CBS: Gen-Polymorphismen und Behandlung

07.03.14 02:20 #1
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CBS: Gen-Polymorphismen und Behandlung

hitti ist offline
Beiträge: 1.894
Seit: 26.02.12
Zitat von Prema Beitrag anzeigen
Dr.Yasko lässt ja Taurin im Harn bestimmen, um zu sehen wie weit es mit der Schwefelausleitung gediehen ist.
Hallo Prema,

kannst Du mir noch kurz erläutern, wie es sich dann mit dem Taurinergebnis im Harn verhält?

Taurin zu hoch, dann... Taurin niedrig, dann...

Eventuell Substitution von Taurin?

Ich frage a) weil ich jahrelang Taurin recht hoch dosiert (nach kinesiologischer Testung) genommen habe und b) weil ich aktuell ein "Schwefelproblem" habe (und schon länger kein Taurin mehr nehme).

Das Taurin hat mir damals sehr gut getan!

Grüße

hitti

CBS: Gen-Polymorphismen und Behandlung

Brigitka ist offline
Beiträge: 1.803
Seit: 06.04.09
Zitat von Gini Beitrag anzeigen
Yasko schreibt (Seite 149), daß bei einer Mutation von MTHFR A 1298C die Entgiftung und Limitierung von Ammoniak herabgesetzt ist. Wer also hier auch noch eine Mutation hat, muß doppelt aufpassen.
Gini, meinst Du das Buch "Genetic bypass" was man sich herunterladen kann? Da habe ich auf Seite 149 nämlich nix darüber gefunden.
MTHFR habe ich auch heterozygot.

LG, Brigitka

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Brigitka ist offline
Beiträge: 1.803
Seit: 06.04.09
Zitat von Gini Beitrag anzeigen
man kann Ammoniak auch mit Medizinalkohle senken. Vor dem zu Bett gehen auf leeren Magen mit Abführmittel, da es stopft. Yasko empfieht Magnesium-Zitrat.
Hallo Gini,

meine Sulfate sind ja schon runter mit dem Bentonit, hatte ich weiter oben geschrieben. Kann mir vorstellen, daß es ev. auch für das Ammoniak funktioniert.
Mit dem stopfen das stimmt, hatte auch extra Magnesiumzitrat genommen. Aber die letzten Tage bekam ich eklige Wassereinlagerungen in den Unterschenkeln und vor allem in den Knöcheln und den Füßen. Die waren selbst am Morgen noch da. Irgendwie sind die Gifte nicht schnell genug rausgekommen.

Jetzt habe ich das Bentonit erstmal abgesetzt und nehme nur die Reiskleie. 2x1-2 TL ins Essen. Muß nochmal nachlesen wieviel das sein muß wegen dem PCB. Jetzt sind die Schwellungen fast weg.

Ich habe mir vor ein paar Monaten eine Liste ausgedruckt (leider nicht abgespeichert, wo das war), die Yasko vermutlich verwendet um anzukreuzen, welchem Patienten sie was verordnet. Da sind alle Mutationen aufgelistet und jeweils darunter die NEMs, die in Frage kommen. Dann muß sie nur noch das Passende ankreuzen oder die Dosis vermerken. Ich meinte, es sei bei NRI gewesen (NRI - KnowYourGenetics.com), finde sie aber jetzt nicht mehr.
Doch, da ist eine, mehr in Textform nacheinander. Eva hatte irgendwann (meine jedenfalls daß sie es war) eine mit mehrehren Spalten und zum Ankreuzen gepostet, aber ich weiß auch nicht mehr wo das war

Deinen anderen Link kannte ich noch nicht, muß ich nächsten durchackern, danke.

@Hitti

Ich habe nach meiner 4 Jahre alten Aminosäurendifferenzierung (im Blut) geschaut, und da war alles im grünen Bereich.Für die Aminosäuren wird kein Referenzbereich angegeben, sondern nur ein Höchstwert, der nicht überschritten werden sollte.
Dicht am oberen Wert waren bei mir Arginin, Tryptopan und Taurin mit 11,6 mg/l (<12 mg/l)
Damals habe ich aber noch kein MSM genommen. Und da hatte ich das letzte Jahr auch das Gefühl ich brauche das und es tut mir gut. Fingernägel waren endlich nicht mehr splitterig und weniger Schwellungen in den Beinen.

Nachdem ich das Sulfat runterbekommen habe, nehme ich jetzt wieder etwas MSM, muß mal nachmessen, ob sich das aufs Sulfat ausgewirkt hat.

LG, Brigitka

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evalesen ist offline
Beiträge: 3.042
Seit: 20.08.09
Brigitka, das ist die Supplementliste von Dr. Nancy Mullan.

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Gini ist offline
Beiträge: 1.032
Seit: 18.04.09
Ich lese gerade das neue Buch von Kuklinski "Mitochondrientherapie - die Alternative" und fasse mal zusammen, was dort über Ammoniak steht:

- Der Abbau von giftigem Ammoniak zu harmlosem Harnstoff findet zum Teil in den Mitochondrien statt. Dazu braucht es ATP. Als Cofaktor muß Mangan vorliegen, damit der Zyklus "rund" läuft. Auch Zink wird gebraucht.

- Ammoniak im EDTA-Blut sollte weniger 50 mcmol/l betragen. Wird die Mitochondriopathie zu forsch behandelt, kann Ammoniak schnell zu stark ansteigen. Es hemmt die Mitochondrien-Funktionen.

- bei hohen Ammoniakbelastungen sollte Alpha-Ketoglutarsäure eingesetzt werden: 3 x 300 mg/Tag. An anderer Stelle schreibt er morgens und mittags 300 mg/Tag.

