Juckreiz, erhöhte Leberwerte, Lymphknoten, ständige Müdigkeit

08.11.08 22:42 #1
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susi1 ist offline
Beiträge: 6
Seit: 08.11.08
Hallo =o)

Seit einem halben Jahr leide ich unter ständigem Juckreiz am ganzen Körper. Ständig kratze ich mich irgendwo blutig. Auch die Hautärztin konnte mir nicht helfen. Die Kortisonsalbe, die ich von ihr bekam nutzt überhaupt nichts.

Vor 6 Wochen bemerkte ich einen vergrößerten Lymphknoten am Hals. Außerdem bin ich etwa seit dieser Zeit, ständig müde.

Meinen Hausarzt und schilderte ihm meine Symptome, er überwies mich zum HNO, der machte einen Ultraschall und sagte mir, dass der Lymphknoten einen Durchmesser von 1 cm hat und ich einfach mal 3 Monate abwarten soll.

Die Blutwerte waren bis auf die Leberwerte, (vor 2 Jahren hatte ich Pfeiferisches Drüsenfieber, seitdem sind die Leberwerte ständig erhöht), alle in Ordnung.

Diese ständige Müdigkeit und das Jucken machen mich wahnsinnig. Ich weiß nicht mehr was ich machen soll.

Weiß jemand einen Rat?


Juckreiz, erhöhte Leberwerte, Lymphknoten, ständige Müdigkeit

Michael173 ist offline
Beiträge: 146
Seit: 23.10.08
Hallo Susi

Noch ne frage hast du auch rückenschmerzen und schulterschmerzen juckt die haut oder brennt sie ???

Für die erhöhten Leberwerte würde ich löwenzahntinktur empfehlen.

Gruss

Michael

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo susi,

* wie sehen denn Deine gesamten Schilddrüsenwerte aus? Ist da mal Ultraschall gemacht worden?
* bist Du sicher, daß Deine Zähne alle in Ordnung sind, vor allem auf der Seite ,wo der Lymphknoten geschwollen ist?
* wenn das ganze ca. ein halbes Jahr schon so geht: was war davor: Zahnbehandlung, Umzug, Renovierung, Unfall, neuer Arbeitsplatz....?
* Weißt Du etwas von Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten in Form von einer Allergie oder von Intoleranzen (s. dazu das Forums-Wiki)?
*Nimmst Du irgendwelche Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel oder ähnliches regelmäßig?
* Weißt Du, ob Du Vitamin B-Mangel, vor allem B12-Mangel, hast?


Grüsse,
Uta

Juckreiz, erhöhte Leberwerte, Lymphknoten, ständige Müdigkeit

susi1 ist offline
Themenstarter Beiträge: 6
Seit: 08.11.08
Guten Morgen,

vielen Dank für euere schnelle Antwort.

Löwenzahntinktur, habe ich noch nie gehört. Bekomme ich die in der Apotheke?
Rücken- und Schulterschmerzen habe ich öfter.
Meine Haut juckt und meistens siehst man dort wo sie juckt weiße Pusteln, aber nicht immer. Ich werde dann auch meistens schrecklich nervös.

Seit 3 Jahren habe ich Schilddrüsenunterfunktion und nehme Thyronajod 50. Aktuell wurden meine Werte überprüft, sie sind sehr gut und in einem halben Jahr soll dies wiederholt werden und evtl. kann ich die Tabletten sogar ganz absetzen. Auch der Ultraschall war unauffällig.

Beim Zahnarzt war ich auch, das Röntgenbildbild zeigt nichts auffälliges auch mein Zahnfleisch ist völlig ok.

Privat war im letzen Jahr nichts besonderes.

Regelmäßige an Medikamenten nahm ich Nexium 20 oder 40 mg je nach Bedarf (habe eine chronische Gastritis, Magenpolypen und eine Refluxstörung). Die Hautärztin tippte auf eine Nesselsucht und stellte mich deshalb auf Omeprzol um. Es brachte allerdings nichts, aber ich bin dabei geblieben.

Thyronajod 50 soll ich ja auch täglich nehmen, aber wenn ich ehrlich bin, vergesse ich sie öfter.

Ob ich Vitamin B-Mangel habe weiß ich nicht. Würde das die Symptome auch erklären?

