Hallo und *gleich mal um Hilfe schrei!*

27.02.09 21:31 #1
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Hallo und *gleich mal um Hilfe schrei!*
Männlich Bodo
Hallo Magnolia.

Zitat von Magnolia Beitrag anzeigen
Kann mir einer sagen, warum die Ärzte einem als erstes mal den Psycho-Stempel aufdrücken?
Aus Hilflosigkeit.

Zitat von Magnolia Beitrag anzeigen
Unser Betriebsarzt, bei dem ich heute war, hat mir doch glatt "empfohlen" zum
Psychiater zu gehen und zu schauen inwieweit sich meine Symptome nach der
Einnahme von Psychopharmaka bessern!
Für diese "Empfehlung" wird der Mann bezahlt. Das ist sein Job.
Hole tief Luft und denke Dir Deinen Teil (die Gedanken sind frei).

Bitte stelle das Ergebnis Deines Hausarztes rein!




LGB

Hallo und *gleich mal um Hilfe schrei!*

Oregano ist offline
Beiträge: 63.724
Seit: 10.01.04
Herzlichen Glückwunsch zu Deinem Chef. Ich finde es toll, daß er eine Raumluftanalyse veranlassen will. Hoffentlich vergißt er das nicht!

Grüsse,
Uta

Hallo und *gleich mal um Hilfe schrei!*

Magnolia ist offline
Themenstarter Beiträge: 10
Seit: 22.02.09
Hallo,

ich habe zwar noch keine Ergebnisse, aber dafür habe ich heute eine andere seltsame Entdeckung gemacht:
Als ich Freitag vor einer Woche die 3 Ordner ausgemistet habe, wurden auch einige Klarsichtfolien frei, die ich zum Wiederverwenden in die Schublade steckte. Als ich heute Klarsichtfolien benötigte und eben diese (lagen ja obendrauf) herausnahm fiel mir auf, dass ca. 5-6 Klarsichtfolien an der oberen Kante und ein Stück nach unten komplett angefressen waren!!!

Was ist das denn?

Sind das irgendwelche plastikfressenden Vieher gewesen??? Mäuse sind mir in meinem Büro im obersten Regal noch nie aufgefallen...

Was ich noch bemerkte, als ich nachdem ich die Folien dort anfasste über meinen Handrücken rieb, fing es leicht zu brennen an. Glücklicherweise reagiere ich nicht mehr so extrem wie vor einer Woche, die Kohle hat meinen Ausschlag gut zurückgehen lassen.

Hat jemand eine Idee?

Grüße Magnolia

Laborbefund

Magnolia ist offline
Themenstarter Beiträge: 10
Seit: 22.02.09
Hallo!

Heute habe ich endlich meinen Laborbefund bekommen...
...und ein Rezept mit Laif 900 gleich dazu

Pantachlorphenol im Serum_________0.7 ug/l Referenzbereich <12.0
polychlorierte Biphenyle (PCB) 1)
PCB Nr. 28______________________<0.01 ug/l Referenzbereich <0.01
PCB Nr. 52______________________<0.01 ug/l Referenzbereich <0.01
PCB Nr. 101_____________________<0.01 ug/l Referenzbereich <0.10
PCB Nr. 138______________________0.07 ug/l Referenzbereich <0.90
PCB Nr. 153______________________0.08 ug/l Referenzbereich <1.60
PCB Nr. 180______________________0.05 ug/l Referenzbereich <1.00
Hexachlorcyclohexan (Lindan) 2)____<0.01 ug/l Referenzbereich <0.10

1)Poychlorierte Biphenyle (PCBs)finden sich u.a. in Transformatorenölen, Kleinkondensatoren von Leuchtstoffröhren, dauerelastischem Dichtungsmaterial und Brandschutzanstrichen. Sie sind ubiquitär verbreitet und reichern sich in Fisch, Milch und anderen tierischen Produkten an.
Die Aufnahme erfolgt im wesentlichen über die Nahrung (PCB138, 153, und 180), in geringem Maße über die Lunge (PCB28, 52, 101) und die Haut. Eine inhalative Belastung wird daher durch erhöhte Konzentrationen von PCB28, 52 und/oder 101 angezeigt.
Die chronische Belastung mit PCBs kann Haut, Leber, Lunge, Nerven und Immunsystem schädigen.
Von welcher Blut-PCB-Konzentration an Symptome auftreten, ist unbekannt.
Bei einer über die Hintergrundbelastung der Normalbevölkerung hinausgehenden PCB-Konzentration im Blut sollten die Ursachen gesucht und die Belastung reduziert werden.
2) Belastung durch Holzschutzmittel kann angenommen werden bei Werten über 0.1ug/l!

Soll ich mich jetzt freuen?

