Unbändige Müdigkeit und Hautbrennen - bin verzweifelt und weiss nicht mehr weiter

07.09.08 23:21 #1
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DarkShadow ist offline
Beiträge: 5
Seit: 07.09.08
Hallo ...

Zuersteinmal: Sorry, der Text ist viel zu lange geworden ... allderdings schaffe ich es auch nicht ihn zu kurzen, weil ich nicht weis, wie ich meine Situation sonst genau erklären soll. Ich bin sehr verzweifelt und wäre daher jedem einzelnen sehr sehr dankbar, der meinen Beitrag trotzdem lesen würde, vielleicht gibt es ja doch nicht irgendwen da draußen, der mir einen Tip gegen kann, was ich noch tun kann

Ich weis einfach nicht mehr weiter ... Ich stecke in einem Loch, versuche ihm zu entkommen und drehe mich doch nur im Kreis. Nein, ich bemittleide mich nicht selbst, ich weis, das ist der falscheste Weg. Ich habe nun Monate meine verbliebene Energie darauf verwendet meine Probleme zu lösen, es gelingt mir jedoch einfach nicht. Ich weis nichtmehr weiter und ich habe das Gefühl mir kann niemand auf dieser Welt helfen.

Also gut ... zuerst einmal ... ich bin 19 Jahre alt und männlich.
Wo fange ich an ...

Ich verspüre seit einigen Monaten eine unbändige Müdigkeit und Abgeschlagenheit.
Um genau zu sein seit meiner ersten großen Op im Juni 2007. Zwischenzeitlich dachte ich natürlich, dass das normal ist, dass ich einfach Erholung brauchte. Ich habe mir dann auch eingebildet, es wäre besser geworden. Allerdings scheint das ein Trugschluss gewesen zu sein. Im Januar hatte ich dann fast einen „Zusammenbruch“ (es hat sich eigentlich schon seit Monaten abgezeichnet, dass es mir nich besser geht, dass ich niemehr wirklich fit war...). Ich hatte absolut garkeine Kraft mehr und musste die Schule unterbrechen. Begründet war dies auch durch die Tatsache, dass noch eine weitere Op anstand, welche zu keinem anderen Zeitpunkt als im Februar 2008 durchgeführt werden konnte.

Ich dachte, dass ich in den 7 Monaten danach Kraft tanken und mich von den Strapazen (welche ich für die Ursache für meine Abgeschlagenheit hielt) erholen könnte.
Doch war dies leider nicht der Fall ... ich bin immernoch genauso angeschlagen, wie eh und je ...

Gestern z.B. wurde ich nach 10 Stunden Schlaf von meiner Mutter geweckt. Wir mussten gehen, sonst hätte ich sicher noch länger geschlafen. Wir waren dann essen. Dort habe ich außnahmsweite mal eine 0,4 l Cola getrunken ... um 14 Uhr waren wir dann fertig ... und ich war schon wieder so müde, dass ich sofort auf der Stelle hätte schlafen gehen können ... dabei war ich gerade mal ca. 3 Stunden wach und hatte nicht viel mehr gemacht als geduscht, Auto gefahren (Beifahrer) und gegessen... und so geht das immer ...

Die Ärzte meinen immer, wenn man nicht gefordert wird, dann wird man träge ... das weis ich auch ... aber ich kann das so nicht bestätigen ... ich versuch doch schon seit Monaten mein bestes ... versuche meinen Körper an Anstengungen zu gewöhnen ... ihn zu fordern ... aber ich kann einfach nicht ... so viel ich mich bemühe, ich bin immer nur fertig und es hilft nichts ... Außdem spricht gegen diese These doch auch, dass ich schon erschöpft war, als ich noch gefordert wurde ... da hieß es dann, es war alles zu viel, in den letzten Monaten ist viel passiert und daher kommt die Erschöpfung ... jetzt heißt es, wenn man nicht gefordert wird, dann wird man schlapp ... alles schön und gut, aber irgendwie scheint niemand kapiert zu haben, dass es egal, was ich tue, nicht besser wird ... ich verstehe die Welt einfach nicht mehr.