Vielen Dank für euere Hilfe
Susi

Juckreiz, erhöhte Leberwerte, Lymphknoten, ständige Müdigkeit

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo susi,

Regelmäßige an Medikamenten nahm ich Nexium 20 oder 40 mg je nach Bedarf (habe eine chronische Gastritis, Magenpolypen und eine Refluxstörung). Die Hautärztin tippte auf eine
Hast Du Dir die Wiki-Artikel über Nahrungsmittel-Intoleranzen schon angeschaut:
http://www.symptome.ch/wiki/Hauptseite > Ernährung > Intoleranzen.

Vielleicht verträgst Du ja z.B. Histamin nicht oder andere Stoffe, die Du regelmäßig ißt. Das könnte evtl. auch den Reflux und die Magenprobleme erklären.
Ist der Helicobacter pylori - ein Bakterium, das sich im Magen niederlassen kann - abgeklärt?

Mich würden Deine Schilddrüsenwerte interessieren. Ist bei Dir Hashimoto ausgeschlossen?

Gruss,
Uta

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margie ist offline
Beiträge: 4.490
Seit: 02.01.05
Hallo Susi,

Juckreiz, erhöhte Leberwerte, Müdigkeit:
Das passt aber auf eine kranke Leber. Ich würde Dir raten, die Leber gründlich untersuchen zu lassen.
Ich denke nicht, dass das noch vom Pfeifferschen Drüsenfieber kommt. Ich denke eher, dass Deine Leber schon davor krank war und das Drüsenfieber die Krankheit ans Licht brachte, indem nun die Leberwerte öfters oder stets erhöht sind.
Denn bei einer kranken Leber machen solche Virusinfektionen wie das Drüsenfieber natürlich eine Verschlimmerung.

Da Du wohl noch nicht sooo alt bist, also wohl unter 40, würde ich raten, bei der Suche nach der Leberkrankheit den Hepatologen (Leberfacharzt) mal auf Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit) und M. Wilson (Kupferspeicherkrankheit) anzusprechen. Denn das sind angeborene Leberkrankheiten, die von Gendefekten kommen. Andere Leberkrankheiten treten oft erst nach dem 40. Lebensjahr auf.
Außerdem sollte man im Blut Hepatitis A, B und C ausschließen, aber das hat der Hausarzt sicher schon getan, oder?

Hast Du eine Leberkrankheit so treten als Folge davon eine Reihe anderer Störungen auf. Auch die Sache mit dem Magen kann eine indirekte Folge davon sein.
Ich habe M. Wilson, ich habe auch die Probleme mit dem Magen, die Du hast.
Ich hatte auch schon vergrößerte Lymphknoten am Hals. Das sollte man natürlich beobachten und ggf. den Knoten auch entfernen lassen.

Wenn Dein Juckreiz eine Nesselsucht sein sollte, auch das kenne ich bei mir. Ist man leberkrank, so hat man Probleme damit, Histamin abzubauen und man wird immer allergischer, weil die Leber die Gifte nicht mehr in dem erforderlichen Umfang aus dem Körper herausholt. Das Immunsystem wird dadurch schwächer, man wird anfälliger.
Nesselsucht ist eine Folge von zuviel Histamin, sei es aufgrund von Allergien oder aufgrund eines verminderten Histaminabbaus.
Letzteres wiederum ist eine Ursache bei der "Histaminintoleranz".

Es gibt hier im Forum zu Hämochromatose und zu Morbus Wilson eine Rubrik unter Erbkrankheiten.
Auch zur Histaminintoleranz gibt es hier eine Rubrik.

Gruß
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Juckreiz, erhöhte Leberwerte, Lymphknoten, ständige Müdigkeit

susi1 ist offline
Themenstarter Beiträge: 6
Seit: 08.11.08
Es ist sehr schön hier soviel Menschen zu treffen, die mir helfen möchten.
Dankeschön !

Ein Helicobacter wurde bei allen den vielen Gastroskopie nie nachgewiesen. Trotzdem wurde ich mehrfach darauf behandelt. Brachte aber auch keine Besserung. Ob eine Hashimoto ausgeschlossen wurde, weiß ich nicht.

Sehr interessant fand ich die Theorie mit der Hämochromatose. Ich habe mal nachgelesen und war erstaunt, dass würde auch meine Zyklusstörungen und meinen Haarausfall erklären, die ich seit Sommer habe und für die es keine hormonellen oder sonstige Erklärung gibt.
Allerdings ist es ja eine Erbkrankheit. Ich kenne niemand in meiner Familie, der Probleme mit der Leber hatte.
Ich werde morgen einen Termin bei einem Hepatologen machen. Bin mal gespannt.
Danke
Susi

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Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.477
Seit: 26.04.04
Hallo Susi,

Ob eine Hashimoto ausgeschlossen wurde, weiß ich nicht.
- das wäre aber wichtig; es sollte sicher ausgeschlossen sein, denn bei Hashimoto ist Jod kontraindiziert bzw. es schadet der Schilddrüse.

