Glutamat/GABA Polymorphismen - Diagnostik und Therapie

24.06.14 17:28 #1
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AW: Glutamat/GABA Polymorphismen - Diagnostik und Therapie

Highlightt ist offline
Beiträge: 470
Seit: 16.08.14
So, ich habe mich vorhin nun doch getraut und ca. 2 g ( ein gestr. Teel..) direkt auf die Zunge gegeben und eine Weile im Mund gelassen. Ich bekam zum Glück keine Atemnot, aber meine Unruhe verstärkte sich und meine Haut kribbelte. Morgen versuche ich nochmal eine geringere Dosis
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Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit.

AW: Glutamat/GABA Polymorphismen - Diagnostik und Therapie

hypo88 ist offline
Beiträge: 97
Seit: 12.11.12
Ich erlaube mir mal diesen Thread auszugraben.

Nach dem Durchprobieren diverser Nootropika bin ich bei Memantin fündig geworden. Memantin ist ein NMDA Antagonist. Nachdem ist das verschwinden der Symptome bei höherer Dosierung (30-40mg) erfahren habe, habe ich mehr zum Thema Exzitotoxizität recherchiert. Leider bin ich aber noch nicht auf die Hauptursache gekommen, da alle Faktoren der Glutamat Exzitotoxizität bei mir zutreffen:

-HWS Probleme, da Zangengeburt
-Craniomandibuläre Dysfunktion am Kiefer bzw. Kreuzbiss
-Impfschaden (Keuchhustenimpfung) bzw. ähnliche Umweltgifte

Die CMD habe ich mit einer Aufbissschiene in den Griff bekommen, obwohl diese mehr schlecht als recht funktioniert. Das Silikon Testregistrat hat komischerweise besser funktioniert, da es mehr Druck auf den Oberkiefer ausübte.

Leider kann ich mir Memantin in so einer hohen Dosierung nicht leisten. Aber abgesehen davon, ist damit ja das Problem auch nicht gelöst.

Ich spiele wirklich schwer mit dem Gedanken, mir Ketamin zu besorgen, da es auf dem selben Mechanismus (NMDA) beruht und sogar bis zu 3 Tage am Stück Linderung verschaffen soll.

Wenn irgend jemand eine Idee hat, dann raus damit. Mein Leben ist ein Albtraum. Mir geht das alles so derbe auf den Sack.

Bei Unklarheiten findet ihr in meinem letzten Thread weitere Informationen.

Glutamat/GABA Polymorphismen - Diagnostik und Therapie

hitti ist offline
Beiträge: 1.896
Seit: 26.02.12
Zitat von hypo88 Beitrag anzeigen
Ich erlaube mir mal diesen Thread auszugraben.
Aber gerne doch :-)

Nach dem Durchprobieren diverser Nootropika bin ich bei Memantin fündig geworden. Memantin ist ein NMDA Antagonist. Nachdem ist das verschwinden der Symptome bei höherer Dosierung (30-40mg) erfahren habe, habe ich mehr zum Thema Exzitotoxizität recherchiert.
...
Leider kann ich mir Memantin in so einer hohen Dosierung nicht leisten. Aber abgesehen davon, ist damit ja das Problem auch nicht gelöst.

Ich spiele wirklich schwer mit dem Gedanken, mir Ketamin zu besorgen, da es auf dem selben Mechanismus (NMDA) beruht und sogar bis zu 3 Tage am Stück Linderung verschaffen soll.
Hallo hypo88,

mir sagen die Begriffe und Stoffe leider alle nichts.

Wenn irgend jemand eine Idee hat, dann raus damit.
Hast Du denn einfaches GABA schon mal probiert?

Gute Besserung und viele Grüße

hitti

Glutamat/GABA Polymorphismen - Diagnostik und Therapie

hypo88 ist offline
Beiträge: 97
Seit: 12.11.12
GABA durchquert nicht die Blut Hirnschranke, höchstens minimal in höheren Dosierungen. Alles was direkt auf GABA wirkt, sei es mit einer Niacinverbindung, also Phenibut, oder als Benzo, macht abhängig und reguliert GABA weiter runter.

Glutamat/GABA Polymorphismen - Diagnostik und Therapie

Daenerys ist offline
Beiträge: 489
Seit: 22.04.14
Sehr interessant, dieser Thread!
Danke Gini für deine Recherchen :-)

Mich wundert auch, dass GABA hier als Supplement so hoch gelobt wird, da es eben die Blut-Hirn-Schranke nicht passieren kann. Allerdings habe ich gelesen, dass bei Menschen, deren Blut-Hirn-Schranke (aus welchen Gründen auch immer) durchlässig geworden ist, auch GABA passieren kann. Das könnte eine Erklärung sein, dass es bei manchen wirkt und bei anderen nicht. Bei mir hat GABA jedenfalls rein gar nichts bewirkt.

