psychosomatisch ! ?

12.11.16 23:00 #1
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psychosomatisch?

ory ist offline
Weiblich ory
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Beiträge: 7.697
Seit: 04.02.09
hallo saturnus ,

lieben danke für deine erklärung.

...jetzt kann ich nachempfinden was du mit den faustschlag meinst.

es ist wirklich manch einmal nicht zu glauben ,nur weil keine diagnose gefunden wird, wird das wort psychosomatisch von den ärzten regelrecht missbraucht .
kleiner zipperlein können wohl von der psyche verusrsacht werden,aber nichtschwerwiegend erkrankungen.
das wird tatsächlich und fast ausschließlich von vielen menschen so gesehen .
hier mal ein kleiner einblick ,welche erkrankungen mit dem wort psychosomatisch in zusammenhang gebracht werden (können).
Zum klinischen Bereich der psychosomatischen Medizin zählen:

körperliche Erkrankungen mit ihren biopsychosozialen Aspekten (z. B. Krebskrankheiten und ihre Bewältigung; siehe auch Psychoonkologie)

physiologisch-funktionelle Störungen als Begleiterscheinungen von Emotionen und Konflikten sowie als direkte oder indirekte Reaktion auf psychische oder physische Traumata; siehe auch Posttraumatische Belastungsstörung und Anpassungsstörungen.

Konversionsstörungen: körperliche Symptome, die auf unbewusste Konflikte zurückgehen

Hypochondrie: die Überzeugung, an einer Krankheit zu leiden und krankhaftes Interesse an Gesundheit und Beschwerden

seelische Störungen, die mit körperlichen Missempfindungen einhergehen: Depressionen, Angststörungen, Persönlichkeitsstörungen.

seelische Erkrankungen, die körperliche Auswirkungen haben: Essstörungen.

Folgen verantwortungslosen Umgangs mit der eigenen Gesundheit (z. B. Konsum gesundheitsschädlicher suchterzeugender Genussmittel und Drogen)
https://de.wikipedia.org/wiki/Psychosomatik es ist fast unvorstellbar welche erkrankungen psychosomatisch sein können , aber nicht müssen .
und genau darin sollte mMn eine enorme sensibilität der ärzte liegen mit klaren worten dem betroffenen zu erklären was sache ist.
Und: es ist erst Legtitim zu behaupen,etwas sei psychosmoatisch,wenn ALLE möglichen köperlichen Ursachen sicher ausgeschlossen wurden.
da bin ich voll und ganz deiner meinung.

lg ory
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Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war, stets kannst du im Heute von Neuem beginnen. (Buddhistische Weisheit)

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Oregano ist offline
Beiträge: 60.494
Seit: 10.01.04
Das quasi Gegenteil von psychosomatisch ist ja somatopsychisch.
Vor allem bei chronischen und schweren Krankheiten kommt dieser Begriff ins Spiel: durch die körperlichen Beeinträchtigungen einer solchen Krankheit kann auch die Psyche leiden: Ängste stellen sich ein, Vereinsamung, finanzielle Nöte usw. usw.

Somatopsychische Störungen - Hintergrund / Einleitung | medfuehrer.de

Grüsse,
Oregano
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ory ist offline
Weiblich ory
Themenstarter Moderatorin
Beiträge: 7.697
Seit: 04.02.09
hallo oregano ,

Das quasi Gegenteil von psychosomatisch ist ja somatotopisch.
Vor allem bei chronischen und schweren Krankheiten kommt dieser Begriff ins Spiel:
krankheitsverarbeitungsstörungen = somatopsychische störungen ,dies zu akzeptieren fällt womöglich den betroffenen mit großer sicherheit einfacher .

