Genetische Tests (Erfahrungs- und Gedankenaustausch)

26.09.13 18:02 #1
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Genetische Tests (Erfahrungs- und Gedankenaustausch)

Samuela ist offline
Beiträge: 262
Seit: 16.11.12
Klingt sehr interessant, das bestelle ich mir gleich mal. In einem Kommentar habe ich außerdem einen Hinweis auf den Epigenetik-Newsletter des Autors gefunden: Newsletter Epigenetik - Peter Spork

Genetische Tests (Erfahrungs- und Gedankenaustausch)

malk ist offline
Beiträge: 1.188
Seit: 26.08.11
Zitat von Datura Beitrag anzeigen
Dieses Thema gibt auch Antwort darauf, warum sich Menschen an veränderte Ernährung sehr viel schneller anpassen als je gedacht (10000 Jahre reichen da allemal) mit Hilfe des An- und Abschaltens von "Epigenen".
Also mit verlaub, das halte ich für Quatsch (ist nur meine persönliche Meinung). Das würde ja bedeuten, dass ich eine Rasse Kühe innerhalb von 10.000 Jahren zu einem Fleischfresser bringe bwz. eine Katze zum Pflanzenfresser.

Ich vertehe nicht ganz, warum wir mit Gewalt versuchen wollen eine Erklärung zu finden, warum es "vielleicht" funktionieren könnte. Ich hab nur ein Leben und da gehe ich ehrlich gesagt lieber auf Nummer sicher und versuche jene Ernährung zu finden welche höchstwahrscheinlich artgerecht ist.

Versuche mit Nahrungsänderung können gerne andere machen, die gerne Darwins Gesetze ausprobieren möchten (klappt es oder nicht mit der neuen Nahrung, mit dem Risiko von schweren Krankheiten und einem kurzen Leben. Dann könnte ich mich ja auch mit Fastfood vollstopfen in der Hoffnung die Epigenetik wird es schon richten.)

Geändert von malk (13.03.14 um 20:52 Uhr)

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alibiorangerl ist offline
Beiträge: 8.919
Seit: 09.09.08
Wuhu,
Du hast das mit der
Zitat von malk Beitrag anzeigen
... Versuche mit Nahrungsänderung können gerne andere machen, die gerne Darwins Gesetze ausprobieren möchten (klappt es oder nicht mit der neuen Nahrung, mit dem Risiko von schweren Krankheiten und einem kurzen Leben. Dann könnte ich mich ja auch mit Fastfood vollstopfen in der Hoffnung die Epigenetik wird es schon richten.)
Epi-Genetik nicht so ganz verstanden - allerdings lebst Du bereits danach

Es geht darum, für sich selbst herauszufinden, WAS einem WIE gut tut, auch wenn es sich erheblich von dem erlernten bzw "vererbten" (durch Eltern, Großeltern usw usf) unterscheidet.

Das kann (nicht muss ) bedeuten, dass jemand der mit "viel Fleisch" aufgewachsen ist dieses ein bisschen (oder sogar ganz) reduziert - wenn es dann besser geht, dann ist das für diesen jemand der richtige Weg.

Es kann natürlich auch so sein wie bei Dir, wo Dir mehr (oder nur) Fleisch besser tut als alles andere bisher.

Durch diesen neuen bzw anderen Weg werden die sog Schalter an den GENen (wieder) umgelegt und eventuelle Allergien, Unverträglichkeiten oder Krankheiten gemildert, gebessert oder sogar "geheilt".

Das Individuum wird dann eben zum Fleischesser oder Bisschen- oder Kein-Fleischesser, aber nicht die ganze Gattung Mensch
__________________
» Optimismus ist nur ein Mangel an Information. « – Heiner Müller

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Datura ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.003
Seit: 09.01.10
Malk, das Buch kostet nur 9,99, lies es doch einfach, und dann kannst Du eventuell sagen, dass das Quatsch ist, sonst nicht (oder Du kannst natürlich dann auch sagen, das ist Quatsch, aber das ist dann auch Quatsch).

Die Forschung bzgl. Epigenetik macht Riesensprünge und es lohnt sich für uns alle, darüber Bescheid zu Wissen.

Ich sage doch nicht, Du darfst kein Fleisch essen, wenn es Dir bekommt und es Dir gut geht damit (und Du eben kein Gemüse verträgst), weitermachen, ist doch völlig okay.

Aber Gene werden ständig an und abgeschaltet, das ganze Leben hindurch, durch Veränderung Deiner (meiner ) Lebensweise kann man sich vom Diabetesgefährdeten (weil man von den Eltern so eine Epigenetik hat) zum nicht diabetesgefährdeten machen- nur ein Beispiel. Die An- und Abschalterei bewerkstelligen Methyl- und Acethylgruppen.

