CBS: Gen-Polymorphismen und Behandlung

07.03.14 02:20 #1
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CBS: Gen-Polymorphismen und Behandlung

malk ist offline
Beiträge: 1.188
Seit: 26.08.11
Zitat von Gini Beitrag anzeigen
Ich habe bei unserem Großlabor hier vor Ort angefragt. Sie bieten den Test auch an. Kosten nur 14,75 Euro. Da kann ich zur Blutabnahme hinfahren, und sie übnernehmen dann das ganze Labortechnische. Vielleicht gibt es das bei Euch auch vor der Haustüre (?).
Zur Info: Ich hab mal bei mir zuhause (Österreich) bei zwei Laboren in der Nähe angefragt:
eines macht Ammoniak um Euro 17,70 plus 6,60 für die Blutabnahme
das andere macht Ammoniak um 63,-
Das zweite macht übrigens auch Sulfite und Sulfate im Blut, Preisauskunft habe ich keine, da die verantwortliche Sachbearbeiterin nicht da war.

CBS: Gen-Polymorphismen und Behandlung

de bear ist offline
Themenstarter Beiträge: 961
Seit: 16.06.13
Zitat von Brigitka Beitrag anzeigen
@de baer: wie hast Du das geschafft auf über 600 zu kommen? Hatte ich letztens im MSM Thread gelesen.

LG, Brigitka
Nichts grossartiges, bloss keine Brokolli mehr, weniger Zwiebel, und Molybdän und manchmal Mangan. Allerdings konsequent Methylierungs-NEMs. Wenn ich viel trinke bin ich manchmal bei 200.

LG de bear

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Gini ist offline
Beiträge: 1.032
Seit: 18.04.09
Hallo Brigitka,

Deine Fragen zu den Nieren habe ich nicht verstanden. Bei Harnwegsinfektionen, die in der Regel Blasenentzündungen sind, kommen die Bakterien ja erst in den Urin, nachdem die Nieren den Harn in die Harnleiter/Blase abgegeben haben. Die Nieren müssen also das Ammonium, das von den Bakterein produziert wird, gar nicht herausfiltern.
Oder geht das Ammoniak, das in der Blase gebildet wird, noch irgendwie über die Blasenwand zurück in den Blutkreislauf? Hm.... Darüber haben wir nicht gesprochen....

Gestern kam noch eine offizielle Absage vom Labor Lademannbogen. Sie hatten den Test schon länger eingestellt, weil er sich nicht mehr gerechnet hat. Sie hatten dann gehofft, ich würde für eine Studie mit größeren Stückzahlen anfragen würde, dann hätte es sich für sie wieder gelohnt, den Test zu machen. Sie haben aber auf der betreffenden Internetseite nun auch die entsprechenden Angaben in mmol/l bzw. mmol/die für das Ammoniak ausgewiesen. Die beiden Einheiten /l bzw, /die sind nun doch nicht ganz identisch. Da habe ich möglicherweise in der mail etwas falsch verstanden.
Der Test könnte aber irgendwann noch interessant werden, sollten unsere CFS-Behandler auf den Zug mit der Genetik aufspringen und der Test oft gefragt sein. Deshalb ist es kein Fehler, das Labor hier zu posten.

Zu den Teststicks aus der Aquaristik (Ammonium und Ammoniak) habe ich auch noch recherchiert. 3 verschiedene habe ich gefunden. Sie operieren aber von den Einheiten her in Bereichen, die nicht mit unseren übereinstimmen.

Erst einmal die Links zu den 3 verschiedenen. Der erste wurde schon weiter vorne im Thread verlinkt:

JBL Schnelltest Ammonium/Ammoniak NH4/NH3

Laborhandel Krumpholz*-*M&N Visocolor alpha Ammonium 0,2-3 mg/l, Anzahl Best.: 50 #935012

Laborhandel Krumpholz*-*QUANTOFIX Ammonium, 0-400 mg/l, 100 Teststbchen/Dose mit Reagenzien #91315

