Eisenwerte, Interpretationshilfe

31.08.07 21:46 #1
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Eisenwerte, Interpretationshilfe

Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.455
Seit: 28.09.05
liebe pita,

herzlichen dank für deine antort!
das wird ja langsam alles ziemlich kompliziert!

viele liebe grüsse; deine shelley
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Eisenwerte, Interpretationshilfe

Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.455
Seit: 28.09.05
liebe pita,

ob diese person, um die es hier geht, nun hämochromatose hat oder nicht, sei immer noch unklar.
doch ich bekam einen neuen wert:

ferritin: 22 (ref.: microg/L 30 - 300)

damit ist hämochromatose also ausgeschlossen?
ne?

gleichzeitig mit dem absinken des ferritin-wertes seien die leberwerte so gut wie noch nie.
einzig ggt sei noch über der referenz. (etwa zwei bis dreifaches vom ref-wert.)

dankeschön für deine eventuelle antwort!

viele liebe grüsse; deine shelley
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Eisenwerte, Interpretationshilfe

pita ist offline
Beiträge: 2.883
Seit: 08.04.07
Hallo Shelley

Tiefe Ferritin-Werte schliessen eine Hämochromatose bei ensprechender genetischer Disposition nicht aus.

Aussagekräftiger ist die Transferrinsättigung und im Zweifelsfalle der Gentest.

Liebe Grüsse
pita

Eisenwerte, Interpretationshilfe

Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.455
Seit: 28.09.05
liebe pita,

ich finde es superlieb, wie du diesen fall verfolgst und mir immer wieder gute informationen gibst!

ich denke, jetzt ist wirklich höchste eisenbahn, dass die person, um die es hier geht, nochmals auf der hämochromatose insistiert und halt im notfall irgendwie einen arzt dazu bekommt, den gentest zu machen.

es ging eben so weiter:

die person bekam also zwei infusionen mit ferinject.
da hat eine infusion 500mg eisen.

die infusionen waren am:

09. april und am 15. april

schon nach der ersten infusion waren ihr haarausfall besser, die nägel wurden stärker, sie konnte besser schlafen und war nicht mehr so erschöpft.

dann bekam sie etwa eine oder zwei wochen nach der ersten infusion die mens und die symptome kamen wieder.
zuerst erschöpfung, wieder unterleibskrämpfe, welche mit den eiseninfusionen auch weg gingen, die nägel begannen wieder auseinander zu fallen und die bekannte kann nicht mehr schlafen.

nun bekam sie die neuen ferritinwerte vom 09. mai 2008:

ferritin: 535,9 ng/ml (bei ref:10,0 – 204,0)

die leberwerte sollen auch genommen sein, doch weiss ich sie leider noch nicht.

etwa eine oder zwei wochen nach der mens, wo es der person wieder schlechter zu gehen begann, begann sie sehr schlimme knochenschmerzen zu bekommen.
sie seien fast unerträglich, obwohl sie schon schmerzmittel nimmt.
sie braucht auch wieder unterstützung beim atmen.
sie hat auch wieder mehr übelkeit und isst wild komisch durcheinander.
sie hat oft keinen hunger mehr, soll aber was brauchen gegen nüchternheit, und isst dann deswegen einfach gummibärchen oder so, weil wirklich essen dann nicht mehr ginge.
ich verstehe das alles auch nicht so ganz.
sie erzälte auch wieder von bauchkrämpfen im oberleib.

also pita; ich finde das wirklich sehr lieb, dass du diesen fall so toll begleitet hast und vielleicht weiter begleiten wirst.

ich muss schauen, dass die betroffene am ball bleibt und nochmals bei ihren ärzten wegen dieser hämochromatose hart bleibt.

darf ich dich dann vielleicht noch fragen wegen labor oder einem spezialisten oder so stellen?
die betroffene lebt auch in der schweiz.
also wenn es so weit ist; vielleicht können wir dann sogar mal telephonieren?
sine hat glaub noch meine nummer.

alles liebe und herzlichsten dank für alles; deine shelley

Geändert von Shelley (17.05.08 um 03:14 Uhr)

Eisenwerte, Interpretationshilfe

pita ist offline
Beiträge: 2.883
Seit: 08.04.07
Hallo Shelley

Sie hat also innerhalb einer Woche 1000mg Eisen via Infusion erhalten.
Bei einem durchschnittlichen Blutverlust pro Menstruation von ca. 65ml (Menstruation – Wikipedia) wäre rein rechnerisch der Eisenverlust 32,5mg (wenn man davon ausgeht, dass mit einem Aderlass von 500ml 250mg Eisen entzogen werden http://www.symptome.ch/vbboard/h-moc...html#post97802).

Normalerweise werden pro Tag ca. 5mg Eisen aus der Nahrung aufgenommen, was ebenfalls normalerweise natürliche Verluste ausgleicht.

Ich kann mir also nicht vorstellen, dass sich das Allgemeinbefinden nach zwei Infusionen durch eine Menstruation verschlechtern sollte und die Oberbauchbeschwerden kommen vielleicht am ehesten von den Gummibärchen .

