Histamin-Intoleranz, nur ein Symptom?

12.10.15 17:41 #1
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WerniMD
Hallöle,

möchte mal Folgendes zur Diskussion stellen.

Ich habe immer wieder Probleme mit Histamin. Bei mir wurde schon mal eine verminderte DAO gefunden und dann auch wieder nicht mehr. Ich habe bei mir aber nie wirklich richtige und nachvollziehbare Zusammenhänge zu Liberatoren oder belasteten Nahrungsmitteln finden können. Meine Verdauungsprobleme scheinen mit Histamin also nur entfernt zu tun zu haben, obwohl es schon auch Histamin ist, was mir letztendlich Probleme bereitet.

Meine jetzige Allergologin sieht das nun eher als die Summe und Folge von Nahrungsunverträglichkeiten. Die Histaminintoleranz ist also nicht die eigentliche Ursache, keine Diagnose, sondern "nur" ein Symptom.

Bei einer Dysbiose im Darm entstehen Gase, Toxine und halt auch Histamin. Auch werden dabei wohl die Mastzellen zur Ausschüttung von Histamin angeregt. Ist ja schließlich eine allergische Reaktion. In Summe kommt es dann zu einer "Überdosis", die DAO erschöpft sich und jegliches histaminreiche Nahrungsmittel führt zu weiteren Beschwerden und Verstärkung. Ist die Situation im Darm etwas "entspannter", wird auf einmal dieses Nahrungsmittel vertragen. Die eigentliche Ursache ist dann also die Unverträglichkeit und die Dysbiose sowie der entzündete Darm als Folge und das muss in erster Linie behandelt werden. Es wäre demnach nicht ausreichend, sich allein histaminarm und frei von Liberatoren zu ernähren. Die HIT verschwindet wohl automatisch, wenn der Darm wieder im Gleichgewicht ist.

So hatte ich das bisher in den ganzen Ausführungen hier und z.B. bei Jarisch nicht gesehen.

Grüße
Werni


Histamin-Intoleranz, nur ein Symptom?

Oregano ist offline
Beiträge: 60.841
Seit: 10.01.04
Hallo Werni,

so, wie Du das beschreibst, kann es u.a. sein. Ich denke aber, daß die Histamin-Problematik etwas weiter reicht. So scheint es ziemlich klar, daß sie vererblich ist. Da kann man dann natürlich sagen, daß z.B. eine schwache Leber auch vererbt sein kann und das dann wieder zur HIT führt. Trotzdem: die DAO ist ja auch nicht das einzige Enzym, das man zum Abbau von Histamin benötigt. Es gibt ja auch noch die HNMT und wohl noch mehr.

Da der Darm ganz sicher etwas mit der Histamin-Problematik zu tun hat, ist es bei den Symptomen einer HIT immer gut, ihn zu hegen und zu pflegen , soweit nur irgend möglich. Trotzdem kann das Meiden von Lebensmitteln und Lebensumständen, die die Histaminausschüttung erhöhen, dazu führen, daß man wesentlich mehr Kräfte hat und auch der Magen-Darm-Trakt sich erholen kann.

Was versteht Deine Allergologin unter "Nahrungsmittelunverträglichkeiten"? Sind damit Allergien gemeint oder Allergien + Intoleranzen?

Auf dem Gebiet der HIT tut sich immer weiter etwas. Es ist ja eine ziemlich neue Krankheit oder ein neues Krankheitsbild und sicher noch nicht wirklich erforscht.

HIT > Aktuell

Grüsse,
Oregano
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Geändert von Oregano (13.10.15 um 08:47 Uhr)

AW: Histamin-Intoleranz, nur ein Symptom?
WerniMD
Themenstarter
Hallo Oregano,

was Du schreibst stelle ich nicht in Frage.

Nein, wohl keine echten Allergien, also Intoleranzen. So habe ich z.B. keinen Gendefekt auf Laktose, vertrage sie derzeit aber auch nicht. Ich soll erstmal die wichtigsten Dinge Gluten, Laktose und Fruktose meiden, damit sich der Darm wieder erholen kann. So die Hoffnung. Das war ja auch alles mal viel besser, eine generelle Allergie oder ein grundsätzlicher Defekt kann ja somit nicht vorliegen.

Das Problem ist wohl bei Unverträglichkeiten, dass sich Bakterien über unverdaute Reste im Dünndarm freuen und diese dann fermentieren und vergären. Folge wäre dann wie oben beschrieben.

Grüße
Werni

Histamin-Intoleranz, nur ein Symptom?

