Genetische Tests (Erfahrungs- und Gedankenaustausch)

26.09.13 18:02 #1
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Genetische Tests (Erfahrungs- und Gedankenaustausch)

Datura ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.003
Seit: 09.01.10
Folgende Seite hatte ich schonmal hier irgendwo reinkopiert:

Johannes Huber, Michael Klentze: Die revolutionäre SNIPS- Methode, S. 15, 16

Als Anhang,

da wird der Unterschied zwischen Mutationen und Genvariationen/SNIPS erklärt.

Datura
Angehängte Dateien
Dateityp: doc Johannes Huber.SNIPSdoc.doc (23,0 KB, 20x aufgerufen)

Genetische Tests (Erfahrungs- und Gedankenaustausch)

Oregano ist offline
Beiträge: 62.172
Seit: 10.01.04
Stimmt, Datura .
Hier das Bild zum Buch:

http://www.symptome.ch/vbboard/vorsc...tml#post978152

Grüsse,
Oregano
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

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NicoleG ist offline
Beiträge: 293
Seit: 30.07.12
Was bedeutet es eigentlich, wenn bei Genen "nicht gefunden/n a" steht?
Das man nix genaues weiß?
Also kann man hier evtl. vorhandene Mutationen nicht beeinflussen, oder?
__________________
Leben heißt nicht zu warten, dass der Sturm vorüberzieht, sondern lernen, im Regen zu tanzen.

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Samuela ist offline
Beiträge: 262
Seit: 16.11.12
Meine Rohdaten sind da! Viel früher als angekündigt, hurray!

Hab jetzt zwar schon einiges an Text überflogen, wäre für Hilfe aber trotzdem sehr dankbar. Da durchzublicken erfordert ja bald ne Doktorarbeit!

Also, hier sindse:

You have 2 heterozygous (yellow) mutation(s). These are generally not as bad as red homozygous mutation, but they may still worth paying attention to. They include:

MTHFR C677T (AG)
MTHFR A1298C (GT)

Here are your homozygous mutations as indicated in your SNP gene table above (not including MTHFR):

COMT V158M (AA)
COMT H62H (TT)
MAO-A R297R (TT)

Here are your heterozygous mutations as indicated in your SNP gene table above (not including MTHFR):

VDR Bsm (CT)
VDR Taq (AG)
ACAT1-02 (AG)
MTRR A66G (AG)
MTRR A664A (AG)
BHMT-02 (CT)
CBS C699T (AG)

Ich konnte bereits herausfinden, dass ich zu starken Stimmungsschwankungen tendiere. Nein, wer hätte das gedacht!

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Datura ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.003
Seit: 09.01.10
Wenn mal jemand nochwas zur Epigenetik lesen will:

http://www.zkpr.uni-bremen.de/filead...2-kue_21_4.pdf

Nur weil viele denken, das Gebiet der Epigenetik ist ganz neu:

Schon 1942 entwarf Waddington sein Bild der epigenetischen
Landschaft, indem er aufzeigt, wie Umwelteinflu
¨sse die Entwicklung eines Genotyps zu verschiedenen
mo¨glichen Pha¨notypen lenken ko¨nnen (vgl. Abb. 1).
Waddington postulierte epigenetische Mechanismen,
um die Kontrolle der Gen-Expression wa¨hrend der Entwicklung
zu erkla¨ren.
Radtke et al. (2011) zeigten, dass Kinder von Mu¨ ttern,
die in der Schwangerschaft ha¨uslicher Gewalt ausgesetzt
sind, durch eine Vera¨nderung ihrer genetischen Veranlagung
im spa¨teren Leben anfa¨lliger fu¨ r Stress und psychische
Krankheiten werden. Grund fu¨ r diese Vulnerabilita¨t
scheint zu sein, dass andauernde Bedrohungssituationen
bei Schwangeren eine epigenetische Vera¨nderung des
Glucocorticoid-Rezeptor-Gens des Kindes bewirken. Das
Glucocorticoid-Rezeptor-Gen repra¨sentiert Erbanlagen,
die etwa mit der Anfa¨lligkeit fu¨r psychische Erkrankungen
assoziert werden, da der Glucocorticoid Rezeptor
einen Rezeptor des Stresshormons Cortisol darstellt (Petermann,
Petermann & Damm, 2008).
Deutliche Belege fu¨r die fortbestehende
Es geht nicht nur um Krankheiten und Ernährung , sondern auch um Verhalten

