Formaldehyd aus Toastern

06.08.06 09:10 #1
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Anne S. ist offline
Beiträge: 4.242
Seit: 28.03.05
Hallo,

Artikel in der Bild am Sonntag v. 6.8.06

Fast alle sind giftig

Was die wenigsten Käufer wissen: Aus fast allen Toastern entweicht beim Rösten hochgiftiges Formaldehyd!
Das ergab ein Toaster-Test der TÜV Rheinland Group im Auftrag von Bams. Aus neun von zehn getesteten Toastern traten große Mengen des krebserregenden Stoffs aus.
Problem: Derzeit gibt es noch keinen Formaldehyd-Grenzwert für Toaster. Wir haben uns darum am Grenzwert für Möbel orientiert. Der liegt bei 0,1 ppm. Und auch wenn Toaster nicht wie Möbel dauerhaft Formaldehyd ausgasen, sondern nur im Betrieb, sollte dieser Grenzwert nicht überschritten werden. Für den TÜV-Experten steht fest. Auch kleine Mengen Formaldehyd aus verschiedenen Quellen sind gefährlich.
Liebe Grüße
Anne S.

Formaldehyd aus Toastern

Wero ist offline
Beiträge: 1.093
Seit: 22.04.06
Naja, aber woher kommt das Zeug? Aus dem Brot? Aus dem Toaster? Aus der Luft?

Viele Grüsse
Wero

Formaldehyd aus Toastern

Mike ist offline
Beiträge: 1.855
Seit: 16.02.05
Also ganz so neu wie die Bild das verkauft ist das Thema wohl nicht:

Stern -Shortnews vom 21.4.2001
TÜV schlägt Alarm: Toaster mit giftigen Formaldehyd-Emissionen
Essen Sie gern Toast? Nach dieser Meldung wird er ihnen im Halse stecken bleiben: Denn der TÜV stellte bei einer Prüfung mehrerer handelsüblicher Toaster fest, dass alle nach Inbetriebnahme hochgiftiges Formaldehyd emittierten.
Zwar überschritten dabei nur zwei Geräte die zulässigen Grenzwerte, besorgniserregend fand der TÜV das Ergebnis dennoch. Auch wenn nicht unmittelbar gesundheitsgefährdend, kann eine langfristige Aufnahme das Krebsrisiko erhöhen.
Die Hersteller reagierten geschockt und prompt: Einige nahmen die Geräte unverzüglich vom Markt.
Sommerloch ? Keine Nessi in Sicht ? Scheibar liegen doch alle Toaster unter dem Grenzwert für Möbel und es nur so geschickt formiliert das man denkt es wäre was gefährliches dabei sich ein Toast zu machen. So kriegt die Bild den Sonntagmorgen auch noch versaut. Solange es keine Grenzwerte für Toaster gibt, gibt es auch keine undefinierten "großen Mengen".

Wer mehr wissen möchte über die Toaster kann unter dem entsprechenden Wikipedia Eintrag nachlesen das scheinbar nur die Halterung für das Heizelement das aus einem Kunst-Glimmer Element als Tragehilfe besteht, in Frage kommt. Wobei auch die Bodengruppe zumeist aus Plastik hergestellt wird. Es scheint erhebliche Unterschiede im Aufbau zwischen einem billigen und teuren Gerät zu geben. Somit ist Toaster nicht gleich Toaster und billiger ausnahmsweise mal nicht besser.

fast passende Literatur:
Bücher von Amazon
ISBN: 3430196566


Wir nehmen es vorweg: „radikale Kundenorientierung“ heißt das Erfolgskonzept, mit dem auch ein kleines Unternehmen mit veralteten Maschinen den Kampf um Kunden und Aufträge gegen die scheinbar übermächtige Konkurrenz gewinnen kann.
danken wir der Konkurenz und beschweren uns nicht wenn ein billiges Massenprodukt wie ein Toaster auch mal Mängel aufweisen kann. So ist es nun einmal in unserer Gesellschaft. Im Handel beifindliche Restbestände werden bei Klageeinrechung eingestampft und ein 5-Zeiler in der nächsten Tageszeitung warnt vor der weiteren Benutzung einer ganz bestimmten Charge. Heute werden die meisten sog. Klein- und Küchengeräte im Auftrag in Fernost gefertigt und dort direkt gebranded (also mit dem richtigen Label versehen). Welche Materialien effektiv verwendet werden bestimmt nicht der Auftraggeber sondern der Hersteller und das muss er auch kalkulieren also günstigst einkaufen. Hier lokal wird nur noch der Text für die Bedienungsanleitung und das Marketing sowie die Logistik gemacht.

Business as usual.


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