Cannabis als Heilpflanze

03.05.06 15:42 #1
Neues Thema erstellen

human ist offline
Beiträge: 969
Seit: 20.01.06
habt ihr während der ausleitung, borretherapie eigentlich schon mal erfahrungen mit cannabis sativa gemacht.

frage deshalb, da viele von uns doch unter muskel-, gelenks-, oder auch nervenschmerzen leiden. da wäre cannabis doch eine willkomme alternative zu div. anderen schmerzmitteln. außerdem wird der pflanze auch heilende wirkung zugesprochen.

thc wird ja in amerika auch synthetisch als wirkstoff dronabinol an schmerzpatienten verschrieben.

erfahrungsberichte wären cool, wenns den welche gibt

greetz
human

Cannabis als Heilpflanze

Rohi ist offline
Beiträge: 1.702
Seit: 13.03.05
Ich bin großer Hanf-Fan, und dass ich es nicht selber nutze, liegt daran, dass ich hier im Osten keine Bezugsquelle habe und die Niederlande zu weit weg sind.
Wenn ich chronische Schmerzen oder so hätte, wäre es das erste, was ich nehmen würde.

Peace

Cannabis als Heilpflanze

Shelley ist offline
Beiträge: 10.440
Seit: 28.09.05
hallo human,

mein spezialist hat mir gesagt: "entweder hanf oder ich."

mein schmerzarzt kennt dronabinol und marinol nicht, weil es bei uns nicht erhältlich ist.
ich finde, dass er es eigentlich kennen müsste und sich auch darum bemühen müsste, dass ich es bekomme. na, ja. er ist schon älter und wahrscheinlich noch nicht so auf dem neuesten stand.

ich bin der sache nicht weiter nachgegangen, weil mich das alles ankeckst. wir haben schon so viele schmerzmittel durchprobiert und alle haben irgendwie einen hacken. ich mag nicht mehr um alles kämpfen. ich habe schon so viel und so lange gekämpft. jetzt habe ich keine kraft mehr.
momentan mag ich eh so chemisches zeugs nicht mehr, weil es mich eckelt. es geht mir irgendwie zu schlecht, um noch so viele medikamente zu nehmen. da geh ich lieber vor schemrzen fast drauf.

meine einstellung ist falsch. ich weiss.

meine ärzte wollen mich deswegen ins krankenhaus stecken. aber ich will nicht, weil ich habe langsam angst vor all dem. die haben mich im krankenhaus schon paarmal fast getötet. mit medikamenten, auf die ich allergisch bin oder mit anderen, die ich nicht ertrage, oder weil sie unsauber gearbeitet haben oder sonst einen mist gebaut haben. ich habe auch keinen bock auf kranke leute um mich herum und das essen ist zum ko***n im krankenhaus. ich habe auch schläuche und spritzen satt und hasse operationssääle und nachwirkungen von narkotika. ich hasse überhaupt alles im krankenhaus. im krankenhaus wird man krank. sonst hiesse es ja gesundheitshaus.

für den notfall habe ich noch eine tüte mit hanf zu hause. ich wollte mir mal tee damit kochen, hab es aber dann doch nicht gemacht, weil es so kompliziert ist und ich halt doch irgendwie noch den satz meines spezialisten im hinterkopf habe.
mein spezialist ist mir (noch) lieber als hanf.

ich denke, dass hanftee oder cannabis zum rauchen irgendwie anders ist als marinol oder dronabinol.
ich hätte lieber die kapseln, um sie zu testen. doch ich bekomme sie leider nicht. :-(
dronabinol und marinol wären auch gut für mich, weil sie ja auch den appetit anregen und man kann irgendwie besser schlafen damit.
aber eben; was solls? ich bekomme sie eh nicht.

viele liebe grüsse von shelley

cannabis als heilpflanze

Oregano ist offline
Beiträge: 60.525
Seit: 10.01.04
LEIPZIG (mwo). Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat den Weg für die therapeutische Nutzung von Cannabis freigemacht. Mit einem jetzt schriftlich veröffentlichten Urteil verwarf es die generelle Ablehnungspraxis der Behörden. Die nun mögliche Erlaubnis betrifft nur Patienten selbst, eine direkte Anwendung durch Ärzte bleibt verboten .....
www.aerztezeitung.de/docs/2006/01/10/002a0501.asp?cat=

cannabis als heilpflanze

mikado ist offline
Beiträge: 174
Seit: 11.10.06
HIV-kranke bekommen dronabinol in einigen faellen.sonst auch schlecht dran zu kommen. liegt am arzt!?
meine pot-plaetzchen liegen noch im kuehlschrank. schmecken hundsmiserabel!
es kommt darauf an, ob man nur schmerzen hat oder auch jeden schritt oder umdrehung gut ueberlegen muss um nicht zu fallen.
wenn man dazu noch benebelt wird bekommt man auch meistens das gefuehl noch brechen zu muessen.
es hilft einigen.
wuerde aber sagen , das erste mal vorsichtig und nur wenn jemand dabei ist ,der helfen kann wenn es schief laeuft.
gesunde haben ihre freude dran.
bin ja aber nicht gesund.also vorsichtig ist die mutter der porzellankiste.
gruss
mikado

cannabis als heilpflanze

Rohi ist offline
Beiträge: 1.702
Seit: 13.03.05
Bei meinem ersten richtigen Hanf-Versuch bin ich auch in extreme Zustände gekommen - ich konnte mich auf einmal nicht mehr bewegen, weil ich bei jeder Bewegung das Gefühl hatte, als würde meine Aura wie ein schwarzer Schatten aus mir raustreten, so nachschwingen.