Der dritte Test von Quantofix (Ammonium) hat als Einheit 0-400 mg/l. Wenn ich das mit den Einheiten von Lademannbogen vergleiche, dann gibt es eine Schnittmenge. Lademannbogen gibt für den Test Ammonium im Urin als Referenzbereich an: 360 - 900 mg/l (20 - 50 mM/l). (Die Zahlen in Klammern sind entsprechend für das Ammoniak und kongruieren mit dem Yasko-Test). Da die Quantofix-Stäbchen aber nur bis 400 mg gehen, würden sie nur den untersten Normbereich anzeigen. Also erst wenn das Ammoniak heruntergeregelt ist und den unteren Normbereich erreicht, taugen die Sticks eventuell etwas. Ich weiß aber nicht, wie das bei den Stäbchen mit Ammonium und Ammoniak und der Umrechnung ist. Das soll ja pH-abhängig sein (?).

Mehr an Sticks habe ich nicht gefunden, heißt aber nicht, daß es noch weitere gibt.

LG
Gini

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Brigitka ist offline
Beiträge: 1.803
Seit: 06.04.09
Zitat von Gini Beitrag anzeigen
Hallo Brigitka,

Deine Fragen zu den Nieren habe ich nicht verstanden. Bei Harnwegsinfektionen, die in der Regel Blasenentzündungen sind, kommen die Bakterien ja erst in den Urin, nachdem die Nieren den Harn in die Harnleiter/Blase abgegeben haben.
Hallo Gini,

na, das ist es doch gerade. Wir wollen ja keine Bakterien testen, die in der Blase Ammonium produzieren. Sondern bei uns ist es via Darm im Blut und kommt (eventuell) vom Blut in den Urin, wo es dann getestet wird. Deswegen habe ich mir Gedanken gemacht, ob es vielleicht herausgefiltert werden könnte.
Vielleicht frage ich mal bestnews, unsere (unfreiwillige) Nierenexpertin hier.

LG, Brigitka

LG, Brigitka

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Gini ist offline
Beiträge: 1.032
Seit: 18.04.09
Nun versuch ich mal, ob das Hochladen des Runow-Aminosäuren-Tests klappt:
Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Amino-Acids-24hrUrine-Sample-Report.pdf (425,9 KB, 9x aufgerufen)

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Gini ist offline
Beiträge: 1.032
Seit: 18.04.09
Hallo Brigitka,

ich sehe das so, daß wenn kein Blaseninfekt vorliegt (das merkt man ja), daß dann auch keine Bakterien da sind, die Ammoniak produzieren können. Dieses Problem hätte das Yasko- und Runow-Labor sonst ja auch.

Die einzige Konsequenz daraus heißt, den Test nicht zu machen, wenn man einen Harnwegsinfekt hat, sonst kann es zu falsch positiven Befunden kommen.

Ganz selten sind stumme Blaseninfektionen, die keine Beschwerden machen. Ich weiß von jemanden, der oft Blasenentzündungen hatte, und nach einer Antibiotika-Kur zur Kontrolle nochmals den Urin abgeben mußte. Es waren Bakterien drin, der Patient hatte aber keine Beschwerden. Kaum von der Praxis zuhause, ging es mit Beschwerden los, aber wie! Solche Geschichten gibt es. Also Patienten mit häufigen Blaseninfekten müssen bei dem Test vorsichtig sein, oder eben dann doch lieber das Ammoniak im Plasma bestimmen lassen.

Gini

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Gini ist offline
Beiträge: 1.032
Seit: 18.04.09
Das Labor Lademannbogen bietet den Test "Ammoniak im Plasma" auch an inclusive der nötigen Gefrier-Verpackung für den Postversand (extra anfordern). Preis laut mail-Auskunft 12,82 €.

Analysen-Spektrum - Labor Lademannbogen

LG
Gini

PS: Sorry, die Verlinkung klappt wieder nicht. Im Suchfeld "Ammoniak im Plasma" eingeben, dann den ersten Eintrag anklicken.

Geändert von Johanna (06.06.14 um 21:11 Uhr) Grund: Link verbessert

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Brigitka ist offline
Beiträge: 1.803
Seit: 06.04.09
Manche Labore in D bieten den Ammoniak im Plasma Test als IGEL Leistung zwei € günstiger an. Muß man nach fragen.

Dem Postversand in der Spezialverpackung traue ich bei der Hitze nicht so recht. So lange, wie die manchmal mit dem Postauto in der Hitze unterwegs sind..

