Unklare Entzündung im Körper

03.05.09 23:44 #1

Gesundheitsprobleme, die nicht speziell auf das weibliche oder männliche Geschlecht bezogen sind
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Puck ist offline
Beiträge: 24
Seit: 17.04.09
Hat jemand vielleicht eine Idee,- was mir fehlen könnte?
Ich habe seit mehreren Jahren erhöhte Entzündungswerte im Blut. Leucos um 20000, CRP immer über 10 bis zu 30, Bsg 40-70, Thrombozyten um 500 000, Erythorzyten eher niedrig, sowie einen niedrigen Hb - Wert.

Bei körperlichen Anstrengungen reagiere ich häufig mit Fieber bis 38,4. Das aber wieder sinkt, wenn ich mich dann ausruhe.
An nächtliche Schweißausbrüche habe ich mich schon gewöhnt. Mein Arzt kennt diese Werte schon sehr lange, und er reagiert darauf überhaupt nicht. So vergeht nun mittlerweile Jahr um Jahr mit diesen Werten und ich merke, daß ich mich immer mehr anstrengen muß um mein Tempo halten zu können.
Mein Arzt hat irgendwann die Schilddrüsenwerte kontrolliert und Rheumafaktoren abgenommen sowie einen Ultraschall des Bauchraumes gemacht und nachdem er nicht fündig wurde, die Werte einfach ignoriert. Ich habe schon recht viele Gelenkbeschwerden ( Hände, Arme Füße), dazu meint er aber, daß er das nicht für eine rheumatische Erkrankung halten würde.
Allerliebste Grüße Puck

Geändert von Puck (03.05.09 um 23:54 Uhr)

Unklare Entzündung im Körper

Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 20.566
Seit: 26.04.04
Hallo Puck,

es wäre vielleicht sinnvoll, wenn Du Dir die Befunde (Blutwerte, Ultraschall etc.) vom Arzt (in Kopie) aushändigen lassen könntest; Du hast ein Recht darauf, und es ist immer von Vorteil, alle Unterlagen bei sich zu Hause zu haben. Dann stelle sie doch bitte hier ein; möglicherweise findet sich ein Anhaltspunkt dafür, in welche Richtung man weitersuchen sollte.

Liebe Grüsse,
uma

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Unklare Entzündung im Körper

Oregano ist offline
Beiträge: 53.512
Seit: 10.01.04
Ich würde mir mindestens noch eine zweite Meinung einholen. Dein Arzt weiß offensichtlich nicht weiter.

Gruss,
Uta

Unklare Entzündung im Körper

Puck ist offline
Themenstarter Beiträge: 24
Seit: 17.04.09
die Referenzbereiche hab ich in Klammern gesetzt.

Natrium 139 ( 135-145)
Kalium 4,4 ( 3,6-5,0 )
Crea 0,90 ( 0,50-0,90)
Harnstoff 20 ( 10-20)
Eiweiß ges. -6,2 ( 6,6-8,3)
T-Billi 0,2 ( bis 1,0)
ck 56 (bis 145)
LDH 170 ( 249)
Asat (GOT)19 ( 10-35)
Alat ( GPT)17 ( 10-35)
AP 74 (53-141)
Gamma GT 25 ( - 38)
Amylase 31 ( 17-115)
HSR 3,6 ( 2,3- 6,1)
Ca 2,16 (2,10-2,60)
Mg 2,1 ( 1,9-2,5)
CRP 23 (-5)

Leuco 18,0 ( 4,4-11,0)
Ery 3,78 ( 4,10-5,10)
Hgb 11,8 ( 12,3-!5,5)
Hkt 36 ( 35-47,0)
MCV 92,8 ( 80,0-96,0)
MCH 31,1 ( 28,0-33,0)
MCHC 33,5 (33,0-36,0)
EVB + 15,3 (11,5-14,5)
Thrombo 496 ( 150-400)
BSG 44 ( -30)

( von Freitag)

Das Epstein-Barr Virus ist positiv ( aber schon seit Jahren nach einer abgelaufenen Infektion mit Rezidiv vor ca 15 jahren- 10 Jahren und 3 Jahren mit Monozytenerhöhungen)

Die Ultraschalluntersucheungen waren ohne Befund.
Im MRT der Wirbelsäule fand man eine mittelgradige Osteochondrose zwischen LWK 4 und 5.

