste ich allerdings Unmengen essen, um die nötigen Kalorien zu mir zu nehmen .
Aber vielleicht könnte ich ja mit den Kalorien arbeiten? Ich glaub ich schau nochmal im Naschkatzenforum vorbei.
Eigentlich hatte ich ja gehofft, wieder mit SIS anfangen zu können, aber das fällt ja nun flach.

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rosmarin ist offline
Beiträge: 2.454
Seit: 12.03.10
Gemüse + Fett/Sahne kann auch lecker sein.

Sind auch viele Kalorien, macht gut satt, schmeckt gut - und ist nicht allzu eiweissreich in der Kombination

rosmarin
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gentlemen01 ist offline
Beiträge: 745
Seit: 14.09.09
wären mit spinat und fetakäse gefüllte paprikaschoten histmaminarm?

weiß es gerade nicht, aber ist mein lieblingsrezept, vielleicht wäre das ja was für dich
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Liebe Grüße G01

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rosmarin ist offline
Beiträge: 2.454
Seit: 12.03.10
Spinat ist wohl eher ungeeignet.
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Asking ist offline
Themenstarter Beiträge: 352
Seit: 10.01.11
Danke für die Idee, aber Spinat fällt ja auch (sehr schade)

Feta ist erlaubt?
Was ist mit Pangasius?


Mein Mann macht ja auch mit. Er hat auch (recht deutlich sogar) Anzeichen einer HIT, aber der akkuten Form. Er kommt vom Klo garnicht mehr runter, der arme. besonders schlimm ists im Sommer, dann gehts ihm richtig dreckig vom ganzen Allgemeinbefinden her. Wir sind jetzt bald 4 Jahre zusammen und ich habe noch kein gesundes, befreites Jahr mit ihm erleben dürfen. Ich wünsch es mir so sehr!
Er reagiert aber auch auf sämtliches Obst, was eine Fi wohl auch naheliegt. Zudem verträgt er H-Milch schlecht, aber Frischmilch geht scheinbar besser.
Anfangs war er total abgeneigt gegen das Thema, aber so langsam hab ich ihn dafür gewonnen. Wir können ja nur gewinnen und nichts verlieren. Was sind 4 Wochen Diät, wenn das bedeuten könnte, dass es uns wieder gut gehen kann?

Geändert von Asking (27.02.11 um 10:49 Uhr)

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Puistola ist offline
Beiträge: 862
Seit: 06.08.08
Zitat von Asking Beitrag anzeigen
Danke für die Idee, aber Spinat fällt ja auch (sehr schade)

Feta ist erlaubt?
Was ist mit Pangasius?
Feta ist Käse.
Das meiste Histamin in Nahrungsmitteln entsteht bei Fermentierungsvorgängen, sodass ich jeglichen Käse auf die Verdachtsliste setzen würde. Aber es ist wohl so, dass Frischkäse gegenüber lange gereiftem Käse weniger Histamin gebildet hat. Feta erscheint also eher unbedenklich, extralange höhlengereifter Kaltenbach-Emmentaler hingegen mag eine Histamin-Bombe sein - vielleicht.

Pangasius ist Fisch. Wenn der frisch ist, vollkomen unbedenklich, aber schon die geringste - sagen wir mal - Reifung erzeugt extrem hohe Werte.
Mein Rat zu Fisch: Tiefgefroren oder direkt vom Fischer, auf Eis transportieren und gleichentags konsumieren. Jegliche Lagerung bei Raumtemperatur lässt den Histamingehalt in die Höhe schiessen.

Spinat ist gemäss untenstehender Liste eines der weniger geeigneten Gemüse.

Allerdings sind solche Listen wenig hilfreich, wenn da Histamingehalte angegeben werden, die um ein vielfaches schwanken können, zwischen unbedenklich und extrem:

Emmentaler 90-fach
Rotwein 60-fach
Schinken 30-fach
Sauerkraut 20-fach

aber:
Spinat 2-fach

Man beachte:
All diese Nahrungmittel mit hohem Streubereich sind verarbeitete und/oder fermentierte Produkte. Es geht also viel mehr um die Verarbeitungsweise und Lagerung, als um das Ausgangsprodukt.

