Blei: Das Gift im Trinkwasser

08.09.04 13:57 #1
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Oregano ist offline
Beiträge: 63.676
Seit: 10.01.04
Daß man ausgerechnet mit dem Trinkwasser Gift zu sich nimmt, ist erschreckend. In Österreich ist man dem Blei im Wasser nachgegangen:
http://www.global2000.at/index3.htm?...aktion2002.htm

Gruß,
Uta

Blei: Das Gift im Trinkwasser

Elfe ist offline
Beiträge: 719
Seit: 08.10.04
hallo Uta! Danke für den Link! Wir haben die Möglichkeit, in das uralte Haus meiner Grossmutter zu ziehen. Natürlich sind da alte Bleirohre, und es wäre zu aufwendig, alles zu ersetzen, denke ich. Wie ist denn das mit den gängigen Wasserfiltern für den Haushalt? Wird da das Blei nicht rausgefiltert? Man muss ja das Wasser nicht direkt vom Hahn trinken, oder? Taugen diese Wasserfilter etwas? Wir haben einen von Solis, wo man so ein Granulat alle paar Monate auswechseln muss...

Weisst Du etwas darüber, kannst Du mir helfen?
Liebe Grüsse
Elfe
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Seid lieb gegrüsst von Elfe

Blei: Das Gift im Trinkwasser

Oregano ist offline
Themenstarter Beiträge: 63.676
Seit: 10.01.04
Hallo Elfe,
mit Bleirohren kenne ich mich nicht aus. Aber andere schon, u.a. die Gesundheitsämter:
www.swr.de/buffet/teledoktor/1998/07/17/ . Bist Du denn sicher, daß in dem Haus Deiner Oma Bleirohre drin sind? Das würde ich auf jeden Fall überprüfen lassen.
Bei den Wasserfiltern bin ich etwas skeptisch. Da muß man sich sicher sehr gut informieren, damit man nicht Mist kauft.
Vielleicht kannst Du Dein Problem mal in diesem Forum vorstellen : http://www.wasser.de/aktuell/forum/index.pl?seite= ?

Gleichzeitig würde ich bei Stiftung Warentest nachschauen (evtl. auch bei Öko-Test), ob es schon TEsts über entsprechende Wasserfilter gab. Die Verbraucherberatungen können sicher auch etwas dazu sagen...
Gruß,
Uta :)

Blei: Das Gift im Trinkwasser

Pius Wihler ist offline
Beiträge: 1.019
Seit: 24.09.04
Also Bleirohre als Frischwasserleitungen denke ich, sind kaum vorhanden.
Als Abwasserrohre wurden sie durchaus verwendet, manchmal sieht man noch einen Bleisiphon unter einem alten Waschbecken oder Küchenausguss.
Halte einmal einen Magneten ans Rohr, wenn er hält ist es verzinker Stahl, was normal ist bzw. war.
Bei Blei hält er sicher nicht, bei Kupfer aber auch nicht.
Blei "tönt" sehr dumpf, wenn man mit etwas hartem leicht dran klopft.

Gute Nacht
Pius
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Gib einem Hungernden einen Fisch, und er hat zu Essen für einen Tag.
Lehre ihn angeln, so hat er zu Essen für das ganze Leben.

Einen schönen Tag wünscht Dir Pius

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Oregano ist offline
Themenstarter Beiträge: 63.676
Seit: 10.01.04
Hallo Pius,
das scheint so nicht zu stimmen:
www.naturkost.de/meldungen/2004/040830ov1.htm :( .
Irgendwo habe ich gelesen, daß bis ca. 1960 noch Bleirohre verlegt wurden bzw. daß sie erst seit ca. 30 Jahren verboten sind...
Gruß,
Uta

Blei: Das Gift im Trinkwasser

Elfe ist offline
Beiträge: 719
Seit: 08.10.04
An Uta und Pius:
In der Homepage, die Du, Uta, in Deinem ersten Abschnitt empfiehlst, hab ich folgendes gelesen:

GLOBAL 2000 hat erstmals für ganz Österrreich die Bleibelastung des Trinkwassers untersucht: In alten Wohnungen (vor allem in Bauten vor 1945) existiert das Gesundheitsrisiko „Blei im Trinkwasser“ nach wie vor in erschreckendem Ausmaß. Die gemessenen Werte überschreiten den in Österreich zulässigen Grenzwert teilweise um ein Vielfaches.