Es wurden endlos viele Blutbilder und andere Untersuchungen gemacht ... ich habe nichts ... bis auf eine angeblich harmlose Erbkrankheit, die sie Morbus Meulengracht nennt, und bei der das Bilirubin nicht richtig abgebaut wird ... über die Symthome dieser sind sich die Ärzte auch uneinig ... einer meinte die Narkosen können den Bilirubinwert verschlechtert haben und das es dadurch zur Müdigkeit kommen könnte ... andererseits müsste sich das aber auch wieder beruhigen ... und andere Ärzte hingegen sagen wieder, dass da kein Zusammenhang besteht ...

Ich weis nichtmehr wie das weitergehen soll ... in ca. einer Woche wiederhole ich „freiwillig“ (-> bedingt durch einen Schulwechsel, andere Probleme, die Op's, die Erschöpfung und die daraus resultierenden Fehlzeiten) die 12te Klasse eines Gymnasiums ... an sich hätte ich sie geschafft, aber ich konnte einfach nicht mehr ... ich hab mich zwar schon verschlechtert ... früher hatte ich immer einen 1er Schnitt, war teilweise Klassenbester ... durch den bereits oben genannten Schulwechsel, andere Probleme, die Op's und die Erschöpfung, sowie dadurch bedingt Konzentrationsschwierigkeiten und weniger Möglichkeit sich effektiv vorzubereiten, war es dann nurnoch ein 2er Schnitt und es währe warscheinlich noch weiter runter gegangen ...

Nun war der Plan meinem Körper Zeit und Erholung von den ganzen Strapazen zu geben, aber es wurde und wurde nicht besser, und es wurde auch keine allternative Diagnose gefunden ... eigentlich dürfte ich nun schon lange nicht mehr erschöpft sein! Das ganze kann somit nicht (nur) von den Op's kommen ... doch, wovon dann? Ich war früher nach 2 Wochen Ferien um Welten erholter, als nun nach über einem halben Jahr Pause!

Ich bin verzweifelt, was soll ich tun? Ich kann doch nicht 12 Stunden am Tag schlafen, wenn ich Schule habe ... selbst wenn es möglich wäre ... dann wäre ich trotzdem noch abgeschlagen ... wie soll ich da ein gutes Abi schaffen, zu dem ich eigentlich rein von meiner Intelligenz her fähig wäre?

Das alles macht mir Angst ... ich schaffe es ja nicht mal täglich die Zeitung zu lesen und die Nachrichten zu schaun (wäre anzuraten bei Sozi Lk -.-) ... ich wollte mich auch wieder einarbeiten, zu meinen alter Leistungsfähigkeit wenigstens annähernd zurückkehren, aber ich schaffe es nicht ... wie soll das alles nur weitergehen ... nun übermannt mich wieder die Angst, dass ich ja nun nach nem halben Jahr verzweifeltem rumstöpseln aus dem Stoff draußen bin ...

Seit Anfang des Jahres (zu dem Zeitpunkt hatte ich die Schule schon unterbrochen) leide ich außerdem immer, wenn ich zu Schwitzen anfange unter einem unerklärlichen, den ganzen Körper betreffenden beißenden Juckreiz ... kein Arzt kann sich einen Reim daraus machen ... ich war auch in der Hautklinik ... etwa 2 Wochen lang ... es wurde nichts gefunden ... ich bin genau wie bei der Müdigkeit im grunde gesund ...

Auch diesen Juckreiz hatte ich gestern beim Essen wieder ... und auch er macht mir Angst ... ich war lange genug in der Schule um zu wissen, wie das alles bei mir abläuft ... 1tens: man kann nie (egal welche Jahreszeit) nicht schwitzen ... 2tens: im Laufe von Prüfungen aller Art wird mir immer warm. Am anfang ist mir eher kalt und im Verlauf beginne ich zu schwitzen. Was soll ich also machen? Habe ich einen solchen „beißenden Anfall“, dann brauche ich meine ganze Konzentration dafür nicht „durchzudrehen“ und mich am ganzen Körper wie irre zu kratzen (was im übrigen keine wirkliche Linderung bringt ... ich kann das ganze einfach nur als Qual beschreiben ...) ... was also, wenn das (wie es auch 100%ig sein wird), im Unterricht, in den Prüfungen, Abfragen etc. pp. kommt? Wie soll ich etwas leisten, wenn ich jedes mal mindestens 10 Minuten meine ganze Konzentration darauf verwenden muss nicht durchzudrehen?

