Klinik Lahnhöhe

06.01.11 16:10 #1
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Oregano ist gerade online
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Seit: 10.01.04
Auf der Suche nach ganzheitlich arbeitenden Kliniken bin ich auf die Klinik Lahnhöhe in Lahnstein gestoßen:
www.lahnhoehe.de/leitbild.php

° Überregionales Zentrum für Psychosomatische Medizin und Ganzheitliche Heilkunde
° Zentrum für konservative Orthopädie, Schmerztherapie, Osteologie
° Kooperation mit Physiodom
Besondere Bedeutung kommt dementsprechend heute der räumlichen und sozialen Gestaltung eines Therapiemilieus zu, das den Patienten das Engagement in einer therapeutischen Gemeinschaft (Teaching-Learning-Community) ermöglicht.

Dr. Henning Elsner, Chefarzt des Krankenhaus Lahnhöhe seit 2005
Nach dem Ausscheiden von Dr. Rolf Bruker und Dr. Armin Bruker leitet heute Dr. Henning Elsner mit einem kompetenten Team das Krankenhaus Lahnhöhe, das überregionale Zentrum für ganzheitliche Heilkunde unter einem neuen Vertragsdach den gewachsenen Impuls weiter. So kann das Krankenhauses auch in Zukunft seine ganze Kraft und Erfahrung in den Besonderen Therapierichtungen dem Anliegen widmen, psychosomatische, psychodynamisch-inter-personelle Psychotherapie und integrative Medizin in der anthroposophisch erweiterten Heilkonzeption für die Patienten aller Kassen und für Privatversicherte zu ermöglichen
Diagnosen

Ein Auszug aus unserer Indikationsliste. Eine genaue Beschreibung der Indikation für die unter unterschiedlichen Behandlungsbereiche finden Sie bei den Fachinformationen. Dort finden sich auch Detailinformationen zur Behandlungsindikation für den einweisenden Arzt.

Für folgende Diagnosen bewährt sich das Behandlungskonzept der Lahnhöhe besonders:

Psychosomatosen im engeren Sinne
z.B. Asthma, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre
Somatoforme Störungen der verschiedenen Organsysteme
einschließlich Somatisierungsstörungen und anhaltende somatoforme Schmerzstörungen
Affektive und depressive Störungen
Reaktion auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen
Trauerreaktionen
Nichtorganische Schlafstörungen
Angststörungen, phobische Störungen, Zwangsstörungen
Essstörungen
Konfliktbezogene Dekompensationszustände bei vorhandenen Persönlichkeitsstörungen
Emotionale Reifestörung der Persönlichkeit (Borderline-Syndrome)
Posttraumatische Belastungsstörungen
Nichtorganische sexuelle Funktionsstörungen
Entwicklungsstörungen
Zudem besteht auch für somatische Erkrankungen mit betont psychischem Anteil Behandlungsmöglichkeit

Chronisch entzündliche Erkrankungen des Darmes und des Bewegungsapparates
Spezielle Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Psoriasis
Krankheiten des Respirations- und Herz-Kreislauf-Systems, des Urogenitalsystems und des HNO-Bereiches
Degenerative Erkrankungen des Nervensystems
Krebserkrankungen (nach Rücksprache)
Behandelt werden psychosomatische, somatopsychische und psychische Erkrankungen ohne Rehabilitationsbedarf, bei denen die besonderen Behandlungsmittel der stationären Therapie erforderlich sind. Auch somatische Krankheitsbilder werden behandelt, wenn gleichzeitig psychische Erkrankungen in der Behandlung Berücksichtigung finden müssen oder seelischen Faktoren eine wesentliche Bedeutung zukommt (ICD 10 F 54+)
.......
Der somatische Behandlungsanteil basiert auf der Fachkunde der Allgemeinmedizin, der Inneren Medizin, der Neurologie und der Psychiatrie.