Liebe Grüss
pita

Eisenwerte, Interpretationshilfe

Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.455
Seit: 28.09.05
liebe pita,

danke, dass du antwortest und vielen dank für deine bemühungen!

ich komme jetzt also nicht mehr ganz draus.

dann ist das also normal, dass man bei eisenmangel nach zwei infusionen nachher zu hohe ferritin-werte hat und die gehen dann von alleine runter?

und dieses zu viele ferritin im blut kann also keine symptome auslösen?

in dem falle sage ich ihr, dass sie die sache einfach vergessen soll mit dieser hämochromatose und halt einfach manchmal komische eisenwerte hat, aber eben halt zu mangel neigt.
und da halt manchmal einfach so was mit dieser sättigung ist.

ich denke, sie wird beruhigt sein, wenn da alles okay ist und sie nicht plötzlich quitschen wird, wenn die vereisten gelenke rosten.

also nochmals vielen lieben dank!

deine shelley

Eisenwerte, Interpretationshilfe

pita ist offline
Beiträge: 2.883
Seit: 08.04.07
Mittels Eisen-Infusionen werden hohe Ferritin-Werte angestrebt, welche sich oft nach Monaten wieder auf tiefem Niveau einpendeln.

Ob und wie sich diese bewusst erzeugten hohen Werte auch negativ auswirken, kann ich nicht beurteilen.
Allerdings stehe ich diesem relativ neuen Hype um die Eisen-Infusionen eher kritisch gegenüber.

Sicher sollen bei tiefem Ferritin Blutverluste (sichtbare und unsichtbare) abgeklärt werden. Ebenfalls kann die Eisenaufnahme aus der Nahrung durch bestimmte Lebensmittel reduziert sein. Auch Medikamente können diesbezüglichen Einfluss haben.

Du hast 2 Werte für Transferrinsättigung angegeben:
Erst 38%, später 82%.
Natürlich kann ein hoher Wert auch durch die kurz vor der Bestimmung eingenommene Nahrung etwas höher sein, aber grundsätzlich sollen Werte von >50% bezüglich Hämochromatose abgeklärt werden!

Bei einer heterozygoten oder gar homozygoten Disposition für Hämochromatose sind Eisen-Infusionen natürlich tunlichst zu unterlassen!

Eine kurze Übersicht ist auch hier zu finden:
www.ikp.unibe.ch/lab2/hemc.html

Liebe Grüsse
pita

Eisenwerte, Interpretationshilfe

Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.455
Seit: 28.09.05
hallo pita,

vielen dank für deine antwort!

ich werde also mal schauen, ob ich mit jemandem telephonieren kann, wegen spezialarzt, labor und so.
ich hoffe, dass ich auf diese weise möglichst schnell einen guten eisen-doktor, oder auch nur ein labor oder so für die betroffene finde.

ich glaube, es geht ihr momentan körperlich wirklich ziemlich bescheiden.
das käme regelmässig in schüben.
sie steht unter hohen schmerzmitteldosen sogar mit morphium und ist trotzdem das reinste schmerzbündel.
sie kann fast nicht essen und erzählt, dass sie sich in diesen "schüben" voll fiebrig fühlt mit schwitzen und frieren.
das atmen fällt ihr zunehmend schwerer und sie scheint diesbezüglich momentan wirklich nicht gut drauf zu sein.
psychisch geht es ihr erstaunlicherweise gut, was ich nicht so verstehen kann.

ich finde, sie sollte schon mal wissen, was das ist und jetzt dieser eisensache mal wirklich richtig nachgehen.

viele liebe grüsse; deine shelley

Eisenwerte, Interpretationshilfe

ColonelKate ist offline
Beiträge: 47
Seit: 26.02.08
Tip: Deine Freundin sollte sich eine Schachtel Vitamin B12 (10 Amp) wöchentlich 2 i.m. injizieren lassen. Ich denke, daß sie eine hypochrome Anämie hat, also a) einen echten Eisenmangel und b) eine Eisenverwertungsstörung.
Mit dem B12 wird das hohe Ferritin recht rasch wieder absinken, wobei das Ferritin aufgrund der Infusionen auch nicht bedenklich ist.
Eine Hämochromatose denke ich, liegt hier eindeutig nicht vor.

Gruß

CK

Eisenwerte, Interpretationshilfe

Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.455
Seit: 28.09.05
hallo colonelkate,

vielen dank für deine antwort damals. ich muss das nochmals genau systematisch durchdenken mal, wie das ist mit zu hohem ferritin wegen infusion, welches danach mit b12 runtergedrückt wird.

das ist alles ein wenig kompliziert...

ich schreibe wieder hier, weil ich neue werte von dem fallbeispiel bekam und eine frage dazu habe:

normal nimmt man ja die werte:
- ferritin
- transferrin
- transferrinsättigung
- eisen

aber nun hat das beispiel folgende werte:

23.12.2009:
- ferritin: 30.8 (ref.: 15 -150 ng/ml)
- transferrin: 2.8 (ref.: 2.0 - 3.6 g/l)
* - lösl.transf.rezeptor: 1.62 (ref.: 1.9 - 4.4)
- eisenbindungskap.: 55 (ref.: 47 - 83)
- venofer-quotient: -- (ref.: < 3.0)

die frage nun:

was ist das: "lösl.tranf.rezeptor"?
ist das das selbe wie die transferrinsättigung?

ich verstehe das alles nicht mehr.
und kann mir jemand sagen, warum dieses beispiel immer so verschiedene werte hat? mal zu hoch, mal zu tief und so?

danke für antworten!

liebe grüsse von shelley

ach ja; die person soll jetzt eiseninfusionen bekommen. aber es ist ja nicht wirklich ein mangel da? ne?
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