TEIL2: Meine LABORWERTE / Hilfe: Schlimmer Juckreiz, Schuppen, Br

20.08.08 16:59 #1
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TEIL2: Meine LABORWERTE / Hilfe: Schlimmer Juckreiz,Schuppen,Brennen und Haarausf

margie ist offline
Beiträge: 4.490
Seit: 02.01.05
Hallo Mila,

Bei welchem spezialisierten Arzt könnte ich die Werte genauer bestimmen lassen? ...denn leider nimmt mein Hausarzt die Werte wohl nicht so genau "unter die Lupe".
Ich würde zu einem Gastroenterologen gehen, wenn es um die Leber und den Durchfall geht.
Man sollte Intoleranzen abklären, also z. B. Laktoseintoleranz, Sorbitintoleranz, Fruktoseintoleranz
Ebenso würde ich mich über Histaminintoleranz informieren.
Sinnvoll wäre es, die Di-Amino-Oxidase (DAO) zu bestimmen wegen der Frage einer Histaminintoleranz. Zahlt aber die Kasse nicht und ist nicht ganz billig.

Man sollte klären, woher der niedrige Kaliumwert kommt.
Vielleicht liegt es auch an der Bauchspeicheldrüse, wenn Du öfters Durchfall hast.

Hinsichtlich der Leber sollte man vielleicht nochmals die Leberwerte, vor allem auch mal GLDH und CHE machen. GLDH wird leider nicht oft bestimmt, ist aber, wenn es erhöht ist, ein Hinweis auf eine schwere Leberkrankheit. Bei CHE ist es ein Hinweis auf eine schlechte Leberleistung, wenn es niedrig ist.
Allerdings werden viele Ärzte Deine grenzwertigen Leberwerte schönreden wollen. Leider sind viele Ärzte wenig sensibel für Leberkrankheiten. Das war einer der Gründe, weshalb meine Leberkrankheit erst viel zu spät entdeckt wurde. Ich hatte eben auch oft grenzwertige Leberwerte, mal leicht erhöht und dann wieder normal und die meisten Ärzte haben mich deswegen beruhigt und gemeint, das kann nicht so schlimm sein...
Du solltest den Arzt auf die Symptome ansprechen, die bei Dir auf eine Leberkrankheit hinweisen können:
Das wären der Juckreiz, die Schlappheit, Müdigkeit, die Konzentrationsstörungen.
Da die Leberwerte (noch) im Normbereich liegen, wirst Du etwas "argumentieren" müssen, um die Leber gründlicher untersucht zu bekommen. Eben die obigen Symptome solltest Du besonders betonen.


Es ist nicht so einfach, einen Arzt zu finden, der alle Werte bestimmt.
So wird z. B. Zink kaum bestimmt, obwohl es ein wichtiges Mineral ist.
Aber wenn Haarausfall vorliegt, sollte der Arzt es eigentlich bestimmen.

Für sinnvoll hielte ich es auch, wenn man, Kupfer im Serum und Coeruloplasmin mitbestimmt, weil diese beiden Werte bei M. Wilson wichtig wären und dafür hast Du ein paar Symptome, wobei man diese Symptome aber auch bei anderen Krankheiten haben kann (wie man überhaupt viele Symptome nicht immer eindeutig einer bestimmten Krankheit zuordnen kann).

Evtl. wäre auch ein Arzt für Umweltmedizin die richtige Adresse oder zusätzlich noch sinnvoll. Zink würde dieser sicher bei Dir untersuchen. Ansonsten kann man es auch mal selbst bezahlen, so teuer ist der Wert nicht.


Ich überlege bereits die ganze Zeit aus welchem Grund die Werte erhöht sind... Die Ernährung könnte ich (wie schon geschrieben) fast ausschließen. "Fast" da ich ja doch manchmal auf Leckereien (Schokolade und Kekse) nicht verzichten kann...
Meiner Meinung nach sind Leberwerte weniger von der Ernährung abhängig, als von einer evtl. angeborenen Leberkrankheit.
Sicher kann man durch falsche Ernährung auch der Leber schaden, aber häufig sind eben auch unentdeckte Leberkrankheiten.
Deine Werte sind alle (noch) normal, so dass es so dramatisch nicht sein muss. Ausschließen würde ich, wenn ich es mit mir vergleiche, aber dennoch nicht, dass Du eine Leberkrankheit hast, weil die Leberwerte erst sehr spät hochgehen, d. h. wenn die Leber schon stark geschädigt ist.
Es kann aber dennoch sein, dass Deine Leber nur leicht geschwächt ist.