Datura

Noch was (weil ihr ja die comt und mao- Genotypen beim Wickel habt)
Weitere Studien zeigten
a¨hnliche Assoziationen zwischen Genen, Umwelt und
Pha¨notypen, so scheint der Monoamin Oxydase A
(MAOA) Genotyp mit der Relation zwischen Misshandlung
und aggressiv-dissozialem Verhalten (Caspi et al.,
2002) und der Catechol O-Methyltransferase (COMT)
Genotyp mit Cannabisgebrauch und Psychosen (Caspi et
al., 2005) verknu¨ pft.

Geändert von Datura (21.02.14 um 07:38 Uhr) Grund: Ergänzung

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evalesen ist offline
Beiträge: 3.039
Seit: 20.08.09
Ich schreibe Euch hier die möglichen NEM´s auf, mit denen Ihr die Genmutationen "umgeht":

Bei den angeführten Genen handelt es sich um die Gene, die lt. Amy Yasko´s Forschungen nach dem derzeitigen Stand für einen funktionierenden Methylierungszyklus und für eine funktionierende Entgiftung relevant sind. Wenn die angesprochen werden, müßten sich Methylierung und Detox nach und nach regulieren. Es sind auch die, die bei der Genetic-Genie-Auswertung ersichtlich sind (außer NOS, da müßte man die Auswertung beim mthfr-Support machen). Amy Yasko´s Labor testet außerdem den SUOX, der so wie CBS Sulfite zu Sulfaten entgiftet, der allerdings nicht so häufig sind.

MTHFR C677T: wandelt Folsäure (THF) aus der Nahrung um in 5-Methyl-Folat.
NEM: 5-methyl-Folsäure (ist das gleiche wie Metafolin)

MTHFR A1298C: wandelt 5-Methylfolat zurück in THF.
NEM´s: 5-methyl-Folsäure, niedrige Dosierungen von BH4 (2,5-5mg/Tag)

SHMT: für die Bildung von neuen Zellen.
NEM´s: Folinsäure, Methylfolat, Lactoferrin bei niedrigem Eisenspiegel (Eisen reguliert SHMT)

MTR A2756G: verstoffwechselt 5-Methylfolat und Methyl-B12 im Methioninzyklus.
NEM´s: Methyl-B12 (höher dosiert, da Überregulierung), SAM (niedrig dosiert bei CBS+BHMT)

MTRR A66G, MTRR H595Y, MTRR K350A, MTRR R415T, MTRR A664A: wandelt B12 in Methyl-B12 um. NEM: Methyl-B12

BHMT 02, BHMT 04, BHMT 08: wandelt Homocystein in Methionin um, wichtig für Leber, Nieren und Augen.
NEM´s: TMG-Betain, Phosphatidylcholin, Phosphatidylserin

COMT V158M, COMT H62H: deaktiviert Neurotransmitter wie Adrenalin und Dopamin.
NEM´s: Kombi aus HydroB12, AdenosylB12, MethylB12 (Methylgeber niedrig dosieren)

COMT 61-P199P: Überregulierung, reguliert Dopamin zu schnell herab, benötigt hohe Mengen von Methylgebern (Methylfolat, MethylB12,SAM)

VDR Bsm und VDR Taq: erzeugt Dopamin. NEM: Vitamin D
Bei Kombination von COMT V158M+VDR Taq sollte man Methylgeber (Methylfolat, MethylB12, SAM) limitieren

VDR Fok: Mutationen wirken sich auf Blutzucker und Bauchspeicheldrüse aus.
NEM´s: Vitamin D, Vitamin K, Kohlehydratarme Ernährung zur Unterstützung der Bauchspeicheldrüse

AHCY: wandelt Homocystein in SAMe um und umgekehrt.
Therapie: Eiweißarme Ernährung.