Mein Leben macht mir Angst ... ich komme aus dem ganzen nicht raus ... ich habe immer das Gefühl bestraft zu werden ... so kann ich meine Fähigkeiten nie im Leben ausschöpfen und werde den Rest meines Lebens unter etwas leiden müssen, wofür ich nichts kann, da ich ein viel schlechteres Abi haben werde, als ich es eigentlich „verdient“ hätte ... sofern ich es überhaupt schaffe, so wie es mir im Moment geht ... was soll ich nur tun?

Außerdem habe ich seit Mai hin und wieder (unregelmäßig ... z.B. bei Bewegungen) für einige Sekunden einen druchdrinngenden brennenden heißen Schmerz "im Opgebiet" ... auch hier wurden Untersuchungen gemacht ... Blutbilder, sepzielle Entzündungswerte wurden gemessen ... CT's wurden gemacht ... auch hier ... ich habe nichts ... wenn ich Pech habe muss ich mich nochmal mit den Operateuren in Verbindung setzen ... was aber, wenn ich nochmal eine Op brauche? Was, wenn sich das wirklich aufs Bilirubin auswirkt? Was, wenn mein Körper dadurch noch weiter erschöpft wird?

Ich zweifle mittlerweile an mir selbst ... ich weis nicht mehr weiter ...
Selbst psychisch musste ich mich mittlerweile schon untersuchen lassen, da vor allem auch Probleme mit der Haut (Stichwort "Beißen beim Schwitzen") - die übrigens vollkommen gesund ist, ich habe keine Allergien und auch sonst nichts-, auch psychisch bedingt sein können ... ich bin allerdings auch psychisch vollkommen gesund ...

Zu allem Überfluss habe ich dann noch finanzielle Probleme ... alles wird immer teurer, mir reicht mein Taschengeld hinten und vorne nicht ... ich muss und würde ja auch gerne arbeiten ... aber ich weis doch schon so nicht, wie ich mein Leben meistern soll ...

Ich bin ein Wrack ... ich weis nicht, was ich mir von dem ganzen hier erwarte ... ich weis aber auch nicht, was ich sonst noch tun soll ... es ist zum verzweifeln ... die Zeit läuft gegen mich ...

Ich hab mir sogar schon überlegt nochmal ein Jahr auszusetzen und zu versuchen in die deutsche Klinik für Diagnostik zu kommen ... allerdings bin ich leider mit 7 in die Schule gekommen und wäre damit 3 Jahre älter ... außerdem würde ich dann in den doppelten Jahrgang mit dem G8 reinkommen ... womit habe ich das alles verdient? Da wäre es ja dann noch schwerer einen Studienplatz zu bekommen und ich könnte es mir auch gleich sparen ... und ich kann mir auch gar nicht vorstellen, dass mich nochmal jemand krankschreiben würde ... die kommen doch alle nur immer mit „Sie müssen ihren Körper fordern“, oder „naja wir finden nichts, da müssen Sie wohl dann jetzt einfach durch“ ... Die haben doch im endefekt keine Ahnung, wie es mir wirklich geht ...

Ich dachte früher immer, man kann alles schaffen (solange ich denken kann musste ich mir nahezu alles erkämpfen), wenn man nur wirklich will und alles gibt ... jetzt sehe ich allerdings kein Land mehr, wie viel Leid kann ein Mensch eigentlich ertragen? Ich sage zwar immer, ich nehme das „gerne“ auf mich, wenn ich dafür keine tödliche Krankheit haben muss, denn die Leute haben es noch um vieles Schlimmer ... allerdings empfinde ich das ganze mittlerweile schon als verdammt hartes Los ... irgendwann muss sowas doch auch mal ein Ende haben (ich habe euch ja auch lang noch nicht alles geschrieben, was ich habe und hatte, jetzt ist der Text eh schon so ewig lang ... ich könnte noch so viel weiteres Schreiben ... Probleme rein gesundheitlicher, oder auch sozialer Natur ...)

Danke fürs lesen (auch, wenn ich mir fast nicht vorstellen kann, dass das hier jemand ganz gelesen hat) ... auch, wenn das hier wahrscheinlich nichts bringt, ist es wenigstens mal raus ...

