Depression durch Derealisation

03.10.11 19:54 #1
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AffeAffe
Hallo,

ich habe in diesem Forum schon einige Erfahrungsbericht über Derealisation gelesen, was mir wirklich geholfen hat.

Meine Derealisation hat schleichend angefangen. Anfangs dachte ich, es wäre nur eine Nachwirkung vom Kiffen (was ich inzwischen eingestellt habe, obwohl ich nicht weiß, ob dies der Auslöser war) und machte mir kaum Gedanken.
Ich war von verschiedenen Experimenten mit Drogen mit einer veränderten Wahrnehmung durchaus vertraut.

Jedoch steigerte sich in den letzten vier Wochen die Intensität der Derealisation aunaufhörlich. Jetzt habe ich dieses Gefühl 24/7.

Nun meine Fragen:

-Was löst denn eine Derealisation überhaupt aus? Ich habe an sich keinerlei Probleme im Leben, weder zu viel Stress, noch körperliche Beschwerden (bis auf ein paar Ausnahmen, die aber nicht relevant sind) Zu dem Zeitpunkt, in der die Derealisation ausbrach, gab es mMn kein Erlebnis, von dem ich sagen könnte, es wäre der Verursacher

-Ich hatte schon immer depressive Phasen in meinem Leben, die ich aber immer gut mit Ablenkung überstanden habe. Durch die Derealisation kann ich mich aber leider überhaupt nicht mehr ablenken. Sobald ich alleine bin, habe ich ohne jeden weiteren Grund Suizidgedanken, extrem schlechte Stimmung und will einfach nur schlafen, um diesem Zustand zu entfliehen..
Wieso verschwinden die Depressionen unverzüglich, wenn ich unter Leuten bin? Dann nehme ich die Derealisation auch nurnoch sehr dezent wahr

-Ist eine Behandlung beim Psychologen/Psychiater empfehlenswert, oder verschwindet das ganze irgendwann von alleine?

Depression durch Derealisation
kopf
hey ,

was ist das für ein gefühl , 24/7 ?
bist du jünger oder älter ?
was verstehst du unter derealisierung ? sicherlich gibt es eine definition , aber das persönliche empfinden ist unterschiedlich.
LG

Depression durch Derealisation
Weiblich dedizione
Hi

ja, würde mich auch interessieren, schilder doch mal, wie es sich bei dir anfühlt.

Natürlich können Drogen der alleinige Auslöser sein.

Andererseits würd ich sagen, Derealisation ist ein Symptom der Depression, und nicht umgekehrt.

Ja, wenn es länger anhält, würde ich mir fachliche Hilfe suchen.

v.Grüße dedizione

Depression durch Derealisation
AffeAffe
Themenstarter
hey ,

was ist das für ein gefühl , 24/7 ?
bist du jünger oder älter ?
was verstehst du unter derealisierung ? sicherlich gibt es eine definition , aber das persönliche empfinden ist unterschiedlich.
LG
Ich bin 20.

Auf meinen Bewusstseinszustand trifft eigentlich die übliche Definition von Derealisation zu.

Alles fühlt sich unreal an, wie in einem Traum. Man fühlt sich, ale sei man nur Beobachter seiner Wahrnehmung, als würde man sein Leben wie in einem Film wahrnehmen.
Es ist, als würde man alles durch eine Art Schleier sehen. Man meint, seine Gedanken würden nicht zu einem selbst gehören..
Mein Bewusstsein und meine Wahrnehmung sind einfach nicht mehr so,wie sie mal waren.. Es fällt mir natürlich schwer, diesen Zustand zu beschreiben. Es liest sich jedenfalls angenehmer, als es in Wirklichkeit ist.. aber das versteht man wohl nur als Betroffener.


Natürlich können Drogen der alleinige Auslöser sein.
Hm, schon möglich, aber mein Konsum war (verglichen mit anderen) wohl ziemlich gering.. 1x die Woche Cannabis, und auch nur 0,05-0,1g.
Was man da von manchen Konsumenten alles liest, zB 5g täglich usw..

