Gelenkbeschwerden

17.10.06 13:09 #1
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Gelenkbeschwerden

Claudia S. ist offline
Beiträge: 592
Seit: 18.05.07
Hallo Margie,

ich hatte gehofft, dass Du mir antworten würdest . Ich verfolge Deine lehrreichen Erfahrungsberichte schon länger, vielen Dank dafür!

Was würden wir nur tun, wenn es das Internet und dieses Forum nicht geben würde? Dann würden viele von uns wohl nie die Lösung finden. So haben wir zumindest eine Chance, wenn wir die richtigen Schlüsse aus dem Gelesenen ziehen.

Dass Ärzte nicht in der Lage sind, Laborbefunde zu interpretieren, selbst wenn schon ein Hinweis daneben steht, ist leider normal.
Ich telefoniere gundsätzlich selbst mit dem Labor oder suche im Netz, das ist wesentlich sinnvoller, leider.
Wenn man es genau nehmen würde, hätten wohl mind. 80% der Mediziner keine Daseinsberechtigung als "Experten". Das ist aber bei anderen sog. Expertengruppen wie z.B. Anwälten etc. ebenso.

Dabei kann es doch gar nicht so schwer sein. Wer zum Mond fliegen kann, Lexika erstellt und sonstige technische Raffinessen fertig bringt, wird doch wohl auch in der Lage sein, z.B. ein PC-Programm zu erstellen, in das alle bekannten Erkrankungen mit ihren Leitsymptomen eingegeben werden.
Der Arzt müsste dann nur die jeweiligen Symptomkombinationen des Patienten eintippen und bekäme konkrete Anhaltspunkte, was abzuchecken ist.
Das würde sicher nicht allen helfen, da viele Symptome auf vieles zutreffen können, aber doch sehr vielen.

Wenn aber schon eindeutige Laborwerte nicht weiter verfolgt werden und man sich noch selbst darum kümmern muss und betteln muss wegen dem Laborbudget, wozu dann zum Arzt gehen.
Auch ich bin erst nach meinem Absturz vor knapp 10 Jahren aufgewacht und habe angefangen, mich wie ein mündiger Patient zu verhalten, also zu lesen, bestimmte Untersuchungen zu fordern oder abzulehnen und mir meine eigene Meinung zu bilden.
In diesen letzten 10 Jahren habe ich allein, mit Unterstützung von Labors, HP und einer Ärztin, mehr erreicht und herausgefunden, als die vielen Quacksalber in den 30 Jahren zuvor.

Das mit dem Alkoholverdacht als Ursache bei Dir ist bei KPUlern vergleichbar mit der Diagnose "vegetative Dystonie", was eine elegante Umschreibung von "ab in die Klapse oder stell Dich nicht so an" ist.

Ich habe gelernt, dass im Grunde jeder selbst für sich kämpfen muss und tatsächlich auch in gesundheitlichen Dingen seines eigenen Glückes Schmied ist. Anderen gestatte ich nur noch mich zu beraten, entscheiden tue ich, allerdings nach gründlicher Info und Abwägung.

Ärzte beschäftigen sich übrigens nicht nur nicht mit MW, sondern auch nicht mit KPU. Ich kenne bisher keinen Mediziner und HP, der vor mir KPU kannte!

Ich stimme Dir zu, dass Kupfer auch ein Teil des Problems bei KPU ist, vielleicht haben KPUler tatsächlich die schwächere Ausprägung von MW in Form nur eines defekten Gens, also heterozygot.
Aber die Leitsymptome von MW wie Tremor, Sprech- und Schreibprobleme etc. sind absolut nicht identisch mit denen von KPU, manche Symptome überschneiden sich allerdings.

Mich würde noch interessieren, wie Deine Harnsäurewerte üblicherweise sind und in welchem Alter Du Deine erste und letzte Periode hattest.
Ich habe erst mit 15 Jahren meine Regel bekommen und bin seit 2 Jahren in den Wechseljahren, bin jetzt 42.