Liebe Grüsse,
Malve

Geändert von Malve (10.06.17 um 23:58 Uhr)

Juckreiz, erhöhte Leberwerte, Lymphknoten, ständige Müdigkeit

susi1 ist offline
Themenstarter Beiträge: 6
Seit: 08.11.08
Hallo Malve,

dann muss ich das auch unbedingt überprüfen lassen.

Danke

Geändert von Malve (10.06.17 um 23:58 Uhr)

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margie ist offline
Beiträge: 4.490
Seit: 02.01.05
Allerdings ist es ja eine Erbkrankheit. Ich kenne niemand in meiner Familie, der Probleme mit der Leber hatte.
Ich werde morgen einen Termin bei einem Hepatologen machen. Bin mal gespannt.
Hallo Susi,

der Begriff Erbkrankheit ist irreführend. Es bedeutet nicht, dass in der Familie bereits jemand eine solche Krankheit gehabt haben muss, um von "Vererbung" zu sprechen.
Es genügt vielmehr, dass sowohl Vater als auch Mutter von den 2 Genen, die jeder dafür hat, ein krankes Gen hat. Wenn also Vater und Mutter ein krankes Gen für Hämochromatose oder M. Wilson haben, dann kann ein Kind der beiden diese Krankheit bekommen, es kann aber auch dann noch sein, dass das Kind nur Genträger ist oder im besten Fall nicht mal Genträger ist.
Allerdings ist es so, dass beide Krankheiten oft übersehen werden und es daher in Deiner Familie vielleicht doch einen Fall gibt, der es nur nicht weiß, dass er eine der beiden Krankheiten hat. Aber wie ich schon schrieb, oft haben diese Krankheiten nur einer in einer Familie.
Die Dunkelziffer bei M. Wilson ist 2 Drittel, d. h. 2 Drittel derer, die es haben, werden es nie erfahren, sondern werden Fehldiagnosen erhalten.
Hämochromatose ist allerdings die häufigste "Erbkrankheit", die es gibt.

Ich habe mal nachgelesen und war erstaunt, dass würde auch meine Zyklusstörungen und meinen Haarausfall erklären, die ich seit Sommer habe und für die es keine hormonellen oder sonstige Erklärung gibt.
Zyklusstörungen sind bei M. Wilson auch nicht ungewöhnlich und auch Haarausfall wäre bei M. Wilson genauso gut erklärbar wie bei Hämochromatose.
Bei M. Wilson hat man meist Zinkmangel, weil man zuviel Kupfer hat und Kupfer und Zink sich gegenseitig verdrängen.

Hämochromatose ist die häufigere von beiden Krankheiten, allerdings führt sie bei Frauen oft erst nach den Wechseljahren zu heftigen Symptomen, weil Frauen durch die Menstruation (das ist ein natürlicher "Aderlass") vor heftigeren Beschwerden geschützt sind.
Daher würde ich evtl. M. Wilson genauso in Betracht ziehen und auch noch nach anderen Leberkrankheiten suchen.
Wenn Du Deine Ärzte fragst, wirst Du bei M. Wilson die Erfahrung machen, dass sie gar nicht wissen, was das ist oder wenn sie es wissen, dass sie auf dem Informationsstand sind, den sie sich zum Zeitpunkt ihres Studiums gebildet haben.
Da sich gerade bei M. Wilson aber in den letzten Jahren sehr viel getan hat, sollte man sich, soweit ein Verdacht hierauf besteht, darüber selbst informieren und ggf. zu Fachärzten gehen.

Hier findest Du u. a. auch einen Link zu Fachärzten:

MorbusWilsonEV

Und hier noch einige weitere Infos zur Krankheit:
www.hc-forum.net/eurowilson/?page=0&sousPage=0&langue=de

Man hat nie alle Symptome, die in den Symptombeschreibungen angegeben sind und bei M. Wilson gibt es unterschiedliche Varianten. Manche haben es fast nur mit der Leber, andere haben fast nur neurologische oder psychiatrische Probleme, etc. etc.

Gruß
margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller


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