Verlust des Mitleids - über Ausgrenzung von Opfern

03.12.11 11:10 #1
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Verlust des Mitleids - über Ausgrenzung von Opfern
Weiblich dedizione
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Danke für deinen Einwurf, Anneke, und den verlinkten Text. Ich sehe es so, wie Hellinger es übrigens, perfekt, formuliert.

viele Grüße, dedizione

Verlust des Mitleids - über Ausgrenzung von Opfern
Weiblich dedizione
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Zitat von alibiorangerl Beitrag anzeigen
Wuhu,
womöglich ist das der Knackpunkt: Manche können die Grenzen innerhalb des Systems für andere (respektive für sich selbst) nicht (mehr) erkennen?
das verstehe ich nicht. Was meinst du damit?

Als relativ empathischer Mensch kenne ich dies auch. Man muss dabei jedoch ebenso lernen, sich trotz bzw aufgrund dessen abzugrenzen, denn sonst (nicht muss, sondern) kann dies an die eigene (physische u/o psychische) Substanz gehen.
da gehe ich voll konform mit dir.

Gar nicht gut (egal, für welches / in welchem System), wenn man mit (s)einem Nächsten mitfühlt und mitleidet, sich daraus aber nicht mehr lösen kann und schließlich dann (für sich) selbst leidet - und im schlimmsten Falle wo anlangt, selbst auf Mitgefühl angewiesen zu sein.
Sind wir nicht alle auf Mitgefühl angewiesen? Ab und zu? Hin und wieder?

Solche Fälle gibt es nämlich ebenso... Und in diese Richtung geht es wohl, wie sie Dir einige hier - in mehr oder weniger charmanter Weise, ungeachtet dessen ob gerechtfertigt oder nicht - entgegnen?!
klar mag es solche Fälle geben. Ich habe ja auch oben schon erklärt, dass ich so erzogen (?) wurde: "Erst bekommen die anderen Menschen, was sie brauchen und dann ich", was dann zur Folge hat, dass ich nie was bekommen habe, jedenfalls nicht von anderen, das schließt auch meine gesamte Familie ein. Die anderen waren eben immer egoistisch und haben zuerst an sich gedacht, an mich nie. Ich habe oft, nein eigentlich fast immer, gedacht, Mensch, warum gibt mir niemals jemand was, warum denken diese meine (nicht so lieben) Mitmenschen nur an sich selbst. Bis ich gelernt habe, mich von solchen nicht so lieben Mitmenschen zu trennen oder, sie zu nehmen, wie sie sind - dann aber mit höchster Vorsicht mit ihnen umzugehen. Eben zu diesen nicht so lieben Mitmenschen nicht zuviel emotionale Nähe zuzulassen und ihnen natürlich auch nichts oder nur sehr wenig, so viel wie ich auch mal gerne gebe, zu geben. Wenn überhaupt. Aber nichts zurück zu erwarten. Die geben nämlich sowieso nix.

Nun gibt es ja auch liebe Mitmenschen, die auch mir mal was gegeben haben. Sind aber die absolute Ausnahme. Menschen, die gute Gefühle geben, ohne daran Bedingungen oder Erwartungshaltungen zu knüpfen.

Ich denke aber, die Zahl, die Relation derjengen Menschen, die mir gegenüber egoistisch (also nicht gebend, sondern nur nehmend) waren, und die Zahl derjenigen Menschen, die mir gegenüber auch gebend waren, ist bei mir auch nicht anders als bei anderen Menschen. D.h.: was mir diesbezüglich passiert, ist normal, es passiert anderen Menschen auch.

Deshalb mag ich nicht Unterstellugen mir gegen über, wie oben geschehen, wenn wildfremde Menschen, die mich nicht kennen, mir unterstellen, "mich würde ja niemand mögen". Das ist krass. Das gehört hier nicht rein. Ich weiß ja auch, dass es nicht stimmt.
Ich hoffe, die Moderation entfernt das noch. Einfach um des lieben Friedens wegen. -

Den thread schau ich mir mal an. Sind je ne Menge Filmchen drin.

