Vegan vs. Paleo bei Methylierungsstörungen

05.03.14 11:50 #1
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Vegan vs. Paleo bei Methylierungsstörungen

dadeduda ist offline
Beiträge: 1.503
Seit: 23.08.12
Ich frag mich bloß, warum manche Menschen sich derart auf den Schlips getreten fühlen, wenn man ihren Fleischkonsum in frage stellt.
Kann man umgekehrt genauso fragen

Ich denke, jedes Extrem beinhaltet Gefahr. Und man muss unterscheiden zwischen den verschiedenen Ausgangspositionen: Wenn jemand bereits einen gestoerten KH-Stoffwechsel hat und in gefahr laeuft, dann muss er vermutlich mal extrem sein. Bei jemandem mit gesundem Metabolismus ist eine "normale", evtl. groesstenteils vegetarische Mischkost vielleicht passend.
Wo ich wuetend werde, ist, wenn man Kinder aus ideologischen Gruenden zu etwas zwingt.
Dazu gehoert auch, dass man Ihnen schreckliche Videos vom Tiermord zeigt und dann ganz ueberrascht ist weil "das Kind will es ja gar nicht essen" ........

Genausogut koennte man Videos ueber das liebe Hauskaetzchen zeigen, wie es grausamst mit irgendeinem Singvogel oder Maeuschen herumspielt, schon mal gesehen?
Kinder leben noch nicht in der realen Welt und mit dem Gedanken an den Tod.

Ich bin aber natuerlich auch gegen diese schrecklichen Tierfabriken und Toetungswege. Da ist das Gesetz gefragt, da fehlt es an allen ecken und Enden

Vegan vs. Paleo bei Methylierungsstörungen

margie ist offline
Beiträge: 4.567
Seit: 02.01.05
Zitat dadeduda:
Aber meine Leberwerte waren unter VEGETARISMUS schlecht und sind nun zum erstenmal (nach 2 Monaten KH-arm und sehr FETTREICH) zum ersten Mal seit Jahrzehnten GUT.
Ich hatte meine schlechtesten Leberwerte zu der Zeit, als ich noch Fleisch gegessen habe. Und es ging mir viel besser, als ich mich dann vegetarisch ernährte. Der Nebel im Gehirn war plötzlich deutlich reduziert und das Allgemeinbefinden besser.

Ich habe mich aus eigener Betroffenheit sehr viel mit den Diätempfehlungen bei Lebererkrankungen beschäftigt. Man bekommt das zwangsläufig auch immer wieder mit, sei es beim Arzt, sei es auf den Vorträgen von Ärzten bei den Treffen des Selbsthilfevereins.
Bekannt ist, dass Fleischverzehr bei Leberkranken (vielleicht in geringerem Maße auch bei Lebergesunden?) zu vermehrter Fäulnisflora im Darm führt. Das wiederum begünstigt die Entstehung von Ammoniak. Ammoniak wiederum führt zu der hepatischen Enzephalopathie.
D. h. Fleisch ist für einen Leberkranken nur in geringen Mengen anzuraten, wenn er nicht ganz darauf verzichten kann oder will.

Weiterhin werden Kohlenhydrate vermehrt empfohlen, wobei man sie auch als Spätmahlzeit empfiehlt, damit die nächtliche Unterzuckerung, die einem Leberkranken droht, unterbleibt.
Gerade auf dem letzten Treffen hat eine Prof. der Uniklinik Heidelberg auf die kohlenhydratreiche Spätmahlzeit nochmals hingewiesen.

