Krank durch Toner

29.04.04 15:40 #1
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Oregano ist offline
Beiträge: 63.712
Seit: 10.01.04
Wer viel mit einem Kopierer zu tun hat und gleichzeitig an chronischen Beschwerden vor allem des Atemtrakts leidet, sollte mal an eine Toner-Unverträglichkeit denken:

http://www.krank-durch-toner.de/

Gruß,
Uta

Krank durch Toner

hareeka ist offline
Beiträge: 214
Seit: 13.05.08
Hallo Ihr, ich habe dieses Problem jetzt hier gefunden und gesehen, dass es noch gar keine Antwort gibt. Ich habe hier schon zu einigen Problemen, von denen ich betroffen, bin geschrieben (MCS, Nahrungsmittelintoleranzen u.a.).
Durch Zufall bin ich jetzt auf die Internetseite der Interessengemeinschft Tonergeschädigter Home oder nanoControl - Atmen heißt Leben... gestoßen.

Sieben Jahre lang habe ich direkt neben meinem Schreibtisch einen Laser- Drucker zu stehen (und auch benutzen müssen). Von Jahr zu Jahr ging es mir schlechter. Mit Reizungen der Schleimhäute fing es an und mit einem Zusammenbruch meines Immunsystems im vergangenen Jahr endete es. Bin hochgradig mit Schwermetallen belastet und seit Oktober 2007 arbeitsunfähig. Zuerst dachte ich an Stress, weil ja kein Arzt mich anfänglich ernst nahm.
Nun habe ich irgendwie eine "Erleuchtung" in meiner Krankheitsgeschichte....Die Toner sind offensichtlich wahre Giftschleudern.
Schaut mal in euer Umfeld. Herzliche Grüße von Hareeka

Krank durch Toner

ChriB ist offline
Beiträge: 455
Seit: 17.01.09
Für alle, die noch an unser staatliches Gesundheitssystem glauben, hier mal mein Bericht zum Thema Laserdrucker:


Vor 2001 war ich jahrelang gesund und beschwerdefrei.

Dann traten nach einem Arbeitsplatzwechsel innerhalb weniger Wochen Tinnitus, Husten und Heuschnupfen (Birke, Hasel) auf. Irgendwas in den Büroräumen muß der Auslöser gewesen sein, da es mir bei geöffneten Fenstern und im Urlaub besser ging. Den Laserdrucker neben meinem Schreibtisch hatte ich nie im Verdacht. Nach dem Wechsel der Arbeitsstelle verschwanden die Probleme bis auf den Heuschnupfen.

2004 wurde ich dann richtig krank.
Es begann mit Fließschnupfen, Geruch nach Schimmel und Verbranntem und Juckreiz. Dazu kamen Nasenpolypen, Asthma, starke Kopfschmerzen, Nebenhöhlen-Vereiterung, Verdauungsprobleme und etliche weitere Symptome.
Die Behandlung war das übliche: Antibiotika, Cortison usw. Dreimal wurde in Nase und Nebenhöhlen operiert, nach jeder OP war der Zustand schlimmer als vorher. Riechen kann ich seit 5 Jahren absolut nichts mehr. Das MRT s.u. zeigt das entstandene Chaos.

Nach 3 Jahren Quälerei fand ich endlich heraus, daß die rätselhafte Krankheit in der Woche begann, als sämtliche Laserdrucker am Arbeitsplatz gegen neue Geräte getauscht worden waren. Ein Allergietest bestätigte die Immunreaktion auf den verwendeten Toner.
Kein Arzt hatte die Ursache gefunden, erst durch intensive Suche im Internet war ich auf die Seite krank-durch-toner.de (s. auch: nano-control.de) gestoßen.
Mit den neuen Erkenntnissen ging ich zum Lungenfacharzt. Sein Kommentar: "Meine Frau und meine Tochter haben auch Asthma, da nimmt man Cortison. Sie müssen nicht glauben, daß das bei Ihnen anders ist."