lg ory
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Hans F ist offline
Beiträge: 660
Seit: 21.09.14
Zitat von ory Beitrag anzeigen
….warum nur verärgert es die meisten menschen ,wenn sie nur das wort „psychosomatisch „hören .
Hallo ory,
aus dem was ich hier im Forum gelesen habe und auch aus eigenen Erfahrungen mit Ärzten, kann ich sagen, dass sich viele Menschen vorschnell auf die "psychosomatische Schiene" abgeschoben fühlen.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, zu Recht:
Fall 1:
Ich hatte jahrelang mit Magenschmerzen zu kämpfen. Stress und Ärger schlugen sich dabei auf den Magen. Die, aus meiner Sicht schon damaligen oberflächlichen Untersuchungen des Arztes erbrachten keine physische Ursachen, also musste es, aus seiner Sicht, psychisch sein. Er verwies mich an einen Psychologen, später ging es zum Psychater. Die Sitzungen brachten jedoch alle nichts, mal ging es mir besser mal schlechter. Schließlich brach ich das ganze ab.
Jahre später wurde wegen einer anderen Sache B12 gemessen, das relativ niedrig war. Ich machte mich kundig und erfuhr, das B12 wichtig für die Regeneration der Magenschleimhaut ist, die wegen der Magensäure ständig erneuert werden muss. Ich brachte meinem B12-Spiegel auf mittlere Normwerte, die Magenschmerzen verschwanden, der B12-Mangel trat nicht wieder auf.

Fall 2:
Ein Neurologe (und Psychologe) wollte wollte meine unerklärlichen Parästhesien mit einem Antidepressivum beseitigen/behandeln. Dies führte zu Nebenwirkungen (erhöhtes Schmerzempfinden, Wärmegefühl/Fieber, Schlafmangel, Unkonzentriertheit). Besonders der Schlafmagel setzte mir psychisch stark zu. Er meinte, so psychisch fertig wie ich wäre (hatte die Nächte kaum noch geschlafen), würde er mir dringend empfehlen mich in psychotherapeutische Behandlung zu begeben.
Meine Einwände blockte er agressiv ab.
Ich studierte meine Aufzeichnungen und erkannte einen von ihm nicht erkannten B6-Mangel. Zusätzlich wusste ich, dass das verschriebene AD zu Serotoninmangel und erhöhter Schmerzempfindlichkeit führen kann.

Das AD setzte ich ab und behandelte mich mit B6. Die unerklärlichen Parästhesien verschwanden, Schmerz- und Wärmeempfinden, Schlaf und Psyche normalisierten sich.

Um nun zu der Ausgangsfrage zurückzukommen - ich denke, dass viele Menschen intuitiv spüren, dass ihre Beschwerden nicht psychosomatisch, sondern physischen Ursprungs sind und sie sich dann vorschnell auf ein Abstellgleis abgeschoben fühlen, von dem sie sich, aus meiner Erfahrung zu Recht, keine Besserung erhoffen.
Dabei ist mir klar, dass eine rein psychische Behandlung durchaus nachhaltigen Nutzen bringen kann - Placebos, die ja nur über den Glauben - und nicht über die Substanz - funktionieren, sind da m.E. ein sehr gutes Beispiel - nur funktioniert dieser Nutzen m.E. nur innerhalb gewisser Parameter, also physischer Funktionen.


Gruß
Hans

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MaxJoy ist offline
Beiträge: 610
Seit: 18.03.16
Ich finde, es ist ein großer Fehler, die Psychosomatik für sich pauschal abzulehnen. Psychosomatische Beschwerden haben nichts mit Einbildung oder gar Verrücktsein zu tun, sondern damit, dass Körper und Geist eine Einheit sind. Wenn also die Hose brennt, ist es auch vorbei mit der mentalen Ausgeglichenheit, genauso wie große Gefühle, Stress, Wut, Angst oder Trauer einen Menschen krank machen oder sogar töten können.

Wenn man diese Zusammenhänge ignoriert, verbaut man sich nur selbst den Weg zur Heilung. Dabei kann man auch ohne professionelle Hilfe sehr viel selber dafür tun, sein Nervensystem zu pflegen und gesund zu halten ...

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ory ist offline
Weiblich ory
Themenstarter Moderatorin
Beiträge: 7.697
Seit: 04.02.09
hallo hans ,

aus dem was ich hier im Forum gelesen habe und auch aus eigenen Erfahrungen mit Ärzten, kann ich sagen, dass sich viele Menschen vorschnell auf die "psychosomatische Schiene" abgeschoben fühlen.
das vorschnell psychosomatisch als vermeintliche diagnose gestellt wird , ist bei weitem wirklich nicht ok .
Ich hatte jahrelang mit Magenschmerzen zu kämpfen. Stress und Ärger schlugen sich dabei auf den Magen.
Ja , stress und ärger schlagen leider tatsächlich gerne auf den magen ,das kenne auch ich zu genüge .