Ja, ich weiß, es gibt Drei-Klassen-Medizin.Soweit sind wir schon. Ich weiß auch, was Armut ist. Und wie stark das dauerhaft einschränkt. Ich weiß auch was von vergeblicher Ärzte- und Therapeutensuche, und das jahrelang. Das dürfte es alles nicht geben. Ich klage das an! Aber nicht - nur - wegen mir, sondern weil ich weiß, dass es Millionen Menschen so geht, wie mir. Ich bin ja nicht alleine, was das angeht. Es gibt Millionen, die sind so arm dran wie ich. Das muss man doch wohl aussprechen dürfen. Ohne einen mit der moralischen Keule übergezogen zu bekommen: "Mach endlich!" "Beweg dich endlich!" "Verändere dich endlich!" "Wenn du willst, dann kannst du auch, wenn du nicht kannst, hast du nur nicht genug gewollt!"
Sowas finde ich entsetzlich. Diese Arroganz, die hinter solch einer Einstellung steckt.

[quote]
Unsere soziale Welt ist - wie alles darin - auf finanziellem (= losem) Sand gebaut. Ein größerer Wellenschlag, und alles versinkt in ihm. [/qoute]

Das ist wohl wahr.

Am Besten, man überblickt all diese Puzzleteilchen und erahnt das große Gesamtbild. Und erkennt, dass man mitspielt, oder eben nicht.
Ich tendiere dazu, nicht mitzuspielen. Was aber dann wiederum Konsequenzen hat.

v.G. dedizione

Geändert von dedizione (20.01.12 um 22:18 Uhr)

Verlust des Mitleids - über Ausgrenzung von Opfern

alibiorangerl ist offline
Beiträge: 8.950
Seit: 09.09.08
Wuhu,
Zitat von dedizione Beitrag anzeigen
das verstehe ich nicht. Was meinst du damit?
den Versuch einer Erklärung gab ich doch anschließend, Du bist sogar darauf eingegangen

... Ich tendiere dazu, nicht mitzuspielen.
Wenn in einer Diskussionsrunde - im übertragenen Sinne - Spiegel aufgestellt werden, spielt man bereits mit

Was aber dann wiederum Konsequenzen hat.
Eben
__________________
» Optimismus ist nur ein Mangel an Information. « – Heiner Müller

Geändert von alibiorangerl (21.01.12 um 08:17 Uhr)

Verlust des Mitleids - über Ausgrenzung von Opfern
Weiblich dedizione
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Zitat von alibiorangerl Beitrag anzeigen
Wenn in einer Diskussionsrunde - im übertragenen Sinne - Spiegel aufgestellt werden, spielt man bereits mit
ja dann sollte ich das sein lassen.

Zumindest solange der schäbige Beitrag von oben (glody) noch drin steht.
Ich habe keine Lust mehr, mich solchen Typen auszusetzen. Das, was g. hier abgezogen hat, hat mit sachlicher Diskussion nichts mehr zu tun

Zitate aus dem Original:
"Du spielst die Opfer und die Täterrolle perfekt."

=> Unterstellung. Ich habe bereits mehrfach wiederholt, dass ich KEINE Rollen "spiele".
Das scheint der user nicht zur Kenntnis zu nehmen. Vielleicht, weil er von sich auf mich schließt, weil er selbst immer Rollen spielt (kein Wunder bei nem Typen, der zu Heilern rennt, der muss es ja nötig haben), oder weil er keine Menschen kennt, die authentisch sind.

" Lies den obigen Beitrag nochmals, erst machst du einen auf Opfer, du bist so arm und so leidend und schreist nach Aufmerksamkeit und Mitleid, gegen Ende deines Textes fällst du in die Täterrolle und wirst angriffig."

Dasselbe: Unterstellung. Ich "mache keinen auf Opfer", ich BIN Opfer. Du unterstellst mir Rollenverhalten. ICH SPIELE KEINE ROLLEN!
Du musst nicht von dir auf mich schließen! Ich mag sowas nicht.
Auch wenn dir meine Aussage: Ich bin Opfer, nicht gefällt, gibt dir das nicht das Recht, abfällig über mich zu schreiben!

Frage an die Mod: Warum wird dieser user nicht dazu bewegt, die Forumsregeln einzuhalten?

"Was du fühlst und erleidest ist alleine dein Schmerz, deine Hilflosigkeit. Aber du bist unfähig zu fühlen was andere dir sagen. "

Nochmals eine Unterstellung. Oder kennst du mich etwa? Wie kommst du dazu, mir was zu unterstellen?