Zum Thema GABA und Glutamat habe ich noch Fragen:
Hat jemand von euch schon mal irgendwo darüber gelesen, was denn ein zu viel an Glutamat und zu wenig GABA sonst noch so auslösen kann?
Ich kann mir gut vorstellen, dass dies auch andere Neurotransmitter oder Hormone beeinflusst.
Hier steht z.B. etwas in dieser Richtung: https://www.quora.com/Is-it-true-tha...ptors-block-it

Ebenso habe ich gelesen, dass erhöhtes Glutamat bei Frauen während des Zyklus auch Auswirkungen haben kann. Leider habe ich mir diesen Link nicht gespeichert.

Eine weitere Frage, die mir durch den Kopf geht...
Wenn jemand Glutamat nicht verträgt oder zu viel im Hirn hat und sich mit Ernährung darauf einstellt: Wie lange dauert es, bis sich Erfolge zeigen? (leider hat hier im Thread niemand von Erfolgen oder Misserfolgen berichtet).
Ich stelle es mir wohl zu einfach vor. Glutamat weglassen und sofort geht es einem besser. Aber wie verhält es sich bei Leuten, die schon sehr lange zu viel Glutamat im Hirn haben? Müssen sich da erst die Rezeptoren von Glutamat zurückbilden und den Rezeptoren für GABA Platz machen? Oder wie funktioniert das genau?

Zu den Symptomen: Vielerorts wird berichtet, dass Symptome nach dem Essen auftreten. Aber wie zeitverzögert können sich Symptome überhaupt äussern? 5-10 Minuten danach oder Stunden danach?
Ich frage mich das auch, weil die ganze Hirnchemie so komplex ist, dass vielleicht ein Genuss von Glutamatreichen Lebensmitteln ja vielleicht noch nicht ausreichen, um gleiche eine Reaktion zu erhalten.
Als Beispiel: Wenn jemand z.B. total relaxed bin und Glutamat esse, könnte es sein, dass der Körper damit umgehen kann (weil vielleicht durch die vorangehende Entspannung mehr GABA vorhanden war).
Wenn jemand aber in einer hektischen Situation ist (Cortisol wird ausgeschüttet, Sympathikus aktiviert etc.), dann könnte dies vielleicht auch das Glutamat erhöhen.
Und es wäre ev. auch möglich, dass Glutamat nach dem Essen gar keine Reaktion gibt, aber 4 Stunden später, wenn Stress dazukommt, plötzlich schon.
Denkt ihr, das wäre möglich?

Wäre cool, wenn jemand was wüsste.

Gruss, Daenerys

Glutamat/GABA Polymorphismen - Diagnostik und Therapie

hitti ist offline
Beiträge: 1.896
Seit: 26.02.12
Hallo Daenerys,

ich kann Deine Fragen nicht mit wissenschaftlicher Sicherheit beantworten, habe aber einige eigene Erfahrungen mit Glutamat und GABA.

Seit meiner Kindergartenzeit hatte ich schon immer irgendwie mit dem Kopf mal mehr oder weniger Probleme und Symptome. Ich habe intuitiv einige Nahrungsmittel weggelassen, weil ich davon sehr schnell Kopfschmerzen bekomme. Ob das mit Glutamat zu tun hat, weiß ich nicht sicher.

Mit ca. 12 Jahren bekam ich dann auch eine Art epileptische Anfälle, auch zyklusabhängig, aber nicht nur und vor allem eher unregelmäßig bzw. phasenweise.

Viele Jahre später hatte ich viel Stress, plötzlich wurden die Anfälle heftiger und einmal war es ganz klar: Ich aß ausnahmsweise ein Fertigmenü mit Glutamat (als Geschmacksverstärker), wie ich es in meiner Kindheit öfter mal gegessen habe. Ich hatte einfach Lust drauf, aber schon nach einem Bissen bekam ich einen bisher kaum gehabten epileptischen Anfall. Ich bin mir daher ziemlich sicher, dass ich damals gar kein Glutamat mehr vertragen habe.