- Auch Laktulose 2 x 1 EL ist eine Gegenmaßnahme gegen hohes Ammoniak

- Silicium bindet Ammoniak

- bei Ammoniakbelastungen sollten Proteine in der Nahrung maximal 1 g/kg Körpergewicht betragen. Lieber fettreicher essen.

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Brigitka ist offline
Beiträge: 1.803
Seit: 06.04.09
Prima Zusammenfassung, Gini.

Habe eben mal auf die Schnelle nach Alpha Ketoglutarat gegoogelt. Das schein ja ein wahres Wundermittel zu sein. Gibt es übrigens bei Myprotein als Pulver. mit Ornithin im Verhältnis 1:2. Leider habe ich mich neulich gerade mit Ornithin eingedeckt.

Laktulose hatte ich vor Jahren schon mal, das gab üble Blähungen. Vielleicht teste ich das nochmal, jetzt wo ich die Würmer erstmal los bin. Soll ja auch die Bifidos wachsen lassen.

LG, Brigitka

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evalesen ist offline
Beiträge: 3.042
Seit: 20.08.09
Zitat von Brigitka Beitrag anzeigen
Habe eben mal auf die Schnelle nach Alpha Ketoglutarat gegoogelt. Das schein ja ein wahres Wundermittel zu sein. Gibt es übrigens bei Myprotein als Pulver. mit Ornithin im Verhältnis 1:2.
Ich würde aufpassen bei CBS-Überregulierung: CBS-Überregulierung führt zur erhöhten Produktion von Alpha-Ketoglutarsäure, das in Glutamat, einen stimulierenden Neurotransmitter, umgewandelt wird

lt. Amy Yasko

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Prema ist offline
Beiträge: 747
Seit: 11.01.10
Zitat von hitti Beitrag anzeigen
kannst Du mir noch kurz erläutern, wie es sich dann mit dem Taurinergebnis im Harn verhält?

Taurin zu hoch, dann... Taurin niedrig, dann...
Hallo hitti, Dr.Yasko schreibt dass bei einer CBS-Überregulierung in der Regel der Taurin-Wert steigt, d.h. Cystein wider schnell in Taurin umgewandelt wird statt dass Glutathion entsteht im Sulfatzyklus, dafür bleibt dann das Homocystein niedrig.
Wenn man die Methylierung ankurbelt mit Methylgebern, dann können die Stoffe bei einer CBS-Mutation schnell wieder den falschen Weg nehmen, was zu überhöhtem Taurin-Spiegel führt. Somit ist Taurin ein Indikator für das Tempo bei der Methylierung. Yasko empfiehlt, Taurin während des Methylierungsprotokolls 2-3x im Jahr zu überprüfen.
Taurin wird wohl bei einer CBS-Mutation nur zu niedrig sein, wenn man nicht richtig methyliert (MTHFR-Blockade).

Ich habe gehört, Cutler lässt Cystein messen um zu beurteilen, ob man konzentriertere schwefelhaltige Ausleitungsmittel verträgt.

Liebe Grüße
Prema

Geändert von Prema (21.06.14 um 23:48 Uhr)

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Gini ist offline
Beiträge: 1.032
Seit: 18.04.09
Hallo Brigitka,

sorry, ich habe Deine posts übersehen. Manchmal übersehe ich eine neu aufgeblätterte Seite. Ich meinte das Buch "Autism: Pathways to recovery".

Die Supplementlist habe ich inzwischen im Thread "Genetische Tests/Gedankenaustausch..." gepostet, weil sie für alle von Interesse ist.

Ich zitiere mal Kuklinski wörtlich, weil der Satz nicht ganz einwandfrei geschrieben ist. Seite 53:

Ammoniak ist ein giftiges Abbauprodukt von Aminosäuren, das weiter zu Harnstoff abgebaut wird. Fehlen dafür die Mikronährstoffe oder liegt eine Überlastung des Abbauweges vor, kommt es zur Ammoniakbelastung. Gegenmaßnahmen sind 1. fettreicher, dafür aber weniger Eiweiß essen (max. 1g P/kg Körpergewicht), 2. die Einnahme von Laktulose (2x1 EL) bei Unverträglichkeit kann alpha-Ketoglutarat (früh und mittags je 300 mg) helfen.
Es fehlt vermutlich ein Komma nach der Klammer nach Laktulose. Bezieht sich das alpha-Ketoglutarat vielleicht auf die Unverträglichkeit von Laktulose, und nicht auf das Ammoniak? - Hilft aber alles nichts, wenn sie bei CBS-Überregulierung kontraindizeirt ist.

LG Gini

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Gini ist offline
Beiträge: 1.032
Seit: 18.04.09
Noch eine Korrektur. Auf Seite 83 schreibt Kuki:

Der Organismus bildet täglich 1,5 bis 2,0 kg Alpha-Ketoglutarsäure, die sofort im Citratzyklus umgesetzt wird. Die Reaktion benötigt Vitamin B2, Alpha-Liponsäure und Magnesium. Alpha-Ketoglutarsäure sollte eingesetzt werden bei hoher Ammoniakbelastung und bei nachgewiesenem Defizit und bei Erkrankungen der Haut, Sehnen, des Bindegewebes, Zahnfleisches und des Knorpels.... . Die Dosierung sollte 3 x 300 mg/Tag betragen.
Stimmt schon. Angezeigt bei Ammoniakbelastungen.

Ich glaube, wir sollten einmal einen Thread starten, der auflistet, was alles zu erhöhtem Glutamat führt. Können wir alle nicht gebrauchen.


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