Lg ein verzweifelter Shadow

Unbändige Müdigkeit und Hautbrennen -> Bin verzweifelt und weis nicht mehr weiter

Leros ist offline
Beiträge: 219
Seit: 27.06.08
Hallo erstmal!
Ich war doch tatsächlich so unverschähmt und hab mir die Mühe gemacht den ganzen Text durchzulesen =)
Du wirst aber verstehen, dass man dir nur helfen kann wenn du noch viel, viel mehr Angaben machst.
1.Wo bzw. an welcher Stelle wurdest du operiert (hab ich soetwas wichtiges tatsächlich überlesen?)?
2.Warst du in Vollnarkose, bzw. hattest du nach der OP Probleme mit der Halswirbelsäule?
3.Hast du Zahnfüllungen?
4.Vorallem, hast du noch andere Beschwerden, oder "nur" die Müdigkeit und den Juckreiz?
5.Stell doch mal einfach soviele Untersuchungsergebnisse/Diagnosen wie möglich hier rein.
Morbus Meulengracht wurde mir auch schon diagnostiziert, sollte aber, wie du schon vermutest, dein geringstes Problem sein.

Grüße
Leros

Unbändige Müdigkeit und Hautbrennen -> Bin verzweifelt und weis nicht mehr weiter

Mungg ist offline
Beiträge: 1.432
Seit: 07.05.06
Wäre eine Borreliose möglich? Hattest du einen Zeckenstich oder hast du dich dem Risiko eines Stichs ohne Präventionsmassnahmen ausgesetzt? Weitere Infos findest du im Einsteigerbeitrag in der Borreliose-Rubrik dieses Forums.

Ansonsten findest du im Link noch weitere mögliche Ursachen für chronische Müdigkeit, die leider noch nicht so in die geltende Lehrmeinung eingeflossen sind:
http://www.cfs-info.de/fileadmin/use...d/med_info.pdf
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Borreliose ist ein Arschloch

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Oregano ist gerade online
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Hallo DarkShadow,

ich schließe mich Leros an: gerade die Ops müssen doch einen Grund gehabt haben. Insofern mögen die ja schon mit Deiner Erschöpftheit zusammenhängen.

Du schreibst, daß Du keine Allergien hast: weißt Du, ob Du evtl. sogenannte "Pseudoallergien = Intoleranzen" hast? Eine Histaminintoleranz z.B. könnte für das Brennen der Haut und den Juckreiz verantwortlich sein. (http://www.symptome.ch/wiki/Histamin-Intoleranz).

Deine Müdigkeit, die gar nicht mehr aufhört, könnte in Richtung CFS (Chron. Müdigkeitssyndrom), MCS (Multiple Chemical Sensitivity) gehen. Vor allem MCS wird - soviel ich weiß immer - von einer Giftbelastung ausgelöst. Auch bei CFS wird das vermutet, wie bei einigen anderen Krankheitsbildern dieser Art auch. Kannst Du Dich da an einen Auslöser erinnern?

Gruss,
Uta

Unbändige Müdigkeit und Hautbrennen -> Bin verzweifelt und weis nicht mehr weiter

Sine ist offline
Beiträge: 3.368
Seit: 15.10.06
Hallo Shadow.
Diese starke Müdigkeit und der Juckreiz lassen mich an ein Leberproblem denken. ( Meulengracht lässt grüssen )
Sind deine Leberwerte okay?
Obwohl du schon eine Menge geschrieben hast, kommt wohl noch einiges an Tipparbeit auf dich zu
Wie sieht eigentlich deine Ernährung aus?
Ich freue mich, dass du unser Forum gefunden hast und dass du dich selber informierst.
Das mit der Schule ist natürlich ärgerlich und ich kann deinen Frust gut verstehen.
Aber weisst du, ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine gute Schulbildung nicht unbedingt ein Garant dafür ist, später ein glückliches Leben führen zu können.
Deshalb solltest du dich momentan mit diesem Thema nicht selber stressen.
Anders sieht es natürlich mit der finanziellen Situation aus.
Unterstützen dich deine Eltern?
Soviel fürs Erste
Liebe Grüsse, Sine

Unbändige Müdigkeit und Hautbrennen -> Bin verzweifelt und weis nicht mehr weiter

Heather ist offline
Beiträge: 9.813
Seit: 25.09.07
Lieber Shadow,

es tut mir leid, dass Du in Deinem Alter schon so frustriert bist. Aber schön, dass Du uns jetzt gefunden hast, wir werden uns alle Mühe geben Dir zu helfen.