Ich bin hier mit die einzigste Person, die überhaupt weiß, was Mitleid ist und mit die einzigste Person, die noch nie jemanden ausgegrenzt hat, im Gegenteil, ich bin immer sehr sehr freundlich gerade zu den sogenannten "Opfern der Gesellschaft", Mobbingopfern, Missbrauchsopfern, Arbeitslosen, alten armen Leuten. Weil ICH mitfühle. Du nicht, glody. Du bist eiskalt, du urteilst andere gnadenlos ab. Kann jeder oben nachlesen.

"Natürlich darfst du solange Opfer sein wie du willst, aber dann musst du dich nicht wundern wenn dich die Menschen nur schwer ertragen. "

Wieder eine Lüge und Unterstellung.

Naiv-dümmliche Menschen, die zu Heilern rennen, weil sie selbst unfähig sind, was zu bewegen in ihrem Leben, und sonstige Esoterik-Freaks, die sich hinter Irrglauben wie "Die kleine Seele" und "Jeder ist selbst Schuld an dem, was erlebt", verstecken (huhu, Therakk), sind für mich nur sehr schwer bis gar nicht ertragbar. Wobei natürlich jeder für sich glauben mag, was er will, aber diesen eigenen Irrglauben dann anderen aufzuoktroyieren, das mag ich überhaupt nicht. (Erst recht nicht in diesem thread, in dem es um was ganz anderes ging. Da wurden mir mit fast missionarischem Eifer Dinge aufgedrängt, die überhaupt nichts mit dem thread-Thema zu tun haben.) Diese Menschen werden wohl auch in ihrer eigenen Umwelt, so sie sich denn überhaupt ausserhalb diverser Esoterik-Kreise bewegen, nicht erträglich sein. Wer will schon mit solch einem Volk was zu tun haben.

Ihr könnt nicht diskutieren, ihr seid egoistisch und verdreht die Realität, ihr projiziert euer eigenes Fehlverhalten auf andere. das habt ihr mehrfach bewiesen. Mitleid habt ihr keines.

Mir reicht es. Ich weiß genug, ich weiß genug, warum Menschen mobben und ausgrenzen, und ich weiß auch dank dieses threads, wer das hier in diesem forum ist, und aus welchen Gründen das passiert. Das gilt auch für fauna, die ja selbst hervorrangend mobben kann.

Von mir aus kann der thread geschlossen werden. Ich habe keinerlei Diskussionsbedarf mehr.

dedizione

Geändert von dedizione (21.01.12 um 12:20 Uhr)

Verlust des Mitleids - über Ausgrenzung von Opfern

Therakk ist offline
Beiträge: 1.690
Seit: 07.08.10
WoW, da hab ich echt nichts mehr zusagen dazu..........
__________________
Wir leben in der Annahme, dass wir denken, wobei es genauso möglich ist, dass wir gedacht werden

Verlust des Mitleids - über Ausgrenzung von Opfern

fauna ist offline
Beiträge: 1.571
Seit: 27.11.09
Hallo dedizione

Zitat von fauna Beitrag anzeigen
Glaubst du nicht, dass ein und derselbe Mensch ganz verschiedene Zustände haben kann, in denen ihm mehr oder weniger Optionen offen stehen?

Glaubst du weiter, dass die Möglichkeiten eines Menschen eine fixe, unveränderliche Grösse ist?

Und wie glaubst du, können einige Opfer mehr Möglichkeiten nutzen als andere? Und wie denkst du können einige Opfer ihre Grenzen erweitern und überschreiten?

Und... glaubst du wirklich, dass alle Menschen, die traumatisiert worden sind, lebenslänglich Opfer sind?
Auf meine Fragen hast du so geantwortet:

Zitat von dedizione Beitrag anzeigen
Weiß ich doch nicht. Ich will und kann doch nicht für alle sprechen. Mir geht es hier und in dieser Diskussion ums System:

Warum grenzen Menschen Opfer aus. Verlust des Mitleids.