Andererseits würd ich sagen, Derealisation ist ein Symptom der Depression, und nicht umgekehrt.
In letzter Zeit hatte ich meine Depressionen aber eigentlich ganz gut unter Kontrolle. Vor 4 Jahren waren das noch ganz andere Dimensionen, da war ich jedoch noch nicht von Derealisation betroffen.

Wie gesagt, ich komme momentan ganz gut mit meinem Leben klar und hatte kaum Druck oder irgendeinen anderen Umstand, der mich sonderlich belastet.

Depression durch Derealisation
kopf
Zitat von AffeAffe Beitrag anzeigen
Hm, schon möglich, aber mein Konsum war (verglichen mit anderen) wohl ziemlich gering.. 1x die Woche Cannabis, und auch nur 0,05-0,1g.
Was man da von manchen Konsumenten alles liest, zB 5g täglich usw..
ich habe mal mit einem oberarzt von einer suchttagesklinik ein gespräch gehabt.
er meinte ,er hätte viele junge menschen gesehen ,welche nach einmaligem "gebrauch der droge" massive probleme hatten und dies auch nicht nur 14 tage.

da du ja vorbelastet bist ,durch depression und andere dinge , besteht grösseres risiko , hier irgendwas auszulösen .z.b . psychosen , depersonalisierung,derealisierung etc.

wie sich hier ein sich "immer weiter in die kacke reinbringen " durch drogen auswirkt ,könntest du ,falls drogen die ursache sind ,ja schon erlebt haben und immer noch erleben.

ich würde das nicht mehr machen .ich kenne einige junge menschen , die sind einfach kaputt . von einer möchte ich berichten .
sie war vielleicht zwanzig ,kroch nackt auf dem krankenhausflur rum und bellte.
sie dachte wohl ,sie sei ein hund.sie war eine wunderschöne person und musste später fast bewacht werden ,weil einige sie als hilflose opfer erkannten und mal schnell ...............

ich würde dir einen guten psychologen empfehlen . man kann z.b. mehrere probatorische sitzungen bei verschiedenen psycholgen machen, um hier etwas gutes zu finden.

LG

Depression durch Derealisation
Weiblich dedizione
hi,

In letzter Zeit hatte ich meine Depressionen aber eigentlich ganz gut unter Kontrolle. Vor 4 Jahren waren das noch ganz andere Dimensionen, da war ich jedoch noch nicht von Derealisation betroffen.
hattest du vor vier Jahren fachliche Hilfe?
Oder hast du es alleine "unter Kontrolle" bekommen?

v.Grüße dedizione

Depression durch Derealisation
AffeAffe
Themenstarter
Zitat von dedizione Beitrag anzeigen
hi,



hattest du vor vier Jahren fachliche Hilfe?
Oder hast du es alleine "unter Kontrolle" bekommen?

v.Grüße dedizione
Ich hatte keine Hilfe.

Ich habe eine feste Freundin gefunden und meine sozialen Kontakte mehr gepflegt, dann wurde es von ganz allein besser.
Komplett verschwunden sind die Depressionen nie, aber als die Derealisation ausbrach hatte ich keine größeren Probleme damit.
Solange ich unter Menschen war, war immer alles gut, nur alleine ging es mir eben realtiv schlecht. Dieser Zustand hat sich durch die Derealisation extrem gesteigert, da ich mich, sobald ich alleine bin, kaum ablenken kann.

Ist in meinem Fall jetzt eher eine Gesprächstherapie geeignet, oder Gesprächstherapie gepaart mit Medikamenten?
Diese Derealisation will ich nämlich beim besten Willen nicht mehr länger ertragen. Leben könnte ich schon damit, aber es nimmt einem schon ein großes Stück der Lebensqualität..