Bezüglich MW Diagnostik bin ich im Moment noch unschlüssig, was ich tun werden. Alles was ich bisher gelesen habe, lässt auf eine noch recht unausgegorene Diagnostik schließen:
Wenn die Werte von Tag zu Tag um 100% schwanken können und daher mind. 2 24h Urinproben nötig sind (bei 4 betroffenen Personen wären das 4x2x30 Euro für den Test), gebe ich vielleicht 240 Euro aus und bin hinter auch nicht schlauer.
Und da selbst eine Biopsie nicht sicher ist (das weiß ich schon aus der Zeit, als ich mich noch mit Zöliakie beschäftigt habe, da wird das auch teilweise nicht diagnostiziert, wenn die Probe an der "falschen" Stelle genommen wurde)
und ein Gentest ebenfalls nur einige Betroffene erfasst, finde ich das nicht sehr motivierend.

Da unsere Blutwerte regelmäßig um 14 liegen und damit als normal gelten, wird die Kasse den Urintest nicht zahlen. Ich habe bisher auch keine Symptome wie Tremor etc..

Ich werde daher einen LeberUS machen lassen, das wird wegen der Hämochr. auf jeden Fall bezahlt. Nach einem Jahr, wenn mein Ferritin ungefähr auf dem angestrebten Wert sein wird, werde ich noch einmal einen US machen lassen. Wenn dann immer noch Abnormitäten da sein sollten, werde ich über MW wieder nachdenken.

Bei AWMFonline habe ich zwei interessante SAchen über MW entdeckt: Das Manifestationsalter soll zwischen dem 5. und 45. Lebensjahr liegen. Deckt sich das mit Deinen Erfahrungen?
Richtig sicher ist wohl ein Radiokupfertest, aber ob das bei unserer hohen Grundbelastung an Problemen nun auch noch sein muss, ich weiß nicht. Musste schon einen Radiotest der Schilddrüse über mich ergehen lassen.

Der häufigste Gendefekt 1069Q soll immerhin 30-60% der MW-Betroffenen identifizieren. Was kostet so ein Test?

Nun zurück zum eigentlichen Thema. War doch ein ziemlich langer Exkurs in Sachen MW .

Meine Mutter wird den Hämochromatose-Gentest machen lassen. Bei meinen Kindern warte ich noch. Die sind erst 11 und 13 Jahre, das hat noch Zeit. Da denen ggf. ein Wechsel in die PKV bevorsteht, wäre eine Diagnose wie H. jetzt eher ungünstig.
Bei meiner Tochter besteht nämlich anhand der bisherigen Werte eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie H. und Hashi auch hat.

@ Sine

Mein Onkel ist jetzt Mitte 50 und hat seit ca. 10 Jahren Probleme mit dem Kniegelenk. Das schwillt unter Belastung (Joggen) oft an. Inzwischen hat er auch sehr starke Schulterprobleme.
Gelenkprobleme sind bei H. ja bekannt, allerdings zu Beginn wohl eher in den Fingern, wenn ich das richtig verstanden habe.
Ansonsten hat er keine typischen Symptome wie Müdigkeit etc..
Trotzdem besteht da wohl eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass er auch H. hat oder?

Nun ist er allerdings -trotz normaler Intelligenz - "arzthörig" und der Meinung, ich hätte einen Vogel, mich selbst zu therapieren und diagnostizieren und von den jahrelang ausgebildeten Ärzten zu behaupten, sie hätten keine Ahnung.

Da ich mit der KPU-, Hashi- und Hämochr.-Therapie noch nicht begonnen habe, weil ich erst einmal alle zusammengehörigen Befunde sammeln will und ein Gesamtkonzept erarbeiten will (wegen der Wechselwirkungen etc., wenn man das Grundübel behandelt, normalisieren sich auch einige Befunde wie Hashi oft von allein) kann ich ihm natürlich auch noch nicht mit Erfolgen kommen.

Ich werde trotzdem versuchen, ihn in Richtung Gentest zu schubsen, sofern das sinnvoll ist.

