Schimmel an Wand und im Bettkasten

15.06.11 23:00 #1
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Laudanum ist offline
Beiträge: 1.469
Seit: 16.11.10
Hallo,

wenn ich es jetzt so bedenke, geht es mir tatsächlich schlechter, seit ich in dieser Wohnung bin. Mir ging es schon davor schlecht, aber zb. meine Schlafstörungen wurden definitiv heftiger und langwiriger, Siusitis wurde chronisch, Atemwegerkrankungen chronischer, Augen haben irgendwann angefangen enorm verschwollen zu sein nach dem Aufwachen (und Stunden danach) und sie brennen usw. Das kommt mir jetzt, wo ich zugeben muss, dass ich die Schimmelsituation nicht wirklich eingeschätzt habe, wie ich es hätte sollen.

Es fing damit an, dass ich hier einzog und feststellen musste, dass ich fast nur Außenwände habe (Ich lebe in einem Schlauch und nur der kurze Kopf hat Anschluß zu einer anderen Wohnung im selben Haus, Rest steht frei). Da dachte ich mir noch nicht sonderlich viel, nur dass meine Heizkosten wohl doch etwas höher ausfallen würden, wie gedacht. Diese wurden allerdings weitaus höher, als ich je vermutet hätte. Ich lebe allein in einer 59m²-Whg im Erdgeschoß und wie gesagt in einem freistehenden Arm, Heizkosten belaufen sich bei mir auf derzeit 125,- monatlich (der Vormieter zahlte 145,- ich habe mich also trotz der Energiekostenerhöhung der letzten Jahre echt sehr angestrengt und verbessert!).

Einzugsdatum war im Juli. Damals fand ich das noch angenehm, dass es selbst bei 40°C draußen bei mir angenehm kühl ist. Im Winter stellte ich dann erstmals die sehr hohe Luftfeuchtigkeit fest und die bitterliche Kälte. Besonders im Schlafzimmer (Ende vom Arm) herrschte klirrende Kälte, die teils durch meinen (geschlossenen) Bettkasten in meine Knochen zog. Auch die dortige Luftfeuchte war um Einiges mehr zu spüren, wie im Rest der Wohnung.

Ich habe immer auf gutes Lüften geachtet und das Bett stand nicht direkt an der Wand. Trotzdem habe ich dann im nächsten Jahr Stockflecken auf meiner Matratze gehabt. Zu dem Zeitpunkt war gerade meiner Mutter zu Besuch. Diese hat mit mir den Bettkasten mit Essig ausgewaschen und eine neue Matratze gekauft. Sie sagte, damit sollte das in Ordnung sein. Ich vertraute meiner Mutter. Ab dann habe ich sehr häufig die Matratzenseite gewechselt und den Bettkasten häufig gelüftet durch hochstellbaren Lattenrost. Trotzdem roch es im Bettkasten nach kurzer Zeit wieder muffig. Allerdings hatte ich dort auch Sachen gelagert, die ich nach dem Säubern wieder rein getan hatte. Ich dachte also, die haben den Geruch angenommen und werden sich mit der Zeit ausdünsten und fertig. Ich habe nicht an streuende Sporen gedacht!

In den letzten Monaten nahm ich den muffigen Geruch immer deutlicher wahr, zuletzt jeden Abend, sobald ich meinem Bett näher kam. Mit diesem Geruch einzuschlafen war mehr als unangenehm. Neulich habe ich dann den Entschluß gefasst, meinen Bettkasten nochmals auszuräumen (und bestenfalls die Sachen wegzuschmeissen oder zumindest mitzusäubern) und den Bettkasten nochmals gründlich mit Essig auszuputzen. Dabei fiel mir was Schwarzes auf in der Plastikrinne unter der Lattenrostfederung, welches sich grösstenteils wegsaugen ließ (ohmann, jetzt habe ich ne Schimmelschleuder!), dann sah ich auch den Schimmel (schwarz) an den Ritzen zwischen den zusammen getackerten Brettern. Verzweifelt griff ich zum Essig und schrubbte, bis mir klar wurde, dass das Zeug ja auch in den Ritzen und vermutlich im Pressspahn selbst schon ist. Außerdem hat das Bett außen einen Stoffbezug. Beim Verrücken des Bettes (um überall hinzukommen) entdeckte ich dann auch Schimmel an der Wand und im Eck auf dem Boden...

