Evtl. Wohngifte?

05.01.09 15:15 #1
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daywalker91 ist offline
Beiträge: 370
Seit: 01.02.08
Hi die meisten kennen meine Leidensgeschichte ja schon hier.
Wollte mal fragen ob das evtl auch mit wohngiften zu tun haben könnte und wnen ja wie kriege ich das raus?
Mein Vater hat unseren Dachboden selber ausgebaut.
Boden:Laminat,Teppich,fliesen(badezimmer).
isolierung glaswolle.
wände:spanplatten und regibs.
das badezimmer iss seit ausbau baustelle.
Seit dem wir oben wohnen hat es eigentlich auch angefangen.
Ich ahbe überlegt für 2wochen zu einem freund zu ziehen.
Müsste man dann eine besserung der symptome bemerken?
mfg
daywalker
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"Ich schaue in mich selbst. Ich sehe die Welt draußen kaum. Meine Augen blicken nach innen. Es ist mir egal, was die Menschen
tun oder sagen, ich jedenfalls suche die wahren Dinge." BoB Marley

Evtl. Wohngifte?

Oregano ist offline
Beiträge: 63.716
Seit: 10.01.04
Ja, dann müßte sich eine Besserung einstellen, es sei denn die Wohnung des Freundes wäre nicht sauber.

Den Versuch wäre es wert.

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Gruss,
Uta

Evtl. Wohngifte?

daywalker91 ist offline
Themenstarter Beiträge: 370
Seit: 01.02.08
Okay kann zu kalkhaltiges wasser auch schäden anrichten ?
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Oregano ist offline
Beiträge: 63.716
Seit: 10.01.04
Eher nicht, denke ich.

Gruss,
Uta

Evtl. Wohngifte?

daywalker91 ist offline
Themenstarter Beiträge: 370
Seit: 01.02.08
OKay aem ja argh meinen eltern sowas immer zu erklären ist nicht einfach-.-
sie sind sowas immer sofort misstrauisch gegen über.
wie kann ich den das am besten erklären?
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Putte ist offline
Beiträge: 60
Seit: 01.12.08
Hallo daywalker,
habe eben den letzten Thread gelesen, einige andere grob überflogen.
Du schreibst gestern, alles fing an, seit du unterm Dach wohnst.
Könnte es sein, daß dort Holzschutzmittel aus der Dachkonstruktion ausgasen? Selbst Rigips (Abfallprodukt der Rauchgasentschwefelung) und Spanplatte (Formaldehyd) könnten bedenklich sein. Im schlimmsten Fall findest du bei deinem Freund eine ähnliche Zusammensetzung der Raumluft. Holzschutzmitteln können Jahrzehnte ausgasen, du mußt also sehr weit zurückdenken! Bei Interesse habe ich noch ein paar Links.

Viele Grüße Putte

Evtl. Wohngifte?

Rutsch ist offline
Beiträge: 2
Seit: 06.01.09
Hi Daywalker,

für die Holzschutzmittel (PCP) gibt es einen Test bei der Fa. Dräger Ist erschwinglich und sagt einem, ob oder ob nicht. Wenn ja, lassen sich Holzschutzmittel mit dem BASKO System der Fa. LIVOS maskieren. Auch andere als PCP.
Auch für Formaldehyd gibt es einen Testkit soviel ich weiss.
Ansonsten würde ich zunächst mal die zwei Wochen ausziehen. das sollte spürbare Besserung bringen und einen entscheidenden Hinweis, ob die Befindlichkeitsstörungen von der Wohnung kommen.
Falls du noch mehr Infos zur eventuellen Sanierung brauchst, melde dich einfach.
Bevor man richtig analytische Untersuchungen machen lässt, sollte man das Problem erst mal einkreisen. Professionelle Analysen sind recht teuer.

Viel Glück und gute Besserung
Rutsch

Evtl. Wohngifte?

daywalker91 ist offline
Themenstarter Beiträge: 370
Seit: 01.02.08
Hm ja okay ich muss jez meinen eltern das erstmal irgendwie erklären die sagen wenn 2 wochen ma rausmuss soll ich mal eine kurz beantragen aber das dauert bestimmt ewig.
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Rutsch ist offline
Beiträge: 2
Seit: 06.01.09
Eine Kur nützt da nicht viel . Wichtig ist, dass du erstmal schnellstens aus der Wohnung kommst und keine neuen Gifte aufnimmst.
Wie kann man das erklären? Aus vielen Baustoffen gasen Chemikalien aus. Weichmacher und Konservierer aus Farben, WM aus Laminat, Formaldehyd aus Spanplatten, Holzschutzmittel und und und.
Manche Menschen vertragen entweder eine dieser Chemikalien nicht, oder aber den gesamten Mix, den sie beim atmen in der Raumluft aufnehmen. Dann reagiert der Körper mit unspezifischen Symptomen. Der einfachste Nachweis ist der "Expositionsstopp", das heisst, weg von den Giften, woanders unterkommen, und schauen ob sich das bessert.