Durch schnelle Umstellung auf Homeoffice und weitestgehende Meidung von Laserdruckern und bedrucktem Papier konnte das Fortschreiten der Krankheit teilweise gestoppt oder sogar gebessert werden, vor allem beim Asthma und der akuten Sinusitis.
Von bis zu 3 verschiedenen Asthma-Medikamenten gleichzeitig brauche ich nur noch eines, und bei diesem nur noch ca. 1/4 der Dosis. Auch Antibiotika waren seither nicht mehr nötig.
Kopfschmerz und Brainfog halten sich jedoch hartknäckig. Die Empfindlichkeit auf Tonerstaub und mittlerweile auch andere Substanzen hat sich sogar weiter verstärkt.
Bei Kontakt verschlimmern sich die Symptome akut. Meist setzt die Reaktion mit Verzögerung ein und geht im Verlauf von Wochen bis Monaten langsam zurück.

* * *

Seit über einem Jahrzehnt gibt es Berichte über Schädigung durch Toner. Atemwegserkrankungen nehmen seit einer Generation stark zu. Ungefähr parallel zur Verbreitung von Laserdruckern. Fast jeder hat täglich Umgang mit den Geräten oder dem bedruckten Papier.

Unsere Regierung ist noch nicht einmal bereit, 30.000 Euro (weniger als 1 Cent pro asthma-erkrankte Person) für dringend nötige Forschung beizusteuern. Stattdessen wird lebenslängliches und deshalb extrem teures "disease management" finanziert.
Auch bei anderen Nanopartikeln, die in immer mehr Produkten auftauchen, will man anscheinend erst abwarten, bis irreversible Schäden entstanden sind.

Mir scheint, daß - wie beim Thema Amalgam - einige Leute ganz gut an der bestehenden Situation verdienen und auch nicht wollen, daß sich daran etwas ändert.

Das Foto s.u. zeigt laserbedrucktes Papier unter dem Mikroskop. Die wenige µm großen Tonerpartikel können sich teilweise ablösen. Teilchen im Mikrometerbereich und kleiner setzen sich schwer ab und verbleiben lange in der Luft. Was davon eingeatmet wird, kann sämtliche Barrieren im Körper überwinden und übers Blut in jeden Winkel des Körpers gelangen. Schwere Entzündungen können die Folge sein.

Toner enthält u.a. Ruß, Metalle und in einigen Fällen sogar Ultragifte wie TBT. Beim Druckvorgang werden z.T. Millionen Feinstaubpartikel pro Seite in die Luft geblasen.


Gruß,

ChriB
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg MRT Kopf.jpg (44,6 KB, 35x aufgerufen)
Dateityp: jpg Toner.jpg (197,8 KB, 41x aufgerufen)
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Laserdrucker und damit bedrucktes Papier können toxische, metallhaltige Stäube freisetzen.

Geändert von ChriB (27.12.09 um 20:55 Uhr)

Krank durch Toner

kristall ist offline
Beiträge: 1.004
Seit: 14.12.08
ist man blos durch laser drucker/kopierer gefährdet od. auch durch tintenstrahldrucker?

kristall

Krank durch Toner

Cheyenne ist offline
Beiträge: 2.011
Seit: 01.12.08
Hallo Chris,

ich kann das MRT nicht deuten, kannst Du vielleicht mehr dazu sagen, woran sieht man das Chaos?

lg
Cheyenne

Krank durch Toner

nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Gemäß den deutschen Arbeitsschutzbestimmungen hat der Arbeitgeber jährlich eine Sicherheitsunterweisung durchzuführen, die Arbeitnehmer prinzipiell bei Arbeitsantritt in die Gefahren der bei der Arbeit eingesetzten Betriebsmittel zu unterweisen und auch mit Hilfe von öffentlich auszuhängenden Betriebsanweisungen darauf aufmerksam zu machen.
Dies gilt auch für die Betriebsmittel in Büros wie Kopierer, Drucker und Faxgeräte.
Ein viel benutztes Gerät sollte am Besten in einem separaten Raum aufgestellt werden, da auch im Betrieb der Gesundheit wenig zuträgliche Dämpfe entstehen können.
Hier ein Beispiel einer solchen Betriebsanweisung der BG für Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten: http://www.bgete.de/htdocs/r30/vc_sh...ma53/b_037.pdf