Sofort war mir klar, das Bett muss raus! Dann wurde mir klar, ich kann eigentlich unmöglich in diesem Zimmer weiter schlafen und verlegte meine Schlafstätte ins Wohnzimmer.Die Matratze ließ ich 2-3 Tage stehen, den abnehmbaren Bezug habe ich bei 95°C mit Essigspülung gewaschen und benutze die Matratze nun wieder. Ich kann mir keine Neue kaufen (um die dann auch noch mit Sporen zu verschönern) und ganz Ohne geht einfach nicht auf Dauer.

Meinen Vermieter habe ich angerufen und ihm von dem Schimmel erzählt. Dabei kam heraus, dass das Haus nicht isoliert ist, in dem Zimmer an dieser Wand schon Schimmelprobleme auftraten, die er anscheinend beseitigt udn anschließend neu renoviert hatte. Er sagte dann, dann muss man die Wand mal von innen isolieren. Inzwischen bin ich mir aber nicht mehr so sicher, ob ich tatsächlich das Risiko eingehen will, dass die Isolierung von innen nix bringt und am End, wie cih gelesen habe, der Schimmel doppelt so schlimm wieder kommt (wenn mans falsch macht) und was jetzt mit all meinen Sachen ist und überhaupt! Ich weiß langsam garnix mehr, denn Umziehen stellt sich auch immer wieder utopisch raus.

Das ganze Unterfangen ist nicht einfach und ich weiß nicht, inwiefern meine Gesundheit auch nach der isolierung beeinträchtigt sein wird und was alles davon wohl noch kommen mag. Magen-Darm soll ja auch von da kommen. Seit einiger Zeit habe ich stärkere Probleme damit und habe rausgefunden, dass ich wohl eine HIT habe (vielleicht auch mehr). Ob das wohl auch durch die Schimmelbelastung passiert sein kann? Isolierung klingt jedenfalls erstmal gut, da auch meine Heizkosten endlich gesenkt werden könnten. Ich bin mir da eh nicht so sicher und sollte mich beim Mieterschutzbund anmelden. So wie ich gelesen habe, muss ich garnicht alle Heizkosten zahlen, wenn es durch fehlerhafte/fehlende Wärmedämmung dazu kommt...wenn ich es richtig verstanden habe. Mir schwirrt der Kopf und ich finde nicht wirklich viel raus. Dabei recherchiere ich schon den ganzen Tag, neben Wohnungsangebote durchackern, was mich echt zum Verzweifeln bringt.

Nun gut, ich habe viel ausgeholt, ich hoffe, es wurde nicht zu lang. Und ich hoffe, es kann mir jemand helfen, oder zumindest mental beistehen

lg, laudanum

Schimmel an Wand und im Bettkasten

Manno ist offline
Beiträge: 1.141
Seit: 09.09.08
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Hallo,
dass ich fast nur Außenwände habe
nur dass meine Heizkosten höher ausfallen würden, wie gedacht. Diese wurden allerdings weitaus höher, als ich je vermutet hätte. Ich lebe allein in einer 59m²-Whg im Erdgeschoß und wie gesagt in einem freistehenden Arm, Heizkosten belaufen sich bei mir auf derzeit 125,- monatlich (der Vormieter zahlte 145,- ich habe mich also trotz der Energiekostenerhöhung der letzten Jahre echt sehr angestrengt und verbessert!).
In solchen Wohungen verheizt Du Dein Geld, doch sparen ruiniert Deine Gesundheit. Wenn es bei Deinem Vormieter schon bei 145.- zu schimmeln angefangen hat, dann wirst Du wohl noch etwas mehr heizen müssen. Mit lüften kommst Du da nicht weiter, denn die Luftfeuchtigkeit kondensiert an den Wänden, bevor Du überhaupt lüften kannst. Vor dem "lüften" müßtest Du die Feuchtigkeit an den Wänden erst einmal wieder durch Heizen zum Verdunsten bringen. Wenn Du das nicht machst, wird die Wand immer feuchter und die Schimmelpilze fressen sich immer tiefer ins Gemäuer. Die dünsten dann aus dem Gemäuer diesen muffligen Geruch aus, denn Du nur wegbekommen kannst, wenn Du den Pilzen die Feuchtigkeit entziehst. Du mußt dann also noch mehr heizen wie normal, da Du die Schimmelpilze austrocknen mußt (ihren Stoffwechsel zum Stillstand bringen mußt).