Dass Menschen das tun, nämlich Opfer ausgrenzen, und dass Mitleid eine sehr seltene Tugend ist, wie ja auch hier im thread ersichtlich wurde, mehrfach ersichtlich wurde, muss nicht mehr diskutiert werden.
Zu offensichtlich ist die strikte Trennlinie, die hier alle zwischen mitfühlen und mitleiden machen. Das ist eine Show, dieses angebliche "Mit-fühlen", wovon hier erzählt wird. Denn: wer mitfühlt, der leidet auch mit! Die krampfhaften Versuche hier, sich abzugrenzen von Opfern, sind nichts anderes als Täter-Tun. Nein, man wolle ja nicht mitleiden. Das setze ja angeblich "negative Gefühle frei". Und so weiter. Zahlreich waren hier schon die Ausreden, warum man ja nicht mitleiden wolle. Ich bin gespannt auf weitere Ausreden.

Verlust des Mitleides, - Warum grenzen Menschen Opfer aus, das ist hier Thema. Sonst nix. Jeder Versuch, mir hier was anderes aufzudrängen, schlägt fehl.
Mit meinen Fragen hatte ich die Absicht, darauf hinzuweisen, dass dein Thema hier im Thread "Verlust des Mitleides, - Warum grenzen Menschen Opfer aus?"eigentlich eine These, resp. Hypothese ist, die für dich erwiesen ist, für andere aber nicht.

Dass du es so erlebst, klar das ist so. Andere erleben eine andere Realität. - Du möchtest verständlicherweise in deiner Realität und Wahrnehmung ernstgenommen und respektiert werden. - Die anderen aber genauso.

Für dich zeigt diese Diskussion hier, dass deine Meinung die Richtige ist, anderen hier auch, dass ihre richtig ist. Für dich gilt: Wer mitfühlt, leidet mit. Für mich gilt, wer mitfühlt, liebt seinen Mitmenschen, so wie er ist, ob Opfer, Täter, Helfer etc. Er schaut bei den Menschen auf die Essenz und sieht ohne zu verurteilen, dass sie leiden. -

Ich habe keine Probleme ausschliesslich über das Thema zu diskutieren, wenn es eingegrenzt wird zu: Wenn Opfer ausgegrenzt werden - warum ist das so? - Ist es der Verlust des Mitleids? - Und wenn ja, warum ist das so."

Dann fühle ich ich in meiner subjektiven Wahrnehmung ebenfalls ernstgenommen und kann deshalb dich auch ernstnehmen.

Wenn mir aber das Thema als absolute Wahrheit vorgesetzt wird - und ich ausschliesslich innerhalb dieses Rahmens, der für mich ein Denk- oder Wahrnehmungsrahmen ist, muss ich Teile von mir selbst weglegen. - Und das ist für mich der springende Punkt in der Diskussion hier, warum sie oft so emotional verletztend wird.

Liebe Grüsse, fauna

Verlust des Mitleids - über Ausgrenzung von Opfern
Weiblich dedizione
Themenstarter
Zitat von fauna Beitrag anzeigen
Mit meinen Fragen hatte ich die Absicht, darauf hinzuweisen, dass dein Thema hier im Thread "Verlust des Mitleides, - Warum grenzen Menschen Opfer aus?"eigentlich eine These, resp. Hypothese ist, die für dich erwiesen ist, für andere aber nicht.
stimmt. Sie ist für mich erwiesen. Nicht nur für mich.

Dass du es so erlebst, klar das ist so. Andere erleben eine andere Realität. - Du möchtest verständlicherweise in deiner Realität und Wahrnehmung ernstgenommen und respektiert werden. - Die anderen aber genauso.
stimmt auch. Die anderen wollen auch in ihrer - gänzlich anderen - Wahrnehmung wahrgenommen werden.

Warum eröffnen sie dann nicht einen eigenen Thread, wenn sie es so nötig haben, über dieses Thema zu diskutieren? Anscheinend bestand ja bei anderen usern hier bis dato keinerlei Diskussionsbedarf, über das Thema "Ausgrenzung von Opfern - Verlust des Mitleids", zu diskutieren. Daraus schließe ich, dass für die anderen, die meine Wahrnehmung diesbezüglich nicht teilen, diesbezüglich auch keinerlei Diskussionsbedarf bestand. Für die anderen (die mit der anderen Wahrnehmung) existiert dieses Thema: "Verlust des Mitleids - Über Ausgrenzung von Opfern", schlicht nicht.