Bei einer histaminaren Diät geht es nicht darum, irgendwelche Negativ-Listen zweifelhafter Herkunft abzuarbeiten, sondern darum, vorsichtig solche Produkte auszutesten und sich eben auf gewisse Marken zu begrenzen, mit denen man gute Erfahrungen gemacht hat. Listen wie diese können dabei Anhaltspunkt bieten. Was ich z.B. bisher nie gedacht hätte: Essig ist demnach eine Histaminbombe: Klar, da sind ja zwei Fermentierungen drübergegangen: Erst zu Alkohol, dann zu Essig und das gilt wohl auch für Apfelessig.
Was in dieser Liste vollständig fehlt: Das Brot. Meist wird das ja mit Hefe hergestellt. Beim Backen geht das Histamin des Gärungsvorganges nicht verloren.

Ein Erfahrungsaustausch wäre da hilfreich.

Ich habe z. B. festgestellt, dass mir Bier und sein alkoholfreier Abglanz beide genausowenig guttun und finde das nun in dieser Liste bestätigt:


Beispiele: Histamingehalt von bis (maximal) im jeweiligen Nahrungsmittel

  • Käse
Emmentaler: <10-500 mg/kg (maximal 2.500)
Bergkäse: <10-1.200 mg/kg
Parmesan: <10-580 mg/kg
Gouda, Emmentaler: <10-200 (maximal 900) mg/kg
Tilsiter, Butterkäse : <10-60 mg/kg
Österreichischer Blauschimmelkäse: <10-80 mg/kg
Camembert, Brie : <10-300 (maximal 600) mg/kg
  • Alkoholische Getränke
Rotwein, Maximalwerte : bis 3800 ug/l (ug=Mikrogramm)
Österreichische Rotweine: 60-600 (maximal 1.100) ug/l
Weißwein: 10-120 ug/l
Sekt: 15-80 ug/l
Champagner: 670 ug/l
Bier: 20-50 ug/l
Weizenbier: 120-300 ug/l
Alkoholfreies Bier: 15-40 ug/l
  • Rohwurst/-schinken
Salami: <10-280 mg/kg
Cervelat-, Kantwurst: <10-100 mg/kg
Osso collo, Westfäler Schinken: <10-300 mg/kg
Frischfleisch: <1 mg/kg
  • Fisch und Fischprodukte
Fisch fangfrisch: 0 mg/kg
Frischfisch verdorben: bis 13.000 mg/kg
Tiefkühlware: 0-5 (maximal >50) mg/kg
Vollkonserven: 0-15 (maximal 300) mg/kg
  • Gemüse
Tomaten (Ketchup): 22 mg/kg
Spinat: 30-60 mg/kg
Avocados: 23 mg/kg
Melanzani: 26 mg/kg
Sauerkraut: 10-200 mg/kg
  • Essig
Rotweinessig: 4000 ug/l
Weiteres Problem:
Der Körper erzeugt selbst Histamin als Reaktion auf Stress.
Das kann seelischer Stress sein, aber auch Hitze, Kälte, schlechte Luft (Insbesondere O3, VOC und PM10, also Smog), und schon sind wir bei der MCS ...

Puistola

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Puistola ist offline
Beiträge: 862
Seit: 06.08.08
Zitat von Puistola Beitrag anzeigen

Allerdings sind solche Listen wenig hilfreich, wenn da Histamingehalte angegeben werden, die um ein vielfaches schwanken können, zwischen unbedenklich und extrem:
Ich hab mal weiter recherchiert und hier eine Liste gefunden in der die Histaminarmen Nahrungsmittel aufgelistet werden, statt jene mit hohem Gehalt.

Eine solche Liste kann bei einer Ausschlussdiät als Ausgangsposition dienen.

Einige Lebensmittel, die histaminarm sind:

  • Fleisch (frisch, gekühlt, gefroren)
  • Fisch (frisch oder tiefgefroren)
  • Frisches Obst: Melone, Heidelbeeren (=Blaubeeren), Preiselbeeren, Ltichi, Mango, Kaki, Kirschen, Johannisbeeren, Aprikosen, Äpfel
  • Frisches Gemüse: Grüner Salat, Kohlsorten, Rote Beete, Kürbis, Radieschen, Rettich, Rapunzel, Peperoni, Karotten, Brokkoli, Kartoffeln, Gurke, Lauch, Zucchini, Mais, Spargel, Knoblauch, Rhabarber
  • Getreide, Teigwaren (Dinkel-, Mais-, Reisnudeln, Hefefreies Roggenbrot, Mais-Reis-Knäckebrot, Reis, Haferflocken, Reiswaffeln, Mais-, Reis-, Hirsemehl)
  • Milch und Milchprodukte (ausser Hartkäse)
  • Milchersatz (z.B. Reis-, Kokosmilch)
  • alle nicht zitrushaltigen Obstsäfte, alle Gemüsesäfte (ausser Sauerkraut)
  • Kräutertees
  • Untergärige Biere, klare Schnäpse (Wodka, Rum etc.), Weissweine
  • Grüner Tee
  • Proteine: Eigelb