Ich habe immer auf gutes Lüften geachtet und das Bett stand nicht direkt an der Wand. Trotzdem habe ich dann im nächsten Jahr Stockflecken auf meiner Matratze gehabt. Sofort war mir klar, das Bett muss raus! Dann wurde mir klar, ich kann eigentlich unmöglich in diesem Zimmer weiter schlafen und verlegte meine Schlafstätte ins Wohnzimmer.

Es ist zu kalt, als daß die Feuchtigkeit noch verdunsten könnte. Je kälter es ist, umso weniger Luftfeuchtigkeit kannst Du Dir leisten (max. 40%). Das muß so trocken sein, daß Du Dir schon die Nase anfeuchten mußt, weil die dauern austrocknet. Du kommst einfach nicht drum herum wie irre zu heizen, denn nur so kannst Du den Pilz austrocknen. Wenn Du Dir eine neue Matratze oder ein neues Bett kaufst, hast Du das Problem schon einen Monat später wieder.

Meinen Vermieter habe ich angerufen und ihm von dem Schimmel erzählt. Dabei kam heraus, dass das Haus nicht isoliert ist, in dem Zimmer an dieser Wand schon Schimmelprobleme auftraten, die er anscheinend beseitigt unn anschließend neu renoviert hatte. Er sagte dann, dann muss man die Wand mal von innen isolieren.
Oje, oje - das mit dem "neu renoviert" klingt irgendwie nach einem hochgiftigen Spray gegen Schimmelpilze. (hoffen wir mal, daß er den nicht benutzt hat, denn er muß in dieser Wohung ja nicht leben). Das "von innen isolieren" hab ich in einer Wohnung auch schonmal versucht. Das Dumme ist eben, daß der Schimmel in der Wand sitzt und daß er noch mehr blüht, wenn er unter einer Plastikfolie (Dampfsperre) oder einer Styroporschicht liegt. Der Schimmel mag nämlich keine Zugluft und unter so einer Folie ist er gut geschützt, da hat er viel bessere Wachstumsbedingungen. Trocknen kann die Wand eigentlich nur, wenn sie frei liegt. Ich hab mir auch mal eingebildet, daß ich vom Schimmel in der Wand verschont werde, wenn ich das Luftdicht abschließe, sodaß keine Feuchtigkeit aus dem Zimmer mehr in die Wand eindringen kann, aber auch kein "Muff" mehr aus der Wand ins Zimmer stömen kann. Tja - es wurde lediglich noch schlimmer, bis ich nach zwei Jahren das Styropor wieder von der Wand gerissen habe. Darunter war dann alles schwarz ... Ich hab bis heute noch keine Ahnung warum, denn die Dampfsperre war absolut luftdicht. Heute würde ich's nicht mehr machen und soviel ich weis raten Baubiologen von einer Innenisolierung auch dringend ab.

Inzwischen bin ich mir aber nicht mehr so sicher, ob ich tatsächlich das Risiko eingehen will, dass die Isolierung von innen nix bringt und am End, wie cih gelesen habe, der Schimmel doppelt so schlimm wieder kommt (wenn mans falsch macht) Ich weiß langsam garnix mehr, denn Umziehen stellt sich auch immer wieder utopisch raus.
Geh das Risiko besser nicht ein, denn "falsch hab ich das bestimmt nicht gemacht". Ich weiß aber auch garnix mehr ... Damals bin ich halt ausgezogen und hab daher auch nicht mehr nachgefragt. Wenn Du es aber vorhast, würde ich vorher mal einen Baubiologen befragen.