Eine der vielen im Netz zu findenden Diätempfehlungen bei Leberzirrhose sieht so aus:
Ernährung bei Lebererkrankungen

Die Ernährung bei Leberzirrhose sollte genügend Kalorien (bei einem Körpergewicht von 70 kg über 2.100 kcal pro Tag) enthalten und ausgewogen sein. Eine ausgewogene Nahrung enthält
300 g Kohlenhydrate (55%),
70 g Fett (30%) und
80 g Eiweiß (15%).
Man sieht, dass Kohlenhydrate weit überwiegen und Eiweiß den geringsten Anteil hat.
Bei den Fetten werden MCT-Fette empfohlen, das sind Pflanzenfette wie Kokosfett und Palmkernöle. Auch im Milchfett sind MCT enthalten.
Die Salzzufuhr sollte je nach Stadium der Leberkrankheit eingeschränkt werden. Daher sind kaliumreiche Lebensmittel wie Kartoffeln, Obst günstig. Kalium senkt das Natrium (und umgekehrt).

Natürlich hängt die empfohlene Ernährung auch noch vom Stadium der Leberkrankheit ab.

Wenn Du, Dadeduda, unter einer vegetarischen Kost erhöhte Leberwerte hattest (welche waren denn hoch und wie hoch waren sie denn?), dann hatte das wohl eher andere Ursachen als die vegetarische Kost.
Manche Infekte z. B. können auch mal die Leberwerte erhöhen. Oder aber falsche Nahrungsergänzungsmittel oder Medikamente können dies wohl auch.

Wenn die Leberwerte trotz des häufigen Fleischkonsums gut sind, würde ich eher glauben, dass Deine Leber dann noch weitgehend in Ordnung ist, d. h. noch keine Leberkrankheit im fortgeschrittenen Stadium vorliegen sollte.

Zitat Samuela:
Ich frag mich bloß, warum manche Menschen sich derart auf den Schlips getreten fühlen, wenn man ihren Fleischkonsum in frage stellt.
das frage ich mich auch.

LG
Margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

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margie ist offline
Beiträge: 4.567
Seit: 02.01.05
Wo ich wuetend werde, ist, wenn man Kinder aus ideologischen Gruenden zu etwas zwingt.
Ja, das sehe ich auch so. Aber umgekehrt, wie Du das meinst.
Meine Eltern haben mich immer dazu angehalten, auch das Fleisch zu essen, das auf den Teller kam. Ich mochte es aber meist nicht... das waren "Kämpfe" in meiner Kindheit, an die erinnere ich mich noch heute.

LG
Margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

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Samuela ist offline
Beiträge: 262
Seit: 16.11.12
Jo, hab ich ja auch schon von berichtet.

"Normalesser" merken gar nicht (die Argumentation hier beweist das sehr schön), dass sie ebenfalls einer Ideologie folgen und ihre Kinder im Sinne dieser erziehen.

In ihrem bahnbrechenden Buch Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen untersucht Melanie Joy, wie wir dazu kommen, manche Tiere als Freunde zu betrachten, andere dagegen als Nahrung ohne dass wir diese Unterscheidung plausibel begründen könnten.Joy erläutert die komplexen sozialen und psychologischen Mechanismen, durch die bestimmte Lebewesen in unseren Augen zu Lebensmitteln werden. Und sie zeigt, dass diese Mechanismen unterschwellig wirken, ähnlich wie bei anderen Formen der Diskriminierung. Für das unsichtbare Glaubenssystem, das darin wurzelt, hat sie einen eigenen Begriff geprägt: Karnismus .Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen ist also kein weiteres Buch, das uns erklärt, weshalb wir kein Fleisch essen sollten. Stattdessen erfahren wir hier, warum wir es tun, und erhalten so die Möglichkeit, unsere Konsumentscheidungen aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen: Karnismus - eine Einführung: Amazon.de: Melanie Joy, Achim Stammberger: Bücher Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen: Karnismus - eine Einführung: Amazon.de: Melanie Joy, Achim Stammberger: Bücher

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dadeduda ist offline
Beiträge: 1.503
Seit: 23.08.12
Wenn Du, Dadeduda, unter einer vegetarischen Kost erhöhte Leberwerte hattest (welche waren denn hoch und wie hoch waren sie denn?), dann hatte das wohl eher andere Ursachen als die vegetarische Kost.
Manche Infekte z. B. können auch mal die Leberwerte erhöhen. Oder aber falsche Nahrungsergänzungsmittel oder Medikamente können dies wohl auch.
Liebe Margie, ne, weder NEMS"s genommen, noch Medikamente.
Ich gebe hier auch nicht meine Meinung ueber DEINE Leber ab, du solltest auch nicht von ferne die Ursachen MEINER Leberwerte beurteilen. Da war ich dann doch etwas naeher dran