Depression durch Derealisation
AffeAffe
Themenstarter
ich habe mal mit einem oberarzt von einer suchttagesklinik ein gespräch gehabt.
er meinte ,er hätte viele junge menschen gesehen ,welche nach einmaligem "gebrauch der droge" massive probleme hatten und dies auch nicht nur 14 tage.

da du ja vorbelastet bist ,durch depression und andere dinge , besteht grösseres risiko , hier irgendwas auszulösen .z.b . psychosen , depersonalisierung,derealisierung etc.
Dazu muss ich sagen, dass ich schon einige (extrem) schlimme Trips hinter mir habe, unter anderem mit Pilzen. Danach ging es mir aber wieder super.
Eine Psychose kann ich auf jeden Fall ausschließen, das sind komplett andere Dimensionen. Wenn man an einer Psychose leidet, ist einem das nichtmal bewusst, weil die Wahrenehmung so extrem verändert ist, dass ein "normales" Denken überhaupt nichtmehr möglich ist. Permanente Angstzustände und wirre Gedanken sind die Folge..
Außerdem muss man für Psychosen eine Veranlagung haben, die sich dann in Stresssituationen offenbart..


wie sich hier ein sich "immer weiter in die kacke reinbringen " durch drogen auswirkt ,könntest du ,falls drogen die ursache sind ,ja schon erlebt haben und immer noch erleben.
Es ist ja nicht so, als hätte sich dass von Anfang an gesteigert. Ich habe schon länger als 1-2 Jahre konsumiert, als die Derealisation ausbrach.
Ich will meinen Drogenkonsum hier nicht rechtefrtigen oder irgendwas, ich habe ihn auch eingestellt. Jedoch erschließt sich bei mir nicht so ganz die Logik, wieso Drogen die Derealisation induziert haben sollen, ich nach Horrortrips etc. aber keine Probleme hatte, es dann aber plötzlich ohne Ankündigung oder irgendwelchem exzessiven Konsum zu der Problematik kam.


ich würde das nicht mehr machen .ich kenne einige junge menschen , die sind einfach kaputt . von einer möchte ich berichten .
sie war vielleicht zwanzig ,kroch nackt auf dem krankenhausflur rum und bellte.
sie dachte wohl ,sie sei ein hund.sie war eine wunderschöne person und musste später fast bewacht werden ,weil einige sie als hilflose opfer erkannten und mal schnell ...............
Ja, hier reden wir aber von Psychosen. Deiner Freundin war sicherlich nichtmehr bewusst, dass ihre veränderte Wahrnehmung "nicht real" ist, oder?
Das ist ein großer Unterschied, mir ist bewusst, dass etwas nicht stimmt und kann noch rational denken. Eine Psychose "entwickelt" sich auch nicht wirklich, sondern ist ganz plötzlich einfach da.
Ich kann mir aber vorstellen, wie man sich bei einer Psychose fühlt, stelle mir das so vor, wie auf einem zu hoch dosiertem, üblem Trip, von dem man nichtmehr runter kommt.. Sowas habe ich aber zum Glück nicht.

Depression durch Derealisation
kopf
Zitat von AffeAffe Beitrag anzeigen
Eine Psychose kann ich auf jeden Fall ausschließen, das sind komplett andere Dimensionen. Wenn man an einer Psychose leidet, ist einem das nichtmal bewusst, weil die Wahrenehmung so extrem verändert ist, dass ein "normales" Denken überhaupt nichtmehr möglich ist.
naja, ich für mich denke ,wenn ich einen pilz , tabletten oder ähnliches einwerfe und mir über die gefahren eigentlich bewußt bin ,es trotzdem tue,
könnte man mit etwas fantasie von einer psychosenähe sprechen.zumindestens kann man eine psychische labilität annehmen.
das schreib ich ,weil du die regel für ein psychosehaben so endgültig beschreibst.
geschichten ,die mir während meiner räusche passierten waren psychosen.
eindeutig . nur sie gingen wieder weg .

hier muss man eindeutig sagen -irgendwann ist das maß voll, dann bleibt etwas ,eine störung ,eine einschränkung .
pilze sind ja für so etwas bekannt .
vielleicht ist das bei dir so !
ich weiß hier keinen rat ,was medikamentöse therapie betrifft .gespräche mit psychologen ,wenn es dir depressionsmässig gut geht ,ich weiß es nicht !

wenn du jetzt so ein psychatergespräch führst ,hast du vielleicht nach 20min. ein rezept für ein medikament in der hand .das fände ich gar nicht gut.
vielleicht kannst du ein gespräch in einer drogenklinik führen ,nur ein gespräch.
rausfinden,was die so denken.
man müsste tatsächlich die ursache herausfinden -woher kommt die derealisation -von drogen oder aus der persönlichkeit.
das zeugs cannabis ,pilze -sind oder können ein auslöser von derealisierungen sein.
danach könnten sich behandlungsansätze entwickeln.

vielleicht kannst du mal generell nach dir schaun . warum bin ,war ich depressiv -was ist mit mir los ?