Coline1 ist offline
Beiträge: 9
Seit: 18.09.16
Hallo Werni
Ich hatte auch Probleme mit Histamin. Weil ich auf Histamin allergisch war. Seit Histamin im Laufe meiner NAET Therapie behandelt wurde, muss ich mir zum Histamin keine Gedanken mehr machen. Google doch mal nach "NAET Erfahrung" oder "Allergien löschen". Du findest viele Infos zu NAET im Netz.
Es könnte sein, dass Einigen, die mit Histamin Probleme haben, wirklich das Enzym im Darm zum Abbau fehlt. Aber ich vermute auch, dass die Histaminintoleranz bei den Meisten nur eine Folge von Allergien und Unverträglichkeiten ist und allenfalls, wie erwähnt, eine Allergie auf Histamin selbst.
Liebe Grüsse
Coline1

Histamin-Intoleranz, nur ein Symptom?

Oregano ist offline
Beiträge: 60.841
Seit: 10.01.04
Hallo Coline1,

Werni hat sich aus dem Forum abgemeldet. Er wird wohl nicht mehr antworten...

Um Missverständnisse von vorherein auszuschließen: Eine Histaminallergie gibt es nicht. Zwar ähneln die Symptome denen einer Allergie, haben allerdings ganz andere Ursachen. ...
https://www.alles-essen.de/lebensmit...ntoleranz.html

Du schreibst aber von einer Histamin-Allergie. Laut Definition wird bei einer "richtigen" Allergie Histamin ausgeschüttet. Wenn dieses Histamin dann infolge einer HIT nicht schnell und ausreichend abgebaut werden kann, entstehen die Symptome einer HIT.

Soweit ich das verstehe, unterscheidet NAET nicht zwischen Intoleranzen und Allergien. Insofern mag das eine super Methode sein, um beides zu beheben. Dazu kann ich nichts sagen, weil ich die Methode nicht kenne.

Grüsse,
Oregano
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Histamin-Intoleranz, nur ein Symptom?

Coline1 ist offline
Beiträge: 9
Seit: 18.09.16
Hallo Oregano

Danke für den Link. Ich kenne den Unterschied zwischen HIT und Allegie.

In der NAET Büchern von Dr. Nambudripad fand ich gar nichts zu Histamin. Das hat mich zuerst irritiert. Weil sich meine allergischen Beschwerden immer verschlimmerten, wenn ich Histamin reiche Nahrung zu mir nahm oder Nahrung, die Histamin im Körper freisetzt.
Bis ich dann erfuhr, dass es im Testsatz von NAET auch eine Ampulle Histamin gibt. Mit dem kinesiologischen Muskeltest hat meine Therapeutin festgestellt, dass ich darauf schwach reagiere. Genau wie auf viele anderen "Allergene" wie Ei, Calcium, Vitamin C, Zucker usw. Was bedeutete, dass ich allergisch auf Histamin reagierte. Daraufhin liess ich Histamin mit NAET behandeln und seit her ist das Thema für mich erledigt. Ich esse Histamin reiche Produkte und spüre keinen Unterschied gegenüber Histamin armen Produkten.

Meine Erklärung dafür: Sollte die Annahme stimmen, dass man auf Histamin auch allergisch sein kann, würde es für den Körper keinen Unterschied machen, ob das Histamin aus der Nahrung kommt, oder ob es auf Grund einer allergischen Reaktion im Körper freigesetzt wird. Histamin verträgt der Körper nicht gut und reagiert mit Stress. Wobei unter Umständen wieder Histamin freigesetzt wird. Was dann ein Teufelskreis wäre.

Was im Zusammenhang mit NAET vielleicht noch wichtig ist zu wissen:
NAET ist Erfahrungsmedizin. Frau Dr. Nambudripad war selbst allergisch auf alles als sie die Methode entdeckte. Sie hat NAET zuerst an sich selbst, anschliessend an ihrer Familie und dann an Patienten ausprobiert und weiterentwickelt. Sucht man mit dem heutigen Wissensstand der Schulmedizin nach Erklärungen, weshalb NAET so gut funktioniert, kommt man schnell an Grenzen.
NAET ist Energiemedizin. Deshalb unterscheidet NAET nicht zwischen Unverträglichkeiten, Intoleranzen oder echten Allergien. Alles, ob belebt oder unbelebt, hat ein eigenes, unverwechselbares elektromagnetisches Feld. Wie ein Fingerabdruck. Unser Körper reagiert auf diese elektromagnetischen Felder. Bin ich aus der Sicht von NAET allergisch auf Histamin, dann reagiert mein Körper mit Stress auf das elektromagnetische Feld von Histamin.
Was auf der biochemischen Ebene im Körper genau passiert ist deshalb zuerst einmal nicht relevant. Und wohl auch noch nicht erforscht.
NAET muss man ausprobieren. Weil NAET Erfahrungs- und Energiemedizin ist. Mit dem Verstand kommen wir hier im Moment leider (noch) nicht sehr weit. NAET wirkt übrigens auch, wenn man nicht daran glaubt.

Eines der grössten Verdienste von NAET ist, dass man lernt, auf was man alles "allergisch" sein kann. Bevor ich NAET kennen gelernt habe, hätte ich nie gedacht, dass man zum Beispiel auf gewöhnliches Salz allergisch sein kann. Oder auf Calcium. Oder auf Histamin.

LG
Coline1


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