Angst vor dem Sterben

23.09.11 00:55 #1
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Angst vor dem Sterben

Rianj ist offline
Beiträge: 2.349
Seit: 15.06.09
Zitat von fauna Beitrag anzeigen
Ich habe eben das Sterben und den Tod eines verwandten Menschen erlebt. - Hautnah habe ich erfahren, dass Sterben und Tod zum Leben dazu gehören. Was einen Anfang hat, hat auch ein Ende.
Ich habe diese Erfahrung im letzten Jahr machen dürfen und kann nicht sagen, dass es nun beruhigender ist zu wissen, wie es sein kann, zu sterben.
Es gibt viele Arten zu sterben.
Dieses Loslassen der Seele vom Körper ist kein einfacher Vorgang.
Zumindest habe ich das so empfunden.
Mir wurde aber von einer Sterbebegleiterin gesagt, dass dieser Mensch wohl einen "schönen Tod" hatte.

Alles Gute dir, fauna
Rianj

Angst vor dem Sterben

fauna ist offline
Beiträge: 1.571
Seit: 27.11.09
Herzlichen Dank!

Angst vor dem Sterben

Rawotina ist offline
Rubrikenbegleiterin Schüssler Salze
Beiträge: 2.742
Seit: 17.07.10
Hallöchen,

mich würde mal interessieren, was man unter einer körperlichen Besetzung durch Verstorbene versteht. Auf diesen Begriff stieß ich in einem Buch von Dr. Stelzl "Heilen mit kosmischen Symbolen". Kann das jemand näher erläutern?

LG Rawotina

Angst vor dem Sterben
Männlich Windpferd
Nach langer Zeit wieder mal hier vorbeigeschaut.

Hallo Kopf (#5),

Dir war Sophie Scholl eingefallen. Ihre Zellengenossin berichtete, Sophie habe am Morgen vor ihrer Hinrichtung ihren letzten Traum erzählt: Sie hatte ein Bündel zu tragen mit einem kleinen Kind drin. Sie kam an einen Abgrund, den sie nicht überwinden konnte. Aber sie konnte das Kind über den Abgrund hinweg auf die ándere Seite hinüberheben.

Sophie sei völlig ruhig gewesen. Unmittelbar vor der Hinrichtung - ich glaube, sie wurde enthauptet - rief sie: "Es lebe die Freiheit!".


Hallo ich selber (#23),

jene dort erwähnte Frau hab ich - zum ersten Mal nach zehn Jahren - kürzlich wieder getroffen. Unerwartet besuchte sie mich für drei Tage. Wir hatten einander geliebt - ich wollte, daß sie bei mir bleibe. Aber sie mußte (ja!) zu ihrem Meister (ja!) nach Nepal / Ladakh, um dort zu meditieren unter seiner Anleitung. Wie es der Tradition entspricht - für einige Ausgewählte.

Es hat sich auf den allerersten und allerletzten Blick gelohnt für sie. Heiterer, mitfühlender, weiser ist sie geworden. Ich hatte ihr entscheidend geholfen, das machen zu können - alles andere wär undenkbar gewesen - und bin reich belohnt. (Nein, nicht durch Versprechungen für einen Himmel, an den ich nicht glaub - sondern durch gegenwärtige Freude.)

Jetzt ist sie längst wieder in der Nähe von Kathmandu. Dört blühen jetzt die Bäume.


Hallo Rawotina (33),

die "körperliche Besetzung durch einen Verstorbenen".

Sag, kannst diese Idee nicht einfach verdunsten lassen? Sein Körper ist entweder verbrannt oder anderweitig komplett abgebaut. Einfach mal auf dem Boden der Tatsachen bleiben: Wie soll denn das funktioniere? Und wenn's funktionierte: wie sollte man's je belegen können, so daß man glaubhafte Sätze darüber bilden dürfte? Absolutely no way ...

Möglich, daß diese Person Spuren in Dir hinterlassen hat - durch ihr Leben und / oder ihren Tod, durch Erzählungen anderer, durch Deine Fantasien, durch weiß der Himmel was. Vielleicht auch durch seine Einwirkungen auf andere, mit denen Du in Verbindung warst. Vielleicht auch nur durch seine Abwesenheit.

"Körperlich" ist das gewiß nicht. (Obwohl wir jede Seelenregung leiblich spüren können.) Ob's eine "Besetzung" (klingt gewaltsam, militärisch) ist, liegt an Dir: ob Du die Vorstellung festhältst - oder eben als vergänglichen Gedanken betrachtest. (In religiösen Traditionen könnte man z.B. für einen Verstorbenen beten - auch u.a. eine Art der Desidentifikation. Nichtreligiös könnte Trauerarbeit fällig sein, fällig gewesen sein.)