cannabis als heilpflanze

soullove ist offline
Beiträge: 719
Seit: 02.05.06
hallo,

Auch ich habe erfahrungen wo ich über schreiben möchte.
Ich habe ein weile her gegen mein gelenkschmerzen hanf benutzt als tee.
Mein schmerzen würden nicht weniger, nur war ich weniger beschäftigd damit.
Das kan natürlich angenehm sein,aber ich fand den nachteil das ich kein klare kopf mehr hat,und für jemand die gern sich geistig beschäftigd ist das definitiv ein nachteil.
Hunger hätte ich mehr,was ok wahr weil ich ein pfund mehr angenehm finde.
Es ist oder alles nicht so hard erein kommt,etwas gedempfter ist.
Ist man aber depressiv veranlagt würde ich es nicht nehmen,weil es verschlimmeren kann.
Vorteile , musik, natur, essen, sex werden tiefer erlebt.
Ich hab bis jetzt noch nicht heraus oder es jetzt etwas ist was die seele schadet oder nicht.
Ich weiss auch nicht oder es gleichmässigere gefühl den resultat ist weil man gefühle dempft ,oder das es kommt weil man wirklich entspannter ist.
Ich bin jedemfalls schon wieder ein weile aufgehört, aber behaupte nicht das ich es nie mehr nehmen wird.
Es gibt ein site www.acmed.org/german/home.htm wo man mehr lesen kann.

liebe grüss soul

cannabis als heilpflanze

Oregano ist offline
Beiträge: 60.525
Seit: 10.01.04

Cannabis als Heilpflanze

positiv ist offline
Beiträge: 84
Seit: 29.05.09
Wissenschaft: Cannabiskonsum reduziert Symptome von Patienten mit Fibromyalgie

Eine offene klinische Studie mit 56 Fibromyalgie-Patienten wurde am Institut de Recerca Hospital del Mar in Barcelona (Spanien) durchgeführt, um die Wirkungen von Cannabis auf die Symptome und die Lebensqualität zu untersuchen. Die Hälfte der Patienten waren Cannabiskonsumenten und 28 waren Nicht-Konsumenten. Informationen zum Cannabiskonsum wurden auf einem Fragebogen festgehalten, der erlebte Nutzen von Cannabis hinsichtlich einer Anzahl von Symptomen mittels standardisierter visueller Analog-Skalen. Cannabiskonsumenten und Nicht-Konsumenten füllten drei Fragebögen zu Symptomen der Fibromyalgie und zur Lebensqualität aus.

Zwei Stunden nach Einnahme von Cannabis zeigten die visuellen Analog-Skalen eine statistisch signifikante Reduzierung der Schmerzen und der Steifheit, eine Zunahme der Entspannung sowie eine Zunahme der Schläfrigkeit und des Gefühls von Wohlbehagen. Die Werte für die seelische Gesundheit waren in einem Fragebogen höher bei Cannabiskonsumenten als bei den Nicht-Konsumenten. Die Forscher folgerten, dass "die Verwendung von Cannabis mit nützlichen Wirkungen auf einige Fibromyalgie-Symptome assoziiert war. Weitere Studien zum Nutzen von Cannabinoiden bei Fibromyalgie-Patienten sowie zur Beteiligung des Cannabinoidsystems an der Pathophysiologie dieser Erkrankung sind angezeigt."

(Quelle: Fiz J, Durán M, Capellà D, Carbonell J, Farré M. Cannabis use in patients with fibromyalgia: effect on symptoms relief and health-related quality of life. PLoS One 2011;6(4):e18440.)


mehr @ Internationale Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin

__________________
... trotz allem mit positiven Grüßen :-)

AW: Cannabis als Heilpflanze

Oregano ist offline
Beiträge: 60.525
Seit: 10.01.04
Obwohl die Wirksamkeit von Cannabis in der Schmerzbehandlung inzwischen wohl belegt ist, ist es weiter sehr schwierig, in solchen Fällen Cannabis per Rezept zu bekommen. Vielleicht wird das besser?:

...
Theoretisch können Cannabis-basierte Medikamente zwar auch heute schon verordnet werden, dies scheitert aber meist an der fehlenden Kostenübernahme durch die Krankenkassen – eben weil die Wirksamkeit dieser Medikamente in der Behandlung von Patienten mit Tourette-Snydrom noch nicht eindeutig nachgewiesen werden konnte. Alternativ können Patienten bereits heute Medizinal-Cannabis legal in der Apotheke kaufen – allerdings nur, wenn sie zuvor eine entsprechende Erlaubnis von der Bundesopiumstelle erhalten haben. Das nehmen derzeit deutschlandweit 600 Patienten mit ganz unterschiedlichen Erkrankungen in Anspruch. Da es für die Patienten sehr teuer ist und es oft Lieferprobleme gibt, plant die Bundesregierung derzeit, den Patienten den Zugang über eine Cannabis-Agentur zu erleichtern.
...
https://idw-online.de/de/news649178

Joint auf Rezept - Ab 2016 sollen Patienten legal Cannabis bekommen
https://sensiseeds.com/de/blog/canna...h-2016-gesetz/

Grüsse,
Oregano
__________________
Interessieren Sie sich für die Gedanken und Meinungen Ihres Gegenübers ohne sie zu bewerten.


Optionen Suchen


Themenübersicht