Das Behandlungskonzept des Krankenhauses Lahnhöhe hat sich seit über 25 Jahren bewährt und seinen Ruf durch Pionierarbeiten auf dem Gebiet der Ernährungsmedizin, des ganzheitlichen Verständnis von Krankheits- und Gesundheitsprozessen (gemäß dem biopsychosozialen Modell) und der praktischen Vertiefung der anthroposophisch erweiterten Medizin erworben. Heute stehen die Besonderen Therapierichtungen (Naturheilverfahren, Homöotherapie, Phytotherapie und Anthroposophische Medizin) in allen Behandlungsbereichen zur Anwendung zur Verfügung.
Krankenhausprofil - Krankenhaus Lahnhöhe - Überregionales Zentrum für Psychosomatische Medizin und Ganzheitliche Heilkunde

Soweit ein Überblick.
Meine Frage: hat jemand im Zusammenhang mit den hier häufig vertretenen Themen wie Amalgambelastung, MCS, Nitrosativer Stress, Intoleranzen und Allergien Erfahrungen mit dieser Klinik?
Wie sieht es mit der Kostenübernahme durch die gesetzlichen Kassen aus?
Wie sieht die Diagnostik in Bezug auf Laborwerte aus?
Werden körperliche Beschwerden ernst genommen oder wird ziemlich schnell mit einer der auf die Stabilsierung der Psyche ausgerichteten Therapierichtungen angefangen?

Grüsse,
Oregano

Klinik Lahnhöhe

Judith11 ist offline
Beiträge: 121
Seit: 11.10.10
Hallo Oregano,

ich war grad gestern beim Arzt und soll auch in die Klinik Lahnhöhe. Aktuelle Wartezeit sollen 17 Wochen sein. Ich bin gesetzlich versichert und der Arzt hat mich nicht darauf hingewiesen, dass es da Probleme geben könnte. Also gehe ich davon aus, dass die gesetzliche Krankenkasse zahlt.
Die restlichen Fragen kann ich leider nicht beantworten.

Schönen Gruß Judith

Klinik Lahnhöhe

Judith11 ist offline
Beiträge: 121
Seit: 11.10.10
Hallo,

meine Krankenkasse hat mir heute gesagt, dass sie auf jeden Fall die Kosten übernehmen. Ich hatte auch irgendwo auf der Homepage der Klinik gelesen, dass alle gesetzlichen Krankenkasse die Kosten übernehmen. Ich meine, bei der Info-Telefonansage sagen die das auch.
Irgendwo stand auch, das bevorzugt Patienten mit F-Diagnosen (psychische Erkrankungen) genommen werden.

Gruß Judith

Klinik Lahnhöhe

Oregano ist gerade online
Themenstarter Beiträge: 53.937
Seit: 10.01.04
Hallo Judith,

dann wünsche ich Dir einen guten und erfolgreichen Aufenthalt dort, damit Du quasi "neu" dort wieder herauskommst.

Grüsse,
oregano

Klinik Lahnhöhe

Judith11 ist offline
Beiträge: 121
Seit: 11.10.10
Hallo Oregano,

ich komme gerade von der Lahnhöhe.
Ich glaube, mit Amalgambelastung, MCS, Nitrosativer Stress, Intoleranzen und Allergien hat die Klinik nicht so viel Erfahrung. Ich war schon froh, dass mein Arzt das Wort Histaminintoleranz schon mal gehört hat. Was ich nicht essen darf, mußte ICH dem Arzt sagen und so habe ich dann immer extra mein eigenes Essen bekommen. Das ist unten im Speisesaal und der Küche schon gut geregelt. Aber die Ärzte haben meiner Meinung nach von oben Genannten nicht viel Ahnung. Bei mir wurde auch nur ein normales Blutbild gemacht. Es wurde noch nicht mal auf andere Intoleranzen getestet, obwohl ich nach dem Essen viel Darmschmerzen hatte und die Lehrküchendame meinte, ich solle mal auf andere Intoleranzen testen lassen. Ich habe dann bloß ein homöopathisches Mittel bekommen. Getestet wurde nichts mehr, obwohl ich dem Arzt das gesagt habe.