Viele Grüße an alle
Claudia

Gelenkbeschwerden

Sine ist offline
Themenstarter Beiträge: 3.368
Seit: 15.10.06
Liebe Claudia.
Auch ich hatte Schmerzen in den Knien und sehr starke Beschwerden in den Schultern.
Ab und zu haben sich Finger - und Zehengelenke gemeldet.
Nach 10 Jahren Schmerzen habe ich darauf bestanden, vom Rheumatologen untersucht zu werden, da meine Beschwerden eher nicht Hämochromatosetypisch waren. ( Nach der Diagnose war mein Arzt froh, endlich einen Sündenbock für meine Gelenkschmerzen gefunden zu haben, Schmerzmittel waren seine Hilfe, die ar anbieten konnte, Physiotherapie der Schultern hatte nicht geholfen).
Diagnose des Rheumatologen nach Röntgen:
Impingement der Schultern, Hypermobilität der Knie, leichte Polyarthritis in den Händen.
Diagnose des chinesischen Masseurs:
Verkürzte Schultersehnen.
Nach nur 2 intensiven Behandlungen bei diesem Masseur und einer Ernährungsumstellung Richtung basisch, sowie insgesamt sorgfältigerem und bewussterem Umgang mit meinem Bewegungsapparat, bin ich seit Monaten praktisch beschwerdefrei. Ich kann nicht alles tun, was andere Leute können, habe aber wirklich wenige Einschränkungen, die ich verschmerzen kann.
Falls dein Onkel Hämochromatose hat, wird er in seinem Alter schon einiges an Eisen angespeichert haben. Falls sowieso eine Blutabnahme notwendig ist, könnte man simpel das Ferritin bestimmen lassen, das sollte bei ihm im Falle des Falles deutlich erhöht sein. Danach könnte man konkreter weiterschauen.
Auch wenn sich Gelenkbeschwerden evtl. nicht bessern lassen durch die Aderlasse wäre es trotzdem wichtig, wegen der Organe die Aderlasstherapie durchzuführen!
So viel zum leidigen Thema Gelenkbeschwerden...
Bis bald und liebe Grüsse, Sine

Gelenkbeschwerden

Claudia S. ist offline
Beiträge: 592
Seit: 18.05.07
Hallo Sine,

das hört sich ja sehr nach H. bei meinem Onkel an. Werde ihm meinen Befund faxen und vielleicht bekommt er dann sogar gleich den Gentest von der Kasse bezahlt. Ist ein deutlich jüngerer Halbbruder (gleiche Mutter) von meinem Vater.

Zum Aderlass muss er auf jeden Fall, wenn er es hat, das wird ihm sein Arzt schon sagen und auf den hört er ja . Werden die Gelenkprobleme wirklich gar nicht besser davon und warum nicht? Löst sich das Eisen schlecht aus Knochen/Gelenken?

Das mit den verkürzten Sehnen wurde meiner Mutter auch schon gesagt.

Was macht denn der chines. Masseur so anders als alle anderen, dass er Dir so gut und schnell helfen konnte?

Ich habe auch häufig Schulterprobleme, aber das ist ja heutzutage normal. Bei mir sind aber eindeutig die Sehnen betroffen, nicht die Gelenke.

Vor zwei Jahren hatte ich einen ganz schlechten Winter. Bei bestimmten Bewegungen hatte ich so starke und plötzliche Schmerzen im vorderen Sehnenbereich der Schulter, dass ich alles fallen gelassen habe und immer ca. 2 Minuten gewimmert habe.
Fönen konnte ich mich nicht mehr mit rechts, beim Einseifen in der Dusche erreichte ich kaum noch die linke Achselhöhle und das vier Monate lang. Auch liegen konnte ich damit nicht gut.