Lies das Buch, es lohnt sich. Tiere und Menschen brauchen keine 100 000 - Millionenjahre, um sich an veränderte Umweltbedingungen anzupassen, es reicht für den einen oder anderen eine Generation, bis aber die meisten umgeschaltet haben, dauert es womöglich 10 ooo Jahre, das heißt aber nicht, das einem Menschenkind Flügel odeer Hufe wachsen, das steuern die Gene, da gibt es dann eventuell mal MUtationen durch Gifte z.B. oder ionisierende Strahlen (dass vielen menschen in der embryonalentwicklung z. B. keine Ärmchen und Beinchen wachsen - Contergan).

Grüße von Datura

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Kullerkugel ist offline
Beiträge: 6.671
Seit: 01.06.10
Aber Gene werden ständig an und abgeschaltet, das ganze Leben hindurch, durch Veränderung Deiner (meiner ) Lebensweise kann man sich vom Diabetesgefährdeten (weil man von den Eltern so eine Epigenetik hat) zum nicht diabetesgefährdeten machen- nur ein Beispiel. Die An- und Abschalterei bewerkstelligen Methyl- und Acethylgruppen.
Unsere eigenen, geerbten Gene sind sind unveränderlich. Wir können nur die Situation für uns verändern, indem wir Bedingungen schaffen, in wie weit gute und schlechte Wirkungen unserer Gene zum Tragen kommen können oder nicht.
So habe ich das verstanden.
__________________
LG K.

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alibiorangerl ist offline
Beiträge: 8.919
Seit: 09.09.08
Wuhu,
die
Zitat von Kullerkugel Beitrag anzeigen
Unsere eigenen, geerbten Gene sind sind unveränderlich. ...
GENe sind natürlich unveränderlich - nur nicht wie sie quasi ihre Information/en weitergeben/können, das wird oft mit "Schalter/n" bezeichnet - die eben "an" oder "aus" sind...
__________________
» Optimismus ist nur ein Mangel an Information. « – Heiner Müller

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Kullerkugel ist offline
Beiträge: 6.671
Seit: 01.06.10
Ja genau
__________________
LG K.

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Datura ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.003
Seit: 09.01.10
Dies

Johannes Huber, Michael Klentze: Die revolutionäre SNIPS- Methode, S. 15, 16
Polymorphismen - unsere »Snips«
Ähnlich ist es auch bei den Genen, Auch diese können in individuellen Normwarianten vorkommen» was man als »Polymorphismus« (oder amerikanisch kurz und prägnant als »Snip«) bezeichnet, was eigentlich »Vielgestaltigkeit« heißt: ein und dieselbe Sache - in dem Fall das Gen - in unterschiedlicher Gestalt.
Die Vielgestaltigkeit erklärt nicht nur die Individualität unter den Menschen und stellt nicht nur ein kosmetisches Problem dar, sondern ist manchmal mit Vorteilen, manchmal mit Nachteilen für den Status der persönlichen Gesundheit verbunden. So existieren Normvarianten von einem bestimmten Gen, das eine Frau vor der östeoporose (Knochenschwund) schützt oder bei einem Mann das Risiko für das Prostatakarzinom (Krebserkrankung der Vorsteherdrüse) mindert.
Keine Mutationen
Bei diesen Polymorphismen handelt es sich nicht um Mutationen im eigentlichen Sinn, sondern um Normvarianten, die sich während der Evolution auf normalem Weg entwickelten und die keine Krankheiten vorhersagen.» wohl aber mitunter eine Risikokonstellation definieren, gegen die man etwas machen kann. Insofern unterscheidet sich die Polymorphismusunter-suchung deutlich von den Mutationsdiagnosen, wo es bekanntlich darum geht, eine Krankheit schon im Vorhinein zu erkennen. Polymorphismen verkünden keine Krankheit, sondern nur eine Neigung dazu bzw. auch einen besonderen Schutz, den man von der Natur gegen manche Probleme in sich trägt. Insofern gestattet es die Kenntnis dieser Genvarianten leicht» eine maßgeschneiderte Vorbeugemedizin zu konzipieren. Bei jeder Art von Krankheitsprävention ist der Zeitpunkt ein entscheidendes Kriterium: Je früher man vorbeugt» desto wirkungsvoller, Polymorphismen trägt man zwar von Geburt an in sich, aber die eventuell damit verbundenen Risiken kommen oft erst in fortgeschrittenem Alter zum Tragen; die Genvariante »-
ruht« lange Zeit und wird erst später aktiviert. Ist sie aber frühzeitig bekannt, ist es viel eher möglich, mit Erfolg auszugleichen und gegenzusteuern.
Besondere genetische Konstellationen finden sich typischerweise in geografisch oder kulturell eng begrenzten Regionen, wo eine tradi-tionsbewusste Bevölkerung über lange Zeit »unter sich« geblieben ist.
Kopiere ich jetzt nochmal.
Also, Gene können in Normvarianten vorkommen, "Polymorphismen" oder "Snips".

