Der Methylierungszyklus - eine zentrale Ursache? ENGLISH ORIGINAL

02.03.12 18:30 #1
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Der Methylierungszyklus - eine zentrale Ursache? ENGLISH ORIG

Kullerkugel ist offline
Beiträge: 6.671
Seit: 01.06.10
Hallo tiga ,

ich habe Hochachtung und Respekt vor Deiner Arbeit ,ich Danke Dir !

Hallo Kullerkugel,


Zitat von Kullerkugel
Zitat:
Oho! Wenn man das zugrunde legt, kann die Borre-Rubrik ja mit der CFIDS-Rubrik zusammengelegt werden

Die "chronische Form Histaminintoleranz" könntet Ihr getrost dazu packen und einiges andere auch....

Bei allem Respekt, aber wollen wir mal die Kirche im Dorf lassen
Ich habe keine Lust, hier jetzt eine Grundsatzdiskussion zu führen, aber eine chronische HIT ist eine chronische HIT ..und "einiges andere auch"..haben schon ganz andere dem CFIDS/ME zugeordnet.
Für die wirklich Betroffenen können verzerrte Bilder fatale Folgen haben und natürlich jemand mit CFIDS/ME auch eine chronische HIT haben..

Einer chronischen HIT mal aus der Perspektive von Methylierungsstörungen auf den Zahn zu fühlen, macht hingegen sicher Sinn.

Hier nochmal die internationalen Konsenskriterien zu ME:
http://www.cfs-aktuell.de/ICC.pdf

Viele Grüße - tiga
Ich bin noch dabei, alles durchzuackern, Du kannst darüber denken was Du willst . Ich will weder die Kirche noch eine neue Krankheit.
Ich habe mich selbst in die Rubrik Histaminintoleranz eingeordnet, ich habe dort meinen Weg gefunden. Ich verweise auch weiterhin Betroffene von "chronischer Histaminintoleranz " an Deine Texte......ausserhalb dieses Forums kennt eh kein Mensch diesen Begriff !

Deine noch einmal verlinkten Kriterien kann ich für mich getrost fast alle ankreuzen.Nur die Atemstörungen betrafen mich zum Glück nicht auch noch. Leider sind auch nicht alle Symptome Vergangenheit ....aber ich bin sehr zufrieden,mit dem, was ich erreicht habe. Begonnen hat es mit B12 und aktiver Folsäure ( Zufall ) .....und Cholin in Form von Eiern rund um die Uhr.

Mir war es immer egal, wie meine Probleme heißen, Ärzte , die ich kennenlernen durfte, kannten eh weder das Eine noch das Andere.


Ich finde Deine Themen für alle Multisystemkrankheiten sehr hilfreich, egal ob es Borrelien, Gifte , Pilze als Auslöser gibt. Histamin ist bei allem nur einer von vielen Botenstoffen..........

Und das schreibst Du aber selber:

Einer chronischen HIT mal aus der Perspektive von Methylierungsstörungen auf den Zahn zu fühlen, macht hingegen sicher Sinn.
Ist die einzige Möglichkeit, sie dauerhaft loszuwerden !

LG K.
__________________
LG K.

Geändert von Kullerkugel (19.07.12 um 16:00 Uhr)

Der Methylierungszyklus - eine zentrale Ursache? ENGLISH ORIG

tiga ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.283
Seit: 16.03.10
Hallo Kullerkugel,

Da ich mir aber nicht sicher bin, ob du mich nicht verstehst, oder nicht verstehen willst - gehe ich nochmal auf deine Antwort ein.

Es geht mir hier ganz eindeutig nicht um einen individuellen Fall. Weder um dich, noch um mich.
Es geht mir darum, manche Dinge grundsätzlich differenziert zu betrachten.

Ich würde mir von dir offen gestanden auch etwas mehr Feingefühl wünschen.

Bitte versuche dich mal in jemanden hinein zu versetzten, der seit Jahren pflegebedürftig, oder immer wiederkehrend pflegebedürftig sein Dasein in einem Bett, oder gefangen in einer Wohnung fristet.
Nicht in der Lage 30 Minuten spazieren zu gehen, ohne sich danach 8 Tage lang kaum lebensfähig zu fühlen.
Oder Eltern, die über Jahre ihre erwachsenen Kinder (sofern diese nicht schon während der Kindheit oder Jugend erkrankten) versorgen müssen, weil diese aus eigener Kraft nicht dazu in der Lage sind.
Diese Eltern, Angehörigen, Freunde und vor allem die Betroffenen würden sich nichts sehnlicher wünschen, als noch erleben zu dürfen, dass ein CFIDS/ME - Betroffener selbständig und aus eigener Kraft dazu in der Lage ist, seine Einkäufe selbst zu erledigen, den Haushalt vollständig allein zu schaffen, an Geburtstagen, kulturellen Ereignissen / den Dingen des alltäglichen Lebens teilhaben zu können... eines Tages ein einigermaßen normales Leben leben und planen zu können.
Ich würde mich freuen, wenn du mal die Einträge von Betroffenen und Angehörigen auf dieser Seite liest.
Vielleicht verstehst du dann, warum ich möchte, dass HIT und ME differenziert betrachtet werden - völlig unabhängig von deinen oder meinen eigenen Erfahrungen, sondern vor dem Hintergrund HIT und ME zu vergleichen:
https://sonstige.zukunftsdialog.spdf...edizinis#c1009

Wenn Worte exakt beschreiben könnten, wie eine vollständige, individuelle Symptomatik sich äußert, anfühlt und lebt, dann hätte wohl niemand Schwierigkeiten von Ärzten, Gutachtern, Ämtern, Gerichten .. exakt verstanden, diagnostiziert und angemessen behandelt zu werden.

