Hilfe - Diabetes bei Katze

24.03.12 13:09 #1

Ursachen und Lösungen für gesundheitliche Probleme bei Tieren
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Hilfe - Diabetes bei Katze

FataMorgana ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.575
Seit: 09.12.10
Hallo Weintraube

Danke für Deine Antwort.
Ich bin wohl zu dem Punkt gelangt, dass ich meiner Katze (und mir) den Stress vom Spritzen ersparen werde. Mit Diätfutter allein habe ich kaum Chancen auf Verbesserung. Zudem habe ich grad momentan das Gefühl, dass es kein wirklich gutes Katzenfutter gibt. Zumal mir 2 Tierärzte bestätigt haben, dass es wohl kaum vom Futter kommt.
Was weiss ich was wahr ist....
Gegenüber weither importierter Nahrungsmittel bin ich generell skeptisch. Zu den Bewertungen: Habe ein paar gelesen, die klingen euphorisch gut, andere das glatte Gegenteil. Also was soll man davon halten?
Ich werde morgen erfahren, ob das homöopathische Mittel Jambolanum helfen kann. Wenn ja, dann werde ich ev das versuchen und begleitend nur noch Frischfleisch füttern. Aber das Diätfutter von Purina und Insulin werde ich nicht einsetzen....neben dem, dass ich mir das auch nicht leisten kann.
Meine Katze hatte 11 schöne Jahre bei mir, sie waren nie länger als 6 Stunden allein und selbst das nur gaaaaaaaaaaaaanz selten. Ihren chronischen Schnupfen bekomme ich nicht weg, wenn ich mit Insulin behandel. Ihr längsamputiertes Beinchen wird auch nicht heil, wenn ich Insulin behandel. Ich weiss auch seit ein paar Jahren, dass sie Corona-Viren-Trägerin ist....auch sowas kann Diabetes auslösen.
Und mir gehts finanziell auch nicht besser, wenn ich mich verschulde, um meine Katze vielleicht noch ein paar Monate am Leben erhalten zu können.
Insofern werde ich uns allen das Leid der äusserst mühsamen Behandlung und ev. Fehlschlägen ersparen.
Kommt noch dazu: Ich bin selbst gesundheitlich sehr angeschlagen, weiss nie, wann ich wieder notfallmässig im Spital lande. Und wenn es wieder der Fall sein wird, was geschieht dann mit meiner Miez? Ich lebe mehrheitlich allein, die Katze würd elendiglich zugrunde gehen?
Dann nehm ich lieber den Schmerz der Trennung auf mich, aber weiss, dass meine Kleine nicht zu sehr leiden musste.

LG FataMorgana

Hilfe - Diabetes bei Katze
Weiblich Weintraube
Habe persönlich wirklich gute Erfahrungen mit dem Futter gemacht, nur deshalb meine Empfehlung, FataMorgana.
Klar, es gibt –wie immer- Pros und Cons zum Thema. Da hilft nur ausprobieren, und eigene Erfahrung machen.