Ich weiß, ich hab im Studium auch gelernt, Gene sind und bleiben so, aber das stimmt nicht. Es gibt (kann) zu ein und demselben Gen Varianten geben und die sind veränderbar/ veränderlich. Das solls von mir zu dem
Thema jetzt gewesen sein, soll's es wer lesen (das Buch) oder auch nicht, aber wenn man sich nicht damit (mit der Epigenetik) befasst, verpasst man Chancen.

Datura

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malk ist offline
Beiträge: 1.188
Seit: 26.08.11
Zitat von Datura Beitrag anzeigen
Tiere und Menschen brauchen keine 100 000 - Millionenjahre, um sich an veränderte Umweltbedingungen anzupassen, es reicht für den einen oder anderen eine Generation, bis aber die meisten umgeschaltet haben, dauert es womöglich 10 ooo Jahre, das heißt aber nicht, das einem Menschenkind Flügel odeer Hufe wachsen, das steuern die Gene, da gibt es dann eventuell mal MUtationen durch Gifte z.B. oder ionisierende Strahlen (dass vielen menschen in der embryonalentwicklung z. B. keine Ärmchen und Beinchen wachsen - Contergan).
Genau das meine ich mit Quatsch. Natürlich können wir uns an veränderte Umweltbedingungen anpassen, allerdings NUR BESCHRÄNKT. Es werden uns keine Flügel wachsen, nur weil ich oft von einem Berg hüpfe.

Die Epigenetik kann sich nur innerhalb gewisser Grenzen kurzfristig anpassen also "umschalten". Die Frage ist nun, was die (nicht kurzfristig überweindbaren) Grenzen sind. Eine Kuh hat kein Verdauungsystem, welches mit Fleisch zu recht kommt, da helfen auch 10.000 Jahre nichts (vermute ich stark).

Das Problem beim Menschen ist, dass er vermutlich Allesfresser ist und somit jegliche Nahrung zumindest kurzfristig ganz gut verträgt (auch Fastfood, Alkohol etc.). Die schwierige Frage ist nun, wie viel von welcher Nahrung verträgt er dauerhaft in großen Mengen ohne Schaden zu nehmen? Wenn es Nahrungsmittel gibt, für die er nicht ausgelegt ist (z.B. Gras, Zucker), dann wird auch die Epigenetik innerhalb von 10.000 Jahren nicht so schnell etwas daran ändern.

Überspitzt formuliert: Wenn wir alle 10.000 Jahre lang saufen wie die Löcher, dann dürfte es danach keine Leberzirrhose mehr geben, weil wir uns ja daran gewöhnen. Leider scheint Alkohol, obwohl sehr kalorienreich, keine Substanz zu sein, die wir dauerhaft in großen Mengen ohne Schaden zu nehmen vertragen. Auch wenn wir es schon seit einigen Tausend Jahren probieren.

Bzw. anderes Beispiel: Wenn wir uns Unmengen von anorganischem Material hineinstopfen, werden wir es deswegen auch nicht schaffen, dies in organisches Material umzuwandeln, so wie es Pflanzen können. Das ist eine Grenze die wir nicht so schnell überwinden werden können.

Geändert von malk (14.03.14 um 12:22 Uhr)

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julejule81
Moin,

kann ich Euch kurz was zum Test bei 23andME fragen, ohne alle 25 Seiten zu lesen?

Mal alle Datenschutz-Bedenken zur Seite geräumt, frage ich mich, wie korrekt/genau die Ergebnisse des SNP-Tests sind. Bringt ja alles nichts, wenn man schliesslich SNPs genannt bekommt, die gar nicht vorhanden sind.

Ausserdem würde mich interessieren, welche Gene für den Methylierungszyklus (und die gezielte Einnahme von NEMs) relevant sind. Wenn es nur MTHFR und COMT sind, könnte man die ja z.B. beim IMD oder bei pharmakogenetischen Instituten bestimmen lassen?

Würde mich sehr über eine Antwort freuen!

Euch noch einen schönen Sonntag.


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