Seit einiger Zeit habe ich stärkere Probleme damit und habe rausgefunden, dass ich wohl eine HIT habe (vielleicht auch mehr). Ob das wohl auch durch die Schimmelbelastung passiert sein kann? Isolierung klingt jedenfalls erstmal gut, da auch meine Heizkosten endlich gesenkt werden könnten. Ich bin mir da eh nicht so sicher und sollte mich beim Mieterschutzbund anmelden. So wie ich gelesen habe, muss ich garnicht alle Heizkosten zahlen, wenn es durch fehlerhafte/fehlende Wärmedämmung dazu kommt...wenn ich es richtig verstanden habe.
Du kannst ja erst einmal in einem der Foren nachlesen in denen über "Mietrecht" diskutiert wird. Soviel ich weiß mußt Du nicht alle Kosten bezahlen, wenn fehlerhaft gedämmt wurde oder Kältebrücken bestehen, weswegen es zur Schimmelbelastung kommt. Dan mußt Du (wie ich oben schon schrieb) doppelt soviel wie normal heizen und das berechtigt dann zur Mietminderung. Wenn Du aber einfach in einer eiskalten kaum gedämmten Wohnung lebst, dann gibt's keine Gründe die der Vermieter zu vertreten hat. Dann zahlst Du Dich beim fürs Heizen einfach nur dumm und deppert. Ich sagte auch, daß Deine Gesundheitsprobleme immer mehr zunehmen. Keine Ahnung, ob Du schon allergisch gegen den Schimmel reagierst (Pricktest nützt nichts, nur der LTT Test zeigt hier wahre Ergebnisse an) Wenn Du aber schon von morgendlich geschwollenen Augen und HIT schreibst, dann gehe ich mal davon aus, daß bei Dir schon eine Allergie vorliegt, weswegen dann verstärkt Histamin ausgeschüttet wird.

Nun gut, ich habe viel ausgeholt, ich hoffe, es wurde nicht zu lang.
Das war unverschämt lang, aber es gibt ja Leute die mitten in der Nacht nicht schlafen können und dann sowieso nichts Besseres zu tun haben :-)

Schimmel an Wand und im Bettkasten

Datura ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.002
Seit: 09.01.10
Hallo,

Das Schimmelproblem wird nur durch eine fachgerechte Isolierung von außen zu lösen sein (heizen-heizen-heizen geht auch und dauernde Zwangsbelüftung).

Styropor (was, weil schön billig, gerne genommen wird) innen an die Wände zu kleben, wird das Problem (wie Manno schrieb), nicht lösen, Du vergiftest Dich höchstens noch zusätzlich durch das Styropor (es gast Styrol aus).

Bei Häusern, deren Fassade unbedingt aus Denkmalschutzgründen erhalten werden soll, macht man manchmal Innendämmung, aber das muss wirklich ein ausgewiesener Fachmann machen.

Mein Rat: such Dir 'ne neue Wohnung, vergeude Deine Kraft nicht für ein sinnloses Unterfangen (die Wohnung trocken bekommen).

Viele Grüße und viel Erfolg!

Datura

Schimmel an Wand und im Bettkasten
Weiblich vittella
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Hallo,

wenn ich es jetzt so bedenke, geht es mir tatsächlich schlechter, seit ich in dieser Wohnung bin. Mir ging es schon davor schlecht, aber zb. meine Schlafstörungen wurden definitiv heftiger und langwiriger, Siusitis wurde chronisch, Atemwegerkrankungen chronischer, Augen haben irgendwann angefangen enorm verschwollen zu sein nach dem Aufwachen (und Stunden danach) und sie brennen usw. Das kommt mir jetzt, wo ich zugeben muss, dass ich die Schimmelsituation nicht wirklich eingeschätzt habe, wie ich es hätte sollen.
lg, laudanum
Ja, wo ein Haus Schimmelwände hat reisst man es ein, weil eine Renovation in diesem Fall nur ganz ganz selten noch etwas bringt, das ist einafch zu spät, zieh so schnell wie möglich aus...
Es gibt verschiedene Pilzarten im Haus:
www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/2227.pdf


Aber vergiss dabei nicht, dass Deine Symptome schon da waren, sie also durch den Schummel nur verstärkt wurden und wenn Du sie loshaben willst auch anders als mit der Schimmelgeschichte umgehen musst.