CBS C699T (schwere Form), CBS A360A (leichte Form): Der CBS-Pathway bereitet den Weg für die Schwefelumwandlung und Ammoniakentgiftung und für die Glutathionbildung, und ist eine Überregulierung. BHMT-Mutationen verstärken die Überregulierung von CBS.
NEM´s:
- P5P, um den CBS-Pathway zu umgehen
- Molybdän, um Schwefel abzubauen
- Ornithin, Yuccywurzel, Carnitin, um Ammoniak abzubauen
- Mangan, da Ammoniak Mangan erschöpft
- Limitierung von schwefelhaltigen Nahrungsmitteln (Wein, Kohl, Zwiebel, Rettich, Eier, Bohnen, Knoblauch, Erdnüsse, Sojaj, Kokosnüsse
- Limitierung von schwefelhaltigen NEM´s: z.B. MSM, Betain HCL, Vitamin B6 (P5P gehört nicht dazu), SAMe, L-Taurin, L-Methionin, L-Cystein
- maßvoller Konsum von tier. Proteinen (Ammoniak)
- DMPS sollte als Chelatbildner nicht eingesetzt werden, da es sein kann, daß man zwar SM entgiftet, aber den Körper mit tox. Sulfiten überladet, was SM wiederum noch toxischer macht.
Bei CBS scheiden sich die Geister, nur für schwerere Formen (C699T+BHMT Kombination) sind Ammoniak/Sulfitbelastung Thema. Eventuell im Labor messen lassen, ob Belastung vorliegt.

MAO: baut Adrenalin, Dopamin, Serotonin, Nordadrenalin ab.
NEM´s: BH4, Serotonin in Form von 5HTP

ACAT: wandelt Proteine, Fette, Kohlehydrate aus der Nahrung in Energie um. Mutationen erschöpfeln B12.
NEM´s: AdenosylB12, Lactoferrin, Alpha-Liponsäure

NOS: Teil des Harnstoffzyklus, wichtig für Oxidationsprozesse und für Zellenergie.
NEM´s: BH4 und AdenosylB12 (um Nitrosativen Streß zu verbessern), Vitamin C (um die freien Radikale zu neutralisieren), 5-Methyl-Folat (um Peroxynitrit zu neutralisieren)
Um NO herunterzuregulieren: Antioxidantien, Q10, ALA, Vitamin C

SOD2: entgiftet freie Radikale.
NEM´s: Antioxidantien wie Glutathion, Vit. E, ALA, Mariendistel, Vit. C

GSTT1 und GSTP1, GSTM1: Glutathionsynthese.
NEM´s: Glutathion

NAT: Entgiftung von Xenobiotika.
NEM´s: Glutathion

Die Vorschläge von NEM´s bzw. Empfehlungen für Ernährung sind großteils entnommen aus der Heartfixer-Homepage: Return to Autism Page
oder aus Amy Yasko´s Buch: Pathways to Recovery

Amy Yasko behandelt die Mutationen in dieser Reihenfolge:

1. SHMT, AHCY, ACAT und CBS
Nach ein paar Monaten (wenn sich Sulfit und Ammoniak einreguliert hat):
2. MAO, VDR, ACE
3. MTHFR, COMT, MTR, MTRR
4. BHMT
5. NOS, ACE (erst hier Gabe von BH4)
6. Ab jetzt aktive B-Vitamine bis zur individuellen Toleranzgrenze erhöhen