Hier eine Bewertung, die ganz gut zu Deiner Thematik paßt (mit Link zum Katzen-Diabetes-Forum):
Einer mein Kater war an Diabetis erkrankt....
... er nahm stark ab, wirkte schlapp, apathisch, und pendelte nahezu ununterbrochen zwischen Trinknapf und dem Katzenklo hin und her. Die Urinklumpen waren faustgroße Brocken. Gefüttert hatte ich bis dahin RC. Ein Besuch beim TA ergab die schockierende Diagnose "Diabetis" und mein Paulchen (BKH) wurde auf CanInsulin eingestellt. Vom TA bekam ich zusätzlich ein TF von RC extra für Diabetiker. (sündhaft teuer) Pauls Insulinspiegel fuhr mit ihm Achterbahn, rauf kurz nach dem Fressen des Futters, insulin verabreicht, spiegel wieder runter. Es war einfach nicht in den Griff zu bekommen. Ich recherchierte im Internet und habe mich in einem Forum für Diabetiker angemeldet. Man hat mir hier sehr geholfen. (wen es interessiert: Tom's Paul - nun ohne Caninsulin - Diabetes-Katzen Forum) Komplette Futterumstellung auf ausschließlich NaFu getreide und Zuckerfrei. Insulinwerte im Blick halten. Und siehe da, innerhalb weniger Tage gingen die oberne Werte immer weiter runter. Bis er nach ca. drei Wochen keinerlei Schwankugen mer unterlag. Er trank nicht mehr so viel, und pinkelte nicht merh so riesen Brocken. Es normalisietre sich. Paulchenwar im heissersehnten Honeymoon angekommen. (So nennt man es wenn eine Katze kein Insulin mehr benötigt.) Von da an habe ich ausschließlich ausgesuchtes Nassfutter verfüttert. Immer wieder mal die Blutzuckerwerte kontrolliert alles OK. Paulchen hatte wieder Lebensfreude, spielte und nahm schnell und gut zu. Da ich voll berufstätig bin und nicht selten auch 12 Stunden ausser Haus bin, ärgerte es mich immer wieder, dass das Nassfutter den Tag besonders im Somer vor sich hingammelt. Ich fing an erst mal Orjen als Leckerchen zu geben, da getreidefrei. Der Blutzuckerspiegel bewegte sich kein bisschen. Nach und nach habe ich immer mehr Orjen gegeben und gebe es inzischen fast als Alleinfutter. Dieser Prozess hat allerdings auch locker ein halbes Jahr gedauert. (ab und zu mal gibts inzwischen als Leckerchen mal ein NaFu)) Orjen schadet Paulchen nicht und er frißt es gerne. Auch Eddie mein Zweiter Kater frißte es mit Begeisterung. Ich will Orjen hier nicht als Diabetikerfutter schön reden. Ich will damit nur sagen, bei meinem hats funktioniert. Was die Kosten an geht. Sicher es ist im ersten Moment nicht gerade billig. Wenn man aber die Angebote hier bei zooplus wahrnimmt (zwei Säcke zu bestellen) spart man schon mal was. Ich komme mit den beiden Säcken ca. 3 Monate hin. Das macht auf den Tag gesehen für zwei ausgewachsene Kater ca. 1,50 € und das finde ich, ist für diese Qualität seinen Preis wert und somit preiswert. Von mir gibts ganz klar auch 7 Sterne.

Tom (02.09.11)
Lasse den Kopf nicht hängen, FataMorgana! Elf Jahre ist kein Alter für Katzen. Diabetes ist eine der häufigsten Katzen-Erkrankungen, und für gewöhnlich auch recht gut einstellbar.
Das wird wieder, nur Mut!

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FataMorgana ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.575
Seit: 09.12.10
Hallo Weintraube

Danke für den Zuspruch.
Die Bewertung hatte ich gelesen, jedoch eben, es gibt auch die anderen, negativen.
Lies mal, welchen Beitrag hier Sonoroa geschrieben hat. Welch einschneidendes Erlebnis die Behandlung ihres Katers war. Und vor allem schreibt sie davon, dass sie bei 7000€ aufgehört hat mit zählen, was die Behandlung gekostet hat.
Ich habe keine 7000€. Und eben, ich bin selber krank. Ich schaff so einen straffen Rhythmus, wie es für die Behandlung mit Insulin bräuchte, schon gar nicht. Neben dem, dass ich sogar Angst hätte, dass ich vergessen könnte zu spritzen...Hirnschlag sei dank.

LG FataMorgana

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Weiblich Weintraube
Hallo FataMorgana,

wer hat schon € 7.000,- oder mehr für die Behandlung seiner Katze Das sind vermutlich die Wenigsten. Ich denke es sollte auch anders gehen.
Spreche offen mit Deinem Tierarzt über die entstehenden Kosten. Möglicher Weise wird er Dir entgegenkommen, wenn er mehr über Deine gesundheitliche und finanzielle Situation weiss.
Vielleicht schaust Du Dich nach Impulsen auch noch ein wenig im Diabetes-Katzen-Forum um?

Zu Deiner Situation: wenn es für Dich gesundheitlich zu belastend wird (die Verantwortung für die Katze), dann kann ich Dir -auch im Sinne Deiner Katze- nur empfehlen,
sie (z.B. über den Tierarzt) in gute Hände zu vermitteln. Es gibt durchaus Katzenfreunde, die auch Katzen mit Diabetes übernehmen.
Und wenn Du sie in guten Händen weisst, entlastet es Dich möglicher Weise, da Du die Verantwortung für sie nicht mehr tragen mußt, und ihr noch gute Jahre in einem neuen Zuhause ermöglichst.

Alles Gute Euch!