LG Magnolia

Hallo und *gleich mal um Hilfe schrei!*

hareeka ist offline
Beiträge: 214
Seit: 13.05.08
Zitat von Bodo Beitrag anzeigen


Offensichtlich hast Du eine Kontaktallergie und
eine Hirnnervenbelastung durch eine chronische Holzschutzmittelvergiftung.

Hier sollte darauf geachtet werden, dass eine vermutete Neuro-Allergie sich
nicht generalisiert und zu einer ausgeprägten MCS entwickelt. Bodo
Eine Frage: Kann eine MCS durch langjährige Formaldehydbelastung in der Raumlauft entstehen? Kann eine genetische Entgiftungsschwäche dadurch entstehen oder hat man die von Geburt an und bekommt deshalb MCS?
Gruß Hareeka

Hallo und *gleich mal um Hilfe schrei!*

Sisko ist offline
Beiträge: 17
Seit: 13.03.09
Hallo Zusammen,

habe heute einen positiven Testbefund einer eingesandten Möbelholzprobe auf das seit 1972 verbotene Holschutzmittel DDT von Stiftung Warentest bekommen. Grenzwert wurde dabei erheblich überschritten. Nun bin ich auf der Suche nach Entgiftungsmaßnahmen für den Körper.

@Bodo: Danke für die vielen nützlichen Infos zum Thema Sanierung. Weisst Du zufällig, ob die für PCP und Lindan genannten Maßnahmen (Kohle etc.) auch für DDT gelten?
Habe bisher im Internet noch nicht so eine ausführliche Darstellung der Sanierungsmaßnahmen gefunden, wie die, welche Du zur Verfügung gestellt hast.

@Magnolia: Bin zwar kein Experte, aber wenn ich Deine Untersuchungsergebnisse richtig interpretiere, wurde bei Deiner Blutuntersuchung keine DDT-Untersuchung vorgenommen.
Will Dich nicht verunsichern, aber selbst ein negativer Testbefund im Blut sagt offenbar noch lange nichts über die wahre Belastung aus. Ich würde auf jeden Fall auf die Raumluftmessung bestehen bzw. wenn dies Dein Chef nicht durchführt eine Holzprobe bei einem Labor oder Stiftung Warentest einreichen. Das kostet zwischen 70-85 Euro und es wird auf die 20 häufisgten Holzschutzmittel geprüft.

Auf der Seite des Verbraucherinformationssystem Bayern habe ich folgendes Zitat gefunden:

"Aus verschiedenen Untersuchungen in ehemals militärisch genutzten Gebäuden, in denen DDT zur Insektenbekämpfung eingesetzt worden war, oder in Wohnhäusern, in denen DDT-haltige Holzschutzmittel angewendet wurden, sind uns die Höhe der Staubbelastungen sowie weitere Befunde zur Raumluft und zur Belastung von Menschen bekannt. In der Regel lagen die Hausstaubkonzentrationen in Wohnräumen unter 100 mg/kg, in Dachgeschossen manchmal aber auch deutlich darüber (bis 8500 mg/kg). Bei Untersuchungen von Bewohnern solcher Gebäude waren keine Zusammenhänge zwischen den Schadstoffgehalten im Hausstaub der eigenen Wohnung und im Blut feststellbar."

Hallo und *gleich mal um Hilfe schrei!*

Tobi09 ist offline
Beiträge: 2.401
Seit: 23.01.07
Nun bin ich auf der Suche nach Entgiftungsmaßnahmen für den Körper.

Weisst Du zufällig, ob die für PCP und Lindan genannten Maßnahmen (Kohle etc.) auch für DDT gelten?
Entgiftung bringt nichts, solange du dem Zeug noch ausgesetzt bist. Expositionsstopp ist die beste Entgiftung. Dann wird es langsam vom Körper von selbst wieder ausgeschieden. Kohle, Paraffinöl usw. können nur unterstützende Maßnahmen sein.
__________________
Gruß Tobi

Hallo und *gleich mal um Hilfe schrei!*

Sisko ist offline
Beiträge: 17
Seit: 13.03.09
Danke für die schnelle Antwort. Hätte die Entgiftung auch nicht vor der Entfernung der Quellen angefangen, wollte mich aber schon mal vorab informieren. Muß leider noch die Hausstaubuntersuchung abwarten, um die Quellen erst mal räumlich einzugrenzen. Ansonsten müßte ich von jedem Holzgegenstand (Tische, Stühle, Regale etc.) in allen Räumen eine Untersuchung machen, was extrem teuer werden würde. D.h. aber, daß Du die gleichen Massnahmen wie bei PCP und Lindan anwenden würdest?!

Hallo und *gleich mal um Hilfe schrei!*

Tobi09 ist offline
Beiträge: 2.401
Seit: 23.01.07
Schau mal hier, da findest du alles wichtige zu DDT

http://www.toxcenter.de/stoff-infos/d/ddt.pdf

Bitte aber das mit dem Zähne ziehen und Kiefer ausfräsen einfach ignorieren.