Alle anderen Werte muß ich mir noch ausdrucken lassen. Die waren aber unauffällig inkl. der Schilddrüsenwerte.

Operiert wurde in der letzten Zeit eine Epicondylitis rechts und eine Ulnaris Dekompression links ( nach einer Ulnarisparese mit Atrophien der digitalen Handmuskeln), sowie eine Augmentation mit Knochenersatz im Oberkiefer wegen einer Knochenzyste. Die sicherlich einige Werte erklärt hätten, aber nach den Oprerationen haben sich die Werte nicht verändert. Seit Oktober hatte ich insgesamt 3 mal eine Knochenhautentzündung am Schienenbein ( ShinSplit), die sich ohne große Überanstrengungen entwickelt hatten.
Ich bin allerdings auch mehrmals mit einer rheumatischen Entzündung der Daumengrundgelenke in Behandlung gewesen, bei denen diese Gelenke ganz einfach angeschwollen waren für mehrere Wochen, was bei mir eigentlich den Verdacht erregte, daß es sich um eine rheumatische Erkrankung handeln würde. Der Rheumafaktor war negativ und so meinte mein Doc, daß es sich nicht um eine Rheumaform handeln würde. Zum Grund für die Entzündungen wollte sich der Arzt nicht äußern, außer daß er damals meinte: " Das müsse nicht wieder weggehen.)
Im letzten Jahr fand dann noch anfang des Jahres eine Infusionstherapie und Akkupunkturbehandlung wegen Probleme mit der LWK statt bei der die Osteochondrose diagnostiziert wurde.
Er meint die Werte könnten auch vom Rauchen erhöht sein. Leider bin ich Nichtraucher.-
Der Ultraschall wurde überigens von einem 2. Arzt gemacht. Dem auch nichts einfiel dazu. Eigentlich hab ich mich an die Werte schon gewöhnt, weil die seit Jahren bestehen und ein bißchen aufgegeben, weil es müßig ist sich darüber Gedanken zu machen, aber ich merke schon, daß es mir eigentlich nicht gut geht und mir vieles schwerer fällt als früher. Mein tägliches Pensum schaffe ich, was mir aber immer mehr Kraft zu kosten scheint. Wenn die Werte ganz schlecht werden, merkt das komischerweise meine Friseuse immer zuerst, weil dann wie bei einem Hund die Haare stumpf und strohig werden und die Fingernägel werden total weich und biegen sich. Wenn ich das so aufzähle, dann komme ich mir vor wie ein Hypochonder, der irgendetwas haben will.- Ich merke aber, daß irgendetwas nicht stimmt. Ich hab schon meine ganze Ernährung umgestellt, weil ich dachte, daß mir das gut tun wird und esse sehr viel frisches Gemüse und Obst, wenig Fleisch, eben so wie das WW empfehlen würde. Sport habe ich auch schon versucht. Dann verstärkt sich aber diese Schienbeinentzündung und tritt öfters auf. Sooft kann ich mir aber nicht leisten auf der Arbeit für einige Tage auszufallen, wenn ich nicht auftreten kann. Das ShinSplit hatte ich aber schon bevor ich mit dem Sport begonnen hatte. Das tritt dann nur öfters auf. Also hab ich mit dem Joggen wieder aufgehört, obwohl mir das viel Spaß gemacht hat. Es ist nicht so, daß der Arzt nicht gesucht hätte, der findet aber keine Ursache für die erhöhten Leucozyten, die sich eigentlich nur durch die diversen Entzündungen an den Sehnen und Gelenken erkären ließen( die dann auch zu den Operationen führten), wovon der aber nichts wissen möchte. Ich llaufe nicht lange ohne daß es Schmerzen bereitet.
Liebe Grüße Puck

Geändert von Puck (04.05.09 um 09:04 Uhr)

Unklare Entzündung im Körper

Oregano ist offline
Beiträge: 53.512
Seit: 10.01.04
Bitte stelle auch die Schilddrüsenwerte hier ein. Wegen der stumpfen Haare denke ich an die SD.

Noch eine Frage: hast Du evtl. Schimmel in Deiner Wohnung (gehabt)? Andere Wohngifte? wie Holzschutzmittel, Formaldehyd, Permethrin usw.?