Wie Leros schon geschrieben hat solltes Du uns von Deiner OP erzählen, vielleicht liegt ja dort der Hund begraben.

Was mir auch gleich aufgefallen ist, der Juckreiz beim Essen! Hast Du schon einmal über Nahrungsmittelintoleranzen nachgedacht?

Sieh dazu mal hier unter Ernährung nach:

http://www.symptome.ch/wiki/Hauptseite

Vielleicht ist eine Histaminintoleranz der Übeltäter. Juckreiz und Müdigkeit passen dazu ganz prima und auch, dass Du inzwischen ganz schön deprimiert und verängstigt bist.

Und vor allem, nicht den Kopf hängen lassen, das wird schon wieder!


Liebe Grüße .

Heather


Uta war wieder schneller als ich...
__________________
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

(Albert Einstein)

Unbändige Müdigkeit und Hautbrennen - bin verzweifelt und weiss nicht mehr weiter

DarkShadow ist offline
Themenstarter Beiträge: 5
Seit: 07.09.08
Hallo nochmal!

Jetzt ringe ich mich dann doch endlich zu einer Antwort durch ... schiebe das nämlich jetzt auch schon die ganze Zeit vor mir her, da mir selbst das irgendwie zu viel ist ... -.-

Danke auf jeden Fall erstmal für eure Antworten


Nun zu euren Fragen:

1.
Nein, du hast soein wichtiges Detail nicht überlesen, es stand nicht drin.
Ja, nun ... also ich hatte einen Unfall. Deswegen musste ich im Juni 2007 an Oberkörper, Unterarm und Unterleib operiert werden ... ich weis, das macht Hilfe schwieriger, aber näheres möchte ich aus verschiedenen Gründen nicht dazu schreiben.
Im Februar musste dann ein Teil der Op noch durchgeführt werden, welcher eine Einheilung der Wunden voraussetzte, und daher nicht bei der ersten Op mitgemacht werden konnte. Außerdem wurden Narben etc. gleich mit korrigiert.
Die Schmerzen habe ich jetzt im „Unterleib“.

2.
Ja, ich war beide male in Vollnarkose, hatte aber keine Probleme mit der Halswirbelsäule ... bzw. naja ... seit einiger Zeit knackt sie immer, ich weis allerdings nicht genau sei wann und hab da noch nie einen Zusammenhang zur Erschöpfung hergestellt ... sie tut auch nicht weh oder so, sondern ich hab einfach manchmal das „Bedürfnis“ sie „knacken zu lassen“, in dem ich den Hals zur Seite neige (etwa so, wie das „Fingerknacken“ ...).

3.
Zahnfüllungen habe ich keine.

4.
Andere Beschwerden ... gute Frage ... was ich weis ist, dass ich KEINE Gelenkschmerzen habe, wie sie bei vielen Krankheiten als Symptome angeführt werden ...
Und sonst ... gute Frage ... eigentlich nur das schon oben beschriebene ... also die „Müdigkeit“, Abgschlagenheit, Antriebslosigkeit, die alle Lebensbereiche betrifft.
Manchmal beginne ich an mir selbst zu zweifeln und denke mir es ist vielleicht nur Faulheit ...Allerdings spricht für mich dagegen, dass ich nicht nur keine Lust auf „anstrengende“, nicht unbedingt lustige Dinge, wie lernen, Hausarbeit usw. habe, sondern auch keine Energie für Dinge, die eigentlich Spaß machen ... außerdem mochte ich früher das Gefühl gefordert zu werden und habe es spätestens nach 6 Wochen vermisst ...
Ich denke nochmal darüber nach ... kann ja auch sein, dass ich irgendetwas übersehe, oder einfach keine Verbindung herstelle ...
Außer ... ich fange immer, wenn ich nichts gegessen habe sehr stark zu zittern an (oder auch, wenn ich aufgeregt bin oder so leider ... manchmal auch grundlos), und mir wird schlecht und schwindlig ... aber ich denke, das hat wenn überhaupt, dann etwas mit Morbus Meulengracht zu tun (also, die Übelkeit vor allem) und weniger mit der Müdigkeit etc.
Außerdem habe ich das schon seit ich denken kann ... nun gut, ich schreibe hier jetzt trotzdem mal alles rein, was mir irgendwie einfällt, auch wenn ich es für abwägig halte