Schimmel an Wand und im Bettkasten

Laudanum ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.469
Seit: 16.11.10
Hallo ihr Lieben,

danke für eure Antworten!

@Manno,

es freut mich ein bisschen, dass ich Dir Beschäftigung bieten konnte, aber schlaflose Nächte sind wirklich schrecklich, das kenne ich zu gut. Tut mir leid, dass Du nicht schlafen konntest.

Ich habe vor, meinen Vermieter zu fragen, was genau er damals gemacht hat, um den Schimmel zu bekämpfen. Ich werde ihn auch fragen, was er vor hat, um diesmal den Schimmel zu bekämpfen. So wie ich gelesen habe, ist es möglich mit Innendämmung den Schimmel zu besiegen (bzw die Ursache zu bekämpfen, zu hohe Luftfeuchtigkeit), aber das muss jemand machen, der sein fach wirklich versteht. Man kann wohl doch sehr viel falsch machen, dann hat man 2 Jahre später doppeltes Problem. Styropor scheint nicht die Lösung zu sein jedenfalls. Kalkputz bzw mineralische Putze und Farben sollte man auch verwenden. Ich habe Rauhfasertapete dran (sehr schimmelfördernd bei empfindlichen Wänden).

Im Grunde würden mir 2 Jahre schimmelfrei reichen, wenn dadurch wirklich schimmelfrei erstmal ist. Momentan ist ein Umzug aus sozialen, psychischen und gesundheitlichen Gründen, sowie Mangel an günstigen Wohnungen in Berlin (außer Silo/Plattenbau-Ghettos) total schlecht! Außerdem habe ich 2 Katzen, die rausgehen. Somit fällt das Wohnungsangebot für mich sehr, sehr rar aus hier. Es muss mir gesundheitlich erst besser gehen, so dass ich wieder arbeiten kann und Freunde habe, die mir helfen können. Dann ist ein Umzug realisierbar. DAS ist mein momentanes Problem. Im Prinzip MUSS ich ja eh aus der Wohnung raus, da die Heizkosten für Hartz IV zu hoch sind und ich seit 1.5. gekürzt wurde. Mir fehlen also seither 50,-. Die Situation ist mehr als vertrackt zur Zeit und egal wie ich es wende und drehe, es ist einfach nur scheiße :-( Wenn die Wand also erstmal schimmelfrei ist und das Ganze giftstofffrei behandelt wurde und dadurch meine Heizkosten niedriger ausfallen würden (bzw rauskommen würde, dass mein Vermieter für einen Teil der Heizkosten aufkommen muss), wäre das für mich erstmal die allerbeste Lösung. Ich bezweifle, dass ich in den Außenbezirk-Ghettos glücklicher, gesünder werde und eine bessere Wohnung finde, garantiert ohne Schimmel (-gefahr). Scheiß Gentrifizierung! Was musste mein ursprünglicher Assi-Bezirk jetzt auch unbedingt zum neuen In-Bezirk werden...

Ich heize übrigens trotzdem sehr viel, aber das Zimmer speziell wird und wird nicht warm. Im Winter ist die Heizung durchgehend an und steht höher als normal. Der Vormieter war Alki und hat mit Sicherheit nicht wegen dem Schimmel so hoch geheizt oder gar Schimmel bemerkt, oder es juckte ihn nicht (habe so einige Geschichten gehört), er hat halt gefroren und durchgehend die Heizung auf 30°C gestellt gehabt (Max). Irgendwann ist er bei Nacht und Nebel verschwunden und hatte weder Miete noch Gas/Strom bezahlt. Mit ihm vergleiche ich meine Heizeinstellung besser nicht.