Gibt es ein Zimmer, das besonders belastend wirkt? Vielleicht kannst du dich so an die eigentliche Schadstoffquelle vortasten.

Rutsch

Evtl. Wohngifte?

Oregano ist offline
Beiträge: 63.716
Seit: 10.01.04
Hier eine Zusammenstellung von Wohngiften mit Beschreibung und Vorkommen des jeweiligen Wohngiftes und den gesundheitlichen möglichen Folgen:

...
Schimmelpilze
Befall oft nicht sichtbar!

Zu hohe, oft mit der Haut nicht fühlbare Feuchtigkeit im Außenwandbereich (Putz, Tapeten, Anstriche, Silikondichtungen) teilweise verdeckt hinter Tapete / Holzverschalung oder abgehängter Decke. Typischer Befall ist oft nicht sichtbar. Schwarze Flecken treten nur unter bestimmten Bedingungen auf.
Ursachen: Oft schlechte Isolierung, Baumängel, Wasserschäden, verschlossene Entlüftungen von Dunkelbädern; gelegentlich mangelhafte Lüftung oder Beheizung Gefühl nach "trockener Luft", Atembeschwerden, Schnupfen, Halskratzen, Hustenreiz, Bronchitis, Allergien, Neurodermitis, Nebenhöhlenentzündungen.
Symptome auch bei Nicht-Allergikern möglich. Einige Pilzarten sind krankheitserregend und lösen bei empfindlichen Personen z.B. Lungenentzündung aus.

Formaldehyd
Pressspanplatten, Sperrholz, Fertigparkett, Ortschäume, Möbel und Fertigteilhäuser vor allem aus den 70er Jahren; SH-Lacke, pflegeleichte Textilien, Tabakrauch.
Sehr bekannter Innenraumschadstoff, dank Veränderungen in der Produktion Problematik rückläufig.
Meist keine Geruchsbelästigung! Reizungen der Augen und oberen Atemwege, Kopfschmerzen, Erkältungen, Depressionen, Schlafstörungen, Allergien, Mattigkeitsgefühle, Verdacht auf krebserzeugendes Potential!
Im Tierversuch fruchtschädigend

Pestizide - "Holzschutzmittel", "Schädlingsbekämpfungsmittel"

Anstriche von Massivhölzern im Innenraum, Lederimprägnierung, Teppichböden, Latex, Mottenstreifen Schädlingsbekämpfung, Insektensprays, Elektroverdampfer
z.B. Lindan, PCP, Dichlofluanid, Permethrin, Chlorpyrifos. PCP enthält herstellungsbedingt Dioxine und Furane, seit 1990 in Deutschland verboten.

Mattigkeit, Lustlosigkeit, Allergien, Schädigung des Immunsystems, Störungen der Nieren- und Leberfunktion, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Schleimhautreizungen, Unruhe, PCP wurde als eindeutig krebserregend eingestuft.

Flüchtige organische Verbindungen - "Lösemittel"

Kleber, Lacke, Farben, Anstriche, Möbel, Bodenbeläge, Reinigungsmittel, Farbstifte, Abbeizmittel
Ausgasung in den ersten Tagen bis Wochen am stärksten, im Schadensfall erheblich länger! Kopfschmerz, Unwohlsein, Schlafstörungen, Übelkeit, z.T. Geruchsbelästigung, trockene oder gereizte Schleimhäute, in hoher Dosis narkotisierend.

Glykole - "Wasserlacke", "lösemittelfrei"

Wasserlösliche Lösemittel in Klebern, Lacken, Versiegelungen, Beschichtungen, Frostschutzmittel, Lösemittel in Pharmazeutika und Nahrungsmitteln
Glykolverbindungen sind häufig in Wasserlacken und-Klebern enthalten, verdunsten langsamer als konv. Lösemittel und können zu einer länger anhaltenden Belastung führen.
Bei Anwendung Hautkontakt vermeiden.

Kopfschmerz, trockene und gereizte Schleimhäute, Hautreizungen, Geruchsbelästigungen.

Asbest
Dach- und Fassadenplatten "Eternit" bis ca. 1991, PVC- Bodenbeläge, Nachtspeicheröfen, Dichtungsschnüre an Öfen, Dichtungen und Klebemassen, Asbestpappe. Fliesenkitte bis Anfang der 80er Jahre.