Was hierbei für das Betreiben fehlt, ist der Hinweis, dass bei großen Mengen an Ausdrucken gesundheitsschädliche Dämpfe entstehen können und bei Aufenthalt im gleichen Raum gegebenenfalls ein Fenster zu öffnen ist.
Für das Erstellen der Betriebsanweisungen und dessen genauen Inhalt ist jede Firma selbst verantwortlich.

Weitere Infos zu den Risiken findet man u.a. auch hier:
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

Krank durch Toner

hareeka ist offline
Beiträge: 214
Seit: 13.05.08
Zitat von kristall Beitrag anzeigen
ist man blos durch laser drucker/kopierer gefährdet od. auch durch tintenstrahldrucker?

kristall
Hallo Kristall, Tintenstrahldrucker sollen nicht gefährlich sein. Beim Laserdrucker transportieren die Nano-Partikel z.B. Schwermetalle bis in die Körperzellen. Tonerstaub ist gentoxisch und zytotoxisch. Außerdem entstehen beim Druckprozess auch schädliche Dämpfe.
Ich bin schwer krank geworden davon. Es gibt aber auch Menschen, die nichts merken. Allerdings ist unklar, welche Spätschäden auch bei ihnen entstehen können.

Krank durch Toner

Urmi ist offline
Beiträge: 8
Seit: 11.04.08
Hallo Chris,

mit großem Interesse habe ich deinen Beitrag gelesen, da ich selbst Betroffene bin.
Hier kurz meine Leidensgeschichte:

2007 ständige Augenentzündungen, grippale Infekte, Muskelverspannungen, erhöhter Blutdruck, erhöhte Leber- u. Triglyceridwerte usw.. Kurz ich war total am Hund, kam ohne Absetzen nicht einmal mehr in den 3. Stock. Dann hat meine Tochter den Link Krank durch Toner gefunden. Die Interessengemeinschaft für Tonergeschädigte, jetzt nano-control hat mir sehr geholfen. Ich ließ mich testen und siehe da ich war pseudoallergisch auf den verwendeten Toner in meiner Firma. Schwermetallallergisch auf Nickel, Kobald, Quecksilber und Amalgam. Die Suche nach dem richtigen entgiftenden und behandelnden Arzt begann.

Die erste Amalgamfüllung ließ ich mir nur mit Kofferdam entfernen - daraufhin erlitt ich eine heftige allergische Reaktion die einen Notarzteinsatz erforderlich machte. Wieder suchen!!

Durch Zufall stieß ich auf die Adresse der Zahnuniversitätsklinik - dort habe ich mir unter 5-fach Schutz (Kofferdam, Sauerstoff, Goldfilter, zentraler Venenzugang und 1 Ampulle Cortison) meine Amalgamfüllungen enfernen lassen. Gleichzeitig habe ich mit meinem damals behandelden Hausarzt eine Entgiftung mit Dimaval begonnen. Meine Beschwerden besserten sich zusehends.

Bis Juli 09 dauerte die Entgiftung - dann war das Blut sauber und mein Behandler beendete die Therpie. Dann kam mein zweiter Absturz. Mein Gesundheitszustand verschlechterte sich rasent schnell, da ich in der Firma massivst mit Tonerstaub konfrontiert wurde.

Ich beantragte bei meinem Vorgesetzten einen Heimarbeits, der mit dem Kommentar "wenn es Ihnen nicht gut geht, dann nehmen sie doch eine Allergietablette" abgelehnt wurde.

