Einleitung zum Thema Betablocker

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Betablocker werden u.a. zur Senkung des zu hohen Blutdrucks verordnet. Es gibt aber noch einige andere Anwendungsbereiche dafür.

Betablocker sind Medikamente, die den Herzschlag verlangsamen und so den Blutdruck senken. Daher werden Betablocker hauptsächlich bei Bluthochdruck eingesetzt. Durch ihre dämpfende Wirkung auf den Herzschlag finden sie aber auch häufig in der Therapie verschiedener Herzerkrankungen Anwendung. Zu diesen Herzerkrankungen gehören Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz), Durchblutungsstörungen am Herzen (koronare Herzkrankheit, KHK, Angina Pectoris) sowie Herzrhythmusstörungen. Auch nach einem Herzinfarkt werden Betablocker eingesetzt, um das Herz zu entlasten.

Neben diesen Hauptanwendungsgebieten gibt es noch weitere Einsatzmöglichkeiten für Betablocker:

  • Die Schilddrüsenüberfunktion, bei der zum Teil eine erhöhte Herzfrequenz gedämpft werden muss.
  • Bei Angststörungen können Betablocker die "Aufgeregtheit" verringern.
  • Betablocker lindern nicht-organisch bedingtes Zittern (essenziellen Tremor).
  • Bei Migräne dienen Betablocker (vor allem Propranolol und Metoprolol) zur Intervallbehandlung, um Migräneanfällen vorzubeugen.
  • Betablocker können auch örtlich am Auge zur Behandlung des grünen Stars (Glaukom) dienen. Dabei senken Betablocker wie Timolol den für diese Augenerkrankung typischen erhöhten Augeninnendruck
Jetzt sind Studienergebnisse veröffentlicht worden, die zeigen, daß Betablocker zur Senkung des Blutdrucks nicht unbedingt nützlich sondern eher schädlich sind:

Betablocker muss man mit grösster Vorsicht einsetzen ....
Noch bis vor kurzem empfahl die Schweizerische Hypertonie Gesellschaft (SHG) Betablocker neben anderen Mitteln als Therapie der ersten Wahl. Das änderte sich 2007, als sich Hinweise verdichteten, dass die Betablocker den erwünschten Herzschutz nicht gewährleisteten, sondern im Gegenteil sogar Risikofaktoren wie eine Gewichtszunahme und Diabetes begünstigen. Seither sollen Betablocker gemäss SHG-Leitlinien gegen den Hochdruck nur noch bei jungen Patienten mit unkomplizierter, leichter Hypertonie verwendet werden.
Doch auch diese Empfehlung scheint überholt...
SonntagsZeitung | Artikel Detailseite

Uta
 
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Betablocker

Ich selbst habe bis vor ca. einem Jahr einen Betablocker genommen, sechs Jahre lang. Ich bin superfroh dieses Medikament nicht mehr (regelmäßig) nehmen zu müssen, jedoch war ich seinerzeit dankbar mein davonrasendes Herz, welches mir so sehr große Angst bereitete :schock:, damit wenigstens einigermaßen im Griff zu haben.
Heute brauch ich nur in Ausnahmefällen eine Minidosis Betablocker, und zwar höchstens wenn ich mal über die Stränge geschlagen habe :D, das kommt aber vielleicht alle zwei oder drei Wochen mal vor. Und damit kann ich sehr gut leben!

Sinnvoll eingesetzt kann ein BB meiner Meinung nach durchaus hilfreich sein und ich finde diese Alternative immer noch besser als die Einnahme von Beruhigungsmitteln die eine Abhängigkeit nach sich ziehen können:
https://www.symptome.ch/threads/ausschleichen-von-lexotanil.33066/
Dieses Thema ist ja gerade schön präsent!

Trotz allem bin ich natürlich der Meinung man sollte zuerst versuchen nach der Ursache einer "Herz-Störung" zu forschen. Hätte ich damals gewusst, dass ich eine Histaminintoleranz habe hätte ich mir so einige Medikamente überhaupt ersparen können... :mad:.

Liebe Grüße 👋.
Heather
 
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