Die, aus meiner Sicht schon damaligen oberflächlichen Untersuchungen des Arztes erbrachten keine physische Ursachen, also musste es, aus seiner Sicht, psychisch sein.
Er verwies mich an einen Psychologen, später ging es zum Psychater. Die Sitzungen brachten jedoch alle nichts, mal ging es mir besser mal schlechter. Schließlich brach ich das ganze ab.
darf ich danach fragen , wie du damals reagiert hättest , wenn der arzt dich nicht zum psychologen/psychiater ,sondern den rat zbs ;“probleme und stress ortnen „ gegeben hätte !?.hättest du ihm geglaubt ,das durch das ortnen von ärger/stress, die magenbeschwerden weggegangen wären !?.

das der psychologe /psychater keinen erfolg hatten ,könnte daran gelegen haben das ,das problem „stress/ärger“ weiter als mögliche ursache vorhanden blieb .

sicherlich hast du schnell bemerkt ,das durch vit. B 12 nicht nur die magenschleimhaut regenerieren kann , sondern auch die nerven .
Ein Neurologe (und Psychologe) wollte wollte meine unerklärlichen Parästhesien mit einem Antidepressivum beseitigen/behandeln
....es ist heutzutage mMn einfach nötig , eine ordentliche portion selbsverantwortung in den behandlungen mancher ärzte mit einzubeziehen .
weißt du jetzt wodurch dieser vit.6 mangel zustande kam ?.

Dabei ist mir klar, dass eine rein psychische Behandlung durchaus nachhaltigen Nutzen bringen kann - Placebos, die ja nur über den Glauben - und nicht über die Substanz - funktionieren, sind da m.E. ein sehr gutes Beispiel - nur funktioniert dieser Nutzen m.E. nur innerhalb gewisser Parameter, also physischer Funktionen.
das eine psychosomatische behandlung gleichgesetzt /verwechselt wird mit einer psychische behandlung stelle ich sehr oft fest , dem ist aber nicht so ,denn psychische behandlungen kommen bei störungen und erkrankungen des geistes in frage und eine psychosomatische behandlung befasst sich mit körperlichen beschwerden, welche die folgen seelischen leidensdrucks sind und das sind zwei unterschiedliche behandlungen .

lg ory
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Geändert von ory (15.11.16 um 16:46 Uhr)

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Hans F ist offline
Beiträge: 660
Seit: 21.09.14
Zitat von ory Beitrag anzeigen
darf ich danach fragen , wie du damals reagiert hättest , wenn der arzt dich nicht zum psychologen/psychiater ,sondern den rat zbs ;“probleme und stress ortnen „ gegeben hätte !?.hättest du ihm geglaubt ,das durch das ortnen von ärger/stress, die magenbeschwerden weggegangen wären !?.
Ich weiss es nicht. Das ist für mich keine Frage des Glaubens. Erstmal hätte es vermutlich zu Nachfragen geführt, was er mit dem Ordnen von Ärger und Stress genau meint.

das der psychologe /psychater keinen erfolg hatten ,könnte daran gelegen haben das ,das problem „stress/ärger“ weiter als mögliche ursache vorhanden blieb .
Das klingt für mich wie ein Zirkelschluss.
Mir ist nicht ganz klar worauf Du damit hinaus willst - wäre es nicht gerade seine Aufgabe gewesen, diesen Stress zu minimieren, bzw. mich in die Lage zu versetzen, diesen Stress besser zu bewältigen (so dass er nicht mehr auf den Magen schlägt)?

sicherlich hast du schnell bemerkt ,das durch vit. B 12 nicht nur die magenschleimhaut regenerieren kann , sondern auch die nerven
Dass ich dadurch direkt bessere Nerven bekommen habe, kann ich nun eigentlich nicht unbedingt sagen. Woran macht man sowas fest? Mag sein, dass meine Magennerven von dem zusätzlichen B12 profitiert haben.

Mein Nervenkostüm ist aus meiner Beobachtung heraus in der Hauptsache von ausreichend guten Schlaf abhängig. Und da spielen andere Nährstoffmängel bei mir eine wichtigere Rolle als der Mangel beim B12. Wobei es aber natürlich indirekt schon auch nervlich geholfen hat, da Stress und Ärger nun nicht mehr auf den Magen schlugen und ich dementsprechend mehr Schlaf bekam.

weißt du jetzt wodurch dieser vit.6 mangel zustande kam ?.
Das kann ich noch nicht abschließend sagen. Ich führe den (funktionellen) B6-Mangel derzeit auf eine genetisch bedingte HPU zurück, die durch eine Impfung und die damit verbundene körperliche Belastung akut wurde. Neben B6-Mangel habe ich dabei noch eine Reihe anderer, HPU-typischer Mineralstoff- und Vitaminmängel entwickelt, bzw. verstärkt. Welche Rolle die Leber bei all dem gespielt haben könnte, wird derzeit noch von mir untersucht.

