Genetische Tests (Erfahrungs- und Gedankenaustausch)

26.09.13 18:02 #1
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AW: Genetische Tests (Erfahrungs- und Gedankenaustausch)

hitti ist offline
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Ich verlinke dann hier mal zum Thread "Resistente Stärke" (Darm) und führe den genetischen Austausch zum Thema Histamin hier weiter.

http://www.symptome.ch/vbboard/ernae...ml#post1076940

#2424 - #2427

VG, hitti

Genetische Tests (Erfahrungs- und Gedankenaustausch)

hitti ist offline
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Hallo Hitti,

ich verlinke hier den Chris Kresser Artikel über Histaminintoleranz mit der deutschen Übersetzung: http://www.symptome.ch/vbboard/ernae...ml#post1042262

Mutationen, die den Histaminabbau beeinflussen, sind:

DAO rs3741775 AA
DAO rs2111902 GT
DAO rs2070586 AG

MAO-A rs2072743 TT
MAO-A rs1137070 TT
MAO-B rs1799836 TT

HNMT rs1349992 GG

Ich habe bei 2 DAO heterozygot, bei einem MAO homozygot, sonst nichts. Bei mir dürfte das Histaminthema aus dem Darm kommen, da paßt der FUT2 dazu, den haben bei uns alle homozygot. Da man mit FUT2 weniger Bifidobakterien hat, und daher zu Candidaüberwucherung neigt, weil man die Bifidos zum abbauen braucht, und Candida über die Acetaldehyde Histaminausschüttung induzieren, gehört auch der FUT2 zum Histaminthema dazu.

MAO, HNMT und DAO behandelt man über die angekurbelte Methylierung, den FUT2 behandelt man therapeutisch mit hochdosierten Probiotika und Prebiotika, und lebenslang mit einer höheren Dosierung von Fasern, fermentiertem Gemüse und der zusätzlichen probiot. Gabe von Bifidobakterien.

LG Eva
Danke Dir herzlich, habe gleich mal nachgesehen und meine Allele dahinter gefügt:

DAO rs3741775 AA AC
DAO rs2111902 GT GT
DAO rs2070586 AG AG

MAO-A rs2072743 TT TT
MAO-A rs1137070 TT TT
MAO-B rs1799836 TT TT

HNMT rs1349992 GG AG

Das sieht doch schon danach aus, dass ich auch genetisch ein Thema mit Histamin haben könnte (FUT2 habe ich nicht, wenn ich mich richtig erinnere).

Und gleich noch eine Verständnisfrage: Bei einem Mitglied meiner Familie steht bei den MAO-Snips immer nur ein Allel bei den Rohdaten...?!? Woran kann das denn nun wieder liegen? (Es ist übrigens immer das T, also auch nichts gutes zu erwarten).

LG

hitti

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hitti ist offline
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Hier mal ein Ausschnitt aus Kressers Artikel zu Histaminintoleranz:

Der Gesundheitszustand und genet. Faktoren bestimmen die Empfindlichkeit gegen Histamin. Wenn jemand homozygote MAO-Mutationen hat, und zusätzlich homozygot für MTHFR ist, und die Methylierung aus diesem Grund beeinträchtigt ist, und man hat auch einen Defekt in Diaminoxidase, um somit schlechter Histamin bricht, sowie genetisch bedingte Überaktivierung von Mastzellen und Produktion von Histamin, wird man wahrscheinlich ziemlich empfindlich gegen Histamin sein. Es wird wahrscheinlich nicht viele von diesen Menschen geben, die eine so einzigartige Konstellation der Dinge zusammen hat. Hier muß man bei fermentierten und anderen histaminreichen Lebensmitteln vorsichtig sein. Und/oder man benötigt, ein natürliches Antihistaminikum oder Diaminoxidase.
http://www.symptome.ch/vbboard/ernae...ml#post1042262

Okay, MAO und MTHFR homozygot habe ich auf jeden Fall, dann wäre der nächste Schritt auch noch zu wissen, ob ich eine "genetisch bedingte Überaktivierung von Mastzellen und Produktion von Histamin" zusätzlich habe.

An welchen Genen/Snips erkennt man das nun wiederum?

Würde mich ehrlich gesagt nicht wundern, wenn ich zu diesen wenigen Menschen mit der "einzigartigen Konstellation" gehören würde ;-) Genetisch bedingter schlechter Histamin-Abbau und zugleich genetisch bedingte erhöhte Histaminproduktion.

Wenn ich das richtig verstanden habe, kann man dann auch medikamentös etwas zum Histamin-Abbau beitragen (neben einer HIT-Diät, die bei mir wohl eher einer Null-Diät entspräche...).

Hier muß man bei fermentierten und anderen histaminreichen Lebensmitteln vorsichtig sein. Und/oder man benötigt, ein natürliches Antihistaminikum oder Diaminoxidase.
Kennt jemand "natürliche Antihistaminika" und/oder gute Quellen für Diaminoxidase (ohne viel Zusatzstoffe)?

