Eisenspeicherkrankheit den Kampf angesagt

19.08.07 22:06 #1
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Eisenspeicherkrankheit den Kampf angesagt

margie ist offline
Beiträge: 4.553
Seit: 02.01.05
Hallo Catlady,

du hast ja schon öfters erwähnt dass bei dir alle eisenwerte im unteren bereich sind (ferritin, eisen usw...) und auch dein rotes blutbild, hb und erythrozyten meistens nicht so gut aussehen, einerseits durch latente hämolyse aber vielleicht gibts noch andere ursachen..

wenn du bei einem gendefekt auf hämochromatose und zusätzlich eher hochdosierter supplementation (für mich wäre diese menge absolut gefährlich) trotzdem immer noch eisenmangel hast, vielleicht kämen eventuell kleinere innere blutungen als ursache in frage.
Richtig. Seit ca. 4 Jahren habe ich Blut im Stuhl

Davon sicher unberührt ist mein Eisenmangel, den ich schon vor 8 oder 15 Jahren hatte. Damals hatte ich kein Blut im Stuhl, die Tests, die seit 4 Jahren darauf hinweisen, waren damals immer negativ.
Aber trotz meines Eisenmangels habe ich Hb-Werte über 13 und Erythrozyten über ca. 4,6

Man darf Eisenmangel nicht gleichsetzen mit einer Blutarmut.
Erst hat man Eisenmangel, die Blutarmut kommt erst später dazu.

Hämolyse ist eher unwahrscheinlich derzeit, weil Blutbild, Eiweiß-Elpho, Bili normal sind.

Mein Serumeisen ist meist ganz unauffällig. Ich lasse es aber nicht oft bestimmen.

einen gendefekt für hämochromatose kann man bei steigendem ferritin durch zuviel eisenanreicherung eventuell in betracht ziehen, aber was sich das mit einem gendefekt auf mw zu tun hat ist mir nicht ganz logisch.
Wenn man einen Gendefekt auf eine der beiden Speicherkrankheiten hat, hat man automatisch weniger Transportproteine für Eisen und Kupfer.
Das beim MW zu prüfende Transportprotein Coeruloplasmin hat auch eine Funktion beim Eisenstoffwechsel.

Außerdem sollen beide Transportproteine (Transferrin und Coeruloplasmin) auch für den Transport von anderen Metallen zuständig sein.

Und interessant ist, dass öfters beide Erkrankungen in denselben Familien vorkommen und sicher kommen dann noch noch viel häufiger Genträger für beide Erkrankungen in anderen Familien vor.
D. h. jemand, der Genträger für MW ist, ist es oft auch für die Eisenspeicherkrankheit. Trifft bei mir zu.
Mein Bruder hat die Eisenspeicherkrankheit.


LG
Margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Eisenspeicherkrankheit den Kampf angesagt

zelnot ist offline
Beiträge: 688
Seit: 08.02.12
Egal in welchem Thread man hier ist, ich kann nur immer wieder hierauf verweisen:
The general approach to maintaining and restoring good health - DoctorMyhill

Ich kann auch nicht verstehehen, wie man hier noch ernsthaft Getreideprodukte (insbesondere bei Darmproblemen), industriell Verarbeitetes und stärkehaltige Ernährung verteidigen kann.

Mal abgesehen von dem Fall von Einsenüberlastung den ich geschildert hatte, dort war auch eine SD UF und Hashimoto dabei, was natürlich ein Verzicht auf sämtliche Gluten-, Gliadin- etc. -haltiges bedeutet.

Geändert von zelnot (10.03.13 um 14:57 Uhr)

Eisenspeicherkrankheit den Kampf angesagt

catlady ist offline
Beiträge: 840
Seit: 29.09.12
hallo margie

zu den blutungen:

hat man denn abgeklärt ob die blutungen von der leber herrühren oder direkt aus dem magen darmtrakt?

und was wird von ärztlicher seite dagegen unternommen, denn solche blutungen können bei lz ja auch gefährlich werden.

vielleicht hattest du vor jahren auch schon blut im stuhl, nur könnte es sein dass man vielleicht in einer zufälligen stuhlprobe nicht immer dergleichen vorfindet.
ist jetzt aber nur reine spekulation, denn es könnte gleichzeitig auch viel mit der ernährung zu tun haben.

du isst ja auch eher wenig fleisch und andere eisenhaltige lebensmittel wenn ich mich nicht irre?