5.
Untersuchungsergebnisse habe ich leider gerade keine zur Hand ... ich schau mal, was ich tun kann!

6.
Eine Borreliose wäre rein theoretisch möglich denke ich. Ich kann mich zwar nicht wirklich an einen Stich erinnern, allerdings wohne ich in Bayern, d.h. infizierte Zecken gibt es hier.
Eine Zeckenschutzimpfung hatte ich die letzten Jahre auch nicht ... habe ich mir erst wieder dieses Jahr machen lassen, aber fragt mich bitte nicht waurm, ist wohl einfach wie so vieles andere einfach untergegangen ...
Hier würde nur wieder dagegen sprechen, dass ich eben keine Gelenkschmerzen habe und diese soweit ich weis auch ein Symptom für Borreliose ist ... aber ich kann mich auch irren bzw. einfach falsche Rückschlüsse ziehen, ich habe (leider^^) kein Medizinstudium ;-)
Wie findet man den raus, ob man diese hat? Ist dazu eine spezielle Untersuchung nötig?

7.
Nein, ich weis nicht, ob ich eine Intolleranz habe ... wie kann man soetwas feststellen?
Bei mir wurde zum einen ein „Hauttest“ gemacht, also die Haut am Unterarm geritzt und mit „Substanzen“ beträufelt, auf die man allergisch sein könnte (z.B. Dinge, die man einatmet ... Tierhaare, Pollen, Hausstaubmilben etc. ...). Außerdem wurde ein spezieller Wert gemessen, der Allergien im Körper anziegen soll. Mein Wert lag bei 10 BE, normal sind bis zu 100 BE. -> Wortlaut der Ärztin „Also, das mit den Allergien können sie wieder vergessen!“ ...

8.
An CFS, Burnout o.ä. habe ich auch schon gedacht ... allerdings steht da eben auch immer, dass Gelenkschmerzen vorhanden sein müssen ...
Als einzigen Auslöser könnte ich mir die Vollnarkosen vorstellen ...
Wie kommt man eigentlich zu einem Arzt, der Burn Out, oder CFS nicht abtut und versucht es zu „diagnostizieren“ (ich weis, dass man das nicht diagnostizieren kann, sondern es vielmehr eine Erklärungen für Symptome sind, für die man keine „körperlichen Ursachen“ findet, aber ihr wisst schon was ich meine)?

9.
Meine Leberwerte sind bis auf den Bilirubinwert (lag meines Wissens bei der letzten Messung etwa bei 3 BE) alle in Ordnung ...

10.
Meine Ernährung ... ich versuche mich gesund zu ernähren ... wie sieht sie genau aus ... ich würde sie als abwechslungsreich bezeichnen. Ich esse wenn Wurst, dann meist nur Schinken. Esse gerne Vollkornbrot/Brötchen ... gerne auch Käse, aber in letzter Zeit in Maßen ... wenig Eier ... Überwiegend Geflügel, aber nicht unbedingt häufig Fleisch. Esse viel Obst und Gemüse. Trinke zu 95% Wasser ... verwende mittlerweile überwiegend Magerine ... esse als Alternative zu Süßigkeiten des öfteren Joghurt, fettarme Milch, Müsli, Obst o.ä. Als Alternative zu Eis z.B. Fruchtsorbet ... also ich versuche schon in einem gewissen Rahmen drauf zu achten ...
Ich rauche nicht (hab noch nie gezogen und reizt mich auch null), trinke selten Kaffee und sehr selten Alkohol (war noch nie betrunken ...).
Natürlich esse ich auch ungesundes ... aber ich würde meine Ernährung jetzt auch nicht als überwiegend schlecht bezeichnen ...
Wüsste jetzt nicht, was ich noch groß dran ämndern sollte/könnte, ohne endgültig Diät zu leben^^

Sport mache ich zur Zeit aufgrund des Juckreizes allerdings kaum bis garnicht ...
Ja ... wie gesagt, das mit den Unverträglichkeiten habe ich oben schon angeführt ...

