Round up - Unkrautvernichtungsmittel hoch giftig, kaum abbaubar!

16.05.09 16:19 #1
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Juliette ist offline
Beiträge: 4.667
Seit: 23.04.06
Hallo,

dieser Film wurde in Arte ausgestrahlt und beweißt das die Firma Monsanto, falsche Werbung betrieben hat für ein Produkt das überall frei verkäuflich ist. Es geht um Round-up. Der Nachfolger von Agent Orange.

Noch vor Jahren hieß es Round-up sei biologisch abbaubar und die Firma hat auch damit geworben. Round-up ist nicht biologisch abbaubar und darf auch nicht mehr damit Werbung betreiben. Nach 28 Tagen bauen sich gerade einmal zwei Prozent von diesem Gift ab, so das es auch noch Jahren im Boden nachweisbar ist. Im Wasser baut es sich gar nicht ab.

Weiterhin wurde nachgewiesen das es Zellen und Gene schädigt und vorstufen von Krebs hervorruft.

Wer nach unschädlichen Alternativen sucht, der sollte sich an Essigsäure und Pelargonsäure halten, die man ebenfalls im Fachhandel beziehen kann.

http://de.wikipedia.org/wiki/Roundup

Hier der Film:

video.google.com/videoplay?docid=-7781121501979693623
Grüsse von Juliette

Geändert von Juliette (16.05.09 um 16:38 Uhr)

Round up - Unkrautvernichtungsmittel hoch giftig, kaum abbaubar!

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Ich habe mich neulich bei der Raiffeisen erkundigt nach Unkrautvernichtungsmitteln für den Gehweg.
Sie hatten Round-up, aber sie haben es mir nicht verkaufen wollen, weil es viel zu gefährlich wäre für die Hecke und das Abwasser.
Das war mir auch Recht so.

Gruss,
Uta

Round up - Unkrautvernichtungsmittel hoch giftig, kaum abbaubar!

Juliette ist offline
Themenstarter Beiträge: 4.667
Seit: 23.04.06
Das klingt vernünftig Uta.

Da scheinen die Leute von der Raiffeisenkasse gut unterrichtet zu sein.

Aber das ist leider nicht überall der Fall. Umso mehr ist es wichtig das die Menschen aufgeklärt werden, denn die Behörden haben da kaum einen Einfluss drauf, zumindest scheint es so wie ein weiteres Beispiel aus Mecklenburg-Vorpommern zeigt. Solche Mittel brauchen keine besonders strengen Tests zu durchlaufen, bis sie zugelassen werden, sonst wären solch unerwartete Nebenwirkungen nicht möglich. Sie bekommen relativ rasch die Zulassung und erst im Laufe der Jahre zeigt sich, das sie schädlich sind für Mensch und Umwelt.

www.naturkost.de/meldungen/020725o1.htm

Grüsse von Juliette

Geändert von Juliette (17.05.09 um 10:22 Uhr)

Round up - Unkrautvernichtungsmittel hoch giftig, kaum abbaubar!

Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Dazu kommt, daß viele Landwirte immer noch nach der Devise arbeiten: Viel hilft viel . Also lieber mal ein bißchen mehr Pestizid aufbringen, damit auch wirklich alles kaputt geht, was unerwünscht ist. Daß das ein Trugschluß ist, wird oft erst später bemerkt.

Gruss,
Uta

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Leòn ist offline
Beiträge: 10.064
Seit: 19.03.06
Hallo, einen Gruß an Alle,

"Round Up" (Wirkstoff Glyphosat) ist seit der zweiten Hälfte der siebziger Jahre auf dem Markt und die Gefährlichkeit war Fachleuten von Anfang an bekannt. Vor wenigen Wochen hörte ich aber, dass das Mittel immer noch von vielen VerbraucherInnen als "relativ harmlos" angesehen wird. Zumindest in Europa wirbt der Hersteller Monsanto nach wie vor mit der angeblich zügigen biologischen Abbaubarkeit:

Roundup wird als biologisch abbaubar und umweltverträglich beworben. In der Broschüre „Roundup-Kompendium“[5] verspricht Monsanto für seine Produkte Roundup UltraMax und Roundup Turbo

* „maximale Wirkung bei nur minimaler Belastung der Umwelt“
* „Durch starke Adsorption des Wirkstoffes an Bodenteilchen erfolgt keine Verlagerung ins Grundwasser und dieser wird vollständig innerhalb von 30 bis 40 Tagen (DT50) abgebaut.“
ABER:
In New York gab Monsanto jedoch 1996 eine Unterlassungserklärung gegenüber dem Generalstaatsanwalt ab. Darin verpflichtete sich Monsanto unter anderem, im Staat New York glyphosathaltige Pestizide nicht mehr als sicher, ungiftig, harmlos, risikofrei, biologisch abbaubar, umweltfreundlich, ökologisch vorteilhaft oder praktisch ungiftig zu bezeichnen. Dies wurde unter anderem damit begründet, dass die Hinweise im Sicherheitsdatenblatt diesen Werbeaussagen widersprechen. [6]

In Frankreich verurteilte die Fünfte Strafkammer des Amtsgerichts Lyon zwei Führungskräfte von Monsanto und Scotts France am 26. Januar 2007 zu einer Geldstrafe wegen irreführender Werbung.[7] In der Urteilsbegründung verwies das Gericht unter anderem auf Studien, die Monsanto selbst durchgeführt hat.
Diese zeigten, dass Roundup nach 28 Tagen erst zu 2 % biologisch abgebaut ist.[8] Seitdem wird Roundup in Frankreich nicht mehr als biologisch abbaubar bezeichnet. Die Verurteilten haben Berufung eingelegt; die Verhandlung vor dem Appellationsgerichtshof findet am 1. Oktober 2008 statt.
Roundup ? Wikipedia