Ich hatte nach 10 Jahren Vegetarismus mit 3 monatigem Ausflug in die Rohkost:
Immer erhoehtes "schlechtes" Cholesterin, IMMER erhoehte Triglyceridwerte, teilweise SEHR erhoeht, Schilddruesenunterfunktion, Bauchfett, Muedigkeitssyndrom, andauernde Blaehungen etc...
FI negativ, LI negativ, Gluten negativ.

NEIMAND hat mich in der Kindheit zum Essen von irgendwas gezwungen, im Gegenteil, ich haette mir immer mehr Fleisch gewuenscht..gab es gar nicht oft

Kann durchaus sein, dass man bei einer bestehenden Leberkrankheit mit 80% KH besser faehrt, da will ich nicht beurteilen, aber davon auszugehen, dass ich durch Fett und Protein sozusagen leberkrank werden muesste, ist dann doch ziemlich absurd und ideologisch. Warum wohl sind die ganzen FRUCTOSE-Diabtesprodukte so sang-u.klanglos aus den Supermaerkten verschwunden? hmmmm...?

Samuela&Margie - ihr geht auf Vieles, dass ANDERSdenkende schreiben, auch gar nicht ein, leider, ihr habt auch teilweise nach dem Prinzip "auf den Schlips getreten" agiert, ist ja nicht so schlimm, aber beidseitig.
Beispiel Katze..
Das mit den grausamen Praktiken im Tierreich wird ja von vielen Veg's auch schlichtweg verdraengt.

Jeder, wie es ihm gut tut - Ich wuensche aber auch Allen die Ehrlichkeit, trotz Ideologie die Fakten an sich selbst wahrzunehmen. Tut gut - ist gut. Tut nicht gut - warum.

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zelnot ist offline
Themenstarter Beiträge: 688
Seit: 08.02.12
Was für ein unsinniger Name für einen Thread.

Paleo ist nicht bloss Ernährung, sondern auch Vermeidung von industrieller Nahrung, etc.

Paleo gibt es seit 12 Mio Jahren. Veganismus ist wiederholterweise Selbszersttörung der eigenen Hochkultur/Spezies > also das dümmste was man tun kann, insbesondere wenn man durch Mangelernährung bereits Erkrankt ist.

Da mach ich nicht mit, ist was für Leute mit selektiver Warnehmung und man kann nur hoffen das es keiner liest. Traurig das meine Comments mit diesem Unsinn verknüpft wurden.

Bei Paleo geht es nie um "gegen" irgenwas, das "gegen" kommt irgendwie aus der idealistischen, umnachteten Rage des Veganers. Es ging um Methylierung, und ich habe den Eindruckt dass mache Leute mit Yaskos Protokoll überfordert sind, bzw. Therapien für autistische Kinder auf ihre im Erwachsenenalter durchgeführten 23andme Tests beziehen.

Außerdem mag ich mir die fiesen Kinderbilder aus Prinzip nicht angucken, bin auch nicht der Hexen, Zombie, Superheldgucker lieber Dallas Buyers Club, Krimis und Portlandia. Wie im leben, da sind sie, die veganen Wutmangelmenschen auch aus der Traumfabrik:

Adé.



Geändert von zelnot (09.03.14 um 20:08 Uhr)

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Kullerkugel ist offline
Beiträge: 6.671
Seit: 01.06.10
Hallo margie,

warum bloß müssen wir alle leberkrank sein ?

