HIT: Erfahrungsbericht Histaminintoleranz (Manfred70)

04.04.10 16:01 #1

Entstehen teils Lebensmittelunverträglichkeiten möglicherweise durch Histamin-Intoleranz?
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Erfahrungsbericht Histaminintoleranz

Timmy ist offline
Beiträge: 14
Seit: 25.05.10
Hallo Manfred,
der gute Zustand hält noch immer an.Wir haben aber auch immer wieder mit Rückschlägen zu kämpfen. So z.B. das leckere Orangeneis bescherte uns einen Bauchwehnachmittag, da mein Sohn mir es zu spät sagte. Ich habe immer egal wo wir hingehen Vit.C Kapseln mit Zink in der Tasche, wenn es losgeht sofort eine hohe Dosis rein und meistens haben wir Glück, dass die Bauchweh dann nur ein wenig kommen. In diesen Fällen hilft z.B. das DAO gar nicht. Mein Sohn ißt sehr viel Rohkost und Fleisch, also kein Vegetarier. Der Magendarm Arzt hatte auf eine ausgewogene Mischkost hingewiesen mit Fleisch, damit die B-Vitamine in ausreichender Form zugeführt werden. ER isst auch gerne Joghurt mit den angeriecherten Laktobaterien und seitdem ist der Darm auch viel besser. Allerdings habe ich mich darauf eingestellt, das er die NEM´s auch für eine lange Zeit brauchen wird - vielleicht auch für immer. Denn wie ich in vielen Berichten gelesen habe, gibt es offensichtlich Menschen, die aus welchen Gründen auch immer einen erhöhten Vitaminbedarf haben. Ich gehöre auch dazu. Vielleicht hängt es mit der nicht ganz intakten Darmflora zusammen. Aber wenn es hinhaut ist das wirklich das kleine Übel! Also fleissig weiter probieren. Übrigens Brot können wir auch nicht vertragen - weder Hefe- noch Sauerteigbrot. Wir backen unser Brot mit Weinsteinbackpulver selbst, Knäcke ohne Hefe geht oder aber Pumpernickel ohne Hefe, jede Art von Kuchen ohne Schoki - eben alles was Du mit Backpulver herstellen kannst.
Hallo Nirak,
mein Sohn ist 8 Jahre, 1,44 m groß und wiegt 29,4 Kilo also deutlich zu wenig bei der Größe. Mit der Vitaminbehandlung bin ich Mitte April angefangen, da wog er 26,5 Kilo. Durch das Vitamin b und den anderen Vitaminen hat sich sein Hunger verdoppelt. Ich lasse dann auch "Entgleisungen" wie etwa Pommes mit Grillwurst zu und achte dann auf eine Menge Salat und Obst dazu. Er hasst z.B. gekochtes Gemüse, da kann er sich vor schütteln - somit gibts für ihn alles roh. Er isst auch am liebsten kalt - Rohkost auch kalte gegrillte Wurst. Vielleicht sollte ich doch mal einen TCM-Arzt nach der Bedeutung fragen.
Hallo Blondi 76,
der Zusammenhang von Histamin und Leber/Niere ist interessant. Allerdings trifft er bei uns nicht zu - ist getestet worden anhand der Blut und Verdauungswerte im Stuhl - und trotzdem haben wir die Histaminintolerenz.

LG an alle Timmy

Erfahrungsbericht Histaminintoleranz

Nirak52 ist offline
Beiträge: 92
Seit: 25.02.10
Hallo Timmy,
super, daß es bei Deinem Sohn aufwärts geht. Meiner Tochter geht es zwar insgesamt besser seit der Histamindiät, doch leider wirkt sich das bis jetzt nicht auf ihr Gewicht aus. Allerdings ißt sie auch sehr kleine Mengen, dies allerdings häufig über den Tag verteilt. Da sie zusätzlich LI hat, fallen die meisten Milchprodukte auch weg, ausser den laktosefreien, die andererseits z.Zt. wieder einen höheren Histamingehalt haben. Manchmal behelfen wir uns mit Daosin und Laktasetbl. Zudem ist meine Tochter, wie schon beschrieben, leicht geistig behindert und stark entwicklungsverzögert und leider läßt sie sich von Vernunftsargumenten nicht beeindrucken und mit Druck erreicht man bei ihr nur das Gegenteil, nämlich daß sie sich völlig verschließt. Ich vermute, daß sich ihr Magen inzwischen ziemlich an die kleinen Essensmengen gewöhnt hat und sich deshalb bei ihr immer schnell ein Sättigungsgefühl einstellt. Das sollte mir mal passieren.
Das Brot, das ich für sie backe, wird auch mit Weinsteinbackpulver hergestellt und schmeckt echt lecker.