Ich bin noch dabei, alles durchzuackern, Du kannst darüber denken was Du willst ....
Und das schreibst Du aber selber:
Einer chronischen HIT mal aus der Perspektive von Methylierungsstörungen auf den Zahn zu fühlen, macht hingegen sicher Sinn.
Zur Methylierung:
Eine Störung bei Methylierungsprozessen hat keine Erkrankung für sich gepachtet.
All die wertvollen Erkenntnisse, die hier diskutiert werden, entstammen aus der Forschung zum Autismus.
Das bedeutet nun noch lange nicht, dass jeder Mensch mit Methylierungsblockaden automatisch an Autismus leidet, oder an ME, oder, oder..
Methylierung findet in jeder Zelle statt - und je nachdem wo und wie es hakt entstehen unterschiedliche Folgen. Manche nutzten die Erkenntnisse lediglich zur Gesundheitspflege..

Ich verweise auch weiterhin Betroffene von "chronischer Histaminintoleranz " an Deine Texte..
Grundsätzlich kann ich dir nur sagen:
Wenn diese Informationen auch nur einer einzigen Person auf der Welt eine bessere Lebensqualität bescheren, ist das großartig!
Ganz gleich, welche Faktoren ursprünglich die Lebensqualität gedrosselt haben.
Letztlich können wir alle voneinander lernen - und genau so soll es sein.


Ist die einzige Möglichkeit, sie dauerhaft loszuwerden !
Zur HIT-Symptomatik des chronischen/ HNMT-Typs möchte ich nur noch kurz sagen:
Bei meiner Mutter ist sie nach Entdeckung einer Latexallergie mit anschließender Kontaktvermeidung verschwunden! Das nur als Hinweis, dass es vielfältige Möglichkeiten gibt. Aber Diskussionen über HIT bitte im HIT-Forum, denn da sollten die Betroffenen Zugriff auf die Infos haben.

Eine Methylierungsbehandlung kann dann helfen, wenn es eine Störung in diesem Bereich gibt!

Ich hoffe, du verstehst nun meine Beweggründe HIT und ME per Definition nicht in einen Topf zu werfen.

Lieben Gruß - tiga

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KarlG ist offline
Beiträge: 2.373
Seit: 22.01.11
Moin tiga,

mal ein bisserl das Tempo rausnehm...

Ich vermute, dass KK den "Krieg" um CFS nur am Rande mitbekommen hat und nicht versteht, warum Du so heftig reagierst. Bin sicher, dass das nicht so gemeint war, wie es bei Dir ankommt!

Gruss
Karl

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Kullerkugel ist offline
Beiträge: 6.671
Seit: 01.06.10
Hallo tiga, ich fasse mich kurz, da es in diesem Thread sonst stören würde, weiß aber nicht, wo ich Dir sonst antworten könnte.


Grundsätzlich kann ich dir nur sagen:
Wenn diese Informationen auch nur einer einzigen Person auf der Welt eine bessere Lebensqualität bescheren, ist das großartig!
Ganz gleich, welche Faktoren ursprünglich die Lebensqualität gedrosselt haben.
Letztlich können wir alle voneinander lernen - und genau so soll es sein.
Ich bin so eine Person.Ich habe profitiert. Und ich bin dankbar.
Dafür, das ich noch rechtzeitig die richtigen Informationen hier finden konnte.

Ich habe aber von Anfang an nicht in Schubladen gedacht...ich habe mir aus allem , was hier zu verschiedenen Erkrankungen geschrieben wurde, das gesucht, was mir nützen könnte.....und ich sehe viele Gemeinsamkeiten zwischen den meisten chronischen Multisystemerkrankungen.
Ich würde mir wünschen, das Betroffene mit ihren Problemen auch hier im Forum nicht in Schubladen gesteckt werden .Und dann oft nicht weiterkommen weil diese viel zu eng bemessen sind.....oder weil manche User sich abgrenzen möchten.Das nichts vermischt werden soll , ist aber klar.
Ich will auch keine Definitionen ändern .

Ich würde mich freuen, wenn du mal die Einträge von Betroffenen und Angehörigen auf dieser Seite liest.
Vielleicht verstehst du dann...
Du würdest Dich wundern , was ich damals alles gelesen habe . Lange, bevor ich selbst hier auch nur ein Wort geschrieben habe.Wenn ich heute schreibe ,mache ich das aus Überzeugung und eigener Erfahrung.Mit dem Feingefühl ist das so eine Sache, jeder wie er kann .