Bekannt ist, dass Fleischverzehr bei Leberkranken (vielleicht in geringerem Maße auch bei Lebergesunden?) zu vermehrter Fäulnisflora im Darm führt.
Meine Leber ist ganz sicher etwas belastet, aber ich hatte inzwischen mehrere Darmflorauntersuchungen , in guten Zeiten wie in noch schlechteren. Ich hatte NIE eine Fäulnisflora. Ich hatte zu viele ballaststoffspaltende Bakterien....und die produzieren Zucker und Fette im Darm. Und sind damit sehr belastend.....

Und ich komme bestens über die Nacht, wenn ich abends KH meide ! Ich vermeide damit diese ständige Schaukel von Zuckerhoch und Insulinhoch. Und das ist nicht nur für die Bauchspeicheldrüse gut, sondern auch für die Leber. .

Wer nicht weiß, was ihm nun gut tun soll oder es eher nicht macht ...der möge sich untersuchen lassen.

Wie diese ganzen Gentests offensichtlich zeigen, hat Jeder etwas andere Bedingungen. Und es ist müßig , immer wieder Allen das Gleiche aufdrücken zu wollen !

Es mag ja jeder berichten , wie es ihm persönlich besser geht. Aber bitte nicht ständig diese Anfeindungen...und sinnlose Pauschalisierungen...
__________________
LG K.

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margie ist offline
Beiträge: 4.567
Seit: 02.01.05
Hallo Kullerkugel,


warum bloß müssen wir alle leberkrank sein ?
Ich habe lediglich auf die steten Ernährungs-Empfehlungen von zelnot an mich als Leberkranke reagiert und zum wiederholten Male wohl darauf hingewiesen, dass ich als Leberkranke wohl nicht noch Öl ins Feuer gießen werde, d. h. Fleisch essen werde.
Ich habe auch mal darauf hingewiesen, dass es eine hohe Dunkelziffer bei Leberkrankheiten gibt, so dass ich es für denkbar halte, dass der eine oder andere, der viel Fleisch isst, sich damit keinen Gefallen tut, wenn er auch unerkannt leberkrank wäre.
Ich würde aber nie sagen, dass Du oder ein bestimmter anderer nun leberkrank sein muss, denn hellsehen kann ich nicht.

Was ich zu der Entstehung von Fäulnisflora weiß, ist, dass fett- und eiweißreiche Ernährung zur Bildung von Fäulnisbakterien führen soll. Die Leber ist dafür zuständig, dass die daraus entstehenden giftigen Substanzen wie Ammoniak entgiftet werden.
Bei Menschen, die sehr viel Fette und Eiweiß essen, kann dies sicher dazu führen, dass die Leber es nicht schafft, alle dieser giftigen Stoffe zu entgiften.
Gleichtes gilt, wenn die Leber krank ist und ihre Entgiftungsleistung reduziert ist. Dann genügen sicher auch schon viel weniger Fette und Eiweiße, um die Leber bei ihrer Entgiftung zu überlasten.

Die Labore, die Darmflora-Untersuchungen machen, geben bei Feststellung von Fäulnisbakterien immer den Tipp, dass man sich fett- und eiweißarm ernähren sollte, damit die Fäulnisflora reduziert wird.

Wenn bei Dir also keine Fäulnisflora bisher festgestellt wurde, hast Du damit wohl auch keine Probleme. D. h. Du isst entweder nicht im Übermaß Fette und Eiweiße oder Deine Leber ist so gut, dass sie alles entgiften kann.
Tierische Eiweiße aus Fleisch sollen der Leber mehr Probleme bereiten, als pflanzliche Eiweiße oder als Milcheiweiß.

Als Leberkranke kann man mich daher nicht davon überzeugen, dass mir Fleisch essen, gut tun würde. Ich hatte zu den Zeiten, wo ich noch Fleisch gegessen habe, ständig eine Fäulnisflora. In der letzten Darmflorauntersuchung, die allerdings schon länger zurück liegt, war das nicht mehr der Fall und ich dachte, das Labor muss einen Fehler gemacht haben. Zu der Zeit war ich schon Vegetarierin.