Es wurde dann die kommende Zeit auch immer noch schlimmer mit der Unruhe und den allgemeinen Kopfproblemen und erstmals auch Schlafprobleme. Und erst als ich einige Jahre später den Tipp zur GABA-Einnahme bekam und dieses auch regelmäßig eingenommen habe, konnte ich erleben, dass das alles wieder besser wurde. Ich weiß nicht, ob bei mir das GABA durch die Blut-Hirn-Schranke geht, aber bei mir hat es definitiv viele große Probleme gelöst und ich habe es auch wirklich eine zeitlang zum Auffüllen benötigt. Nun nehme ich es schon lange nicht mehr, wurde also auch nicht abhängig davon. Wenn ich merke, dass ich wieder GABA brauche, dann nehme ich es ganz selten auch noch kurzfristig.

Und über die Zeit konnte ich auch merken, dass ich wieder mehr essen konnte und ich durch Nahrung nicht mehr so heftige Kopfprobleme bekomme.

Ich mache zwar noch einige andere Dinge, um meine Gesundheit aufzubessern, aber die Wirkung von GABA war bei mir sehr, sehr deutlich. Es war quasi eine Erlösung und somit auch eine Entspannung im wahrsten Sinne des Wortes. Die Speicher waren einfach leer und ich wurde immer sensibler.

Ich habe mal gelesen, dass GABA-Pulver ins Gehirn gelangen kann, wenn die Konzentration hoch genug ist. Sprich: Wenn man es abends nüchtern mit Wasser kurz vor dem Schlafen einnimmt, ist die Konzentration an GABA am Gehirn (?) so hoch, dass es aufgrund des Konzentrationsgefälles in das Gehirn gelangt.

Bei mir war es aber auch zumindest zeitweise so, dass die BHS offen war.

Egal wie, mir hat GABA u.a. auch bei meinen Kopfroblemen sehr gut geholfen, vielmehr aber sicher auch gegen die innere Unruhe und die folgenden Schlafprobleme, die nicht wirkunsgvoll und nachhaltig mit anderen Mitteln zu steuern waren (es sei denn ruhig stellende Antidepressiva samt der Nebenwirkungen). Da ist mir GABA doch wesentlich lieber, zumal ich keine Nebenwirkungen davon bekommen habe. Das Kribbeln ist für mich ein Zeichen, dass es im Körper wirkt, ansonsten war es zu wenig.

Es gibt einen Neurotransmitter-Fragebogen von Klinghardt. An den Antworten kannst Du bestenfalls ablesen, was bei Dir unterversorgt ist und was Du auffüllen könntest, um die Symptome zu beheben, die dadurch ausgelöst werden.

Soweit von mir zu GABA :-)

hitti

Glutamat/GABA Polymorphismen - Diagnostik und Therapie

Daenerys ist offline
Beiträge: 489
Seit: 22.04.14
Hallo Hitti

Danke für deine Antwort.

Ich habe in den letzten Tagen ziemlich viel recherchiert zum Thema Glutamat und GABA. Das mit der Bluthirnschranke habe ich auch recherchiert. Dass sie offen ist, kommt aus verschiedenen Gründen bei sehr vielen Menschen vor.

Hast du denn mal versucht, die Regenerierung der BHS zu fördern? Das wäre doch in deinem Fall fast das wichtigste, damit das Glutamat nicht mehr in dein Hirn rein kann.

Freut mich jedenfalls, dass dir GABA so geholfen hat. Ist wirklich besser als Psychopharmaka oder sonstige Medis. Bei meinen Recherchen habe ich nicht so viele Alternativen gelesen bei zu hohem Glutamat. Aber etwas, was ich ausprobiert habe und was sofort funktioniert hat, war Oxalessigsäure (was z.B. erhöht in Kakaopulver oder Rhabarbar drin ist). Habe also die letzten Abende 30 Minuten vor dem Schlafengehen Kakaopulver mit etwas Wasser vermischt (Milch darf man nicht wegen dem Kalzium) und getrunken. Und hey, ich schlafe wie ein Bär im Winterschlaf.

Das mache ich jetzt aber nicht regelmässig bzw. auf Dauer, da Oxalessigsäure auch zu Nierensteinen führen kann, wenn der Körper längere Zeit zu viel davon aufnimmt. Aber bis ich geklärt habe, warum mein Glutamat im Hirn erhöht ist (vermutlich wegen Entzündungen) werde ich mich mit Kakaopulver behandeln. Es gibt wirklich schlimmere Medikamente

Glutamat/GABA Polymorphismen - Diagnostik und Therapie

hitti ist offline
Beiträge: 1.896
Seit: 26.02.12
Zitat von Daenerys Beitrag anzeigen
Das mache ich jetzt aber nicht regelmässig bzw. auf Dauer, da Oxalessigsäure auch zu Nierensteinen führen kann, wenn der Körper längere Zeit zu viel davon aufnimmt. Aber bis ich geklärt habe, warum mein Glutamat im Hirn erhöht ist (vermutlich wegen Entzündungen) werde ich mich mit Kakaopulver behandeln. Es gibt wirklich schlimmere Medikamente
Das ist ja sehr interessant, denn damals habe ich auch angefangen recht regelmäßig Bitterschokolade zu essen und tue es immer noch, jetzt nur noch 99% ige. (Das mit den Nierensteinen hat mich nun etwas erschreckt...)