Viele Grüße

hitti

...die gerade etwas deprimiert ist, dass sie das Thema nun auch noch haben soll :-(

Genetische Tests (Erfahrungs- und Gedankenaustausch)

evalesen ist offline
Beiträge: 3.039
Seit: 20.08.09
Zitat von hitti Beitrag anzeigen
Okay, MAO und MTHFR homozygot habe ich auf jeden Fall, dann wäre der nächste Schritt auch noch zu wissen, ob ich eine "genetisch bedingte Überaktivierung von Mastzellen und Produktion von Histamin" zusätzlich habe.
An welchen Genen/Snips erkennt man das nun wiederum?
Soviel ich weiß, ist die genet. bedingte Überaktivierung von Mastzellen, die nicht von Methylierung und Darm abhängt, noch nicht so gut erforscht, und sehr selten. Aber Deine Methylierungsgene wirken sich definitiv auf den Histaminabbau aus. Vielleicht paßt das auch zu Deiner entzündlichen Reaktion auf die RS? Jede Immunreaktion triggert ja auch Histamin.

Zitat von hitti Beitrag anzeigen
Kennt jemand "natürliche Antihistaminika" und/oder gute Quellen für Diaminoxidase (ohne viel Zusatzstoffe)?
Vitamin C, Quercetin, Weihrauch und Bifidobakterien bauen Histamin ab.

Zitat von hitti Beitrag anzeigen
...die gerade etwas deprimiert ist, dass sie das Thema nun auch noch haben soll :-(
Keiner hat perfekte Gene, bei jedem findet man irgendwas. Toll, daß Du Dich um Deine Themen annimmst!!!!

Liebe Grüße, Eva

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Brigitka ist offline
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Hallo Hitti,

hochdosiertes VC ist ein gutes Antihistaminikum. Da mußt Du aber schon so 10g täglcih nehmen. Bei der Schlagsahnediät, als ich immer höheren und auch stark unangenhmen Puls bekam, habe ich das genommen und gleich ist der Puls etwas runter.

VC zum Essen erhöht auch die Eisenaufnahme.

Ist dein Familienmitglied mit nur einem Allel bei MAO zufällig männlich? Vielleicht sitzt das Gen auf dem Y Chromosom.

LG, Brigitka

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hitti ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.894
Seit: 26.02.12
Zitat von Brigitka Beitrag anzeigen
Ist dein Familienmitglied mit nur einem Allel bei MAO zufällig männlich? Vielleicht sitzt das Gen auf dem Y Chromosom.
Yip, so was hatte ich mir auch schon gedacht, aber verstehen tue ich es dennoch bei der Hitze gerade nicht... Weshalb dann eins und nicht keins? Müsste es nicht eher auf dem X-Chromosom liegen? Und was bedeutet das dann praktisch mit immer einem T, wenn TT die Risk-Variante ist (bei Frauen)?

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hitti ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.894
Seit: 26.02.12
Zitat von evalesen Beitrag anzeigen
Vitamin C, Quercetin, Weihrauch und Bifidobakterien bauen Histamin ab.
Zitat von Brigitka Beitrag anzeigen
VC zum Essen erhöht auch die Eisenaufnahme.
Vitamin C nehme ich im Cocktail täglich 4 g liposomal, müsste dann wohl reichen, Quercentin habe ich meiner Meinung nach schon mal von jemandem zum Testen bekommen, war dann aber wohl negativ. Bifido geht auch nicht (habe ich ja hier noch im Kühkschrank stehen) und um Weihrauch werde ich mich dann doch mal kümmern. Brachte es bisher immer mit Schmerzen und Gelenken in Verbindung.

Ich danke Euch und werde wohl erst einmal am Thema dran bleiben. Immerhin wäre es mal wieder eine Ergründung, wie bei dem MTHFR damals, damit bin ich ja dann auch weiter gekommen. Aber mit dem Essen, das tut mir so dermaßen in der Seele weh, das nimmt mir wirklich was, denn für mich ist essen eben mehr als Nahrungszufuhr, zumal wenn man gut und gerne kocht, dazu saisonal und möglichst natürlich. Aber all das interessiert das Thema Histamin, Gluten, Laktose und Fruktose aber nicht im geringsten. Salicyl nicht zu vergessen. Ein paar richtige Allergien sind ein Klacks dagegen.

Histamin und Urtikaria bringe ich ja in Verbindung, aber dass mein Hautproblem auch ein großes Histaminproblem sein könnte, durchschaue ich erst jetzt so langsam...

Schönen Abend Euch noch!

hitti

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hitti ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.894
Seit: 26.02.12
Habe hier noch eine interessante Seite von Dr. Lynch zum Thema Methylierung und HIT gefunden:

Histamine Intolerance, MTHFR and Methylation - MTHFR.Net

Kann es leider gerade weder selbst komplett durchlesen noch (teilweise) übersetzen.