Wie diese ganzen Gentests offensichtlich zeigen, hat Jeder etwas andere Bedingungen. Und es ist müßig , immer wieder Allen das Gleiche aufdrücken zu wollen !
Das sehe ich genauso.
Ich reagiere hier nur auf die steten Behauptungen, die hauptsächlich von zelnot kommen, dass man durch Fleisch nur gesunden kann und dass man sogar alle nur denkbaren Krankheiten bekommen soll, wenn man sich vegan oder vegetarisch ernährt.
Ohne Fleisch lebt man gesünder, was auch die Studie des DKfZ zeigt, die zum Ergebnis kam, dass Vegetarier länger leben.

Ich habe mehr ethische/moralische Vorbehalte gegenüber Menschen, die in Kenntnis der "Produktion von Fleisch", d. h. in Kenntnis der Tierquälerei, dies dennoch ohne Gewissensbisse essen können. Ich tue mich schwer, diese Einstellung zu akzeptieren.
Ich gebe zu, dass ich auch früher zu diesen Menschen gehört habe und schäme mich heute sehr dafür.
Daher habe ich auch noch Hoffnung, dass früher oder später der eine oder andere "die Seiten wechselt".
Mir geht es jedenfalls sehr nahe, wenn ich z. B. auf der Autobahn den Schweinen auf einem Tiertransporter (zum Schlachthof) direkt ins Gesicht sehen muss und den armen Tieren nicht helfen kann. Wenn ich so etwas sehe, ist "der Tag für mich gelaufen".
Vegetarier zu sein, ist für mich auch eine Art einer Lebenseinstellung mit der man bei vielen aneckt, wenn man das zu sehr thematisiert.
Aber für den guten Zweck, nämlich "Wachrütteln" und "Aufklären", ecke ich gern bei anderen an.

Ich will nun aber nicht noch viel öfters zu dem Thema diskutieren. Ich denke, alles was dazu von mir zu sagen ist, ist gesagt.

LG
Margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Geändert von margie (09.03.14 um 23:16 Uhr)

Vegan vs. Paleo bei Methylierungsstörungen

Samuela ist offline
Beiträge: 262
Seit: 16.11.12
Kann ich so unterschreiben wie Margie es sagt. Ich habe z.B. nirgendwo gesagt "Wer Fleisch isst, kann niemals gesund werden!" Zelnot tut aber genau das, sie behauptet "Wer vegan isst, kann niemals gesund werden!" Und oh Wunder, gegen die von ihr propagierte angebliche Alternativlosigkeit (Merkel lässt grüßen) der Paleo-Ernährung hat man als differenziert denkender Mensch nun mal etwas einzuwenden. Wer etwas für alternativlos hält, beweist damit mMn nach entweder Mängel beim kreativen Denken oder schlicht seinen Unwillen, auch andere Lösungen in Betracht zu ziehen.

Tut mir leid Hardliner wie Zelnot enttäuschen zu müssen, aber es gibt tatsächlich viele Menschen, die durch ihre vegane Ernährung (ob nun Mainstream-Food oder gesundheitsbewusst bis hin zur Rohkost) eine Linderung ihrer Symptome erfahren haben oder sich sogar ganz von Krankheiten befreien konnten. Positive Auswirkungen z.B. auf Krebspatienten wurden in Studien festgehalten. Wer z.B. auf seinen Säure-Basen-Haushalt achtet, der ernährt sich schon so gut wie vegan.

Und fällt etwas auf? Ich mache Aussagen über die Ernährungsform, die ICH kenne. Ob Paleo nun hilft oder nicht, darüber mache ich keinerlei Aussage, denn das weiß ich nicht. Ich weiß aber, dass es falsch ist, dass vegane Ernährung krank macht bzw. grundsätzlich eine Genesung vereiteln würde (ob das in bestimmten Situationen der Fall sein könnte und warum, darüber ließe sich diskutieren). Es ist ebenfalls falsch, dass vegane Ernährung für Kinder und Jugendliche nicht geeignet sei. Es wurde in Studien bewiesen, dass eine gut geplante vegetarische oder vegane Ernährung (und dass man gut planen sollte gilt ja wohl mal für jede Form der Ernährung) für jedes Lebensalter geeignet ist und darüber hinaus bei der Prävention bestimmter Krankheiten hilft. Wie man sich anhand all dessen überhaupt noch mit solchen Behauptungen hinstellen kann, ohne wenigstens mal zwischen den verschiedensten vegetarischen und veganen Ernährungsstile unterschieden zu haben, ist mir schleierhaft.

