Genetisch bedingter Mangel an Enzym Glutadion

04.03.10 21:49 #1
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Peribanu ist offline
Beiträge: 4
Seit: 20.02.10
Hallo!
Seit einigen Jahren habe ich sehr extem hohe Dosen Schwermetall in den Haaren, trotz wiederholten Ausleitungen.
Nun habe ich von einer Heilpraktikerin erfahren, dass bei einem genetisch bedingten Mangel am Enzym Glutadion der Körper Schwermetalle einfach einlagert, diese nicht selbst wieder abbauen kann, z.B. die Schwermetalle durch "normale" Umweltbelastung.
Nächste Woche gehe ich deswegen zu einem Umweltmediziner.
Weiß von Euch jemand etwas über solche Fälle?

Ich habe seit Jahren ab und zu neurologische Symptome, die nach den Ausleitungen nicht wirklich weggingen.

Danke für Eure Antworten
Peribanu

Glutathion

Oregano ist offline
Beiträge: 63.692
Seit: 10.01.04
Hallo Peribanu,

hier ein bißchen mehr zu Glutathion und zur Entgiftung überhaupt (nach Klinghardt):

Glutathion bindet Quecksilber.
Glutathion ist ein natürliches Antioxytdans, das in unserem Körper vorkommt und viele Zahnärzte weltweit sind dazu übergegangen, anstatt DMPS zu verwenden, das Glutathion zu nehmen. Es bindet u.a. auch das Methylquecksilber - die giftigste Form von Quecksilber.

Glutathione kann man intravenös geben.
Bei Asthma kann man es geben.
Asthma kann man wirklich heute ausheilen, indem man Glutathion inhaliert. Es ist etwas umständlich und anfällig für verschiedene Fehler.

Doch die Geheimmethode die wir anwenden seit 2 Jahren und die eigentlich immer in 3 Wochen zur Heilung führt:
1 Ampulle Selenase 100mg Selen (biosyn) Rp in einen Zerstäuber geben und ein Mal täglich 1 Ampulle Selen inhalieren.
Nach 3 Wochen ist das Asthma weg. Wir haben noch keinen Versager erlebt
Schwermetall-Ausleitung » Vortrag 2 von Dr.Klinghardt

Du schreibst von hohem Schwermetallgehalt in den Haaren. Die Haarmineralanalyse ist aber ziemlich umstritten, was die Beurteilung einer Schwermetallbelastung angeht:

"Ist eine Schadstoffanalyse aus dem Haar sinnvoll?"
Haar sind ideales Untersuchungsmaterial. Sie sind leicht und schmerzlos zu gewinnen, speichern Schadstoffe über längere Zeit, un daus einer Probe lassen sich mittels Massenspektrometrie ICP-MS bis zu 60 Elemente bestimmen. Tatsächlich lassen sich so über die chronische Belastung mit Blei, Arsen, und Quecksilber bei standardisierem Vorgehen recht gute Aussagen erzielen.

"Warum ist die Haaranalyse umstritten?"
Trotzdem raten Wissenschaftler und Umweltministerium von den frei käuflichen Tests aus folgenden Gründen ab:
- wir wissen nicht, wie und in welchem Umfang (Schad-)Stoffe vom Blut ins Haar gelangen
- häufig findet sich kein Zusammenhang zwischen dem Gehalt eines Stoffes im Blut und im Haar; das heisst, man kann aus dem Haargehalt nicht auf den tatsächlichen Blutgehalt rückschliessen
- oft gibt es keinen Zusammenhang zwischen einer hohen Schadstoffanreicherung im Haar und wirklichen gesundheitschädlichen Effekten
- es ist sehr schwierig zu entscheiden, ob ein nachgewiesener Stoff von "innen" (endogen) oder von "aussen" (exogen) stammt. Der Schadstoff kann zB aus der Luft, dem Wasser, einem Shampoo, einem Pflegeprodukt oder Kosmetikum ans Haar gelangt sein, sodass er nie im Körper gewesen ist und auch keine Gefahr darstellte
- es gibt keine Richtlinien für die Labors. Die Probenentnahme ist daher nicht standardisiert. Alter, Geschlecht, Ethnie, Ernährung, Wohnsituation, Lebensstil, Medikamenteneinnahme, Haartyp, Haarwäsche, Haarbehandlungen werden nicht einheitlich berücksichtigt
- kommerzielle Anbieter liefern oft unzuverlässige Ergebnisse, das es bisher keine Ringversuche oder Qualitätssicherung gibt.
Im Jahr 2004 untersuchte die Stiftung Warentest (test 10/2004) viele Anbieter von Haaranalysen. Untersucht wurden anonym die Haarproben von 8 Männern und Frauen. Ergebnis: die Analyseergebnisse schwankten nicht nur zwischen den verschiedenen Labors erheblich - auch bei wiederholter Untersuchung der gleichen Haarprobe im selben Labor waren die Ergebnisse oft sehr unterschiedlich. So fand zB ein Labor im Haar einer Versuchsperson die höchsten Quecksilberwerte - das nächste Labor dagegen fand die niedrigsten Werte überhaupt. Auch die Normalwerte der Labors waren sehr unterschiedlich - was beim Einen normal war, war beim Nächsten schon krankhaft.
Weitere Infos finden Sie unter
www.helmholtz-muenchen.de/infostelle-hbm