Wieso wollen sie dann plötzlich mit mir darüber diskutieren? Wenn dieses Thema doch für sie gar nicht existiert? Es könnte ja jemand einfach sagen: Du, für mich existiert das Thema nicht, ergo brauch ich auch nicht darüber zu diskutieren.

- das ist aber hier nicht geschehen -

Oder existierte das Thema doch für sie, und sie haben es bis dato nur nicht zur Kenntnis genommen? Ich habe sie, sozusagen, mit der Nase drauf gestoßen, dass da was ist, und nun reagieren sie irgendwie... peinlich... anmaßend--- unverschämt, beleidigend?

Diesen thread hier habe ich eröffnet, und ich wollte hier darüber diskutieren, wo die Gründe dafür sind, dass es den Verlust des Mitleids gibt und dass Opfer ausgegrenzt werden. Ich wollte nicht darüber diskutieren, ob andere Menschen eine andere Wahrnehmung als die meine, haben.

Nun hat alibiorangerl ja über die Gründe schon genug geschrieben. Die Gründe sind einfach, nicht änderbar, und damit ist es ja auch gut. Dann hat sie den entscheidenden Satz mit dem "Spiegeln" (sich dem System aussetzen) geschrieben, und da ging mir ganz Osram auf. -

Da aber auch zusätzlich nichts passiert ist, seitens der Moderation, die beleidigenden Beiträge von glody zu entfernen, sehe ich keinen Sinn mehr, hier weiter zu diskutieren. Der Erkenntnisgewinn wird nicht vorhanden sein, und die Gefahr, von solchen Typen weiter beleidigt zu werden, ist mir zu groß.
Es ist zwar schade, dass solche Typen alles kaputt machen, aber das ist eben von ihm so gewollt und Gewalt ist ja bekanntlich immer stärker. Weil ich mich, als selbstzugegebenes Opfer, vor solchen Typen schützen muss, ziehe ich letzten Endes, wenn die Moderation mich hier nicht schützt, immer den kürzeren. Das ist auch eine ERkenntnis dieses threads.

Anders ausgedrückt: Ich schütze mich in Zukunft lieber selber, da ich gegen Typen wie g. keine Chance habe, solange mich die Mod. nicht schützt. Die tut das aber nicht, wie gerade erlebt.
Schutz heißt in meinem Fall (bin ein tief traumatisierter Mensch): Fernhalten. Nicht mehr diskutieren. Es ist zu gefährlich für mich. Das würde auch meine Therapeutin sagen.

Ich habe keine Probleme ausschliesslich über das Thema zu diskutieren, wenn es eingegrenzt wird zu: Wenn Opfer ausgegrenzt werden - warum ist das so? - Ist es der Verlust des Mitleids? - Und wenn ja, warum ist das so."
Es handelt sich ja nicht um die Frage: "wenn...", also, ob Opfer ausgegrenzt werden, sondern es ist so, es ist Tatsache: Opfer werden ausgegrenzt und es gibt gesamtgesellschaftlich einen Verlust des Mitleids, d.h. Menschen, die mitfühlen und - leiden, sind extrem selten geworden.
Sieht man ja auch hier. Ich genieße hier keinerlei Schutz als Opfer, sondern die Täter dürfen ungestraft unter der Maxime "ich sag doch nur meine Meinung", über mich herziehen.
Opfer werden ausgegrenzt, auch hier, sie werden mundtot gemacht, auch hier, denn sie dürfen nicht sagen, dass sie Opfer sind, vor lauter Angst, von usern wie g. beleidigt zu werden.
Gut, ich habs trotzdem öffentlich gesagt - dass ich Opfer bin. Aber ich habe wegen g.s Aussagen drei Wochen Bauchschmerzen. Mir geht es DRECKIG.
Interessiert die Moderation nicht. Die lassen den immer weiter schreiben, und mich beleidigen, nur, weil ich gesagt habe, dass ich Opfer bin.

So funktioniert Ausgrenzen von Opfern.

Dann fühle ich ich in meiner subjektiven Wahrnehmung ebenfalls ernstgenommen und kann deshalb dich auch ernstnehmen.
Ach du willst diesen Thread im gesamten, die Diskussion als Ganzes, einengen auf ein: "wenn das so ist, dann ", sonst fühlst du dich nicht ernst genommen? Und deshalb kannst du mich auch nicht ernst nehmen?
Hört sich aber sehr intolerant an.
Also ich kann andere ernst nehmen. Normalerweise. Nicht, wenn sie mir ihre Wahrnehmung aufdrängen wollen, dann nicht mehr.