>> Zu den Ergebnissen der GLOBAL 2000 Blei-Test-Aktion

Im öffentlichen Leitungsnetz existieren noch etwa 7.800 Anschlussleitungen aus Blei (lt. Angaben der Wiener Wasserwerke). Dabei handelt es sich um die vier bis zehn Meter langen Rohre, die vom öffentlichen Leitungsnetz in der Straße zum Haus führen. Die Rohrinstallationen innerhalb des Hauses sind in vielen Altbauten zum Teil bzw. zur Gänze aus Blei. Schon nach einer Verweildauer des Wassers im Bleirohr von einigen Stunden (sogenanntes „Stagnationswasser“) erreicht die Bleikonzentration Spitzenwerte.

- Tja, und das Haus meiner Oma ist uralt. Auf jeden Fall wurden die Leitungen vor 1945 gelegt, da bin ich mir sicher. Das Haus gehört jetzt meinem Vater, er weiss nicht woraus die Leitungen sind. Den Test mit dem Magnet werde ich noch machen, Pius.

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Pius Wihler ist offline
Beiträge: 1.019
Seit: 24.09.04
Ja, das tönt nicht gut. Ich meine, dass das in der Schweiz nicht so ist, aber offenbar ist das noch weiter verbreitet in Europa.
Dass die Römer daran zugrunde gingen ist ja allgemein bekannt.
Da Blei relativ weich ist, kannst du auch gut mit einem Nagel einen Krazer machen. Da es normalerweise oxidiert ist und recht dunkelgrau erscheint, wirkt es durch einen frischen Kratzer hell, fast silbern glänzend.

Na dann wird wohl eine teure Sanierung anstehen, die sich aber lohnen wird.

Die unterirdischen Hauszuleitungen geben mir da schon eher zu denken. Die müssten dann fast noch in einem Schutzrohr sein, da sie sonst zerquetscht würden. Ich kann mir es deshalb schon fast nicht vorstellen.
Möglicherweise wollten sie die Leitungen "besonders gut" und unterhaltsfrei machen, denn Blei rostet nicht.

Noch etwas zur Relation: es ist nicht lange her, da war alles Benzin noch verbleit (als "Schmiermittel" im Zylinder) und da wurden enorme Mengen an Blei an die Umwelt abgegeben, aber projeziert jetzt nich alle Gefahr auf das Blei, dann würde der (Gehirn-) Schaden noch viel grösser. Manchmal ist eine #) sehr nützlich, damit nicht ÜBER-blendet wird.

Aber noch eine gute Nachricht: Blei hält Strahlung ab (@) :( :)


[geändert von Pius Wihler am 11-08-04 at 07:31 AM]

Blei: Das Gift im Trinkwasser

himmelsengel ist offline
Beiträge: 912
Seit: 25.03.04
Hallöchen ;-)
Ähhhmm.. also wir sind ja im Sommer umgezogen und wenn ich jetzt mal ein Glas Wasser direkt aus der Leitung trinke, schmecke ich tatsächlich, dass das Wasser komisch schmeckt... irgendwie metallisch oder "rohrig". Weiss gar nicht, wie ich das beschreiben soll. Das Haus wurde im 2. Weltkrieg bis auf die Grundmauern zerstört und ist danach wieder aufgebaut worden.
Bin ich duch die Ausleitung mom. einfach nur sehr empfindlich, dass ich alles anders schmecke als meine Mitmenschen oder sollte ich das Wasser mal überprüfen lassen? Ich schmecke auch alle Konservierungs- und zusatzstoffe, die kein Mensch schmecken würde, bzw. ich selber bis vor einem Jahr auch nicht wahrnahm.
Wenn ja, wie mach ich das und was ist dann zu tun?

LG :)

Blei: Das Gift im Trinkwasser

Oregano ist offline
Themenstarter Beiträge: 63.676
Seit: 10.01.04
Hallo Engel,
ich würde mal beim zuständigen Gesundheitsamt oder auch beim TÜV anrufen und dort fragen, wie Du das machen kannst...
Gruß,
Uta :)

Blei: Das Gift im Trinkwasser

Günter ist offline
Beiträge: 2.006
Seit: 07.05.04
Hallo Elfe,

Bleirohre müssen raus, egal was es kostet!!! Dafür aber keine Kupferleitungen verlegen, ist ähnlich schlimm (schmeckt man auch :@ ), besonders für Leute mit Zinkmangel (z.B. Kryptopyrroliker), da Kupfer ein Gegenspieler von Zink ist.
Ich habe Edelstahlleitungen im Haus. Ob ich mir damit eine höhere Nickelkonzentration einhandle, weiß ich nicht. Zumindest hat das Wasser nicht den ekligen Kupfergeschmack, wie in der Mietswohnung davor.
Liebe Grüße

Günter


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