Es bestreht hier möglicherweise die Gefahr, abzudriften zu der Sekte von Bert Hellinger mit seiner Familienstellerei. Alptraum und Phantasma. Abgesehen davon, daß die Richtigkeit seiner zahllosen Behauptungen und die Wirksamkeit seiner "Behandlungen" nie nachgewiesen wurden (die pure Idee gilt ihm schon als Sakrileg). Mit null Toleranz gegenüber selbständig Denkenden.

(Leider hat sich der - von mir aus anderen Gründen sehr geschätzte Arzt - Dr. Dietrich Klinghardt mit seiner "Psychokinesiologie" von Hellinger infizieren lassen - sogar in Hinblick auf den dogmatisch-autoritären Stil der Interventionen. Dies habe ich allerdings bisher nur bei einer - ansonsten sehr guten - Schülerin von ihm erleben müssen. Unbegreiflich für mich.)



Alles Liebe,
Windpferd

Geändert von Malve (09.02.13 um 20:14 Uhr) Grund: Siehe Nutzungsbedingungen, § 4

Angst vor dem Sterben

Rawotina ist offline
Rubrikenbegleiterin Schüssler Salze
Beiträge: 2.742
Seit: 17.07.10
Hallo Windpferd,

wenn ich ein Buch lese, möchte ich verstehen, was ich dort gelesen habe bzw. was gemeint sein könnte. Um mehr geht es mir eigentlich nicht. Trotzdem vielen Dank für Deine Antwort.

LG Rawotina

Angst vor dem Sterben

Wildaster ist offline
Beiträge: 5.639
Seit: 18.03.12
Ob ich Angst habe vor dem Sterben,das kann ich mir auch heute noch nicht beantworten,ich glaube aber ja.
In den letzten Jahren hat mich dieses Thema nicht losgelassen und ich habe viele Bücher darüber gelesen.
Ich las fast alle Bücher von Elisabeth Kübler Ross u.v.a.m.
Sie gaben mir in einer schweren Zeit die Kraft und den Halt in meiner Trauer.
Denn im Zentrum der Traurigkeit steht der tiefe Kummer und die Sehnsucht,der geliebte Mensch,den man verloren hat, möchte zurückkommen.

Der Tod macht mir keine Angst mehr,weiß ich doch,dass ich mit offenen Armen empfangen werde.
Aber vor dem Tod kommt das Sterben und da habe ich so tief in mir meine Vorstellung ( Wünsche) und auch Ängste.
Wie jeder andere auch, wünsche ich mir einen friedlichen Tod ohne Schmerzen und wenn es möglich ist,liebe Menschen in meiner Nähe.

Liebe Grüße von Wildaster
__________________
Wir haben Fröhlichkeit nötig und Glück,Hoffnung und Liebe.( Vincent van Gogh)

Angst vor dem Sterben

Oregano ist offline
Beiträge: 63.688
Seit: 10.01.04
Hallo Rawotina,

ich denke, es geht nicht darum, daß ein Toter bzw. eine Tote körperlich da bleiben. Das hat Windpferd ja deutlich geschrieben.
Die,die an Besetzungen glauben, dürften das in etwa so beschreiben:

Das lateinische Wort "Aura" bedeutet "Lufthauch". Es bezeichnet ein "magisches Energiefeld", das angeblich den menschlichen Körper als Schutzhülle umgibt.

Dieses unsichtbare "Energiefeld" zeige sich nur dem "Aura-Heiler", lehren Esoteriker, und zwar in den sieben Farben des Regenbogens. Form, Beschaffenheit (Risse, Löcher u.a.), Zusammensetzung und Färbung der Aura können angeblich Auskunft über Erkrankungen geben. Um eine defekte Aura wiederherzustellen, legt der "Heiler" seine Hände einige Zentimeter über den Körper des Patienten, bevorzugt über die "Chakren", um "kosmische Energie" einströmen zu lassen. Andere "Heilverfahren" sind das Auflegen von Magneten oder Edelsteinen, welche die Aura "reinigen", "aktivieren". "von Störungen befreien" sollen.

Eine störungsfreie Aura schütze vor allen Krankheiten, auch AIDS und Krebs, und gegen alle Angreifer wie Gewalttäter, Hexen u.a., die an der heilen, geheilten Aura "abprallen" würden.