Wenn mir aber das Thema als absolute Wahrheit vorgesetzt wird - und ich ausschliesslich innerhalb dieses Rahmens, der für mich ein Denk- oder Wahrnehmungsrahmen ist, muss ich Teile von mir selbst weglegen. - Und das ist für mich der springende Punkt in der Diskussion hier, warum sie oft so emotional verletztend wird.
Das Thema ist eine "absolute Wahrheit", es ist so, da hilft auch kein drum herum reden, es ist Tatsache dass Opfer ausgegrenzt werden und dass es einen massiven Verlust des Mitleids gibt.
Es bringt nichts, die Augen vor der Realität zu verschließen. Das hat nichts mit Einengen der Wahrnehmungsfähigkeit zu tun, im Gegenteil, es ist eine Erweiterung der Wahrnehmung, wenn man eben nicht die Augen vor der Realität verschließt.

Das ist nicht der Grund, warum diese Diskussion emot. verletztend wird. Das hat andere Gründe. Ist aber auch egal. Für mich ist hier Schluss. Ich setze mich dem nicht mehr aus.

Verlust des Mitleids - über Ausgrenzung von Opfern

fauna ist offline
Beiträge: 1.571
Seit: 27.11.09
Hallo dedizione

Du hast aus "Wenn Opfer ausgegrenzt werden, warum ist das so?" "Wenn das so ist, dann" gemacht. - Das hast du gelesen, das habe ich aber weder geschrieben und noch gemeint.

Und wenn du von beleidigenden Worten sprichst, staune ich Bauklötze, denn ich erlebe nicht nur die Sprache von anderen usern ab und zu verletzend, sondern auch deine. -

In einem bin ich aber ganz sicher deiner Meinung. Diese Diskussion hier bringt wenig bis nichts. Deshalb ziehe ich mich tatsächlich raus.

Liebe Grüsse, fauna

Verlust des Mitleids - über Ausgrenzung von Opfern

clody ist offline
Beiträge: 216
Seit: 23.06.08
dedizione, eins möchte ich hier doch nochmals anmerken. ich gehöre nicht zu leuten die opfer ausgrenzen, bzw. gibt es in meiner welt keine opfer. es interessiert mich schlichtweg nicht ob sich jemand als opfer oder als täter sieht, für mich gibt es nur menschen. menschen mit geschichte, manchen geht es besser manchen schlechter, manche sind freier, manche weniger frei, manche fühlen sich als opfer, manche nicht. ja ich schreibe bewusst wieder 'fühlen sich als'.
Ich versuche jeden Menschen so zu lassen wie er ist an dem punkt der entwicklung an dem er steht.
übrigens stehe ich auch dir wohlwollend gegenüber. ich weiss dass ich sehr direkt war und es war mir bewusst dass es dich treffen wird. denn es kann einem nur treffen, was einem auch betrifft.
Ich habe das so geschrieben, weil ich überzeugt davon bin, dass wenn du versuchen würdest nachzuvollziehen was mein standpunkt ist (das beinhaltet nicht, dass du ihn als deinen standpunkt annehmen musst) dass es dir helfen könnte ein leichteres und glücklicheres leben zu führen.
du hast geschrieben, dass ich mich raushalten soll, das werde ich nachher wieder machen. Da dich meine Worte anscheinend sehr beschäftigen möchte ich dir jedoch anbieten, dass du mir schreiben darfst wenn du darüber reden möchtest.

Verlust des Mitleids - über Ausgrenzung von Opfern

Kayen ist offline
Beiträge: 5.066
Seit: 14.03.07
Hallo dedizione,

ich denke, Du bist derzeit mit Deinem Thread überlastet. Dieser Thread zieht mehr Energie ab, als das es Dir was bringt.

Wenn Du Dich physisch/psychisch besser fühlst, würde ich mir in Ruhe alles nochmals durchlesen. Es kann durchaus sein, dass sich dann der Blickwinkel ändert . . . oder auch nicht.

Aber wenn man überlastet/erschöpft ist, heisst es auch hier wiederum Grenzen zu setzen.

Liebe Grüße
Kayen
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