Herzliche Grüße von
Leòn
__________________
Wer sich auf mein Niveau begibt, kommt darin um! ;)

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daniel24
Zitat von Uta Beitrag anzeigen
Ich habe mich neulich bei der Raiffeisen erkundigt nach Unkrautvernichtungsmitteln für den Gehweg.
Sie hatten Round-up, aber sie haben es mir nicht verkaufen wollen, weil es viel zu gefährlich wäre für die Hecke und das Abwasser.
Das war mir auch Recht so.

Gruss,
Uta
Ach die glauben also, das RoundUp das auf Gehwege gesprüht wird nicht ins Ab/Grundwasser fließt? Interessant, soweit ich weiss braucht man eine Genehmigung wenn man das auf Ackerflächen nutzt, ist das mit öffentlichen Gehwegen denn nicht so?

Schon komisch was so alles geht, die "Genehmigung zum Vergiften" ....

Geändert von daniel24 (18.05.09 um 16:52 Uhr)

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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
Ich glaube, Du hast das falsch verstanden, daniel: sie wollten mir das round-up nicht verkaufen, weil es das Abwasser (über den Gehweg) und unsere schöne Buchenhecke gefährden würde. Und das ist mir zusätzlich viel zu riskant.
Ich würde sowieso kein solches Gift kaufen; wer weiß, was mir beim Sprühen passieren könnte.

Aber ich weiß von Bauern, die bei der Raiffeisen kaufen, daß sie das round-up großzügig z.B. auf Hofflächen, Einfahrten usw. benutzen.

Gruss,
Uta

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alibiorangerl ist offline
Beiträge: 8.920
Seit: 09.09.08
Wuhu,
Zitat von Oregano Beitrag anzeigen
...
Aber ich weiß von Bauern, die bei der Raiffeisen kaufen, daß sie das round-up großzügig z.B. auf Hofflächen, Einfahrten usw. benutzen...
jaja, die lieben Bauern... die Dümmsten haben die giftigsten Erdäpfel (Kartoffeln)...
__________________
» Optimismus ist nur ein Mangel an Information. « – Heiner Müller

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Datura ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.003
Seit: 09.01.10
Hi,
auf gepflasterten Flächen darf auch kein Round Up gesprüht werden, damit es nicht in den Regenwasserkanal läuft, Leute, die das machen, kann man anzeigen.

§ 6 Abs.2 Pflanzenschutzgesetz. Zuwiederhandlungen stellen eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit Geldbußen bis zu 50000 € geahndet werden.

Und das:

Pestizid Aktions-Netzwerk e.V. (PAN Germany) - Rubrikenuebersicht

Ich wollte ja mal erreichen, dass in meiner Wohnanlage keine Herbizide mehr gespritzt werden, erfolglos, obwohl ich eine saubere "Hausarbeit" dazu abgeliefert habe.

Ich habe aber erreicht, dass ich vor meiner Wohnung selber hacken und Pflegen darf (ich wohne praktisch ebenerdig). (Und sie trauen sich nicht mehr alles, am Anfang hat der Gärtner auch nicht zugelassenes gespritzt, das traut er sich nicht mehr).

Für die Leute hier bin ich die "komische Alte", die selber hackt, statt den Gärtner spritzen zu lassen.

Trotzdem einen wunderschönen Abend Euch allen, lasst Euch nicht unterkriegen,

Datura

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nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.535
Seit: 18.11.09
Nicht zu vergessen
TP: Roundup und das globale Amphibiensterben
Roundup wirkt auf Kaulquappen schon in weitaus geringeren Konzentrationen, als man dies bislang geglaubt, www.esajournals.org/esaonline/?request=get-abstract&issn=1051-0761&volume=15&issue=4&page=1118 vertrieben und auch in Verbindung mit resistenten genveränderten Pflanzen angeboten wird, ist für Kaulquappen hochgiftig..
Auch wenn das Herbizid sich im Boden verteilt, büßt es seine chemischen Wirkungen nicht ein und tötet neben Kröten auch Frösche. Und selbst wenn man nur ein Drittel der Konzentration verwendet, die als Maximum in der Natur angesehen wird, sterben daran 71 Prozent der Kaulquappen, die in Behältern unter Außenweltbedingungen aufwuchsen. Die Hinzufügung von Erde, die angeblich das Herbizid aufnimmt, änderte an der Todesrate nichts. Und als die Wissenschaftler die Kaulquappen, der maximalen Konzentration aussetzten, die bei Anwendung des Herbizids entstehen soll, starben fast alle Kaulquappen von drei Froscharten.

Das überraschendste Ergebnis aus den Experimenten ist, dass eine Chemikalie, die enwtickelt wurrde, um Pflanzen zu abzutöten, innerhalb von drei Wochen 98 Prozent aller Kaulquappen und innerhalb von einem Tag 79 Prozent aller Frösche tötete.
Rick A. Relyea
Datura, das zeigt nur mal wieder, dass manche Menschen aus Bequemlichkeit die schlimmsten Gifte einsetzen.
Aber das könntest Du sicherlich unterbinden.
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11


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