In einer defekten Aura könnten sich auch Seelen Verstorbener einnisten bis zu ihrer Wiedergeburt oder Seelen von Menschen, die ihren Tod nicht angenommen hätten und all ihre Gefühle und Schmerzen auf ihren "Wirt" übertragen würden. Menschen, die von Verstorbenen "besessen" seien, bedürften der Aura-Reinigung durch einen (spiritistischen) Exorzismus, bis die fremde Seele die Aura loslassen und "heim ins Licht" gehen könne.
Aura-Heilung

In dem Zitat geht es um "Aura-Heilung"; es gibt noch mehr Methoden, die sich mit dem THema "Besetzung" beschäftigen, wie z.B. die katholische Kirche mit dem Exorzismus, den es ja immer noch gibt, oder wie die "Lichtarbeit" usw.

Bücher von Amazon
ISBN: 3924161062


Abgesehen davon, ob man sich auf diese Gedanken einlassen möchte, denke ich, daß es "Besetzungen" auf jeden Fall gibt, wenn auch in etwas anderer Form:
In dem Wort Besetzung steckt ja auch das Wort "besessen" drin. Und da finden sich ja einige Verhaltens- und Denkmuster, die alltäglich sind. Man kann von einem Thema besessen sein, weil es einfach nicht aus dem Kopf geht. Man kann von einem Menschen "besessen" sein, was dann Hörigkeit bedeutet. Sicher lassen sich noch mehr Beispiele finden.

So eine Besessenheit hat meiner Meinung nach damit zu tun, daß ein Mensch etwas erlebt hat oder auch etwas sucht, das ihn nicht los läßt, weil es zu tiefgreifend war/ist. Der Lösungsansatz gestaltet sich dann je nach Orientierung: eher auf die esoterische, spirituelle Weise oder psychotherapeutisch oder psychiatrisch.

Bernhard Becker - Der mit der Seele flüstert -: Besessenheit und Heilung, Spirit Release - Spirit Releasing, Seelenfragmente, Seelenbefreiung, Clearing

Grüsse,
Oregano
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Angst vor dem Sterben

Rawotina ist offline
Rubrikenbegleiterin Schüssler Salze
Beiträge: 2.742
Seit: 17.07.10
Dankeschön, liebe Oregano, nun habe ich es verstanden.

Angst vor dem Sterben

Eriophorum ist offline
Beiträge: 394
Seit: 20.07.07
Zitat von Sonnenblume1703 Beitrag anzeigen
Am nächsten Morgen wurde ich im Internet auf diese HP geleitet:

LICHTARBEIT und Esoterik - Aussteiger berichten
Diese Website ist in meinen Augen mehr als suspekt! Und wenn ich dann dort noch lese "Die Lüge der Reinkarnation" kann ich das Ganze nur noch als unverschämt bezeichnen.

Die Erkenntnis der Reinkarnation existierte schon lange vor dem Christentum und Millionen von Menschen in Asien - und nicht nur dort - wissen darum.

Im Übrigen habe ich durch die Beschäftigung mit dem, was manche als Esoterik bezeichnen, viel mehr Positives erfahren als im Christentum.

Ach ja, um zur Kernfrage des Threads zu kommen:
Nein, ich habe keine Angst vor dem Tod.

Angst vor dem Sterben
Männlich Windpferd
Hallo,

bei "Reinkarnation" handelt es sich um einen Glauben (oder um ein mythisches Element oder um eine Denkfigur, die uns die Konfrontation mit der Endgültigkeit des Todes teilweise erspart.)

Keineswegs um "Erkenntnis". Wer anderes meint, wird hiermit höflichst um belastbare empirische Belege gebeten.

Daß ein Glaube uralt ist, hat keine Bedeutung für die Beurteilung seiner Richtigkeit.

Ja, das Motiv taucht auch bei Dichtern auf. "Ach, du warst vor abgelebten Zeiten / meine Schwester oder meine Frau." (Goethe an Charlotte von Stein) -- Oder "Wo war ich schon einmal und war so selig? Dahin muß ich zurück - und müßt ich völlig sterben auf dem Weg." (Hugo von Hofmannsthal in seinem Libretto zu der Oper "Der Rosenkavalier".) Aber die Wahrheit von Dichtung ist eine ganz andere als die metaphysischer oder empirischer Aussagen.

Wer möchte, kann gerne Glaubenskriege führen. Was soll dabei Gutes herauskommen?

Übrigens: je mehr wir gut leben, desto mehr schwindet die Furcht vor dem Tod. (Schrieb Karl Jaspers.)

Gruß
Windpferd


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