Mit den Augen nicht wahrnehmbarer Feinstaub, der in die Lungen dringt; Erhebliche Freisetzung bei Beschädigung/Umbau! Akute Schäden sehr selten.
Spätschäden nach 20-60 Jahren: Fibrotische Lungenveränderungen bei sehr hohen Atemluftkonzentrationen, Lungenkrebs, bösartige Geschwülste am Bauch- und Rippenfell (Mesotheliom)

PCB - Polychlorierte Biphenyle

Dauerelastische Dehnungsfugen vor 1978, Kondensatoren, Drosseln, Trafos, Lacke, Druckerzeugnisse, Weichmacher, techn. Öle
Schwer abbaubare Chlorkohlenwasserstoffe reichern sich im Körperfett an, enthalten Verunreinigungen wie Furane und polychlorierte Naphthaline.
Chronische Symptome: erhöhte Infektanfälligkeit, Störung des Immunsystems, Fruchtschädigendes Potential, Verdacht auf krebserzeugendes Potential.

PAK - Polyaromatische Kohlenwasserstoffe
Steinkohleteer (Teerestrich, Teerkleber, Teerpappe), Karbolineum, Bahnschwellen, Tabakrauch, Brände
Kritisch sind Produkte vor allem aus den 50er und 60er Jahren.

Geruchsbelästigung (dumpf-muffig), einige PAK sind krebserzeugend
Alte Bahnschwellen nicht wiederverwenden (auch wegen PCP) Teerkleber enthalten häufig auch Asbest!


Weichmacher

Zusatzstoff für PVC, Bestandteil von Wandfarben, Lacken, Klebstoffen, Kosmetika, Fußbodenbelägen, Vinyltapeten, Elektrokabeln, Türdichtungen, Kunstleder, Duschvorhängen, abwischbaren Tischdecken
Die am häufigsten eingesetzten Weichmacher sind DEHP und DBP. Weichmacher treten über lange Zeit aus. Weit verbreitet, aber wenig beachtet. DEHP wird von der amerikanischen Umweltbehörde EPA als wahrscheinliches Hautkarzinogen eingestuft. Bei DEHP und DBP Verdacht auf zentralnervöse Effekte, Störungen des Immunsystems und Fortpflanzungsstörungen

Schwermetalle

Farbpigmente, ältere Holzschutzmittel, Stabilisatoren für PVC, Batterien, Autoreifen, Dünger, Fehlbodenschüttungen, PVC-Bodenbeläge, Teppichboden

Vorsicht bei Renovierungen im Altbau! Abbeizen schwermetallhaltiger Farben kann zu Vergiftungen führen!

Vielfältige akute und chronische Vergiftungssymptome, teilweise allergieauslösend, nervenschädigend
Isocyanate Kunststoffe auf Polyurethanbasis, formaldehydfreie PU-Spanplatten, DD-Lacke, Bodenversiegelung auf PU-Basis, PU-Schäume
Bei Anwesenheit von Wasser (Luftfeuchte) entstehen krebserregende Diamine
Nesselsuchtartige Hautreizungen, Schleimhautreizungen, Kopfschmerzen, Unwohlsein, hochgradig allergisierend
Bei hohen Konzentrationen (ungeschützte Verarbeitung): Asthma.

Magnetfelder, elektr. Felder - "Elektrosmog"

Nahbereich (wenige Meter) von Elektrogeräten und Stromleitungen
Niederfrequente Magnetfelder bauen sich bei Stromverbrauch auf; elektrische Felder existieren immer im Bereich von spannungsführenden Stromleitungen
Hochfrequente Felder werden vorallem von DECT-Schnurlostelefonen ganztags abgestrahlt, aber auch im Nahbereich von Mobilfunk-Basisstationen Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Unwohlsein. Hinweise auf Häufungen von Leukämie- und Hirntumorfällen bei exponierten Personen.

Ozon
Kopiergeräte, Laserdrucker, UV-Lampen

Ozon entsteht durch elektrostatische Aufladung während des Kopier- oder Druckvorganges

Müdigkeit, Kopfschmerzen, Einschränkung der Lungenfunktion Bei höheren Konzentrationen: Husten und Schleimhautreizungen

Radon
Erdreich, Baustoffe (Bodenschüttungen, Granit, Fliesen, Ziegel)
Natürlich vorkommendes radioaktives Edelgas, diffundiert durch Kellerwände oder aus älteren Baustoffen in den Wohnraum.
Mit den Sinnesorganen nicht wahrnehmbar.
Nach dem Rauchen häufigste Ursache für Krebs (Lungenkrebs)
Schadstoffliste*|*Umweltinstitut München

Grüsse,
Oregano

Schadstoffliste*|*Umweltinstitut München
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They tried to bury us. They didn't know we were seeds.


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