LG Nirak

Erfahrungsbericht Histaminintoleranz

Blondie76 ist offline
Beiträge: 298
Seit: 20.07.09
Hallo Timmy,
bei mir waren letztes Jahr die Blutwerte auch in Ordnung (als eine angebliche Histaminintoleranz diagnostiziert wurde). Deshalb habe ich das hier ja auch geschrieben. Die Leberwerte können noch ganz in Ordnung sein, auch wenn nur noch 30 % der Leber funktionstüchtig ist. Das kann ganz gewaltig täuschen. Nierenwerte hängen teilweise auch mit der Leber zusammen, denn die Leber muss ja gewisse Dinge verstoffwechseln.
Ich denke nicht, dass bei jedem mit Histaminintoleranz ein Problem mit der Leber besteht. Ich wollte lediglich darauf aufmerksam machen und dazu anregen, die Histaminintoleranz aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Vielleicht wird bei dem einen oder anderen die Histaminintoleranz schon deutlich besser, wenn man nur die Leber als Entgiftungsorgan stärkt.

Viele liebe Grüße
Blondie76

Erfahrungsbericht Histaminintoleranz

Timmy ist offline
Beiträge: 14
Seit: 25.05.10
Hallo Nirak,
ich habe mir durchgelesen, was Du Deiner Tochter alles an NEM´s gibts. Das ist schon sehr ausgeklügelt und durchdacht - mein Respekt. Als ich nach einer Krankheit so untergewichtig war mußte ich Sahnehaferflocken mit Zucker essen und Ovomaltine trinken. Man wenn ich da noch dran denke!
Das könnte ich meinem Sohn nicht andrehen. Ich drücke die Daumen, dass es aufgrund der Nem´s und der Diät jetzt langsam bergauf geht. Dein Brot besteht nur aus Mehl, Salz, Wasser und Backpulver?? Mein Sohn braucht mal eine Abwechslung. Übrigens Waffeln gehen auch gut. Die sind doch relativ fett. Wäre das nicht etwas für Deine Tochter. Oder der Zitronenkuchen? Du kannst ja den Zuckeranteil reduzieren- mache ich auch immer.

Hallo Blondie,
ich wollte nicht unhöflich erscheinen. Bei meinem Sohn wurde eine reduzierte Fettverdauung diagnostiziert, was angeblich eher auf die Galle hindeutet. Er hatte hömoöphatische und "normale" Galle/Lebermediakamente erhalten, die die Verdauung nur viel schlimmer machten als vorher. Somit wurde angenommen, da es nur in der Stuhluntersuchung und nicht im Blut nachgewiesen werden konnte, dass es sich wohl um eine Organschwäche handeln müßte.
Ich habe im Internet noch einiges über Colostrum nachgelesen. Schon jemand mal probiert? Angeblich für Allergien und Verdauungsbeschwerden das Wundermittel? Und dazu ein ziemlich teures.
LG Timmy

Erfahrungsbericht Histaminintoleranz

Kullerkugel ist offline
Beiträge: 6.543
Seit: 01.06.10
Hallo Timmi ,
Colostrum habe ich mir vor längerer Zeit bestellt , als ich von den "Wunderwirkungen" gelesen hatte. Zweimal probiert , nun steht es noch da und ich werde es entsorgen. Für mich , mit starker Histaminreaktion auf fast alles Essbare , war es nicht verträglich . Ich denke auch , ich weiss warum. Der Herstellungsprozess ist chemisch aufwendig , um aus der Erstmilch der Kuh das konzentrierte Pulver herzustellen... Ich habe viele NEMs probiert , die eigentlich helfen würden. So merke ich auch bei verschiedenen Ölkapseln mit Omega 3 oder gelblich-bunten Vitaminpillen die Reaktion. Auch das aktive B6 ist so ein NEM , welches Reaktionen hervorruft. Das nehme ich aber trotzdem dazu , und normales B6 ....
Ich vertrage ja auch keine Eiweisspillen oder Pulver , selbst gutes teures Zeug ohne Zusätze , nicht. Obwohl die MAP mit ihrer Wirkung bei mir zeigen , dass ich Eiweissmangel hatte /habe . Ich denke es liegt daran , das sie sofort vom Darm aufgenommen werden können , ohne erst in den Darmabschnitten verdaut werden zu müssen , die bei mir so viel Histamin ausschütten. Übrigends hatte mir damals eine HP einige Mittel vorher ausgetestet , mit dem Ergebnis , ich bräuchte die Pillen , vertragen habe ich sie trotzdem nicht. Es ist also so , dass zwar Mangel besteht , aber die HIT dafür sorgt , dass ich vieles trotzdem nicht nehmen kann.
Nun ist das meine Erfahrung , aber vielleicht hilft es Dir , Du musst ja Dein Kind erst beobachten , merkst es ja nicht selbst sofort.
LG Kullerkugel