Ich wechselte den Behandler, der in Zusammenarbeit mit einer Heilpraktikerin, nun eine weitere Entgiftungstherapie durchgeführt hat und weiterführt.

Nach einer 9-wöchigen Krankschreibung hat sich nun mein Arbeitgeber dazu durchgerungen mir einen Heimarbeitsplatz zur Verfügung zu stellen.

Ich bin mir sicher, dass es vielen so ergeht wie mir, sie aber nicht wissen woran es liegt. Es wäre sicher von Vorteil und würde vielen Leuten helfen, wenn man dieses Thema genau so öffentlich machen würde wie das Thema Amalgam.

Viele Grüße

Urmi

Krank durch Toner

ChriB ist offline
Beiträge: 455
Seit: 17.01.09
Zitat von Cheyenne Beitrag anzeigen
ich kann das MRT nicht deuten, kannst Du vielleicht mehr dazu sagen, woran sieht man das Chaos?
vergleiche dazu ein normales MRT (-> Google Bildersuche). Der Bereich der Nase ist normalerweise frei (= schwarz). Das weiße unregelmäßige Zeug zwischen den Augen gehört nicht hin. Die Aufnahme entstand 3 Monate, nachdem lt. Arzt 1 Tasse voll (!) Polypen entfernt worden war. Zeit für die nächste OP :-((
Da es mir mit der Nase jetzt etwas besser geht, lasse ich vorläufig nichts machen. Die Polypen sind evtl. ein gewisser Schutz davor, daß die Partikel tief in die Nebenhöhlen eindringen.

Zitat von kristall Beitrag anzeigen
ist man blos durch laser drucker/kopierer gefährdet od. auch durch tintenstrahldrucker?
kristall
Tintenstrahler emittieren beim Druckprozeß kaum oder gar keinen Feinstaub. Die Tinte dringt ins Papier ein, kann sich also vermutlich schlecht ablösen. Dazu auch ein Bild s.u. Die Papierfasern sind auch im gefärbten Bereich sichtbar.

Zitat von nicht der papa Beitrag anzeigen
Ein viel benutztes Gerät sollte am Besten in einem separaten Raum aufgestellt werden...
Die Geräte, die mich richtig krank gemacht haben, waren NICHT in meinem Büro, sondern durch eine Tür getrennt im Gang. Auch kann ich nicht nicht sagen, daß übermäßig viel gedruckt worden ist.
Das bedruckte Papier allein kann schon Partikel freisetzen. Wenn dann noch bei Papierstau der unfixierte Toner verschüttet wird und die Putzfrau mit dem Staubsauger überall durchfährt, nützt auch der separate Raum nicht viel.

Gruß, ChriB
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Tinte.jpg (34,6 KB, 15x aufgerufen)
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Laserdrucker und damit bedrucktes Papier können toxische, metallhaltige Stäube freisetzen.

Geändert von ChriB (29.12.09 um 10:16 Uhr)

Krank durch Toner

ChriB ist offline
Beiträge: 455
Seit: 17.01.09
Laserdrucker = Ursache von Tinnitus ?

bisher war es reine Spekulation von mir, daß auch mein Tinnitus durch den Laserdrucker verursacht wurde, weil er zum ersten Mal auftrat, nachdem ich den Tonerstäuben direkt und fortlaufend ausgesetzt war (Drucker am Arbeitsplatz).

Inzwischen ist es mehr als nur eine Vermutung.

Von einer Person, die mittlerweile infolge Tonervergiftung nicht mehr arbeitsfähig ist, habe ich erfahren, daß ebenfalls der Tinnitus das erste Symptom war.

Gleich 4 der Stoffe, die in Toner nachgewiesen wurden, können das Gehör chemisch schädigen, s.
Schwerhörig durch Lösungsmittel?.

Vielleicht sind ja nicht nur in paar Tausend, sondern ein paar Millionen Menschen betroffen ?

Grüsse,

ChriB
__________________
Laserdrucker und damit bedrucktes Papier können toxische, metallhaltige Stäube freisetzen.


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