Weitere Grundregeln sind

  • Lebensmittel möglichst frisch verzehren; keine überreifen Lebensmittel, keine Lebensmittel aus Konserven essen!
  • Hygienisch einwandfreie Lebensmittel konsumieren
  • Wenn Alkohol, dann nicht vor/zu/nach dem Essen; Rotwein und Weizenbier vermeiden.
  • Keine Lebensmittel mit Reifevorgang essen (z.B. Sauerkraut, reifer Käse)
  • Frischen oder tiefgekühlten Fisch gegenüber geräuchertem, getrocknetem oder gesalzenem vorziehen. Fisch vor der Zubereitung wässern, da Histamin wasserlöslich ist.
  • Kochen, Backen oder Einfrieren ändert den Gehalt an biogenen Aminen im Lebensmittel nicht!
  • Vor einer ärztlichen Behandlung immer auf die Histaminunverträglichkeit hinweisen. Vor allem bei Operationen unter Narkose.
  • Immer das Notfallset dabei haben (wird vom Arzt verschrieben)
  • Gewisse Medikamente sollten vermieden werden (behandelnden Arzt fragen!)
  • Nahrung immer direkt aus dem Kühlschrank essen, nicht vorher herausnehmen und warm werden lassen.
Quelle: Sprechzimmer.ch
Was ist Histamin, was eine Histaminintoleranz?

Doch auch hier Fragezeichen:
Roggenbrot hefefrei, aber untergäriges Bier OK? Ich dachte, Bier ist die Quelle der zu vermeidenden Backhefe ...

Ich selbst hatte mir vor Jahren durch Beobachtung eine noch viel engere Diät erarbeitet ohne jegliche tierische Eiweisse, ohne fermentierte Produkte und ohne Gluten.

Seit ich aufgrund der MCS-Diagnose VOC, dreckige Luft, Parfums etc.,etc. meide, konnte ich die Liste der verträglichen Nahrungsmittel innert weniger Tage wieder weit ausdehnen. So vermeide ich nur noch Wein, Bier und Pökelzeugs, auf die ich unmittelbare Reaktionen zeige.
Wirklich Gut geht es mir damit zwar nicht. Ich werde mich den Ausschluss- und Einschlusslisten wohl doch wieder mal intensiver widmen müssen.

Danke für die Anregung, liebe Sarah!

Puistola

Geändert von Puistola (27.02.11 um 12:48 Uhr) Grund: einige fehlende "m" eingefügt wg. defekter Tastatur

Ernährungsumstellung- mein Tagebuch

Asking ist offline
Themenstarter Beiträge: 352
Seit: 10.01.11
Hallo!

Danke fürs raussuchen!

Heute ist ja Tag 1 nun! Tag eins von "Weg mit dem Dreck"
Zum Frühstück gab es Haferflocken mit Leinsamen und geriebenem Apfel in Milch. Lecker, aber nun auch nicht für täglich. Ich werd mir mal ein Müsli zusammenstellen, denn die, die es zu kaufen gibt, sagen mir nicht so zu. Aber es gibt eine Seite, wo man sich selbst die Zutaten aussuchen kann.
Ich bin noch am rätseln, wie ich das nun mit Brot mache? aber da find ich bestimmt auch eine Lösung.

Wie geht es mir heute?

Ich bin krank, hab Temperatur, aber sonst ok. Mein Körper beschwert sich so wies scheint über zuviel Histamin im Körper. Ich hab ihm echt was zugemutet, aber ich musste nochmal Dinge essen und trinken, die ich liebe. Nutellabrötchen, Plätzchen, Cola, Red Bull, Grobe Bratwurst etc. pp. Mir ist ab und an leicht übel, muss manchmal stark aufstoßen.
Was sitzt eigentlich in der Mitte unterhalb den Rippen? Da ist es hart und meine Seiten tun etwas weh, natürlich vor allem die rechte.

Na schauen wir mal. Ich muss noch sehen, was ich zumittag mache, denn mein Plan (Kartoffelpü, Broccoli und Pangasius) geht so nicht. Ich möchte aber den Kindern und Männe nicht nur Kartoffelpü und Gemüse servieren.


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