Erfahrungsbericht Histaminintoleranz

manfred70 ist offline
Beiträge: 181
Seit: 30.09.08
Ein herzliches Hallo an die Runde!

Was Blondie hier in dankenswerter Weise eingebracht hat (#58 u. 63), zeigt, wie wichtig es ist, sich über Ursachen und Wirkungen klar zu werden. Mein sog. Histaminmodell, von dem ich immer noch überzeugt bin, geht davon aus, dass der Körper natürlicherweise auf Stresssituationen mit Histamin reagiert. Hält dieser Stress jedoch lange an oder/und ist außergewöhnlich hoch oder ist selbst außergewöhnlich für den Körper - wenn dieser kein adäquates Reaktionsmuster kennt -, dann kommt es zu außergewöhnlichen, manchmal allergisch verstärkten, langwierigen Histaminfreisetzungen und schließlich zur Überforderung des histaminabbauenden Systems. Das könnte auf die Leber zutreffen. Diese ist mit dem Enzym Histamin-N-Methyl-Transferase (HNMT) am Abbau des im Blut kursierenden Histamins zuständig. Die Nieren könnten mit ihrer Diaminoxidase(DAO)produktion genauso betroffen sein. Diese Überforderung könnte der Grund für Fehlfunktionen (evtl. in Form von unzureichend „ausformulierten“ Reaktionsprodukten) sein, die wiederum Anlass für den Körper sind, durch lokal platzierte Extraausschüttungen an Histamin ausgerechnet dort Entzündungen zu initialisieren, wo er sich selbst damit am meisten schadet. (Autoimmunreaktion)

Und jeder, der sich mit der Diagnose Histaminintoleranz zufrieden gibt und glaubt, er könne auf Dauer mit der richtigen Diät über die Runden kommen, ist auf dem Holzweg! Der Schlüssel liegt im Erkennen und Meiden der eigentlichen/initialen Ursachen für den (anfänglichen) Histaminüberschuss. Hier sind/waren Stressoren am Werk, die die Histaminbomben aus der Nahrung weit übertreffen. Schlimm ist es dann bereits, wenn diese Stressoren nicht mehr existieren, aber bleibende Schäden angerichtet haben. Noch schwieriger für die Ursachenfindung ist es dann, wenn sich der „Nachschuss“ an Histamin überlagert, der sich aus dieser Autoimmunreaktion ergibt.

Existieren die Initialstressoren noch, dann hat man Aussichten auf eine gute Wendung .... , wenn man sie erkennt! Ich denke, ein Riesenpotenzial an solchen Ursachen steckt in unserer „chemisierten“ Umwelt. Hier sind es oft die Langzeiteinwirkungen gering dosierter, sich einschleichender, gewöhnbarer oder sogar gern gerochener „Düfte“ oder über die Haut aufnehmbarer Mittelchen. Aber auch physikalische Reize, wie z.B. energiereiche elektromagnetische Strahlung, oder psychische Stressoren. Die Liste ist lang.

Ein anderes Potenzial sind die Unverträglichkeiten als Stressor, deren Ursachen sehr im Dunkeln liegen. Es scheint mir, dass sie das Ergebnis einer verhängnisvollen zeitlichen Kopplung eines Nahrungsbestandteils an Schadstoffe im frühen Kindesalter sind. Als aus der Luft gegriffenes Beispiel: wenn der Milchzucker aus Babys Plastik-Fläschchen immer wieder einen Schadstoff herauslöst und dieser Schadstoff immer wieder Histamin freisetzt, dann ergibt sich evtl. das Verhaltensmuster, auch ohne den Schadstoff, allein durch Laktose Histamin auszulösen.