Aber vergiss dabei nicht, dass Deine Symptome schon da waren, sie also durch den Schummel nur verstärkt wurden und wenn Du sie loshaben willst auch anders als mit der Schimmelgeschichte umgehen musst.
Es ist ja auch Einiges dazu gekommen, seit ich hier wohne. Aber unterm Strich kann man eh nicht wissen, was von was kommt und was von was verstärkt wurde. Ich hatte in der Zeit hier auch sehr viel Stress, vorallem Emotionalen...das hat sich mit dem Schimmel vermutlich wunderbar die Hand gereicht.

Hatte ich eigentlich erzählt, dass genau an dieser Wand auch im 3. Stock Schimmel war vor 2-3 Jahren? Kann wegen mangelnder Wärmedämmung, fehlender Isolierung die Feuchtigkeit bis in den 3. Stock hochsaugen?

Alles Liebe, laudanum

Schimmel an Wand und im Bettkasten

Kullerkugel ist offline
Beiträge: 6.671
Seit: 01.06.10
Hallo L.,

nur ganz kurz , vergiss eine Sanierung , die dem Haus und Dir guttut .... Dein Vermieter zeigt Dir einen Vogel...
Du wohnst offenbar in einem sehr alten, ungedämmten ( macht so etwas nicht unbedingt besser ! ) Hinterhofmietshaus....

Meine letzte Wohnung war ein liebevoll sanierter Uraltbau ... im Erdgeschoss definitiv Schimmel...und die nette ! Vermieterin beschimpfte die Mieter deswegen... und verschwieg der neuen Mieterin die "Sanierung" ....
Meine erste Schimmelwohnung war ein Neubau , Erstbezug....in Betonbauweise...heutige Neubauwohnungen sind noch schlimmer teilweise , weil mehr verschimmelbare Substanz da ist ...

Such unbedingt eine neue Wohnung , und wenn sie etwas kleiner ist als Dir lieb, aber schimmelfrei.

LG K.
__________________
LG K.

Schimmel an Wand und im Bettkasten

Laudanum ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.469
Seit: 16.11.10
Hallo meine Liebe,

kleiner wird sie definitiv. Eine 2-Raumwohnung werde ich nicht mehr finden, egal wie Assi der Bezirk sein wird... Aber auch 1-Raum-Wohnungen scheinen momentan mächtig utopisch zu sein, vorallem, wenn ich den Anspruch darauf habe, dass meine Katzen raus können...Ich kann jedenfalls unmöglich mit 2 Rausgänger-Katzen in eine 20-30m²-1-Raum-Whg. im 6. Stock ziehen. Das ist Tier- und Menschquälerei. Die einzige Alternative wäre Katzen hergeben. Aber meine 6-jahre-alten, vom Kampf zerfledderten, schwarzen Mietzekatzen will eh niemand, mal abgesehen davon, dass es mir das Herz endgültig brechen würde...

so, jetzt erstmal duschen, laudanum

Schimmel an Wand und im Bettkasten
Weiblich vittella
Zitat von Laudanum Beitrag anzeigen
Hallo meine Liebe,

kleiner wird sie definitiv. Eine 2-Raumwohnung werde ich nicht mehr finden, egal wie Assi der Bezirk sein wird... Aber auch 1-Raum-Wohnungen scheinen momentan mächtig utopisch zu sein, vorallem, wenn ich den Anspruch darauf habe, dass meine Katzen raus können...Ich kann jedenfalls unmöglich mit 2 Rausgänger-Katzen in eine 20-30m²-1-Raum-Whg. im 6. Stock ziehen. Das ist Tier- und Menschquälerei. Die einzige Alternative wäre Katzen hergeben. Aber meine 6-jahre-alten, vom Kampf zerfledderten, schwarzen Mietzekatzen will eh niemand, mal abgesehen davon, dass es mir das Herz endgültig brechen würde...

so, jetzt erstmal duschen, laudanum
dann hast Du ja noch die Verantwortung der Katze gegenüber die auch krank wird durch den Schimmel, da ist weggeben liebevoller als sie, weil Du Dich nicht trennen kannst, behalten und krank werden lassen obwohl Du weisst wie gesundheitsschädigend Schimmel ist.


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