11.
Die Sache mit der Schule ... da muss ich mir echt auch nochmal Gedanken machen und evtl. auch noch mal mit dem Schulleiter sprechen ... ich weis nicht wo das Enden soll, wenn mir schon eine Antwort auf einen Forenbeitrag zu viel ist ...
Klar weis ich, dass ein Schulabschluss nicht alles ist, aber irgendwie fände ich es schon schrecklich, wenn ich nicht den Abschluss bekommen könnte, auf den ich seit über einem Jahrzehnt „hinarbeite“ und der heutzutage dennoch enorm wichtig ist ... außerdem habe ich es früher wie bereits erwähnt regelrecht genossen gefordert zu werden und möchte auf jeden Fall einen akademischen Beruf ausüben und daher auch studieren (wahrscheinlich sogar ein NC beschränktes Fach, was ich mir wenn es so weitergeht schön abschminken kann -.-) ...

12.
Finanziell ... nunja ... meine Eltern unterstützen mich soweit sie können ... allerdings ist da leider die letzten Jahre auch vieles schlecht gelaufen ... d.h. sie können nicht viel. Ich wohne noch bei ihnen, das ist nicht das Problem. Viel mehr geht es darum, dass ich mir mittlerweile selbst die paar Dinge, die mir noch einigermaßen Freude bereiten, und zu denen ich mich noch im Stande fühle nicht mehr leisten kann ...


So, ich denke jetzt müsste ich im groben alles beantwortet haben!
Mal schaun, wie es weitergeht ...
Lg Shadow

Unbändige Müdigkeit und Hautbrennen - bin verzweifelt und weiss nicht mehr weiter

Heather ist offline
Beiträge: 9.813
Seit: 25.09.07
Lieber Shadow,

zu Punkt 7) :

Eine Lactose- oder eine Fructose-Intoleranz kann man über einen Atemtest bestimmen, das geht eigentlich ganz einfach und kann wahrscheinlich sogar bei Deinem Hausarzt durchgeführt werden.

Die Histaminintoleranz allerdings, die ich mir bei Dir gut vorstellen könnte, ist nicht ganz so einfach festzustellen.
Darüber könntest Du aber ebenfalls mit Deinem Hausarzt sprechen. Wenn er sich mit der Thematik beschäftigt ist es möglich einen Urin-/Blut- od. Stuhltest durchzuführen.
Oder Du suchst Dir einen Allergologen der damit entsprechend vertraut ist.

Ja, ich weiß, die Liste der möglichen Ursachen ist lang und am Anfang ziemlich verwirrend. Doch ich glaube kaum, dass jemand in Deinem Alter grundlos so schlapp ist.

Das wird schon wieder !!!


Liebe Grüße.

Heather
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aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

(Albert Einstein)

Unbändige Müdigkeit und Hautbrennen - bin verzweifelt und weiss nicht mehr weiter
Weiblich KimS
Hallo Shadow,

Ich habe Deine Beiträge gelesen, als erstes kam mir in Gedanken dass Dein körper vielleicht ein erhöhter Bedarf an Vit. B12 hat, oder Vitalstoffe im Allgemeinem, nach die OP's und der Unfall. Eigentlich scheint mir das so oder so logisch, da muss ja extra Arbeit geleistet werden von den Zellen, neues Gewebe gebildet werden. Wenn Du ausserdem auch noch Schmerzen hast oder hattest, versetzt das der Körper in ein Stresszustand, und besteht auch ein extra Bedarf (mehr dazu findet man im ForumsWiki und in der Rubrik Nitrosativer Stress).

Dann habe ich auch noch geschaut was Morbus Meulengracht ist, ich wusste es nicht mehr, und ein bisschen mehr darüber gelesen. Ich weiss nicht ob Du dich schon mal näher damit befasst hast. Na ja, jedenfalls, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, es passt zu M.Meulengracht, sogar den Unterbauchschmerzen. Das tut mir leid.

In Diesem Thread http://www.symptome.ch/vbboard/gesun...inspiegel.html findest Du links auf vielen Seiten über M. Meulengracht. Offenbar werden die Symptome manchmal, unter Umständen, doch "ein wenig" (?) ausgeprägter.