Der Orthopäde (Wartezeit auf Termin 2 Monate) hat mich kaum angefasst, nur meinen Kopf gedreht, die stark bewegungseingeschränkte rechte Schulter geröngt, alles okay, kein Kalk, kein Rotatorenmanschettenabriss, nichts zu finden. Er sprach von Akupunktur, das würde bei einigen helfen, man wüsste aber nicht so genau warum.
Nach Ursachen der Einsteifung etc. - an der WS oder sonst wo im Rücken - hat er also nicht wirklich gesucht, sich nur auf seine Technik verlassen, sehr traurig. Dabei gehört er zu den besten in unserem Raum. Nett ist er, aber das allein reicht leider nicht.

Wegen meines niedrigen Blutdruckes und der massiven Angst vor Nadeln habe ich davon abgesehen und bin zu einer Dorntherapeutin gegangen.
Die hat sich nicht nur die Wirbelsäule Wirbel für Wirbel angesehen, sondern auch den dicken Gnubbel bemerkt, den ich schon seit mind. 10 Jahren hinten zwischen Wirbelsäule und Schulter habe.
Sie hat ihn jede Woche massiert, er wurde kleiner und wanderte an eine andere Stelle. Seither sind die Schmerzen weg. Sie hat versucht, ihn mit Nadelstichen direkt ins Zentrum und unblutigem Schröpfen aufzulösen, das klappte aber leider nicht. Ich kann die Schulter wieder fast uneingeschränkt schmerzfrei bewegen, ohne Cortison etc..
Dabei hatte mein damaliger Arzt gesagt, ohne Cortison würde ich das nie in den Griff bekommen. Krankschreiben sah er auch nicht ein, da ich ja Cortison nehmen könne und dann beschwerdefrei wäre.
Soweit ist es schon gekommen. Man soll sich mit Hammermitteln noch mehr Probleme einfangen, nur damit man arbeitsfähig ist. Da die Ursache nicht bekämpft wird, nimmt man dann lustig weiter Cortison und die Abwärtsspirale kommt richtig schön in Gang. Langfristig ist das wohl kaum klug, oder? Auch nicht für den Arbeitgeber!
Daraufhin bin ich nie wieder hingegangen und habe einen Orthopäden aufgesucht.

Seit meine HP den Gnubbel nicht mehr mit ihrem Werkzeug massiert, ist er wieder gewachsen.

Hat jemand eine Ahnung, wie man so eine Verhärtung des Gewebes wegbekommt? Irgendwann drückt das Ding wahrscheinlich wieder auf eine Sehne und die Schmerzen beginnen von vorne.

LG
Claudia

Gelenkbeschwerden

Sine ist offline
Themenstarter Beiträge: 3.368
Seit: 15.10.06
Liebe Claudia.
Dieser chinesische Masseur arbeitet mit grossem Körpereinsatz.
So viel ich weiss, benutzt er zum Beispiel auch die Ellbogen, was ich natürlich nicht sehen kann, wenn er den Rücken behandelt.
Zum Teil behandelt er schmerzhafte Punkte, das Gewebe kann noch Tage danach wehtun.
ABER: Erstens lasse ich ungern jemanden heftig an mir rummanipulieren, der nicht ganz genau weiss, was er tut.
Doch der Mann flösst mir einfach Vertrauen ein.
Und zweitens habe ich eine deutliche Linderung meiner Schmerzen erfahren, was will ich mehr?
Es ist an der Zeit, dass ich ihn wieder mal aufsuche.
Da ich eine Anfahrtszeit von 3 Stunden habe, nimmt er sich jeweils genug Zeit und behandelt vielleicht etwas intensiver, als wenn ich öfter bei ihm vorbeischauen könnte.
Liebe Grüsse, Sine

Gelenkbeschwerden

Claudia S. ist offline
Beiträge: 592
Seit: 18.05.07
Hallo Sine,

das klingt ja recht brutal mit der chinesischen Massagemethode .

Ich bin wegen Schulterproblemen und sonstigen Verspannungen gelegentlich bei meiner Hp, die u.a. auch Dorntherapie und Massage macht.
Sie sagte mir, sie habe früher auch so massiv geknetet und gemacht, dass die Patienten hinterher grün und blau waren. Meine Mutter hat das mal bei einem anderen Dorntherapeuten erlebt und ist nie wieder hingegangen :-).