Wie sehen Deine Zähne aus? Gibt es Amalgam, Palladium, Gold oder alles zusammen? Gibt es wurzelbehandelte Zähne?

Deine Blutwerte scheinen mir ok, nur die Thrombozyten sind erhöht. Sind die bei jedem Blutbild erhöht oder war das nur einmal? Evtl. würde ich sie noch einmal bestimmen lassen.
Wann kann die Thrombozytenzahl erhöht sein?
- in erster Linie bei Erkrankungen des blutbildenden Systems wie z.B. bei chronisch myeloischen Leukämien oder bei Polycythaemia vera
- nach einer Entfernung der Milz, da die Milz als Speicherorgan wegfällt
- im Rahmen einer schweren bakteriellen Infektion
- bei körperlicher Anstrengung und Stress: hier kann es zu einer vermehrten Freisetzung aus der Milz kommen, in der rund 30 Prozent der Thrombozyten gespeichert sind
http://www.netdoktor.at/laborwerte/f...mbozyten.shtml

Gruss,
Uta

Geändert von Oregano (04.05.09 um 09:07 Uhr)

Unklare Entzündung im Körper

Puck ist offline
Themenstarter Beiträge: 24
Seit: 17.04.09
Die Schilddrüsenwerte werde ich besorgen. Sind aber auch mit einem Provokationstest okay gewesen. Die Zähne sind durchsaniert. Hatte einige Wurzelbehandlungen, wobei dann im letzten Jahr eine große Knochenzyste entfernt wurde und mit Knochenzement aufgefüllt werden mußte. Das müßte also eigentlich okay sein, wie die anderen Zähne. Ich habe 2 Füllungen, jedoch aus Porzellan. Ich dachte nach der Knochenzyste damals, daß es vielleicht nun gut mit den Blutwerten sein würde.
Ob was in der Wohnung ist? Müßten dann die anderen die hier wohnen nicht auch reagieren? Und ich hab ja eigentlich nicht ständig dieselben Möbel und Bodenbeläge gehabt in der ganzen Zeit. In der vorherigen Wohnung war das ja eigentlich nicht anders oder im Urlaub. Mit Formaldehyd arbeite ich jeden Tag auf der Arbeit. Da hatten wir aber auch schon die Arbeitssicherheit eingeschaltet. Die meint aber das sei "unbedenklich", wie wir damit arbeiten. Für das Mittel gäbe es keinen Ersatz. Die Thrombozyten sind fast bei jeder Untersuchung erhöht gewesen, jedoch nicht bei jeder, während die Leucos und die CRP immer erhöht bleiben. Aus unserer ersten Wohnung sind wir damals wegen Schimmelpilze geflohen,- das ist aber 26 Jahre her.
Liebe Grüße Puck

Geändert von Puck (04.05.09 um 09:15 Uhr)

Unklare Entzündung im Körper

Heather ist offline
Beiträge: 9.815
Seit: 25.09.07
Hallo Puck,

Mit Formaldehyd arbeite ich jeden Tag auf der Arbeit. Da hatten wir aber auch schon die Arbeitssicherheit eingeschaltet. Die meint aber das sei "unbedenklich", wie wir damit arbeiten.
Ich kann natürlich nicht wirklich beurteilen ob das so stimmt oder nicht, widerum diese Aussage:
Für das Mittel gäbe es keinen Ersatz
macht mich stutzig...

Hier mal zur Info:
Wirkungsmechanismus:

Formaldehyd beeinflusst durch eine direkte Freisetzung von Entzündungsmediatoren das Immunsystem. Schon bei niedrigen Konzentrationen (ab 10 ng/L) bewirkt es eine konzentrationsabhängige Histaminausschüttung aus Rattenmastzellen. Histamin ist ein Gewebshormon, das aus der Aminosäure Histidin gebildet wird und eine Verstärkung der Magensekretion, aber auch Gefäßerweiterungen bewirkt. Bewirkt Reduktion der Mitoseinzidens von Lymphocyten. Die Mitose-Leistung normalisiert sich auch nach Aufenthalt an frischer Luft erst nach 14 Tagen.