Fazit: Sparen Sie sich Ihr Geld. Die Haaranalyse ist für eine vernünftige Krankheitserforschung nicht sinnvoll. Lediglich unter speziellen Bedingungen, zB in einer Uniklinik, kann sie im Einzelfall notwendig sein. Behandlungsempfehlungen die auf Haaranalysen beruhen, sind wertlos.
Haaranalyse: alle Infos zu Möglichkeiten und Grenzen der Haaranalyse

Wie hast Du denn bisher ausgeleitet?

Gruss,
Uta

Glutathion

Peribanu ist offline
Themenstarter Beiträge: 4
Seit: 20.02.10
Hallo Uta,
herzlichen Dank für Deine detaillierte Antwort.
Ich wollte eigentlich wissen, wie es bei Leuten ist, denen genetisch bedingt das Enzym Glutathion fehlt. Der Körper könne die "alltäglich aufgenommenen" Schwermetalle dann nicht mehr ausscheiden.
Eine Heilpraktikerin brachte mich drauf. Am Mi habe ich einen Termin bei einem Umweltmediziner. Ich hoffe, dass er so etwas bei mir findet. Meine hohen SM-Werte sind sonst nicht zu erklären. Die Werte sind schlüssig, ich hab die Haaranalysen immer im gleichen Labor durch meinen HP machen lassen.

Ausgeleitet wurde über Leber und ..., mit Ozontherapie und Nosoden der SM, durch Präpatate der Firma Tisso. Es gab kurzzeitig einen Rückgang der Werte.

Schönen Abend und viele Grüße
Peribanu

Geändert von Peribanu (07.03.10 um 21:53 Uhr) Grund: Name vergessen

Glutathion

Oregano ist offline
Beiträge: 63.692
Seit: 10.01.04
Noch ein langer ARtikel über Glutathion:

http://www.cfs-aktuell.de/Maerz%2009%201.pdf

Gruss,
Uta

Glutathion

Peribanu ist offline
Themenstarter Beiträge: 4
Seit: 20.02.10
Wow! Danke! Das werde ich mal lesen und dann berichten, was am Mittwoch beim Umweltmediziner rauskam.
Kennst Du Menschen mit einem solchen genetisch bedingten Mangel?
Herzliche Grüße
Peribanu

Glutathion

Oregano ist offline
Beiträge: 63.692
Seit: 10.01.04
Nein, persönlich kenne ich niemanden. Aber ich bin sicher, hier im Forum finden sich einige, die das erleben.

Gruss,
Uta

Glutathion

Peribanu ist offline
Themenstarter Beiträge: 4
Seit: 20.02.10
Hallo an alle!

Gibt es hier Leute, die einen genetisch bedingten Mangel am Enzym Glutathion haben?

Der Körper lagert dann wohl Schwermetalle einfach ein, weil er diese nicht selbst wieder abbauen kann, z.B. die Schwermetalle durch "normale" Umweltbelastung.

Freue mich auf Eure Antworten
Peribanu

Glutathion

flow81 ist offline
Beiträge: 4
Seit: 04.04.11
Ja den Mangel habe ich auch; haben jedoch ca. 46% der kaukasischen Bevölkerung; also quasi jeder zweite Europäer

Glutathion
kopf
hallo ,

da kann man was gegen tun -Knoblauch zb..
ich bin der festen überzeugung ,ich bin bei meinen Knoblauch-Orgien viel an schwermetallen losgeworden .
Diallyldisulfid
Besonders erwähnenswert ist dabei die Rolle bei der Entgiftung mithilfe des GSH/GST-Systems: DADS erhöht signifikant die Produktion des Enzyms Glutathion-S-Transferase (GST) in Zellen.

LG

Glutathion

ExLukas ist offline
Beiträge: 1.597
Seit: 27.08.09
Zitat von Peribanu Beitrag anzeigen
Gibt es hier Leute, die einen genetisch bedingten Mangel am Enzym Glutathion haben?



Glutathion ist kein Enzym, es ist ein Tripeptid und körpereigenes Antioxidans.

Glutathion-Peroxidase, Glutathion-Disulfid-Reduktase... sind Enzyme.

Die diversen Glutathion-Schwefel-Transferasen wie GST T1, GST T3, GST P1, GST M1 sind ebenfalls Enzyme. Von diesen ist hier im Thread vermutlich die Rede, da sie wesentlich für die körpereigene Entgiftung sind. Sollte man dann aber auch korrekt benennen.

Gruß
Lukas


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