Ich hatte übrigens mal ein ähnliches Problem wie du, nur war es bei mir Permethrin. Hatte da mal eine Staubprobe aus dem Staubsauger untersuchen lassen. Hab die Quelle nie gefunden.

Hast du mal einen Link zu Stiftung Warentest, wo man die Untersuchungen machen kann? Hab damals glaube ich über 100€ für eine Staubanalyse bezahlt.
__________________
Gruß Tobi

Hallo und *gleich mal um Hilfe schrei!*
Männlich Bodo
Zitat von hareeka Beitrag anzeigen
Eine Frage: Kann eine MCS durch langjährige Formaldehydbelastung in der
Raumlauft entstehen? Kann eine genetische Entgiftungsschwäche dadurch
entstehen oder hat man die von Geburt an und bekommt deshalb MCS?
Die genetische Entgiftungsschwäche ist die erhöhte Disposition.

Ja, eine MCS kann auch durch langjährige Formaldehydbelastung entstehen.

Formaldehyd ist ein flüchtiges Gift. Für Giftwirkung- und Aufnahme
gilt hier das Selbe, was für die nun Beschrieben gilt:

Unterschiede in der Wirkung durch die Art der Aufnahme:

Nach der Aufnahme von neurotoxischen Speichergiften wie PCP oder Lindan
bleibt eine irreversible Änderung am jeweiligen Rezeptor zurück. Bei erneuter
Aufnahme eines solchen Giftes trifft dieses auf eine bereits bestehende
Änderung. Die Wirkungen kumulieren daher, auch wenn die zweite Gabe erst
erfolgt, wenn ein Teil der ersten Dosis wieder aus dem Organismus eliminiert
wurde. Es handelt sich dabei um eine Kumulation der Wirkung.

Bei Speichergiften über die Atmung sind im Allgemeinen die Initialwirkungen zu
klein, um sichtbar zu werden. Der Schaden zeigt sich erst nach mehrfacher
Wiederholung der Giftaufnahme. Geht man von einer gleichmäßigen
fortgesetzten Einwirkung aus, so läßt sich die Abhängigkeit als „Dosis-
Zeit-Beziehung“ charakterisieren und man nennt diese Gifte auch c x t-Gifte
(c = Dosis, t = Zeit). Beispiele für solche Gifte sind beispielsweise auch
Kanzerogene (Krebserzeugende Gifte). Die kanzerogene Wirkung an einem
Gewebe wird erst manifest, wenn eine entsprechend große Zahl von
essentiellen Strukturen geschädigt wurde.

Für die kanzerogene oder neurotoxische Wirkung ist eine Mindestdosis
notwendig, die entsprechend der Höhe der Dosis nach kürzerer oder längerer
Zeit erreicht wird. Vereinfacht ausgedrückt besagt dies, ein Tumor – oder ein
bestimmter Nervenschaden – wird dann manifest, wenn eine hohe Dosis kurze
Zeit oder eine niedrige Dosis lange Zeit eingewirkt hat.


Über die besonderen Gefahren der inhalativen Intoxikation = Vergiftung des
Nervensystems über die Lunge
haben im Verfahren vor dem Frankfurter
Landgericht zwei Gutachter ausführlich berichtet.

Prof. Dr. med. F. SELENKA, Institut für Umwelthygiene, Univ. Bochum, sagte
u. a.: die Krankheit kann auch zum Zeitpunkt höherer Konzentrationen der
Mittel entstanden sein, insbesondere wenn die Holzschutzmittel selber
verstrichen wurden (!).
Patienten, die zu früheren Zeitpunkten starken Belastungen unterlagen,
reagieren später auf geringere Konzentrationen recht intensiv. Und die
inhalative Aufnahme von Substanzen führt zu einer stärkeren Wirkung im
Organismus, dies gilt vor allem für flüchtige und lipophile Stoffe, wie z. B. PCP
oder Lindan und deren Begleitsubstanzen.*

Prof. H. U.WOLF, Toxikologe der Universität Ulm, betonte ebenfalls vor dem
Landgericht Frankfurt, dass durch die Aufnahme der Gifte über die Lungen die
Chemikalien direkt in das Gehirn und das Rückenmark gelangen, ohne jede
Schranke oder Abwehr oder Entgiftung.
Das sind die beiden Schädigungsmechanismen auch in diesem Fall,
insbesondere durch die Erstexposition: hohe Giftdosen von Neurotoxinen, die
über die Lunge aufgenommen zur schnellen und anhaltenden Schädigung und
bleibenden Empfindlichkeit des Zentralnervensystems führten: Neurotoxikose
und MCSSyndrom (Multiple Chemical Sensitivities).


*gilt auch für Formaldehyd (eigene Anmerkung)


III–13.3 Holzgifte Umweltgifte
Daunderer – Klinische Toxikologie – 91. Erg.-Lfg. 1/95





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