Die Histaminunverträglichkeit/-intoleranz ist hier die Ausnahme unter den Unverträglichkeiten als ein Glied in einer viel früher begonnenen Kette der Histaminkarriere.
Diagnostiziert wird sie meist erst bei schwerwiegenden Symptomen, leider oft zu spät - wenn es bereits zu Autoimmunreaktionen gekommen ist - und dann noch als eine selbstständige Erkrankung. Blondies Schilderungen sind dann die Konsequenz aus einer hier angesetzten Anthistamin-Fehlbehandlung, die wie wir lernen, eine Fehlbehandlung werden kann, wenn sie in großer Vertrauensseeligkeit und ohne Misstrauen gegen eventuelle Folgen erfolgt. Ich nehme Blondies Hinweis angesichts meiner akuten Leberprobleme nun ernst. Jeder Hinweis auf gute Präparate zum Schutz und zur Unterstützung von Leber und Niere wird hier gern entgegen genommen.

Mein/unserer besonderer Dank geht an Blondie. Dir, liebe Blondie, hätte ich gern einen Ausweg gezeigt! Für Dich und uns alle gilt es, nach den eigentlichen Ursachen zu suchen und unnötige Histaminbelastungen zu unterlassen. Man kann lange auf die Selbstheilungskräfte des Körpers vertrauen, wenn dem nicht ständig Knüppel zwischen die Beine geworfen werden!

Noch herzlichen Dank für die Hinweise auf die Backutensilien. Vielleicht brauche ich die ja einmal, sollte ich zum Selbstbacken überredet werden müssen!

Allen einen lieben Gruß
Manfred

Geändert von manfred70 (23.06.10 um 15:17 Uhr) Grund: #58 u. 63

Erfahrungsbericht Histaminintoleranz

Nirak52 ist offline
Beiträge: 92
Seit: 25.02.10
Hallo Timmy,

hier ist das vollständige Rezept für das histaminfreie bzw streng histaminarme Brot:

500 g Mehl (ich verwende ca. 150g frisch gemahlenen Dinkel, die restl. 350g Typ 1050)
200g Quark (in unserem Fall laktosefreien)
Salz
1 Ei
120 ml Milch
2 P. Weinsteinbackpulver (gibt's im Reformhaus, Bioladen und in
jedem gut sortierten Supermarkt - nicht im Discounter)

Zuerst Quark und ei verrühren, das Mehl, Backpulver und nach und nach die Milch dazugeben. Teig in eine Kastenform geben und im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad ca. 1 Stunde backen. Kann nicht schief gehen.

Wenn man statt des Salzes ca. 60 g. Zucker nimmt, hat man ein leckeres süßes Brot.
Was die Waffeln angeht, ja die mag sie auch, nur ißt sie eben von allem immer nur kleine Portionen. Das reicht schon kalorienmässig nicht zum Zunehmen.

LG Nirak

Erfahrungsbericht Histaminintoleranz

Kullerkugel ist offline
Beiträge: 6.543
Seit: 01.06.10
Hallo Manfred ,
Du hast doch für Dich die Ursachen Deines Histaminproblems herausgefunden. Die langandauernde Chemikalienbelastung führt zu ständigem Histaminausstoß und offensichtlich ist Deine Leber damit seit langem überfordert .Ständig zu hoher Anfall von Histamin kann Dein Körper also nicht mehr genügend abbauen , die Wirkungen im Körper haben Krankheitswert erreicht. Und wenn dann noch durch die Ernährung zeitweilig viel Histamin dazu kommt ( die Histaminreaktion bei bestimmten Nahrungsmitteln ist auch bei Gesunden vorhanden , wird aber vom Körper locker bewältigt ) ist Deine Leber krank.
Wir müssen uns nur von der Vorstellung lösen , da ist irgendein Organ krank . Es ist der ganze Körper krank ! Nichts passiert da nur an einer Stelle , nein , unser Körper ist eine sehr komplexe chemische Anlage. Alles was da stattfindet , hängt miteinander bzw. voneinander ab. Es reicht also nicht , nur irgendein krankes Organ zu behandeln. Die Histaminreaktionen sind ein normaler Teil der körperlichen Schutzprozesse. Und wer ein Problem mit einem Zuviel hat , der muss ganz konsequent die Auslöser meiden. Nur so kann man diese überschiessenden Körperprozesse wieder unter Konrolle bringen.
Ich habe z.B. lange vor der HIT-Entdeckung versucht , meine entzündeten Augen zu behandeln. Der Augenarzt hat Augensalbe mit verschrieben.Hat zwei Tage geholfen , dann waren die Entzündungen wieder schlimm . Ich habe die Salbe dann auch auf meine entzündeten Nasenschleimhäute und Hände geschmiert , ein Tag gut , danach wieder schlimm. Ich habe aber die Ursachen nicht gekannt und deshalb hat sich doch nichts geändert . Dein Satz:

"Und jeder,der sich mit der Diagnose Histaminintoleranz zufrieden gibt und glaubt, er könne auf Dauer mit der richtigen Diät über die Runden kommen, ist auf dem Holzweg!"

ist meines Erachtens nicht richtig . Für mich ist die richtige Diät der Weg um aus dem Dilemma raus zu kommen. Für Dich das Vermeiden von chemischen Ausdünstungen und Hautkontakten . Und für einen fiktiven Dritten kann es psyschicher Stress im Beruf oder Familie sein . (Angst und Freude lösen auch Histaminwirkungen aus und körperliche Aktivitäten/Überforderungen auch )
Erst wenn die Gesamtbelastung sinkt , werden sich die gesamten Körperprozesse normalisieren. Die Leber ist zum Beispiel das Organ , welches sich am besten wieder regenerieren kann ! Hoffentlich passiert das so rechtzeitig , das nicht Organe stark dauerhaft und irreversibel geschädigt sind.

Zeitgleich muss aber auch versucht werden , dem Körper zu helfen . In dem ich dafür sorge , dass die benötigten Nährstoffe für die Körperchemie da sind ! Vitamine , Mineralien und Eiweiss ! In Krankheitszuständen ist der Bedarf erhöht , das weiss man schon lange . Als Kind musste
ich ins Reformhaus gehen um guten Saft mit zusätzlichen Vitaminen zu kaufen wenn
jemand erkältet war. Heute kann man so was überall kaufen . Aber wir essen oft nicht
einmal den Grundbedarf , geschweige denn mehr bei Krankheit. Mir braucht keiner zu sagen , es sind ja keine Vitamine mehr im Essen drin .Wenn ich das denke , muss ich eben noch mehr Obst und Gemüse essen statt Nutellabrötchen und Milchschnitten .
Meine Diät ist sehr einschränkend , ich muss die meisten Nährstoffe zusätzlich schlucken .Aber mir geht es stetig besser ! Und meiner angegriffenen Leber auch - siehe meine Augen , kaum noch entzündet und das Weisse wird wieder weiss !
Ich habe meine Ursache gefunden. Ich hätte nach der Kleinkindzeit keine MIlchprodukte mehr essen dürfen. Die LI ist genetisch bedingt bei mir. Milch und Käse waren aber die Hauptlebensmittel , Milch ist ja soooo gesund. Für viele aber nicht , ich hatte schon damals mit der Unverträglichkeit Probleme . Konnte bloß keiner einordnen. Und die HIT hat sich schleichend entwickeln können.
Undich habe meinem Baby damals wahrscheinlich schon damit geschadet . Das Kind hatte von Anfang an Verdauungsprobleme , mit meiner guten Milch.Aus heutiger Sicht denke ich , es waren schon Histaminprobleme.Ich will damit sagen , wir geben nicht nur unsere Gene weiter , sondern auch schon bestimmte Fehlfunktionen . Jedenfalls als Mutter.Und mit Zwanzig wurde Hashi und starke Unterfunktion festgestellt. UNd so könnte es auch bei anderen sein , ich kenne inzwischen viele Zwanzigjährige mit Autoimmunkrankheiten , die man vor kurzem noch im Alter bekam.

Sich heute gesund zu ernähren und gesund zu leben ist schwerer geworden , aber Wissen ist der erste Schritt zur Besserung . Deshalb Danke an Euch Alle !
LG Kullerkugel

Erfahrungsbericht Histaminintoleranz

manfred70 ist offline
Beiträge: 181
Seit: 30.09.08
Hallo Kullerkugel und die anderen,

ich gestehe: mein Satz mit dem Holzweg ist für diejenigen unter uns, die längst wissen, dass die Ursachen ihrer HIT unabwendbar sind, eine Provokation. Ich bitte die Betroffenen vielmals um Entschuldigung. Er war eigentlich an diejenigen gerichtet, die sich mit der Diagnose HIT zufrieden geben und fortan nur noch histaminarm leben und AH’s schlucken; sich damit aber die Chance vergeben, die eigentliche Ursache zu erkennen und zu meiden, und so unnötige, meist schädliche Einschränkungen des Speiseplanes hinnehmen. Ich denke aber, dass alles andere von mir nicht im Widerspruch zu Deinen Ausführungen steht. Auch erkenne ich an, dass Du in Deinen Erkenntnissen „reifer“ bist als ich, ebenso wie die anderen hier, deren eigene Erfahrungen älter oder stringenter sind als meine und immer neue Nuancen enthalten.