Meine HP hat jedenfalls nach einigen Jahren festgestellt, dass derselbe Effekt oft auch mit einer schonenderen Behandlung erreicht werden kann. Es dauert zwar länger, man muss also öfter hin und löhnen, aber mir ist das weitaus angenehmer.
Sie sagte mir, dass sie es irgendwann für richtiger hielt, weniger kräftig zu arbeiten, weil sich bei schmerzhafter Massage der Körper noch mehr verspanne und das könne nicht richtig sein.

Sie löst z.B. manche Muskelverkrampfungen auch mit Nadeln, indem sie mit einer ganz Dünnen direkt ins Zentrum sticht. Das tut gar nicht weh, nicht einmal mir , und hinterher ist alles weich und bleibt auch so.

Das geht schnell und ist sehr effektiv.

Nun ist ja jeder anders und hat andere Probleme, d.h. weder die eine noch die andere Methode muss das Ei des Kolumbus sein.
Ich wollte nur einmal beschreiben, was es noch für Möglichkeiten gibt, den Schmerzen beizukommen .

Viele Grüße
Claudia

Gelenkbeschwerden

Claudia S. ist offline
Beiträge: 592
Seit: 18.05.07
Hallo Sine,

ich glaube, ich habe mich noch gar nicht für den Tip mit dem Aderlass nach Hildegard bedankt.

War diese Woche bei einer meiner HPs und wir haben u.a. das besprochen.

Sie hatte zwar ein Kompendium von Hildegard, aber diesen Aderlass bisher nie eingesetzt. Jedenfalls waren sie und ich begeistert davon und einmal im Monat, also in den ersten 6 Tagen nach Vollmond, werden wir einen Aderlass nach dieser Methode durchführen.

Was uns auch besonders beeindruckt hat, ist, dass wir damit mehrere Übel gleichzeitig anpacken, denn auch Allergien etc. gehen zurück, wenn das Blut sauberer ist.
Ich habe schon vor Jahren festgestellt, dass ich immer dann besonders unter Asthma leide, wenn das Blut zu belastet ist, egal wovon. Ein Blick auf die Zunge spricht dann Bände und erklärt die Luftnot.

Was auch noch für Hämochromatosepatienten interessant ist: Meine Hp sagte, es sei ein Unterschied, welche Vene man für den Aderlass wählt.
Die im linken Arm sei mit der Leber verbunden. Da wir KPUler unter massiven Entgiftungsproblemen leiden, werden wir daher bevorzugt den linken Arm "löchern", auf alle Fälle an den Hildegardtagen.

Die Aussicht, allein durch die reinigende Wirkung des Aderlasses vermutlich enorm zu profitieren und zusätzlich auch noch das überflüssige Eisen loszuwerden, macht mir die Vorstellung des Aderlasses viel erträglicher.

Zwar fürchte ich mich immer noch übermäßig vor Nadeln, aber Asthma, Ekzeme, Heuschnupfen etc. sind auch sehr belastend. Was ist dagegen schon ein kleiner Picks ab und zu .

Ohne die Notwendigkeit wegen der Hämochromatose hätte ich mich niemals dazu entschlossen !!! So haben manchmal auch zunächst als unglückliche Fügung betrachtete Dinge etwas Gutes im Gepäck.

Viele Grüße
Claudia

Gelenkbeschwerden

pita ist offline
Beiträge: 2.886
Seit: 08.04.07
Zitat von Claudia S. Beitrag anzeigen
Sie hatte zwar ein Kompendium von Hildegard, aber diesen Aderlass bisher nie eingesetzt. Jedenfalls waren sie und ich begeistert davon und einmal im Monat, also in den ersten 6 Tagen nach Vollmond, werden wir einen Aderlass nach dieser Methode durchführen.
Was uns auch besonders beeindruckt hat, ist, dass wir damit mehrere Übel gleichzeitig anpacken, denn auch Allergien etc. gehen zurück, wenn das Blut sauberer ist.
Was auch noch für Hämochromatosepatienten interessant ist: Meine Hp sagte, es sei ein Unterschied, welche Vene man für den Aderlass wählt.
Die im linken Arm sei mit der Leber verbunden.
Hallo Claudia

Du klingst ja schon viel positiver zum Aderlass eingestellt - freut mich sehr!