Not easy as there are many factors which increase histamine – and they should all be addressed.

The causative factors for histamine intolerance are many:

Genetic susceptibility (MTHFR, DAO, MAO, HNMT, PEMT…)
Pathogens (a number of which produce histamine or block methylation)
Nutrient deficiencies (B12, folate, B6, B2, B1, Zn, Cu, C, methionine)
Nutrient excesses (histidine, protein excess in general)
Medications (antibiotics, antacids and even antihistamines (long term))
Nutrient demands (stress, anxiety, lack of sleep)
Hormonal insufficiciency (adrenal fatigue)
Hormonal excess (estrogen)
Lifestyle (excessive exercise, alcohol)
Diet (fermented foods, high protein intake, aged foods, leftovers, citrus, fish)
Environment (high pollen counts, dust mites)
Associated conditions (leaky gut, IBD, IBS)
others which I cannot think of off the top of my head – if you think of one – post a comment below and share

There are three main genes which are central to processing histamine:

HNMT – which requires SAMe as a cofactor (and this requires an effective MTHFR enzyme to help produce SAMe)
DAO – which requires vitamin B6 and copper
MAO – which requires vitamin B2 and iron

If any one of these genes are slowed or burdened, then the removal of histamine is slowed – and symptoms of histamine intolerance occur.

What are symptoms of histamine intolerance?

Many.
(Nur ein kleiner Auszug)

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Brigitka ist offline
Beiträge: 1.803
Seit: 06.04.09
Ich wollte natürlich schreiben auf dem x-chromosom schlafe gerade so wenig bei der Hitze.

Wenn auf dem Y nix ist, dann schlägt das eine auf X voll durch. läßt sich doch bei 23andme feststellen auf welchem Chromosom das ist.

LG, Brigitka

PS Das VC als Antihistaminikum hatte erst eine Wirkung im Akutfall bei einem gehäuften TL, schätze das waren fast 4g auf einmal, aber normales, nicht liposomal.

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hitti ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.894
Seit: 26.02.12
Zitat von evalesen Beitrag anzeigen
Vitamin C, Quercetin, Weihrauch und Bifidobakterien bauen Histamin ab.
Nochmal zum Quercentin, habe ich doch noch nicht getestet. Es sind ja wohl Bioflavonoide...

Habe erst einmal zwei Bezugsquellen in unterschiedlicher Dosierung gefunden, eine aus D, das andere von Super Smart (nur mit Kreditkarte?!?):

Quercetin

Super Quercetin 500 mg - Allergien - SuperSmart

In einem anderen Thread steht allerdings auch, dass das problematisch werden könnte wegen der Salicylsäure:

http://www.symptome.ch/vbboard/hista...tml#post119792

Und generell sind die Gehalte in Lebensmittel ja auch nicht unbedingt Sachen, die man bei HIT essen sollte:

Das Quercetin ist ein Flavonol der Familie der Flavonoide, Phenolverbindungen, die den Blumen, den Früchten und den Gemüsen ihre Farbe verleihen. Die Nahrungsmittel, die eine nennenswerte Menge an Quercetin enthalten, sind der Tee, der Apfel, die roten und weißen Zwiebeln, gefolgt von Rotwein, Brokkoli, den Zitrusfrüchten und roten Früchten im allgemeinen (Holunder, Moosbeeren, Heidelbeeren, …).
Einen hohen Gehalt an Quercetin findet man in
Eine 2007 durchgeführte Studie ergab, dass Tomaten aus biologischem Anbau 79 % mehr Quercetin enthielten als bei konventionellem Anbau.[9]
https://de.wikipedia.org/wiki/Quercetin

Keiner hat perfekte Gene, bei jedem findet man irgendwas.
Hm, das tröstet mich nicht wirklich, zumal ich ja weiß, dass es bei uns in der näheren Verwandtschaft kaum gesunde Menschen gibt, egal welchen Alters... Und je mehr ich über das MTHFR lese, desto sicherer bin ich mir, dass eine der Grundlagen für all das Übel sein wird:

MTHFR Polymorphism may be a predisposing factor to mast cell disease. 5-MTHF regulates biosynthesis of BH4. The A1298 mutation in the MTHFR enzyme effects the conversion of BH2 to BH4. Less amounts of BH4 inhibits NO formation resulting in increased mast cell degranulation. Inadequate BH4 formation also puts a strain on the conversion of tryptophan to serotonin and tyrosine to dopamine, leading to low levels of the neurotransmitters: dopamine, norepinephrine, serotonin and melatonin.
Mast Cell Activation Disorder (MCAD), Chronic Illness, and its Role in Methylation | Genetic Genie

Also auch BH4 wäre eine Option?!?

So, jetzt mal Schluss für heute, muss das erst mal alles verdauen und dann im August die Präparate zum Testen mitnehmen, in der Hoffnung, dass was dabei ist, was zumindest etwas lindert.

LG und vielen Dank für die Hinweise an alle Beteiligten!

hitti


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