Ich habe durch meine Herangehensweise das Glück, heute zu wissen, was mir bisher erspart geblieben ist. Was noch kommt, wer weiß.

LG von einer weiterhin wieder stillen Mitleserin. K.
__________________
LG K.

Geändert von Kullerkugel (20.07.12 um 14:19 Uhr)

Der Methylierungszyklus - eine zentrale Ursache? ENGLISH ORIG

tiga ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.283
Seit: 16.03.10
Hallo Kullerkugel,

Zitat von Kullerkugel Beitrag anzeigen
Ich würde mir wünschen, das Betroffene mit ihren Problemen auch hier im Forum nicht in Schubladen gesteckt werden .Und dann oft nicht weiterkommen weil diese viel zu eng bemessen sind.....oder weil manche User sich abgrenzen möchten.
Das nichts vermischt werden soll , ist aber klar.
Ich will auch keine Definitionen ändern .
Genau um diese Unterschiede geht es mir

Vermischen von Informationen, Erfahrungen, Methoden ohne Abgrenzung und Schubladendenken kann uns allen nur helfen und genau darin liegt der Wert dieses Forums

Vermischen von Definitionen kann hingegen zu vielen Missverständnissen führen. Da ist mir eine sachliche Abgrenzung wichtig.

Und da sind wir uns ja einig, wie ich lese

LG von einer weiterhin wieder stillen Mitleserin. K.
Ich hoffe nicht, dass du, oder irgendjemand anders nun das Gefühl hat, es sei besser, sich nicht zu äußern.
Siehe oben

Vermutlich hat Karl auch Recht und du hast den "CFS-Krieg" nicht mit verfolgt.
Aus diesem Krieg, der noch lange nicht ausgefochten ist, resultiert die Kampf-tiga in mir


Lieben Gruß - tiga

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Kullerkugel ist offline
Beiträge: 6.671
Seit: 01.06.10
Hallo tiga ,

Vermutlich hat Karl auch Recht und du hast den "CFS-Krieg" nicht mit verfolgt.
Aus diesem Krieg, der noch lange nicht ausgefochten ist, resultiert die Kampf-tiga in mir
Da hat Karl recht, ich glaube, als das anfing habe ich dann nicht mehr alles gelesen....aber mit dem Hintergrund verstehe ich Deine Reaktion auch besser....

Die Kampftiga gefällt mir !

Danke Karl !

LG K.
__________________
LG K.

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tiga ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.283
Seit: 16.03.10
Hey Kullerkugel !


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Datura ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.003
Seit: 09.01.10
Hallo, liebe Tiga, hier kann ich helfen:

http://www.symptome.ch/vbboard/cfids...tml#post782499

"An odd Number" ist eine ungerade Zahl, es muss also in der Übersetzung heißen

"ungerade" statt ungewöhnlich.

Das ist mir aufgefallen, weil ich mal gut in Chemie war, nicht, weil ich gut in Englisch bin (nur weil Du fragtest, wer kann helfen, ich wollte nicht besserwisserisch sein )

Geändert von Datura (18.02.14 um 08:45 Uhr)

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damdam ist offline
Beiträge: 1.778
Seit: 02.10.10
Hallo,

ich habe nun auch zu dem Thema gefunden und mir den Eingangsartikel bzw. die Übersetzung durchgelesen.
Zum einen danke für die Infos, sehr interessant und endlich versteh ich mal, um was es bei dem Methylierungszyklus geht.
Zum anderen kamen mir einige Übersetzungen komisch vor und ich setze meine Übersetzung davon mal hier rein:

9. zweiter Teil:
Der Methylierungszyklus liefert auch Methylgruppen, um diese den DNA-Molekülen anzuheften [ich vermute, im Sinne von markieren], was wiederum festlegt, inwiefern DNA-Kopien genutzt werden um verschiedene Proteine entsprechend ihrer Muster herzustellen.
Das „lesen“ der DNA bezeichnet man als Genexpression. Methylgruppen beugen der Genexpression vor, oder "dämpfen" diese. Bei CFS-Patienten wurde eine Überexpression der Gene beobachtet, und ich vermute, dass dies zumindest teilweise an einer unzureichenden Methylierung liegt.

(der letzte Teil ist zwar sehr frei übersetzt, aber da scheint ein Fehler im Original zu liegen ("due prevent to") und so macht es wenigstens von der Logik her Sinn)

11. zweiter Teil:
Die Schwefelmetaboliten werden dann zu stark in den „Transsulfuration“-Abbaupfad umgeleitet (welcher wiederum mit dem Methylierungyzyklus verknüpft ist), werden oxidiert um Cystin herzustellen, durchlaufen Hydrogensulfid und werden schließlich in Thiosulfat und Sulfat umgewandelt und über den Urin ausgeschieden

So, ich hoffe, ich verstehe das ganze Drumrum (was muss man testen, wie kann man behandeln) auch noch!

Viele Grüße


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