Me/cfs

13.04.14 01:55 #1
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Gini ist offline
Beiträge: 1.032
Seit: 18.04.09
Hallo Eva,

danke für die Auflistung. Ich habe vermutet, daß es die Gene unter "Mitochondrial function" sind. (Beim Chip4 fehlen 2 Snips).

Weißt Du schon Genaueres? Sind das alle Gene, die mit der ATP-Bildung zu tun haben, oder sind auch andere mitochondriale Funktionen dabei?

Bei der Nutrahacker-Auswertung wird noch das Gen AMPD1 getestet (A). Das ist die Adenosin Monophosphat Deaminase, die AMP zu IMP katalysiert, dann entsteht noch irgendwie ATP daraus. Die meisten seien asymptomatisch, aber als Folge von Muskelstrapazen kann es Symptome wie frühe Erschöpfung, Muskelschmerzen und Muskelkrämpfe geben. Es soll muskelspezifisch sein - habe ich irgendwo gelesen.

Gini


evalesen ist offline
Beiträge: 3.042
Seit: 20.08.09
ATP5g3, ATP5c1 = ATP-Synthese
COX5A, COSX6C (Cytochrom C Oxidase), NDUFS3, NDUFS7, NDUFS8 (NADH-Dehydrogenase Ubiquinon) = mitochondriale Atmungskette
UQCRC2 (Ubichinon-Cytochrom-Reduktase Kernprotein II) = mitochondriale Atmungskette

Hast Du einen rs für AMPD1?

Liebe Grüße, Eva

COX5A Gene - GeneCards | COX5A Protein | COX5A Antibody


Gini ist offline
Beiträge: 1.032
Seit: 18.04.09
AMPD1........rs17602729.............Risk Allele A...........69,9%. Es wurde kein NEM angegeben.

Kennst Du NEMs für die Gene aus post #12?

LG Gini


hitti ist offline
Beiträge: 1.894
Seit: 26.02.12
Zitat von paule Beitrag anzeigen
...wenn jemand eine Liste der derzeit von 23andme untersuchten Snips posten könnte
das sind derzeit über 600.000! Meinst Du wirklich alle?

Dann kannst Du in Deinen raw-data nachsehen ;-)

23andMe's New Chip - MTHFRease

Irgendwo im Forum hatte ich auch schon einmal eine andere Seite zu den Kit-Unterschieden gepostet, finde sie aber gerade nicht: Unterschied v3 zu v4 (und v1 und v2)


evalesen ist offline
Beiträge: 3.042
Seit: 20.08.09
Danke Gini.

Alles, was ATP und Mitochondrien stützt: Essentiel für das Funktionieren der Mitochondrien und der Energieproduktion in der Zelle sind

- Carnitin, am besten Carnitin-Fumarat (ist einer der wenigen natürl. Materialien, die langkettige Fettsäuren in die Mitochondrien transportieren, um sie für ATP zu verwenden) und

- Coenzym Q10 (wichtige Rolle beim Elektronentransport der Atmungskette spielt, und damit bei der Energiegewinnung und –verteilung in alle Körperzellen. Es ist somit zu 95% der an der Energiegewinnung im Körper beteiligt).

Hilfreich ist Ribose zur ATP-Unterstützung, bzw. die Nukleotiden für die Energieproduktion.


LG Eva


Gini ist offline
Beiträge: 1.032
Seit: 18.04.09
Danke Eva


evalesen ist offline
Beiträge: 3.042
Seit: 20.08.09
Auch Malic Acid ist Teil des Zitronensäurezyklus: ATP Xtra


Gini ist offline
Beiträge: 1.032
Seit: 18.04.09
Malic acid ist Apfelsäure. Entgiftet Aluminium. Hier gibt es einen Thread dazu:

http://www.symptome.ch/vbboard/oxida...felsaeure.html


Gini ist offline
Beiträge: 1.032
Seit: 18.04.09
Ich habe gerade im neuesten LEF-Magazin gelesen. Dort wird die Zöliakie/Glutenunverträglichkeit auch als Ursache/Auslöser für das CFS genannt. Im MTHFR-Support gibt es 2 Gene:

HLA...................rs2858331...........RiskAlle le G
HLA DQA1..........rs2187668............RiskAllele T

Es gibt aber noch mehr relevante Gene, die für die Gutenunverträglichkeit wichtig sind. Nachfolgende Seite nennt:

HLA-DQ2, DQ8 und DR4
AID :: Zöliakie DQ8

Leider keine rs-Nummern.


tiga ist offline
Beiträge: 1.283
Seit: 16.03.10
Hallo,

ende September hörte ich Herrn Schnakenberg auf der Fatigatio Tagung.

Er äußerte sich zu der sogenannten Penetranz von Genen.
Unter Penetranz verstehe man die Durchsetzungsfähigkeit von Genen.
Es gibt Gene, mit sehr hoher Penetranz.
Als Beispiel nannte er das Gen für eine bestimmte Neurologische Erkrankung (Chorea Huntington), das mit 99,8% eine extrem hohe Penetranz hat.
Ist dieses Gen vorhanden, tritt die Erkrankung mit 99,8%iger Wahrscheinlichkeit ein.

Im Vergleich dazu sei die Wahrscheinlichkeit an ME/CFS zu erkranken nach heutigem Kenntnistand bei Frauen und Männern unterschiedlich.

Er bezifferte die Wahrscheinlichkeit bei Männern mit 50%, die bei Frauen mit 18%, woraus man den Schluss ziehen könne, das bei Frauen die Umweltfaktoren eine größere Einflusskraft haben, als bei Männern.

Neben den hier bereits von euch aufgelisteten Genen nannte er noch

GSTT1, NAT2, GSTM1, GSTP1 --> wenn 3 dieser Gene betroffen sind, führe dies zu MCS.

(Hier eine Tabelle, aus der noch andere mögliche Gene im Zusammenhang mit MCS gezeigt werden: Table: Main gene variants studied in MCS groups.)

Ausserdem: SOD2, FKBP5

Und: UDP-Glucorunosyltransferase / UGT1A1
Dieses Gen ist bisher für Morbus Meulengracht bekannt.
Laut Schnakenberg sind in der Durchschnittsbevölkerung 12% Träger dieses Gens.
Bei ME/CFS seien über 50% Träger!
Dies könne eventuell ein Indikator für ME/CFS sein.

Grüsse - tiga
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