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FataMorgana ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.575
Seit: 09.12.10
Hallo Weintraube
Im Diabetes-Forum bin ich eigentlich ununterbrochen, seit ich die Diagnose erhalten habe.

Wer sollte eine Katze übernehmen wollen, wenn sie so eine Diagnose hat? Wer ist gewillt, für ein doch schon älteres Tier soviel Geld in die Hand zu nehmen? Eben wie gesagt neben all ihren anderen Beschwerden.
Die Tierärztin kennt meine finanzielle Situation.....deswegen kann sie nicht gratis arbeiten.
Das schlimme ist, dass ich keinen Unterhalt von meinem Mann bekommen, obwohl er dazu verdonnert wird. Er zahlt einfach nicht. Und Geld aus dem Verkauf der Eigentumswohnung ist gesperrt, bis die Scheidung ausgesprochen wird. Ich kann also irgendwann mit Geld rechnen, aber solange überlebt meine Kleine nicht. Und es würde auch nichts daran ändern, dass ich selbst nicht so zuverlässlich da sein kann, dass es ihr 100%ig gut geht. Aber mit dem Geld von der Sozialhilfe kann ich nicht mal einen normalen Arztbesuch bezahlen. Heisst ich hab dann kein Geld mehr für Lebensmittel.

Einfach sehr viel was die 'gute' Zukunft meiner Katze in Frage stellt.

LF FataMorgana

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Weiblich Weintraube
Hallo FataMorgana,

natürlich meinte ich nicht, daß Deine Tierärztin gratis arbeiten soll

Manchmal ergeben sich im ehrlichen Gespräch nur eben Möglichkeiten, die ohne Offenheit nicht in Betracht gekommen wären (bspw. Ratenzahlung, Stundung bis der Unterhalt eingeht etc.).
Oder: es gibt z.B. bei Deiner Tierärztin Menschen, die ihr Tier einschläfern lassen mussten. Nun möchten sie nicht alleine bleiben, und sind bereit ein nicht ganz gesundes Tier zu sich zu nehmen.
Hier könnte Deine Tierärztin vermittelnd tätig sein.

Ich persönlich kenne keinen Tierarzt, der eine 11-jährige Katze wegen Diabetes einschläfern würde.

Drücke Dir und Deiner Katze die Daumen für eine lebenswerte Lösung!

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Sonora ist offline
Beiträge: 2.614
Seit: 10.09.08
Hallo, liebe FataMorgana!

Nachdem ich alles überschlafen habe, denke ich, du solltest wirklich abwarten. Vielleicht ist die Diabetes ja noch gar nicht so schlimm und lässt sich tatsächlich durch Abspecken usw. etwas zurückdrängen. Du weißt jetzt, dass die Diabetes Fakt ist und kannst dich dementsprechend verhalten. Vielleicht bringt es ja was, wenn die Kleine sich mehr bewegt und weniger Futter bekommt. Einige Futtersorten fand ich auch gut, die es in der Futterkrippe (heißen die so?) und anderen Tier-Futter-Läden gibt. Da gibt es so viele Sorten, da findest du bestimmt etwas, das geldlich und gesundheitlich passt. Versuch macht kluch. Vielleicht hilft Homöopathie tatsächlich, wenn es das richtige Mittel ist.

Ich habe mal in meinem alten Buch nachgeschaut, das mir immer zur Seite stand, als mein Kleiner noch lebte. Es heißt "Naturheilkunde für Katzen" und ist von Dr. med. vet. Wolfgang Becvar. Dort steht u.a.:

Die Therapie bemüht sich, schwerpunktmäßig das insuffiziente Organ in seinen Bestrebungen, regulativ in den Hormonhaushalt einzugreifen, zu unterstützen.