In dieser Reihenfolge gibt sie die entsprechenden NEM´s.
Erst wenn die Methylierung und Entgiftung klappt, beginnt Amy Yasko mit der SM-Entgiftung.
Als Prävention wird auf der Heartfixer-Homepage empfohlen, die NEM´s einzunehmen. Bei chronischen Erkrankungen, wo intrazelluläre Entzündungen eine Rolle spielen, werden in der Regel durch Ankurbelung des Methylierungszyklus viele Toxine sowie bakterielle, virale und parasitäre Infektionen aus den Zellen mobilisiert. Um diese zu behandeln, sollte man sich lt. Amy Yasko unbedingt einen Therapeuten suchen, der:
- mit geeigneten Substanzen die Organe (vor allem den Darm!) für die Ausleitung unterstützt,
- die Infekte mit geeigneten Mitteln ausleitet,
- den Mineralstatus und Vitaminstatus überprüft, vor allem die Mineralstoffe müssen i.d.R. während der Therapie supplementiert werden

Die Therapie ist nicht kurzfristig angesetzt, Amy Yasko spricht von einem Marathon, nicht von einem Sprint. Während der Therapie nimmt man die NEM´s eher höher dosiert, nach der Therapie nimmt man eine niedrige individuelle Standarddosis, aber für immer, da ja die Mutationen ein Leben lang bleiben.

Was es mit dem Methylierungszyklus auf sich hat, haben Gini und Apoman hier eingehend erörtert: http://www.symptome.ch/vbboard/cfids...e-ursache.html
und natürlich Tiga mit ihrem Thread http://www.symptome.ch/vbboard/cfids...ir-besser.html der mich motiviert hat, mich mit Amy Yasko´s Therapie zu beschäftigen, und wofür ich noch heute sehr dankbar bin.

Geändert von evalesen (21.02.14 um 07:21 Uhr)

Genetische Tests (Erfahrungs- und Gedankenaustausch)

evalesen ist offline
Beiträge: 3.039
Seit: 20.08.09
Bei der Auswertung vom mthfrsupport gibt es viele interessante Gene. Eine kurze Zusammenfassung wäre auch hier interessant. Eventuell hat jemand Lust? Die meisten Gene gibt´s ja im Wikipedia auf deutsch, hier muß man also nicht auf Englisch stöbern.

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Datura ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.003
Seit: 09.01.10
Vielen Dank, Eva, ich habe diese NEM's zu meiner Zusammenfassung kopiert. Magst Du mal schreiben, was Du von meinem Plan hälts? Tiga meldet sich nicht, hab sie PN't.

In den Beiträgen 1006, 1008, 1010 im "Methylierung- es geht mir besser" müsstest Du lesen.

Grüße!

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Datura ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.003
Seit: 09.01.10
Ich versuche gerade, das Yascobuch mit google zu übersetzen (mein englisch ist schlecht) und eine Worddatei davon zu machen. Mir scheint es ziemlich essentiell.

Grüße!

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evalesen ist offline
Beiträge: 3.039
Seit: 20.08.09
Hallo Datura,
ich freue mich sehr über Dein Engagement und Deine guten Ideen, super und vielen Dank!
Yasko´s Buch selbst besteht aus Unmengen NEM´s, und basiert auf den Nukleotiden, das sind Nahrungsergänzungen, die die Zellbildung enorm fördern. Wenn man dieser Therapie folgt, muß man mit Kosten von einigen hundert Euro pro Monat an NEM´s rechnen, ohne die Kosten des Therapeuten.

Eine für uns abgewandelte Möglichkeit ist, nur die NEM´s zu nehmen, die lt. Gentest erforderlich sind, und mit einem Therapeuten zusammen so wie bisher die Ausleitung weiterzumachen. Yasko´s Verdienst ist es, die für einen funktionierenden Methylierungszyklus und Detox relevanten Gene zu erforschen und die entsprechenden NEM´s, um Mutationen zu umgehen. Wie man entgiftet, dazu gibt es viele unterschiedliche Ansätze, dazu muß man nicht Yasko´s Plan folgen.

LG Eva


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