Für mich war Deine Kritik Anlass, über die Unabwendbarkeit der Ursachen nachzudenken. Damit bin ich noch nicht am Ende, aber vielleicht möchte ja jemand hier mitdiskutieren.

Neben genetischen Defekten, die anscheinend oft eine angeborene Unverträglichkeit bedingen, sind wohl auch die von mir genannten frühkindlich prägend erworbenen ebenso unabänderlich wie die Histaminunverträglichkeit, die aus einem irreversiblen Schaden des Histamin abbauenden Systems beruht. Trotzdem sollten wir diese Unabänderlichkeiten in Frage stellen. Die von Blondie erhobene Warnung, auf Leber und Niere zu achten, um möglichst früh rettende Maßnahmen zu ergreifen, enthält mögliche Auswege. Auch sollten wir über die anscheinend unabänderlichen, nach Sucht riechenden, Übertretungen der HIT-Diätregeln diskutieren. Sind solche „Süchte“ vielleicht Folge von ernsten Mangelerscheinungen? Könnte man sich eine kurmäßige Zuführung der unverträglichen, aber notwendigen, Nahrungsbestandteile leisten, wenn man - streng überwacht - die richtigen AH’s in erhöhter Dosis nach einem festgelegten Zeitplan zu sich nimmt, und was könnten Vitamine beitragen? Gibt es Möglichkeiten, das im Gehirn angelegte falsche Reaktionsmuster zu löschen? Ist es richtig, bei Maßnahmen zur Stützung von Leber oder Niere danach zu unterscheiden, ob die Schädigung dieser Organe von einer direkten Vergiftung herrühren oder allein von einer Überlastung durch Histamin oder von beidem? Sind - nach dem, was Blondie eingebracht hat, Pflegemaßnahmen für Leber und Niere nicht sofort vonnöten, wenn fest steht, dass HIT vorliegt?

Ich denke, wir sollten mit solchen und ähnlichen Fragen mit der Diagnose „HIT“ einmal kräftig aufräumen!

Allen einen lieben Gruß an diesem schönen Sommermorgen!
Manfred

Erfahrungsbericht Histaminintoleranz

Nirak52 ist offline
Beiträge: 92
Seit: 25.02.10
Hallo Manfred und alle anderen Schreiberlinge,

um der Ursache für all die immer häufiger werden Nahrungsmittelintoleranzen auf die Schliche zu kommen, müßten wir herausfinden, warum immer mehr Menschen in unterschiedlicher Intensität davon betroffen sind. Eine meiner Vermutungen geht in Richtung Umweltbelastung und noch mehr all die vielen künstlichen Nahrungszusatzstoffe, die in unserem Essen einfach nichts zu suchen haben, genauer unter die Lupe zu nehmen. Ich denke, daß da ein Großteil, oder die Kombination mehrerer Stoffe, mit der Zeit einen negativen und fatalen Einfluß auf die Enzymaktivität im menschlichen Stoffwechsel haben. Wenn ich mich so umschaue, haben viele Personen ja nicht "nur" HIT oder LI, sondern da sind noch sehr viele Baustellen angefallen. Da ist z.B. bei vielen Hashimoto oder Basedow, dann ist da KPU/HPU, dann folgt Nitrosativer oder Neurostreß oder NNS. Die Frage ist, was war zuerst da, wie immer schon, die Henne oder das Ei. Durch den mangelnden Enzymabbau werden Leber und Niere überlastet und z.T. längerfristig irreversibel geschädigt. Jeder von Euch hat mit seinen Ausführungen recht und jeder von uns macht andrer Erfahrungen, bei jedem von uns zeigt sich HIT ein wenig verschieden.

Bei einigen reicht es, nur die Histamin lastigen LM wegzulassen, bei anderen kommen viele andere Auslöser einer erhöhten Histaminausschüttung dazu, ob das nun Ausdünstungen div. Chemikalien sind, Streß und im Fall meiner Tochter auch extreme Wetterumschwünge und PMS. Zunächst einmal bleibt uns nichts anderes übrig, als die Auslöser der Beschwerden zu meiden und sich aber dann nicht auf dem evtl scheinbaren Erfolg auszuruhen sondern weiter nach den eigentlichen Ursachen zu forschen, was, das gebe ich gerne zu, sicher nicht einfach ist.

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Tag.

LG Nirak


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