•Schon lange ist bekannt, dass der Heidelbeerblätter-Tee aufgrund seiner insulinähnlichen Wirkungskomponenten blutzuckersenkend wirkt. Zugleich senkt er den Glukagonspiegel im Blut. Man gibt der Katze davon täglich 1 EL. In ähnlicher Weise wirken Ginkgobiloba-Extrakt (Trebonin), Holunderblüten, Brunnenkresse, Brennessel, Mistel oder das Öl der Paranuss oder Diestelöl.
•Die Inhaltsstoffe des Salbeitees stimulieren direkt die hormonproduzierenden Zonen des Inselzellapparates und regulieren auf diese Weise zentral das Glukagon/Insulin-Verhältnis im Blut.
•Syzygium jambolanum D4: Der Jambulbaum hat sich empirisch bei Diabetes m. bewährt, weil er den Blutzuckerspiegel über die Nebennieren auf ein Normalmaß reduziert.
Selbstverständlich solltest du dich vorher mit der Ärztin beraten. Ich würde so etwas nie im Alleingang machen. Wenn die Ärztin nicht mit sich reden lässt, dann such eine andere, die sich mit Homöopathie auskennt. Auf jeden Fall würde ich die Flinte noch nicht ins Korn werfen. Das hat ja auch schon unsere liebe Weintraube (lecker ;-) geschrieben und der widerspreche ich aus Prinzip nicht.

Viele liebe Grüße
Sonora

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FataMorgana ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.575
Seit: 09.12.10
Liebe Sonora

Danke für Deine Antwort

Morgen früh werde ich wissen, was der Tierarzt meiner Bekannten meint...ob es möglich ist mit Jambolanum oder eben nicht.
Ich habe - da ich die definitive Diagnose am Samstag per Telefon bekommen habe - keine Anhaltspunkte, welche Art der Diabetes meine Miez überhaupt hat. Auch ihre Werte kenn ich nicht.
Ich habe einfach Bauchweh beim Gedanken, wenn ich meiner Tierärztin sagen muss, dass ich mit ihrem Vorschlag mit dem Purina DM nicht einverstanden bin (ist irgendwie ein Bauchgefühl). Denke sie wird mir auch keine weitere Hilfestellung hinsichtlich anderer Behandlung im Sinne von Heidelbeerblättertee usw sein. Der übliche Graben zwischen Schulmedizin und ev. anderen möglichen Mitteln.
Fakt ist, dass sich bei meiner Miez der chronische Schnupfen mit dem chronischen Niessen stark verschlechtert hat, seit ich ihr kein Schüssler Salz mehr geben kann. Von daher war sie eigentlich schon die letzten 8 Jahre schon arg eingeschränkt. Ich kanns nicht verantworten, dass sie jetzt noch zusätzlich so geplagt werden soll. Habe gelesen, bevor man mit Insulin beginnen würde, müssten erst jenste andere möglichen Erkrankungen ausgeschlossen werden.
Alles Plage für die Katze (in meinen Augen).

Vielleicht bin ich morgen um eine positive Aussage reifer, wer weiss
Vielen Dank und liebe Grüsse
FataMorgana

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Weiblich whitney99
Hallo FataMorgana,

vielleicht ist die Diabetes noch in keinem schlimmen Stadium.
Ich würde da auch erst mal aufgrund der Laboranalyse eine zweite Meinung einholen. Die hast Du ja dann morgen und dann wird sich zeigen, ob es
Alternativen gibt. Und man erfährt oft im Laufe der Zeit immer wieder was neues.
Auf alle Fälle finde ich es gut, dass Du versuchst, zusätzlich Frischfleisch zu geben. Immer nur Dosen und Trockenfutter kann doch nicht gut sein.
Da ist alles konserviert und Vitamine und Mineralien nur künstlich zugesetzt, die im Frischfleisch noch natürlicherweise enthalten sind.
Das wird ihrer Gesundheit sicher gut tun, auch gute Fettsäuren sind im Frischfleisch.
Ich wünsche Dir, dass Du so lange es noch gut geht, eine schöne Zeit mit der Katze verbringen wirst.

LG
Whitney

Hilfe - Diabetes bei Katze

FataMorgana ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.575
Seit: 09.12.10
Hallo whitney, Weintraube und Sonora

Danke Euch sehr fürs Daumendrücken. Ich hoffe, dass die Nacht schnell vorbei geht und ich möglichst schnell weiss bezüglich dem homöopathischen Mittel.
Was mir bei meiner Julia aufgefallen ist: Seit Samstag habe ich ihr jetzt nur noch Almo nature gegeben, das hat gar keine Zusätze, ist allerdings nur ein Ersatzfutter. Fakt ist heute musste sie viel weniger aufs Chistli als sonst (sonst hat sie jeweils gefressen, danach Wasser getrunken und dann direkt aufs Chistli), Und der Urin war heute auch nicht ganz so pampig wie die letzten Monate. Ich hoffe, dass das nun ein eher gutes Zeichen ist.

LG FataMorgana


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