zu den transportproteinen:

bei mir hat man (vermutlich anstelle von transferrin) den angeblich veralteten wert EBK bestimmt, der eher etwas im oberen normbereich gelegen hat.
sollte ich meine recherchen dazu nicht falsch verstanden haben würde das einem eher normalhohen transferrin entsprechen.

ich habe ja auch eher wenig coeurolplasmin was aber alles mögliche bedeuten oder auch nicht bedeuten kann, dass cpl am eisenstoffwechsel beteiligt ist habe ich auch schon öfters gelesen, jedoch müsste ein niedriges cpl dann in der regel zu eher niedrigen eisenwerten führen.

eisenmangel:

da hast du recht, eine blutarmut entsteht nicht über nacht wenn man niedrige ferritinwerte hat oder über längere zeit in den eisenmangel rutscht.
aber über jahre hinweg müsste sich bei einem "klassischen speichereisenmangel" und einer entsprechenden ernährung theoretisch schon mal etwas verschieben.

@zelnot

es geht nicht darum dass ich weißmehlprodukte hochpreise, ich finde sie auch nicht besonders toll und gesund.
aber in geringen maßen genossen dürfte es nicht gleich soo schädlich sein (sofern keine unverträglichkeit besteht) und man bei allen sonstigen lebensmittel sehr darauf bedacht ist was qualität und individuelle verträglichkeit betrifft.

hundertprozentig gesunde ernährung gibt es sowieso nicht mehr wirklich, man kann nur optimieren und hauptsächlich das zu sich nehmen was noch am besten ist und einem selbst auch gut tut und weniger von dem was stärker belastet bzw ungünstiger für die gesundheit ist.

lg catlady

Geändert von catlady (10.03.13 um 15:38 Uhr)

Eisenspeicherkrankheit den Kampf angesagt

margie ist offline
Beiträge: 4.553
Seit: 02.01.05
Hallo Zelnot,

Ich kann auch nicht verstehehen, wie man hier noch ernsthaft Getreideprodukte (insbesondere bei Darmproblemen), industriell Verarbeitetes und stärkehaltige Ernährung verteidigen kann.
Wenn man keine Sprue hat und keine Allergie auf Getreide, spricht meines Erachtens nichts gegen Getreideprodukte in vernünftiger Menge.

Wenn jemand Darmprobleme hat, so kann das vielfältige Ursachen haben und muss nichts mit Getreideprodukten zu tun haben.
Beispiel:
Die Darmflora kann gestört sein, wenn jemand leberkrank ist (und mit Eisenspeicherkrankheit ist man dies) und vielleicht immer noch Fleisch isst. Dann bilden sich Fäulnisbakterien, weil die Leber das tierische Eiweiß immer weniger verstoffwechseln kann und der Betroffene hat auch "Darmprobleme".

Getreide enthält Stärke und die ist nun mal wichtig als Energielieferant für den menschlichen Körper.
Natürlich sollte man sich abwechslungsreich ernähren, d. h. nicht nur, sondern auch Getreideprodukte essen.
Eine ausgewogene Mischkost dürfte am ehesten sicherstellen, dass man mit allen Nährstoffen optimal versorgt ist.


Wenn Du gegen stärkehaltige Ernährung bist:
Aus welcher Nahrung deckst Du Deinen Energiebedarf?


LG
Margie
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margie ist offline
Beiträge: 4.553
Seit: 02.01.05
Hallo Catlady,

hat man denn abgeklärt ob die blutungen von der leber herrühren oder direkt aus dem magen darmtrakt?

und was wird von ärztlicher seite dagegen unternommen, denn solche blutungen können bei lz ja auch gefährlich werden.
Kann man denn feststellen, ob Blut im Stuhl von der Leber kommt und wie?

Ich versuche weiterhin die Ursachen zu finden. Ich werde demnächst wieder eine Kapselendoskopie machen lassen. Wenn man solange aber Blut im Stuhl hat, wird das von vielen Ärzten einfach als Tatsache abgehakt - gerade zuletzt in einer hiesigen Uniklinik.