Zum Hildegard-Aderlasse habe ich Dir auch noch etwas Ausführliches:
http://www.telecom.at/vollkraft/DET/...%20aderlass%22
Schau mal unter 5.1.3 zur "richtigen" Vene.

Liebe Grüsse
pita

Gelenkbeschwerden

Oregano ist gerade online
Beiträge: 62.219
Seit: 10.01.04
Wäre denn hier nicht auch eine Blutegel-Therapie nützlich?:

Blutegel sind vielleicht zu Unrecht aus der Mode gekommen. Insbesondere bei chronischen Knieschmerzen lassen sich mit den Tierchen gute Erfolge erzielen.

Die häufigste Indikation für Blutegel ist die Kniegelenksarthrose schreiben Dr. Andreas Michalsen und seine Kollegen von den Kliniken Essen-Mitte in der Zeitschrift "Annals of the Rheumatic Diseases". In einer Pilotstudie überprüften sie, ob die Blutegel bei dieser Diagnose tatsächlich Linderung verschaffen können. 16 Patienten mit primärer Kniegelenksarthrose konnten die Ärzte für die Teilnahme gewinnen. Alle erhielten Physiotherapie, Bewegungs- und Entspannungsübungen. Zehn Patienten ließen sich zusätzlich einmalig für im Mittel 80 Minuten vier Egel am Knie ansetzen. Sechs Patienten lehnten diese Therapie ab und dienten als Kontrollgruppe.
Linderung hält vier Wochen
Die mit Blutegeln Behandelten gaben eine schnellere Schmerzreduktion an, die 24 Stunden nach der Applikation am ausgeprägtesten war. Doch auch noch nach vier Wochen war ein signifikanter Unterscheid zur Kontrollgruppe zu verzeichnen. Nebenwirkungen oder lokale Infektionen traten nicht auf. Lediglich den "Biss" der Blutegel empfanden die Patienten als ein wenig schmerzhaft.
....
www.medical-tribune.de/patienten/news/759/

Uta

Gelenkbeschwerden

pita ist offline
Beiträge: 2.886
Seit: 08.04.07
Hallo Uta

Dieser Thread hat sich vom Ursprungsthema "Gelenkbeschwerden" mittlerweile in Richtung "therapeutischer Aderlass bei Hämochromatose" und "Aderlass nach Hildegard" entwickelt. (werde mir dazu gelegentlich was einfallen lassen )

Ich selbst finde die Blutegel-Therapie sehr interessant bei Indikationen wie:
rheumatische Beschwerden, Thrombophlebitis, Lymphstau, Arthrose, Tinnitus (hinter dem Ohr setzen der Blutegel) und chronische Entzündungen
Zum therapeutischen Aderlass von Hämochromatose bei hohen Ferritin-Werten ist der Blutverlust von ca. 100ml allerdings zu gering.

Ist der Ferritin-Wert erstmal im Zielbereich angekommen und zeigt sich als nicht allzu schnell ansteigend, wäre dies wirklich u.U. eine gute Variante zur Kombination: Blut abgeben und gleichzeitig Gelenkbeschwerden behandeln. Hämochromatose-Arthropathien treten allerdings bevorzugt an den Fingergelenken auf, da bleibt dann die Frage, ob man die Egel dort ansetzen kann...?

Liebe Grüsse
pita

Gelenkbeschwerden

Oregano ist gerade online
Beiträge: 62.219
Seit: 10.01.04
Hallo pita,
wahrscheinlich fänden die Blutegel die Finger nicht besonders attraktiv. Da können sie sich nicht so gut festbeißen.
Aber da müßte man einen erfahrenen Hp fragen, was der dazu meint. Das kann ich bei Gelegenheit gerne tun.

Grüsse,
Uta


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