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dass Muskelfasern zwei Zustände einnehmen können, nämlich einen (Z1), von dem aus sie sich verkürzen und dadurch Kraft entwickeln können, und einen zweiten (Z2), in dem sie unerregbar und somit gelähmt sind. Normalerweise befinden sich alle Muskelfasern im Zustand Z1. Wenn aber die Kaliumkonzentration im Blut extrem niedrig ist (<1.5mM), gehen gesunde Muskelfasern in den Zustand Z2 über, kehren aber bei normalen Kaliumwerten in den Zustand Z1 zurück. Die Forscher haben zudem entdeckt, dass die Muskelfasern von Patienten mit einer bestimmten Muskelkrankheit schon bei geringer Abnahme der Kaliumkonzentration im Blut in den Zustand Z2 übergehen. Ursache für diese Lähmung ist ein genetisch bedingter "elektrischer Kurzschluß" der Zellmembran. Bei diesen Patienten kann die Muskelkraft durch Erhöhung der Kaliumkonzentration im Blut verbessert werden. Die Entdeckung gilt nicht nur für Muskelkranke, sondern auch für Muskelgesunde, die wegen einer anderen Erkrankung bestimmte Medikamente einnehmen, die ein Zellmembranleck verursachen, wie zum Beispiel Amphotericin B.
Die Forscher haben Hinweise, dass auch andere Zellen wie Herzmuskelzellen und Nervenzellen in Abhängigkeit vom Blutkaliumwert Zustände mit normaler Funktion (Z1) oder Funktionsverlust (Z2) annehmen können. Daher kann eine diätetische oder medikamentöse Erhöhung der Kaliumkonzentration auch bei Krankheiten sinnvoll sein, bei denen ein "elektrischer Kurzschluß" der Zellmembran besteht, nach Schlaganfall oder Herzinfarkt zum Beispiel. Bei Postinfarktpatienten hat sich dieses Therapiekonzept schon seit einiger Zeit bewährt, ohne dass hierfür die Gründe bekannt waren.
Wenn ich das richtig verstehe, sollte bei unklaren Muskelproblemen, z.B. Lähmungen also auch die Kaliumkonzentration im Blut bestimmt werden und entsprechend gehandelt werden?
Da Kalium am besten direkt im Labor abgenommen wird, weil es sich sehr schnell verändert, dürfte das manchmal gar nicht so einfach sein.
Also wäre bei Muskelproblemen, die man zunächst zu Hause beobachtet, evtl. auch Kalium und nicht nur Magnesium und Calcium wichtig?
Woran erkennt man denn einen Kaliummangel?
Gruss,
Uta
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hier sind typische Symptome bei einem Kaliummangel, doch leider wie so oft, sind diese Beschwerden auch durchaus auf andere gesundheitlichen Probleme zutreffend...:
Zitat:
Symptome
Eine anhaltende Abnahme der Kaliumkonzentration im Körper, ein sogenannter Kaliummangel, führt zu unterschiedlichen Beschwerden. Diese Beschwerden werden auch unter dem Begriff Kaliummangelsyndrom oder Hypokaliämiesyndrom zusammengefasst.
Bei welchem Ausmass der Kaliumabnahme welche Beschwerden auftreten, hängt davon ab, wie schnell der Kaliummangel entstanden ist. Entsteht ein Kaliummangel in sehr kurzer Zeit, treten bei Betroffenen bereits bei einem leichteren Kaliummangel Beschwerden auf, als bei einem Kaliummangel, der über Wochen entsteht.
Im Bereich der Nerven und Muskeln führt ein Kaliummangel zu Nervosität, Schlafstörungen, Müdigkeit, Teilnahmslosigkeit, Kopfschmerzen, Schwäche, Kraftlosigkeit, Muskelschwäche, Muskelkrämpfen, Lähmungen und Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma.
Im Bereich des Verdauungstraktes löst ein Kaliummangel Appetitlosigkeit, Verstopfung und Darmkrämpfe aus.
Im Herz-Kreislauf-System bewirkt ein Kaliummangel eine Beschleunigung des Herzschlages, Herzrhythmusstörungen und Wasseransammlungen in Geweben, Ödeme genannt.
Zudem kann das Nierengewebe durch einen anhaltenden Kaliummangel dermassen geschädigt werden, dass die Nieren den Urin nicht mehr eindicken können und der Körper deshalb sehr grosse Wassermengen in Form von Urin verliert.
Und an der Haut kann eine Kaliummangel zu Trockenheit, vermehrter Akne und verzögerter Wundheilung führen.
Tritt der Kaliummangel gemeinsam mit einem Mangel eines oder mehrerer anderer Nährstoffe auf, können weitere Beschwerden zu denjenigen des Kaliummangels hinzutreten. Diese Beschwerden werden in den entsprechenden Texten aufgeführt.
Aber sollte ein Kaliummangel nicht relativ "einfach" festgestellt werden können? - Meines Erachtens wird dieser Wert bei einem kleinen Blutbild mitbestimmt:
Danke Heather . Hier noch mehr über die Aufgaben von Kalium: Gesundheitsthemen
Kalium scheint insofern ein schwieriger Wert zu sein, als nicht jeder Praxis das Blut auch abzentrifugieren kann - einfach weil keine Zentrifuge da ist.
Insofern kann es wohl passieren, daß man laut Labor veränderte Kaliumwerte hat, in Wirklichkeit jedoch nicht.
Margie hat darauf immer wieder hingewiesen.
Gruss,
Uta
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Insofern kann es wohl passieren, daß man laut Labor veränderte Kaliumwerte hat, in Wirklichkeit jedoch nicht.
diese Erfahrung musste ich auch schon machen - und nicht nur einmal.
Nachdem mich ein Arzt mal aufgeklärt hat, dass der Kaliumwert sehr anfällig ist (es scheint auch so zu sein, dass beim Blutabnehmen Fehler unterlaufen können), weiss ich nun Bescheid, wenn mal wieder ein abnormaler Wert zustande kommt...
Liebe Grüsse,
uma
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Nur Dilettanten bestimmen Kalium im Serum. Es gehört intrazellulär bestimmt in den Erys und dann gibt es auch keine Probleme mit Abzentrifugieren. Gleiches gilt für Zink, Magnesium u.a.
Einzig Natrium und evtl Calcium kann man im Serum sinnigerweise bestimmen.
ich weiß nicht, wie Doz. K. Kalium und Magnesium bestimmt hat (durch das Labor Dr. M. in Rostock). Ist Dein Beitrag als Kritik an dieser Art von Messung zu verstehen?
LG Karolus
Ich bin weder Arzt noch HP. Lesen und Denken gefährdet die Dummheit!
wenn ich also nun Kalium, Zink, Magnesium und anderes bestimmen lassen möchte, und zwar intrazellulär in den Erys, wie formuliere ich das dem Arzt gegenüber, damit da nichts schief läuft?
Gruss,
Uta
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