In Verdacht habe ich den Magen, da ich dort öfters schon Erosionen hatte, die auf Medikamente zurück geführt werden könnten (das hochdosierte Zink z. B., aber auch früher das Trientine). Ebenso könnte ich wieder ein Brunneriom haben, das auch bluten kann. Aber Genaues weiß ich nicht.


vielleicht hattest du vor jahren auch schon blut im stuhl, nur könnte es sein dass man vielleicht in einer zufälligen stuhlprobe nicht immer dergleichen vorfindet.
Ist zwar nicht generell ausgeschlossen, doch da die Eisenmangelsymptomatik stark zunahm, seitdem ich öfters Blutnachweise im Stuhl habe, glaube ich nicht, dass der frühere Eisenmangel auf Blut im Stuhl beruhte.


du isst ja auch eher wenig fleisch und andere eisenhaltige lebensmittel wenn ich mich nicht irre?
Fleisch sollte man nicht essen, wenn man leberkrank ist. Es ist für die Leber das reinste Gift und ist auch für nicht Leberkranke schwer verträglich.
Der Mensch war ursprünglich kein Fleischesser.

Eisenhaltige Lebensmittel:
Soweit in fleischloser Kost Eisen drin ist, führe ich Eisen zu. Da meine Serumeisenwerte nur vor x-Jahren mal erniedrigt waren und in den letzten Jahren immer normal waren, vermute ich, dass es nicht an der fehlenden Zuführung von Eisen liegt.

EBK -Eisenbindungskapazität:
Diesen Wert kenne ich nicht bisher.

jedoch müsste ein niedriges cpl dann in der regel zu eher niedrigen eisenwerten führen.
Wenn Du zu wenig Coeruloplasmin hast, wird vor allem das Kupfer nicht aus Deinem Körper ausgeleitet, d. h. es kommt zu einer Kupfervergiftung.

Wenn Coeruloplasmin auch Eisen mitentsorgt, so würde ein niedriges Coeruloplasmin mit dazu beitragen, dass du zuviel Eisen im Körper hast, d. h. dass das Eisen sich erhöht.

Ich denke aber, dass das Coeruloplasmin in erster Linie Kupfer entsorgt und vielleicht in eher untergeordneter Linie auch noch Eisen.
Das Transferrin ist in erster Linie das Transportprotein für das Eisen.

LG
margie
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catlady ist offline
Beiträge: 840
Seit: 29.09.12
blutungen die von der leber kommen, müsste man mit einer gastroskopie (ausschluss von ösophagus-varizen) nachweisen können.
vielleicht hat man das bei dir ja auch schon mal gemacht.

niedriges cp muss nicht unbedingt immer eine kupfervergiftung bedeuten, manchmal kann auch das genaue gegenteil eher der fall sein...
und wenn cpl in begrenzten maße das eisen auch ausleitet müsste dann ja eher ferritin steigen und nicht eisen.

wegen dem fleisch: vertrage ich auch nicht gut und bekomme wahre "headbangs" mit dem gefühl wegzutreten davon, allerdings auch wenn ich generell große mahlzeiten esse, bei fleisch reichen halt schon kleinere mengen aus.

ich glaube schon dass wir auch zu einem gewissen teil tierische lebensmittel und fleisch benötigen, was lebergesunde oder jene die es in bestimmten mengen vertragen (auch vom darm aus etc...), betrifft, zumindest.
allerdings hast du da irgendwo recht, ich kann mir nicht so ganz vorstellen dass es auch für (großteils) gesunde in großen massen so verträglich ist.
und dass dann eventuell auch leute mit leichten lebererkrankungen schon probleme dadurch bekommen können leuchtet mir auch ein....


lg catlady

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margie ist offline
Beiträge: 4.553
Seit: 02.01.05
Hallo Catlady,


blutungen die von der leber kommen, müsste man mit einer gastroskopie (ausschluss von ösophagus-varizen) nachweisen können.
vielleicht hat man das bei dir ja auch schon mal gemacht.
Ösophagus-Varizen habe ich nicht. Daran dachte ich nicht, als ich Deinen Hinweis las.
Ich dachte eher, dass Du meinst, dass vielleicht die Leber über die Gallengänge Blut in den Darm abgeben könnte. Doch so etwas hätte ich noch nie gehört.

niedriges cp muss nicht unbedingt immer eine kupfervergiftung bedeuten, manchmal kann auch das genaue gegenteil eher der fall sein...
Beim Menke Syndrom hat man meines Wissens auch niedriges Coeruloplasmin und Kupfermangel. Doch das fällt schon bei Kleinkindern auf, wenn man das hätte.

und wenn cpl in begrenzten maße das eisen auch ausleitet müsste dann ja eher ferritin steigen und nicht eisen.
Ich meinte, den Eisengehalt des Körpers überhauptund vor allem den in der Leber. Ferritin ist auch Eisen, meint eben das Speichereisen.


ich glaube schon dass wir auch zu einem gewissen teil tierische lebensmittel und fleisch benötigen, was lebergesunde oder jene die es in bestimmten mengen vertragen (auch vom darm aus etc...), betrifft, zumindest.
Das ist die Frage. Der Mensch hat keine Krallen und keine Reißzähne, d. h. er ist nicht für die Jagd konzipiert und daher war er ursprünglich Pflanzenfresser (wie die meisten Affen auch, die dem Menschen am nächsten verwandt sind).
Man bekommt aus vegetarischer Kost sicher alle Nährstoffe auch.