Was mir sonst dazu einfällt: Vielleicht sind die Symptome eine Reaktion auf Schmerzmittel und/oder sonstige Medikamente die Du in Zusammenhang mit Die OP's und den Unfall genommen hast, dir verschrieben wurden. Irgendwo auf den verlinkten Seiten habe ich gelesen dass man mit M. Meulengracht sehr aufpassen soll mit Schmerzmittel, auch Paracetamol! Die Krankheit soll eine unschuldige störung der Leberfunktion sein, wodurch erhöhte Bilirubinwerte entstehen.
Da könnte also Dein Leber eine Rolle spielen bei den beschwerden. Der Juckreiz passt eigentlich nicht zu Meulengracht, aber könnte auf etwas anderem oder konkreteres mit der Leber hindeuten. Vielleicht wäre das etwas um mit Deinem Artzt mal zu besprechen. Ich denke es könnte auch nicht schaden wenn nochmal untersucht wird ob keine Anämie (Blutarmut) vorliegt. (Eventuell wäre es auch sinnvoll dein vitamin B12 status sicherheitshalber überprüfen zu lassen um zu schauen ob da ein extra Grosser Bedarf vorliegt, das Testverfahren ist aber nicht so simpel. Mehr dazu steht auch in's Forum, sinnvoll ist es mehr davon zu wissen, weil es manchmal nicht korrekt getestet wird, - nach alten Methoden, die dann wenig aussagen).

Viel mehr kann ich dazu weiter leider auch nicht sagen. Ich hoffe es hilft Dir trotzdem ein wenig weiter.

Herzliche Grüsse
Kim

PS: Schau bitte mal den verlinkten Seiten an in der Thread über M.Meulengracht. Wer weiss findest Du da doch konkretes was dir noch weiter helfen kann, ich sah auch dass ein Forum speziell für Betroffene gegrundet wurde. Die fragen gleichzeitig da auch mal hinzustellen, bringt vielleicht noch mehr. Auch wie das ist mit risiken bei Schmerzmittel (und evt. andere Medikamente).
Vergiss auch nicht dass Medikamente an sich auch manchmal solch starke Nebenwirkungen haben dass daraus fast ein komplettes neues Krankheitsbild entsteht, also, ich weiss nicht was Du nimmst, aber wenn Du einiges nimmst, studiere mal die Beipackzettel, und dann noch mal extra in Zusammenhang mit Obenerwähntes.

Gute Besserung und viel Erfolg
Kim

PS-2: In Deinem Fall ist es auch absolut zu vermeiden bei oder trotz möglicher Appetitlosigkeit zu fasten/nicht zu essen, dass scheint auch vermehrt Symptome auszulösen bei M.Meulengracht. Mehr dazu findestu Du auch in den verlinkten Seiten.

Geändert von KimS (10.09.08 um 11:58 Uhr)

Unbändige Müdigkeit und Hautbrennen - bin verzweifelt und weiss nicht mehr weiter

Oregano ist gerade online
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Außer ... ich fange immer, wenn ich nichts gegessen habe sehr stark zu zittern an (
Hast Du während der "Zitterei" mal den Blutzucker messen lassen? Das klingt mir sehr nach Unterzucker.

Eine Zeckenschutzimpfung hatte ich die letzten Jahre auch nicht ... habe ich mir erst wieder dieses Jahr machen lassen, aber fragt mich bitte nicht waurm, ist wohl einfach wie so vieles andere einfach untergegangen ...
Diese Impfung ist nur gegen die Frühsommerenzephalitis (FSME), die auch von Zecken übertragen werden kann. Gegen Borreliose - die andere Krankheit durch Zecken - gibt es keine Impfung!

Du hast offensichtlich einen Prick-Test hinter Dir als Test auf Allergien. Nur: Allergie nicht nicht gleich Intoleranz. Die Intoleranz kann man über einen Pricktest nicht feststellen, auch nicht über den Bluttest auf IgE (ich nehme an, das wurde bei Dir mit dem niedrigen Ergebnis gemacht).
Schau Dich doch bitte mal im Wiki hier um: http://www.symptome.ch/wiki/Hauptseite (unter "Ernährung"), und da speziell die Histaminintoleranz. Doch leider kommt eine Intoleranz oft nicht allein daher ; deshalb auch die anderen TExte lesen.

Gruss,
Uta


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