Nachgewiesene Holzschutzmittelvergiftung vor vielen Jahren.

01.03.11 07:28 #1
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Oregano ist offline
Beiträge: 63.688
Seit: 10.01.04
Hallo,

vor ca. 20 Jahren hat sich ein Bekannter eine Holzschutzmittelvergiftung geholt, weil im Haus seiner Eltern eine kleine Wohnung für ihn ausgebaut wurde mit behandelten Hölzern.
Damals wurde Lindan und noch etwas im Blut nachgewiesen.
Das Holz wurde bald entfernt, aber er wohnt immer noch in dieser kleinen Wohnung, und es geht ihm nicht besser sondern eher schlechter.
Die Symptome haben sich geändert: erst war es eher körperliche Schwäche, ständige Müdigkeit, schlechte Leberwerte, die Wirbelsäule tat oft weh, obwohl er viel Sport betrieben hatte...
Heute leidet er unter Agoraphobie, kann die vielen Informationen ans Gehirn nicht mehr verarbeiten, ist also ständig im Stress. Alle bisherigen Untersuchungen und Maßnahmen - schulmedizinischer und alternativer Art haben nichts geholfen.

Meine Frage: kann es sein, daß er so dauerhaft geschädigt ist, daß das Holzschutzmittel immer noch wirkt? Bzw. kann es sein, dass das Holzschutzmittel immer noch irgendwie wirkt, obwohl das Holz längst entfernt ist?
Was kann er untersuchen lassen und tun?

Grüsse,
Oregano

Nachgewiesene Holzschutzmittelvergiftung vor vielen Jahren.

Heather ist offline
Beiträge: 9.809
Seit: 25.09.07
Hallo Oregano,

ich kann mir gut vorstellen, dass diese Gifte noch im Gehirn sind. Hat er denn schon irgendwie versucht zu entgiften?

Vielleicht kennst Du ja diesen Thread, wenn nicht ist er aber möglicherweise interessant:
http://www.symptome.ch/vbboard/gifte...ergiftung.html


Liebe Grüße .

Heather
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Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

(Albert Einstein)

Nachgewiesene Holzschutzmittelvergiftung vor vielen Jahren.

Datura ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.002
Seit: 09.01.10
Hallo, Oregano,

dass jemand über soviele Jahre nach Entfernung des Holzes noch so schwer krank davon ist, sollte nicht sein.

Ich weiß ja nicht, wo die Wohnung ist, unterm Dach? Wenn man die Sanierung richtig macht, muss man den Putz abmachen (hätte machen müssen), denn ein großer Teil kann in den Putz gesaust sein bzw in die Gipsplatten.

Außerdem könnten die Dachbalken behandelt worden sein (hat man damals häufig mit dem noch giftigeren Xylamon gemacht). Da könnte im Laufe der Jahre der ganze Ausbau durchzugen sein mir dem giftigen Zeugs.

Liebe Grüße
Datura

Um sicher zu sein , könnte man eine Hausstaubuntersuchung machen:

http://www.symptome.ch/vbboard/gifte...hadstoffe.html

Geändert von Datura (01.03.11 um 08:45 Uhr)

Nachgewiesene Holzschutzmittelvergiftung vor vielen Jahren.

Oregano ist offline
Themenstarter Beiträge: 63.688
Seit: 10.01.04
Danke für die Hinweise. Ich werde das weitergeben.

Was könnte denn sonst die Ursache seiner Beschwerden sein, wenn man annimmt, dass die HOlzschutzmittel letztlich gar nicht die Ursache seiner Beschwerden sind? Bzw. was könnte er noch tun?
Ein Wert, der bei ihm nicht stimmt, ist das Billirubin. Er hat zuviel davon.

Grüsse,
Oregano

Nachgewiesene Holzschutzmittelvergiftung vor vielen Jahren.
Binnie
Hallo Oregano,

Zitat von Oregano Beitrag anzeigen
Ein Wert, der bei ihm nicht stimmt, ist das Billirubin. Er hat zuviel davon.
für einen Bilirubinanstieg im Blut gibt es mehrere Ursachen:
Das Bilirubin im Blut stammt vor allem aus dem Abbau der roten Blutkörperchen. Bilirubin wird von der Leber in die Galle und über die Galle in den Darm ausgeschieden.

Ursachen einer Erhöhung im Blut sind daher
  • übermäßige Zerstörung roter Blutkörperchen (Hämolyse),
  • Erkrankungen und Schäden der Leber (z.B. Hepatitis, Alkoholschädigung),
  • Blockierungen des Galleabflusses (z.B. Steine, Tumoren, Entzündungen).
Quelle: Bilirubin - bersicht
Hat er denn nicht auch sichtbare Zeichen der Gelbsucht ?

VG Binnie

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Oregano ist offline
Themenstarter Beiträge: 63.688
Seit: 10.01.04
Hallo Binnnie,

nein, er hat keinerlei Anzeichen für eine Gelbsucht, seine sonstigen Leberwerte sind und waren immer normal, auch in der akuten Vergiftungszeit.

Grüsse,
oregano

Nachgewiesene Holzschutzmittelvergiftung vor vielen Jahren.
Binnie
Naja, es gibt ja noch weitere Ursachen (s. verlinkter Text), die nicht im Leberbereich liegen, z.B. B12-Mangel und aufgrund dessen verstärkter Abbau der roten Blutkörperchen.

Ansonsten muss ein Ikterus wohl nicht immer gleich besonders auffällig sein. Ich weiß von einem Fall, wo diejenige wohl eine Gelbsucht aufgrund einer Medikamentenvergiftung hatte, woraufhin sie von einer Fremden angesprochen wurde, sie solle sich doch mal an einen Arzt wenden, da sie Zeichen in den Augen, und ich glaub, an den Ohren erkenne, die auf eine Gelbsucht hinwiesen...

VG Binnie

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Oregano ist offline
Themenstarter Beiträge: 63.688
Seit: 10.01.04
Hallo Binnie,

B12 ist laut Blutbild (Methylmalonsäure) in Ordnung.
Da er weiß, daß erhöhte Billirubinwerte einen Ikterus mit sich bringen können, hat er immer sehr auf seine Farbe, auch der Augen, geachtet. Da war nix.

Grüsse,
Oregano


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