Gruß
Hans

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ory ist offline
Weiblich ory
Themenstarter Moderatorin
Beiträge: 7.697
Seit: 04.02.09
mein bestreben in diesem thread ist zu erfahren was das wort "psychosomatisch " für euch bedeutet ,nicht euch davon zu überzeugen zu wollen , das alles psychosomatisch ist .

ich kenne und empfinde :
......wenn es der seele gut geht, ist der körper gesünder.
wenn es der seele schlecht geht, dann geht es auch dem körper schlecht.
das heißt dann für mich nichts anderes ; .....bin ich zufrieden /glücklich ,fühle ich mich auch körperlich gut .
habe ich stress/ärger ,geht es mir körperlich nicht gut.

unter psychosomatischen erkrankungen verstehe ich , körperliche erkrankungen und beschwerden, die durch psychische belastungen oder faktoren hervorgerufen werden.

das wider rum heißt für mich ,wenn stress /ärger und vieles mehr an negatives lange zeit mit sich herum getragen wird , kann sich das körperlich bemerkbar machen .

mit großer sicherheit haben das schon viele am eigenen körper bemerkt...oder ?.

lg ory
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Oregano ist offline
Beiträge: 60.494
Seit: 10.01.04
Hallo ory,

ja, der Zusammenhang zwischen Körper, Geist und Seele ist für mich eindeutig. Allerdings nicht immer so eindeutig wie bei Ärzten und Therapeuten, die da mit Sicherheit sagen "alles psychisch", obwohl sie gar keine entsprechenden Untersuchungen gemacht haben.

Ich finde, diese Beschreibung von "psychosomatisch" und "somatopsychisch" ist verständlich:

...
Psychosomatisch / Somatopsychisch

Bei einer psychosomatischen Erkrankung treten körperliche Symptome auf, für die keine erkennbare, medizinisch Ursache benannt werden kann. Hier werden psychologische Faktoren vermutet, die Auslöser für die körperlichen Symptome sein könnten. Zu den häufigsten psychosomatischen Beschwerden gehören Schlafstörungen, Magen-Darmbeschwerden, Bluthochdruck, Rückenschmerzen und Kopfschmerzen.
Ursache für psychosomatische Erkrankungen können Stress, anhaltende Probleme oder Anspannung im beruflichen wie auch im privaten Leben sein. Die Zurzeit bekannteste psychosomatische Krankheit ist ‚Burn out‘.

Bei der eher weniger geläufigen Bezeichnung ‚somatopsychisch‘ handelt es sich um Krankheitsverarbeitungsstörungen.
Das bedeutet, dass psychische und soziale Probleme bei der Bewältigung einer chronischen Krankheit auftreten. Dies ist häufig bei schweren körperlichen Erkrankungen wie zum Beispiel Krebs, Multiple Sklerose, Amputationen oder chronischen Schmerzstörungen.
Ursachen für die somatopsychischen Erkrankungen sind überwiegend Anpassungsschwierigkeiten. Häufige somatopsychische Krankheiten sind die somatisierte Depression oder Angststörungen.
Psychosomatisch / Somatopsychisch

Grüsse,
Oregano
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Hans F ist offline
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Seit: 21.09.14
Zitat von Hans F Beitrag anzeigen
sicherlich hast du schnell bemerkt ,das durch vit. B 12 nicht nur die magenschleimhaut regenerieren kann , sondern auch die nerven
Dass ich dadurch direkt bessere Nerven bekommen habe, kann ich nun eigentlich nicht unbedingt sagen.
Doch, da ist mir noch was eingefallen.
Vor der B12-Einnahme bin ich nachts oft aus unerklärlichen Gründen aufgewacht, bekam dann so eine Art Herzrasen und konnte dann lange nicht mehr einschlafen. Der Anlass war, wie ich später feststellte, einzelne nächtliche Atemaussetzer auf die meine Nerven dann anscheinend überreagierten.
Als ich meinen B12-Spiegel angehoben hatte, hörte dieses nächtliche Herzrasen, als Reaktion auf die Atemaussetzer, auf.


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