So, das waren meine Erfahrungen in Bezug auf deine Fragen mit der Klinik Lahnhöhe.

Liebe Grüße Judith
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Psychotante (chron. Depris, Angst, Borderliner, Ex-Alki), HI

Klinik Lahnhöhe

Oregano ist gerade online
Themenstarter Beiträge: 53.937
Seit: 10.01.04
Hallo Judith,

vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht. In Sachen "Intoleranzen" scheint ja da nicht viel Interesse zu bestehen.

Wie hast Du sonst den Aufenthalt empfunden? Trotzdem hilfreich? Welche Therapie-Ansätze wurden angeboten? Lag der Schwerpunkt eher auf der psychischen Seite oder auf der körperlichen? Wie sah ein typischer Tag aus?

Grüsse,
Oregano

Klinik Lahnhöhe

Dora ist offline
Beiträge: 2.828
Seit: 05.07.09
Ärzte- & Patientenbefragung

Im März 2003 wurde im Auftrag des Krankenhaus Lahnhöhe durch eine externe Agentur eine Ärzte- und Patientenbefragung durchgeführt. Das Ziel war, die Zusammenarbeit zwischen den einweisenden Ärzten, den Patienten und des Krankenhaus Lahnhöhe von verschiedenen Seiten beurteilen zu lassen und gegebenenfalls Verbesserungen einzuleiten. Um auch Ihnen einen Einblick in diese Studie zu ermöglichen, haben wir eine Zusammenfassung angefertigt.

Die Antworten fielen insgesamt sehr positiv aus. Von den Ärzten wurde die Fachabteilung für Orthopädie und spezielle Schmerztherapie mit einer Gesamtnote von 1,8 (“gut”) ausgezeichnet. Auch die Beurteilungen durch die Patienten (Gesamtnote 1,6) machen deutlich, dass sie sich im Krankenhaus wohl fühlen und mit der medizinischen Behandlung sehr zufrieden sind.

Kritik wurde von Seiten der Ärzte vor allen Dingen an der zu langen Dauer der Übersendung der Arztbriefe sowie langwierigen Verhandlungen mit den Krankenkassen zwecks Kostenübernahme bemängelt. Auch die Verbesserungsvorschläge der Patienten werden in der internen Krankenhausorganisation zukünftig berücksichtigt.

Zur Methodik der Untersuchungen

Für die Ärztebefragung wurden 50 einweisende Ärzte ausgewählt. Hiervon konnten 34 per Telefon oder Fax im März 2003 befragt werden. Die Patientenbefragung wurde am 23. und 24. März 2003 mit 100 Patienten durchgeführt. 83 Fragebögen wurden zurückgegeben und ausgewertet. Die Daten wurden anonym ausgewertet und vertraulich behandelt.

Weiterlesen: - Krankenhaus Lahnhöhe - Zentrum für konservative Orthopädie





Die Orthopädie hat dagegen einen sehr guten Ruf.
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Ich bin nur dafür verantwortlich, was ich schreibe - nicht dafür, was du verstehst!

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Gleerndil ist offline
Beiträge: 2.337
Seit: 26.07.09
Hallo Dora,

abgesehen davon, dass die angeführte Befragung 8 Jahre alt ist, übersiehst Du vielleicht, dass Judith in Beitrag #5 nicht von Schmerzen oder orthopädischen Problemen spricht, und dass der Link im ersten Beitrag von Oregano www.lahnhoehe.de/leitbild.php auch das
Überregionale Zentrum für Psychosomatische Medizin und Ganzheitliche Heilkunde
nennt, beide Kliniken befinden sich im gleichen Haus.