Darüber hinaus wird noch die Behauptung aufgestellt, dass man damit nicht nur sich selbst, sondern auch etwaigen Schutzbefohlenen schaden würde, sowohl physisch als auch psychisch. Spätestens das überschreitet die Grenze des Anstands (vom Zynismus mal ganz zu schweigen, wenn man an die traumatisierten Kinder denkt, deren Kaninchen zu Ostern auf den Tisch kamen), vor allem wenn dann noch frech behauptet wird, vegane Mütter würden ihren kleinen Kindern irgendwelche Tötungsvideos zeigen, damit sie kein Fleisch mehr essen wollen. Das sind geschmacklose Unterstellungen, die die Integrität liebevoller Mütter schamlos verletzen. Ich bin entsetzt darüber, zu welchen Mitteln manche Menschen greifen, nur um sich mit ihrer Ideologie durchzusetzen. Vielleicht aber kein Wunder, da es sich beim Carnismus um eine gewaltvolle Ideologie handelt. Wenn man mit Tieren so umgeht, warum sollte man mit Menschen anders umgehen?

Wenn ich auf Argumente wie "Katzen spielen mit Mäusen" nicht eingehe, dann weil mir das zeigt, dass unser Bildungsstand in Sachen Ethik dermaßen weit auseinander liegt, dass mir schlicht die Lust fehlt an dieses Niveau anzuknöpfen. Warum an Menschen andere moralische Anforderungen als an nichtmenschliche Tiere gestellt werden, ist Lehrstoff Ethik in der Mittelstufe. Extra für solche Fälle wurde sogar ein Omnivoren-Bingo entwickelt This Vegan's Life Blog: ZeitgenossInnen dann hat man in Ermangelung einer Diskussion auf Augenhöhe wenigstens noch etwas Spielspaß.

Wenn ich auf Argumente aus dem Gesundheitsbereich nicht eingehe, dann deshalb, weil ich für mich bereits vor 10 Jahren völlig unabhängig von gesundheitlichen Fragen entschieden habe, dass ich bei den Ungeheuerlichkeiten, die man meint Tieren antun zu können, solange es nur Profit bringt, nicht mehr mit mache. Für mich persönlich hat deshalb die Frage keine Relevanz, ob Fleisch nun gut ist oder nicht. Für mich ist die Frage relevant, wie ich meine vegane Ernährung so gestalte, dass sie meinem Körper gut tut. Dieser Frage würde ich gern nachgehen, ohne von jemandem wie Zelnot direkt oder indirekt als kindesmissbrauchender Freak mit Eisen- und B12-Mangel beleidigt zu werden.

https://vebu.de/gesundheit/studien

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dadeduda ist offline
Beiträge: 1.503
Seit: 23.08.12
Es wurde in Studien bewiesen, dass eine gut geplante vegetarische oder vegane Ernährung (und dass man gut planen sollte gilt ja wohl mal für jede Form der Ernährung) für jedes Lebensalter geeignet ist und darüber hinaus bei der Prävention bestimmter Krankheiten hilft. Wie man sich anhand all dessen überhaupt noch mit solchen Behauptungen hinstellen kann, ohne wenigstens mal zwischen den verschiedensten vegetarischen und veganen Ernährungsstile unterschieden zu haben, ist mir schleierhaft.
Her mit den Studien, 1.
2. Da ist der Unterschied, die Ernaehrung inkl. Fleisch muss man nicht so aufwaendig planen.
habe ich oben schon zum thema Puddingvegetarier wo hingeschrieben, wird ignoriert.
3.
Wenn ich auf Argumente wie "Katzen spielen mit Mäusen" nicht eingehe, dann weil mir das zeigt, dass unser Bildungsstand in Sachen Ethik dermaßen weit auseinander liegt, dass mir schlicht die Lust fehlt an dieses Niveau anzuknöpfen.
Das Beispiel habe ich gebracht, um dieses "Kaninchenbeispiel" bzgl. der Kinder zu realtivieren, die wuerden ihr Kaetzchen auch nicht mehr streicheln wollen, wenn sie das mitkriegen...Mich hat das von meiner kindlichen Katzenliebe damals befreit. Es ging um Toetung und Tod an sich in Verbindung mit kindlicher Weltauffassung.