Liebe Grüße !

http://www.avaaz.org/de/eu_people_vs...783367&v=10572

Geändert von kopf (04.10.11 um 14:27 Uhr)

Depression durch Derealisation
AffeAffe
Themenstarter
naja, ich für mich denke ,wenn ich einen pilz , tabletten oder ähnliches einwerfe und mir über die gefahren eigentlich bewußt bin ,es trotzdem tue,
könnte man mit etwas fantasie von einer psychosenähe sprechen.zumindestens kann man eine psychische labilität annehmen.
Jeder meiner Pilztrips hat mir im Leben weitergeholfen, ob er nun positiv oder negativ verlaufen ist.
Gefahren gibt es bei moderater Dosierung ebenfalls kaum welche. Für eine Psychose muss man veranlagt sein, und das sind nur die wenigsten. Ich bin es nicht, und ich bin auch nicht psychisch labil. Du hast eine totale falsche Vorstellung von dem, was eine Psychose ist, so scheint es jedenfalls.
Wenn man an einer psychose erkrankt ist, dann kann man nichtmehr in ein Forum schreiben und nachfragen, was denn nicht stimmen könnte mit einem..

hier muss man eindeutig sagen -irgendwann ist das maß voll, dann bleibt etwas ,eine störung ,eine einschränkung .
pilze sind ja für so etwas bekannt .
vielleicht ist das bei dir so !
ich weiß hier keinen rat ,was medikamentöse therapie betrifft .gespräche mit psychologen ,wenn es dir depressionsmässig gut geht ,ich weiß es nicht !
Natürlich ist von meinen Pilztrips etwas hängen geblieben. Blickwinkel und Gedanken, die ich ohne sie niemals gehabt hätte.
Von der Tatsache abgesehen, dass Psilocybin Psychosen auslöst, hat es kaum Nebenwirkungen.
Pilze kann man glaube ich sowieso vernachlässigen, weil das eher wenige Trips waren. 4-5 vielleicht. und die liegen alle schon länger zurück.

wenn du jetzt so ein psychatergespräch führst ,hast du vielleicht nach 20min. ein rezept für ein medikament in der hand .das fände ich gar nicht gut.
vielleicht kannst du ein gespräch in einer drogenklinik führen ,nur ein gespräch.
rausfinden,was die so denken.
man müsste tatsächlich die ursache herausfinden -woher kommt die derealisation -von drogen oder aus der persönlichkeit.
das zeugs cannabis ,pilze -sind oder können ein auslöser von derealisierungen sein.
danach könnten sich behandlungsansätze entwickeln.
Also so wie ich es mitbekommen habe, entstehen Derealisationen durch Drogen nur, wenn man einer extremen Belastung ausgesetzt ist, wie es bei Bad Trips üblich ist. Da ich diese schon lange nicht mehr hatte, bin ich mir fast sicher, dass Cannabis/Pilze nicht der Auslöser waren. Wie gesagt, ich habe ziemlich wenig konsumiert und mir sind auch keine Fälle mit meinem Konsummuster bekannt.
vielleicht kannst du mal generell nach dir schaun . warum bin ,war ich depressiv -was ist mit mir los ?
das hat eigentlich keinen grund. ich war schon teilweise als kind depressiv. ich hatte eine gute kindheit und auch sonst kaum probleme im leben.
nur durch die derealisation verstärkt sich der ganze mist eben.
sonst kann ich gut damit leben..




Da fällt mir etwas ein!
Ich habe seit längerem Probleme mit meinem Magen, was anscheinend auch meine Müdigkeit verursacht. Ich bin also durchgehend müde, selbst nach dem schlafen bin ich erschöpft.
Könnte diese chronische Müdigkeit etwas mit der derealisation zu tun haben?


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