Ich hatte und habe auf jeden Fall Entzündungen im Gehirn, seit 2009 weiß ich allerdings, dass das u.a. mit der Borrelienaktivität zu tun hat. Immer, wenn die Borrelien und/oder ihre Freunde im Gehirn Party feiern, bekomme ich wieder Kopfsymptome. Kam nur 30 Jahre keiner drauf.

Ansonsten bin ich jetzt Gott sei Dank lange nicht mehr so empfindlich wie damals, das war sehr schlimm. Ein Kaubonbon von/mit den Kindern gegessen und mich hat es auf der Straße umgehauen. Hatte sicher nicht nur was mit Glutamat zu tun, auch wenn da keine Farbstoffe etc. drin waren.

Dass mit den Nierensteinen beschäftigt mich jetzt doch ganz schön...

Glutamat/GABA Polymorphismen - Diagnostik und Therapie

Daenerys ist offline
Beiträge: 489
Seit: 22.04.14
Hallo Hitti

Schön, dass es dir stetig besser geht. Bleib dran, wenn du für dich die Lösung hast. Das mit der Borreliose ist natürlich eine knifflige Sache. Da spielt wahrscheinlich noch viel mehr mit als "nur" Glutamat. Es ist sicher gut, wenn du da entzündungsfördernde Mittel generell weglässt.
Hast du auch schon mal dein Lymphsystem unter die Lupe genommen? Man weiss ja seit 2015, dass es auch im Hirn ein Lymphsystem gibt, welches eine grosse Rolle bei Entzündungen im spielt. Wenn also die Körperlymphe "verstopft" ist oder zu wenig fliesst, kann sich das natürlich bis oben ins Hirn auswirken.
Weiter kommt mir noch in den Sinn, dass Curcumin sehr gut ist bei Entzündungen im Hirn. Es gibt ja vieles, was angeblich hilft. Aber zu Curcumin gibt es zahlreiche Studien.

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hitti ist offline
Beiträge: 1.896
Seit: 26.02.12
Zitat von Daenerys Beitrag anzeigen
Hast du auch schon mal dein Lymphsystem unter die Lupe genommen? Man weiss ja seit 2015, dass es auch im Hirn ein Lymphsystem gibt, welches eine grosse Rolle bei Entzündungen im spielt. Wenn also die Körperlymphe "verstopft" ist oder zu wenig fliesst, kann sich das natürlich bis oben ins Hirn auswirken.
Weiter kommt mir noch in den Sinn, dass Curcumin sehr gut ist bei Entzündungen im Hirn. Es gibt ja vieles, was angeblich hilft. Aber zu Curcumin gibt es zahlreiche Studien.
Hallo Daenerys,

ich bin seit Jahren auch in osteopathischer Begleitbehandlung und das hilft mir sehr bzw. wenn ich da nicht spätestens alle 2 Monate hin gehe, wird auch alles wieder schlimmer. Und wenn ich arge Kopfsymptome habe, muss ich mich zwar hinbringen lassen, aber wenn ich dann behandelt werde, ist es danach wesentlich besser. Das hat sicher u.a. auch mit dem Lymphsystem im Gehirn zu tun.

Curcumin (mit Peperin) habe ich auch schon genommen, ist jetzt aber schon lange beim Austesten kein relevantes Thema mehr. Ich koche aber ab und an mit Kurkuma und Curry.

Was mich nervt, ist dass ich zwar immer weiter komme und weiß, was ich wann machen und/oder nehmen oder lassen soll, wenn dies oder jenes auftritt. ABER ich möchte mal einen Zustand erreichen, der nicht so massiv von Terminen bei HP, Osteopathen und Einnahmen abhängig ist. Auf dies oder jenes achten, ein paar Sachen dauerhaft nehmen und dann die erprobten "Notfallsachen" ist ja okay, aber dieser extreme Rahmen, der gefällt mir so nicht, auch wenn ich natürlich sehr dankbar bin, dass ich die Möglichkeiten und Menschen hier vor Ort habe.

Liebe Grüße und selbst auch weiter viel Erfolg!

hitti


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