Die neurotoxische Wirkung wird z. Z. diskutiert . Es werden verschiedene Modelle vorgeschlagen:

* Blockierung des axonalen Transports langer Proteinfilamenten. Desorganisation des Ranvierschen Schnürrings. Wallersche Degeneration (Absterben jeder Nervenfaser, deren Verbindung mit der Ursprungszelle zerstört ist) durch die Filamentmassen, die das Axon blockieren.
* Hemmung verschiedener Liganden der Cytochromoxidase: erklärt die zentralnervöse Symptomatik chronisch niedrig dosierter Formaldehydexpositionen.
* durch Oxidation des Formaldehyds zu Ameisensäure indizierte Azidose, Laktazidose und verminderte Perfusion.

Möglichkeit der systemischen Formaldehyallergie bei Langzeitexposition schon durch minimale Mengen. Der exponierte Patient imponiert durch Symptome, die stark an eine psychische Krankheit erinnern.

Mögliche Reaktionen auf Formaldehyd:

Antriebsverlust Appetitmangel, Asthma, Augenentzündung, Blasenleiden, Bronchitis, Depression, Durchfall, Ekzeme, Gedächtnisstörungen, Haarausfall, Kopfschmerzen, Krebs, Lymphknotenschwellung, Mundtrockenheit. Nervosität, Nierenerkrankungen, Ohrenentzündung, Reizbarkeit, Schlafstörungen, Schleimhautreizungen, Schwindel, Verhaltensstörungen.
Quelle: Schadstofflexikon - Formaldehyd

Was meinst Du dazu?


Liebe Grüße .

Heather
__________________
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

(Albert Einstein)

Unklare Entzündung im Körper

fak2411 ist offline
Beiträge: 793
Seit: 18.02.08
Hallo.
Deine nächtlichen Schweißausbrüche und auch andere Symptome, weisen auf Nitrostress hin, was ich abklären lassen würde. Das ist zwar keine eigene Krankheit sondern ein "Hinweis", aber man könnte dann entsprechen reagieren.
Ich würde auch die Borreliose gründlich abchecken lassen.
Gruß

Unklare Entzündung im Körper

Oregano ist offline
Beiträge: 53.512
Seit: 10.01.04
Mir ist auch dieser Satz aufgestoßen:
Mit Formaldehyd arbeite ich jeden Tag auf der Arbeit
Auch wenn die Arbeitssicherheit meint, das sei "unbedenklich", kann das für Dich trotzdem gar nicht gut sein.
Für den Raum, wo Du arbeitest, gäbe es ein Testset:
Schadstofflexikon - Formaldehyd

Auch im Blut kann man Formaldehyd bestimmen; es wird zu Ameisensäure verarbeitet, oder wenn dieser Weg blockiert ist, zu Methanol:

Dieser Umstand ist für die Diagnose wichtig, da für den Nachweis einer Formaldehydbelastung sowohl Ameisensäure als auch Methanol zu untersuchen sind.
Ein Umweltmediziner könnte da sicher mehr dazu sagen.

Formaldehyd: Schleichende Bedrohung aus Möbeln

Grüsse,
Uta

Unklare Entzündung im Körper

James ist offline
Moderator
Leiter WIKI
Beiträge: 4.239
Seit: 20.05.08
Hallo,

ich halte Formaldehyd eben so "harmlos" wie ein Atomkraftwerk. Ab 30 ml/m³ ist die toxische Wirkung auf den Organismus lebensbedrohend. Wenn Du damit arbeitest bist Du ständig diesem Stoff ausgesetzt. Da Formaldehyd nur sehr langsam wieder ausgeleitet werden kann sind auch schwache Konzentrationen auf Dauer Deiner Gesundheit nicht gerade zuträglich. Die Aussage Deiner "Arbeitssicherheit" halte ich für eine reine Schutzbehauptung um Euch am Arbeitsplatz "einzulullen"! Frage doch mal bei Deiner Berufsgenossenschaft bzw. dem med. Dienst Deiner Krankenkasse an, was Sie (die müssen früher oder später die Behandlung der Schäden Deines Organismus bezahlen) davon halten. Die veränderten Werte und Deine gesundheitlichen Probleme halte ich für die Warnzeichen Deines Körpers auf diese Dauerbelastung. Natürlich weiß ich, wie wichtig ein Arbeitsplatz und daß ein Wechsel oft äußerst problematisch ist. Das wissen aber auch Deine Arbeitgeber und nutzen diesen Zwang meiner Meinung nach zu Deinem Schaden aus. Du solltest überlegen was Dir wichtiger erscheint...
MfG,
MRSA

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