Grüße, Gerd
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Die Sinnesorgane der Engel sind unsere Edelsteine. Rudolf Steiner

Klinik Lahnhöhe

Dora ist offline
Beiträge: 2.828
Seit: 05.07.09
Sorry, ich wollte lediglich auf den Unterschied hinweisen.

Genauso war es ja wohl in Neunkirchen.

Es ist sehr schlecht irgendjemand eine Klinik zu empfehlen,
denn es wird immer wieder zu diesen negativen Erfahrungen kommen
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Klinik Lahnhöhe

Judith11 ist offline
Beiträge: 121
Seit: 11.10.10
Hallo,

ja, ich war in der Psychosomatik. Die Orthopädie ist aber im gleichen Haus.

Hallo Oregano,

in der Klinik wird großer Wert auf Eigenverantwortlichkeit gelegt. Man bekommt einen Therapieplan, den der Arzt vorher mit einem durchspricht. Es gibt ungefähr 200 Therapieangebote im Haus, u.a. Sprachgestaltung, künstlerische Therapien (malen, plastisches Gestalten, Schauspiel, Tanz, Musik...), Selbstbehauptung, Feldenkrais, Bothmer-Gymnastik, Achtsamkeitsmeditation, Lehrküche (nach Brucker), Dauerdusche, Sauna, Schwimmbad, Gerätetraining, Nordic walking, Vorträge, Selbsterfahrungsgruppe .... Pro Tag hat man etwa 4 Therapien (mal mehr mal weniger). Möchte man ein Arzt/Therapeutengespräch, so muss man sich selbst um einen Termin kümmern. Es gibt keine festen Termine. Auch eine Visite durch den Arzt findet nicht statt. Möchte man den Arzt sprechen, so gibt es bestimmte Termine für eine Bedarfsvisite. Es gab wohl schon Patienten, die waren die ganzen 4 Wochen nicht beim Arzt/Therapeuten. Das ist eben die Eigenverantwortlichkeit. Dann gibt es noch ein- oder zweimal die Woche die Selbsterfahrungsgruppe. Da muss jeder hin, man braucht da aber nichts zu sagen. Da wird dann in der Gruppe therapiert. Grundsätzlich gibt es eher weniger Gesprächstherapien, das ist halt in einer Psychiatrie anders. Wenn jemand massiv psychische Probleme hat, wäre er in der Lahnhöhe nicht so gut aufgehoben. Die Schwestern sind psychologisch geschult und stehen für Gespräche bereit, falls man das gerne möchte.

Die ersten Tage hat man kaum Therapien, damit man sich einleben kann. Außerdem schlafen die meisten Patienten die ersten Tage oder sogar die ersten 1 -2 Wochen extrem viel.
Nach dem Mittagessen gibt es immer ein heißes Heusäckchen auf die Leber.

Ich war ja wegen meiner Erschöpfung und der Infektanfälligkeit da. Die Erschöpfung habe ich noch, wie sehr, wird sich zeigen, wenn ich wieder arbeiten gehe. Aber der Aufenthalt und vor allem die Ruhe und die schöne waldreiche Landschaft taten mir sehr gut. Ich war viel rund um die Klinik spazieren. Leider habe ich in der Klinik eine Reihe von alten Baustellen wiederentdeckt, an denen ich nun auch mal arbeiten müßte. Deswegen war ich während des Aufenthaltes ziemlich verwirrt, um welche Baustellen ich mich nun kümmern soll und habe nicht so recht einen Anfang gefunden. Außerdem ist meine Körperwahrnehmung gleich ziemlich null, was es den Therapeuten schwer gemacht hat, mit mir zu arbeiten. Ich habe offensichtlich eine starke innere Blockade und die konnte nicht durchbrochen werden. Aber ich hoffe, dass ich doch noch einiges aus der Klinik mitnehmen konnte.

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen. Ansonsten frag einfach weiter.

Liebe Grüße Judith
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Psychotante (chron. Depris, Angst, Borderliner, Ex-Alki), HI


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