Sicher ist ein sehr mäßiger Fleischkonsum nicht gefährlich oder extrem schädlich, wenn einem die Darmprobleme, die man davon bekommt, nicht stören.
Wenn man aber die vielen Skandale liest, wie Wurst aus Gammelfleisch, Antibiotika im Fleisch, Pferdefleisch in der Lasagne, muss man sich schon fragen, ob diese Massentierhaltung nicht verboten werden sollte.

Aber ich denke, wenn man sich nur vegetarisch ernährt, kann man nichts falsch machen.

Muss aber jeder für sich selbst entscheiden. Ich will niemanden bekehren.


LG
Margie
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zelnot ist offline
Beiträge: 688
Seit: 08.02.12
Guck mal hier Stichwort "Galle":

http://drmyhill.co.uk/wiki/Gall_blad...nd_gall_stones

Indeed it may be that gall stones arise because of poor production of bile acids! That may be a symptom of a low fat diet - another problem of Western diets. Eating a high fat (but the right sort of fats - see Phospholipid exchange ) will further help to dissolve stones.

Gall bladder disease can be largely avoided by doing a Stoneage diet. I say that because gall stones are not seen in societies eating primitive stoneage diets. having gallstones should be a wake up call to do a Stone Age Diet!
Phospholipid exchange - DoctorMyhill

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catlady ist offline
Beiträge: 840
Seit: 29.09.12
hallo margie

ja genau das meinte ich, das ist dann doch eher gut dass du die wenigstens nicht hast (ösophagus-varizen meine ich)

mit dem cpl meinte ich ja keine extrem niedrigen werte, sondern eher solche die um die 20 herum liegen.also rein theoretisch auch leichten kupfermangel bedeuten könnten.
so selten sollte der gar nicht sein, klar ist ein kupferüberschuss womöglich häufiger, jedoch nicht ein starker im sinne und mit den folgen eines mw sondern vor allem durch primären zinkmangel, umweltbelastungen etc...
allerdings schätze ich dass "normaler kupfermangel" (in milderer form und ohne menkes syndrom) doch noch häufiger ist als zwei gendefekte auf mw.

ferritin ist doch das eisen das in der leber und in den geweben gespeichert wird (außer bei entzündungen falsch erhöht, da dann viele ferritinmoleküle "unbeladen" sind), eisen selber zirkuliert in der blutbahn.

wegen der ernährung:

ich ernähre mich "fast-vegetarisch", dh ich esse einmal pro woche geflügel aus guter haltung, bin auch nicht so ein fleischfan und war das auch vor diesen komischen zuständen nach dem essen noch nie so wirklich.

massentierhaltung, antibiotika und fleischskandale wirken auf mich auch eher abschreckend...

ich denke dass jeder körper individuell ist was die verträglichkeit und notwendigkeit einiger bestimmter nahrungsmittel bzw was man mehr oder weniger essen sollte, betrifft.

aber ich denke das war jetzt alles ein wenig offtopic von uns (bis auf das fleischthema das hat ja auch indirekt etwas mit eisen zu tun)

lg catlady

Eisenspeicherkrankheit den Kampf angesagt

margie ist offline
Beiträge: 4.553
Seit: 02.01.05
Hallo Catlady,


sondern eher solche die um die 20 herum liegen.also rein theoretisch auch leichten kupfermangel bedeuten könnten.
Wieso sollte ein Coeruloplasmin um die 20 einen Kupfermangel bedeuten können? Vielleicht dann, wenn das freie Kupfer völlig negativ ist, könnte man spekulieren, ob der Betroffene wenig oder zu wenig Kupfer im Körper hat.

Aber lassen wir das. Allein mit einem Wert beim Coeruloplasmin hat man noch keine Diagnose oder einen Ausschluss von MW oder anderen Störungen.

LG
Margie
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