Gruß, Brigitka

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Brigitka ist offline
Beiträge: 1.803
Seit: 06.04.09
Zu Ammoniak habe ich gerade nachgelesen, daß es auch von der Leber entgiftet wird und dann als Harnstoff über den Urin entsorgt wird. Dann kann es nicht mehr im Urin gemessen werden, oder sehe ich das falsch?
VG, Brigitka

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Gini ist offline
Beiträge: 1.032
Seit: 18.04.09
Hallo Bigitka,

Yasko schreibt auf Seite 164, daß der Hanrstoffzyklus sowohl das Ammoniak, das durch den Proteinabbau aus der Nahrung stammt, entgiftet, als auch jenes, das aus der CBS-Überregulierung stammt.

Ich habe das so verstanden, daß wenn Ammoniak durch den Harnstoffzyklus nicht mehr ausreichend entgiftet werden kann, weil zuviel anfällt, oder der Ammoniak-Abbau irgendwie gestört ist, daß dann vermehrt Ammoniak über die Niere und den Harn ausgeschieden wird. Es ist dasselbe wie mit dem Homocystein. Klappt der Abbau von Hcy nicht und fällt im Blut zuviel an, wird es über die Niere vermehrt ausgeschieden, was im gesunden Organismus nicht der Fall ist (Homocystinurie).

Onmeda.de schreibt, daß es zu einem Ammoniaküberschuß im Blut kommen kann durch:

- fortgeschrittene Lebererkrankungen (z.B. Leberzirrhose, Hepatitis, Leberversagen)
- Nierenschwäche (Niereninsuffizienz)
- eiweißreiche Ernährung (bei gestörter Entgiftungsfunktion der Leber)
- Enzymdefekte
- Reye-Syndrom (lebensbedrohliche Erkrankung bei Kindern, in deren Verlauf es zu Hirn- und Leberschäden kommt)
- Harnwegsinfekte
- Chemotherapie

Ammoniak - Onmeda.de

Es gibt also eine ganze Reihe von Ursachen für zu hohes Ammoniak. Die Harnwegsinfekte werden hier zu den Ursachen gezählt, wodurch klar wird, daß das Ammoniak durch die Blase ins Blut diffundieren kann. Ich frage mich an dieser Stelle, ob nicht auch Bakterein allgemein, wenn sie sich intrazellulär vermehren, bei Infektionen im Körper Ammoniak produzieren können (?).

Eine Powerpoint-Präsentation des Uniklinikums Saarland nennt weitere Ursachen für zu hohes Ammoniak im Blut, die aber schlecht zu erfassen sind, da hier nur stichpunktartig die Biochemie zusammengefaßt ist. Störungen im Harnstoffzyklus stehen jedenfalls an erster Stelle.

Im Gewebe kann Ammoniak noch entgiftet werden, da spielen Glutamat und Glutamin eine Rolle. Und die Niere kann Ammoniak (NH3) aus Glutamin freisetzen, darüber hinaus Harnstoff und Ammonium (NH4+).

Zusammenfassung. Stationen der Ammoniakentsorgung:
- Gewebe: Fixierung von NH3 in Glu und Gln
- Leber: Harnstoffzyklus
- Niere: Freisetzung von NH3 aus Gln, Ausscheidung von Harnstoff (Urea) und NH4+
http://wwwalt.med-rz.uni-sb.de/med_f...inosaeuren.pdf

Glu ist Glutamat, Gln Glutamin.

Ich verstehe das so: Wenn zuviel Ammoniak im Blut anfällt, wird es zusätzlich über das Gewebe mittels Glutamin entgiftet, und kann dann direkt in der Niere aus Glutamin freigesetzt und in den Harn abgegeben werden. Dann liegt Ammoniak auch im Urin vor.

Ammoniak ist zytotoxisch und neurotoxisch. Als molekulare Ursache für die Neurotoxizität von Ammoniak wird in der Powerpoint-Präsentation die Hemmung des Citratcyclus durch α-Ketoglutarat-Mangel im Gehirn genannt.

LG
Gini

Geändert von Gini (10.06.14 um 19:18 Uhr)


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