Man kann dies anhand einer Leberwertbestimmung auch nie genau sagen, d. h. man sollte auch die Werte im Verlauf von einigen Monaten beobachten, dann kann man evtl. mehr sagen. Aber letztlich kann man mit den Leberwerten eine Leberkrankheit nicht frühzeitig finden.

Eine relativ gute Untersuchung mit viel Aussagekraft für die Leber wäre der Fibroscan. Wenn Du eine Klinik in Deiner Nähe findest, die so ein Gerät hat, würde ich versuchen, diese Untersuchung machen zu lassen.
Lese mal dazu diesen Link:
Fibroscan

Ich hoffe, dass Du damit weiterkommst.

Gruß
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

TEIL2: Meine LABORWERTE / Hilfe: Schlimmer Juckreiz,Schuppen,Brennen und Haarausf

Mila76 ist offline
Themenstarter Beiträge: 22
Seit: 11.08.08
Hallo Ihr Lieben,

nun bin ich mal wieder hier.
Da ich so verärgert bin, muss ich etwas loswerden... Ich habe von meinem Hausarzt eine Überweisung zum Endokrinologen bekommen. Eigentlich habe ich nicht darauf geachtet was auf der Überweisung steht aber ich fiel aus allen Wolken als ich es sah...
Ich habe meinen Arzt noch kurz davor auf die Symptome aufmerksam gemacht und auf die Erkrankung Hashimoto, da mir nur diese Krankheit einfiel als ich mich erkundigt habe. Er sagte mir eindeutig, trotz leicht erhöhter Werte, dass es definitiv nicht sein kann.
Nun zu der Überweisung, da steht: "Euthyreose" und "Anämie-Ausschluß". Es wurde nur TSH überprüft, wie möchte mein Hausarzt beurteilen, ob meine Schilddrüse gesund ist? Aus welchem Grund "Anämie-Ausschluß" steht, das ist mir auch unbekannt... Kann ein Internist nicht erkennen ob ein Mensch Anämie hat oder nicht?? Entweder bringe ich etwas durcheinander oder die Überweisung ist tatsächlich in Ordnung...


Markus83:

Danke für Deine Interessante Antwort. Ich werde mich ein wenig damit befassen müssen bevor ich die Fragen meinem (noch) Hausarzt stellen kann. Es ist sehr gut, dass ich weiß, dass man Vollblut ebenfalls testen sollte. Das war mir vorher unbekannt...
Ich habe aber Bedenken ob mein Arzt das Blut noch genauer untersuchen wird, schließlich hat er meine Bedenken als unwichtig hingenommen. So kam es mir jedenfalls vor.
Ich habe auch festgestellt, dass die Laborwerte -ein gutes Beispiel ist der TSH-Wert- nicht unserer heutigen Zeit entsprechen. Der Referenzwert wurde ab dem Jahr 2003 auf 0,3–2,5 mU/l herabgesetzt... Meinem Hausarzt ist es leider nicht aufgefallen...

Margie:

Da habe ich wieder mal jede Menge Infos bekommen. Danke.
Ich werde mal schauen ob in meiner Stadt ein Gastroenterologe praktiziert.
Ich werde aber als erstes meine beiden Termine beim Endokrinologen und Zahnarzt warhnehmen und ich werde Deine Infos auf jeden Fall beachten, so ist man dann beim Arzt nicht dermaßen unwissend und nur auf sich alleine gestellt...
Ich habe aber auch die Befürchtung, dass ich niemals eine Überweisung von meinem Arzt bekommen würde um das genauer mit dem Fibroscan zu untersuchen....


Ich muss aber auch noch hinzufügen, dass ich sehr froh bin, dass ich dieses Forum gefunden habe und so viel Tipps bekomme. Alleine würde ich jetzt nicht mal die Laborwerte zu Hause haben...
Danke Euch für die immer wieder tolle Hilfe.

Gruß von
Mila


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