Du hast das aber leider nicht verstanden, oder viel mehr VERSTEHEN WOLLEN, weil es dir besser ins Geschreibe gepasst hat, mich als diejenige hinzustellen, die Katzen mit Menschen vergleicht.

Und ich sehe, dass du grundsaetzlich nur in dein Weltbild Passendes mitkriegst.
B12 ist auch untergegangen, aber eine Mangelgefahr existiert vermutlich deiner Meinung nach nicht.
Da Studien:

Vitamin B12 - B12 Mangel - Vitaminmangel - Vegane Ernährung - vegetarische Ernährung - Cobalamin - Vitaminversorgung - Risikogruppen Vitaminmangel - Quellen Vitamin B12 - Bioverfügbarkeit - UGB-Gesundheitsberatung

da steht unter anderem:

Veganer häufig unterversorgt

Weitere Risikogruppen sind Veganer und Vegetarier. Da Vitamin B12 nahezu ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vorkommt, wird erwartungsgemäß bei vielen Veganern ein latenter Vitamin-B12-Mangel beobachtet. In einer Studie mit 95 deutschen und niederländischen Vegetariern wiesen 83 Prozent der Veganer und 65 Prozent der Lakto-Ovo-Vegetarier einen fortgeschrittenen Cobalaminmangel auf. Zu klinischen Symptomen kommt es in dieser Phase zwar noch nicht, bei einem weiteren Fortschreiten sind diese jedoch zu erwarten. Bei der Vergleichsgruppe, die auch Fleisch verzehrte, lag der Vitamin-B12-Status bei über 85 Prozent der Teilnehmer im Normbereich. Weitere Untersuchungen wie die Deutsche Vegan-Studie bestätigen diese Ergebnisse. Ob die erhöhten Homocysteinspiegel bei Vegetariern und Veganern eine klinische Bedeutung haben, ist unklar. Pflanzlich betonte Kostformen weisen zahlreiche gesundheitliche Vorteile auf, weshalb Vegetarier und insbesondere Veganer ein deutlich niedrigeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben als die Allgemeinbevölkerung. Vermutlich wird dieser Vorteil jedoch durch hohe Homocys*teinwerte wieder eingeschränkt.
und:

Um die täglichen Verluste von etwa 0,1 Prozent des Körperbestandes auszugleichen, sind etwa 1-3 Mikrogramm (µg) pro Tag nötig. Nach Hinzufügen von Sicherheitszuschlägen empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) eine tägliche Aufnahme von 3 µg Cobalamin für Erwachsene. Verringert sich der Speicher, senkt der Körper die Ausscheidung auf nahezu Null. Entsprechend dauert es selbst bei einer Vitamin-B12-freien Ernährung viele Jahre, bis die Speicher völlig entleert sind. Das erklärt, weshalb auch Veganer bei vorher normal gefüllten Speichern erst nach langer Zeit einen klinischen Mangel entwickeln.
Kann mir nicht vorstellen, dass du das auch durchliest, mein Eindruck, aber gepostet habe ich fuer die Kinder, die dann nach JAHREN an den Folgen leiden koennten.

Im Uebrigen passt dein Ton so gar nicht zu deinem von dir postulierten Bildungsstand.


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