Einen neuen Weg .....

12.01.11 21:25 #1
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inchiostra ist offline
Beiträge: 2.078
Seit: 16.07.09
........gehen

...............finden

.........suchen

wie auch immer. Oder die goldene Mitte. Meditieren...

Alles nur Wörter.

Ich möchte etwas für mich tun und da brauche ich nicht genau wissen warum ich es tue. Ich tue es jetzt einfach mal. In jeder Therapie wurde ich früher panisch und hielt diese Entspannungsübungen nicht aus. Vielleicht aber jetzt.

Es soll auch nicht wichtig sein, auf welcher Art ich es tue. Erstmal. Ist mir zwar etwas , weil ich soetwas eben noch nie gemacht habe.

Hauptsache ich mache es regelmässig. Und dass möchte ich üben...üben üben..
Wenn ich nicht übe, erhalte ich auch kein Ergebnis. Ist wohl mit allem so.

Ich merke, dass ich nicht mehr weiter komme. Habe hier ein Jahr meine Sorgen aufgeschrieben und auch einiges ändern können. Ich habe hier viel Unterstützung bekommen.

Doch ich verliere mich ständig aus dem Blick. Schau immer nur nach links und rechts, aber nicht in die Mitte. Ich meine ich schaue auf die Vergangenheit und die Zukunft. Nur die Gegenwart nehme ich nicht so wahr.

Ich möchte mal die Dinge sehen wie sie sind. Nicht mehr spüren was mir von meinem bisherigen Umfeld einsuggeriert wurde. Ich kann nicht unterscheiden, ob ich nun traurig oder wütend bin. Das mich ständig. Kann mich oft nicht richtig mitteilen.Ständig Beziehungsstress.

Einige denken, dass ich evtl. meinen Mann noch liebe. Ich weiß es nicht. Ich fühle es nicht (mehr).

Wenn man beim Meditieren erlernen kann, Geräusche z.B. nicht mehr als störend zu erleben, wäre das für mich das tollste.
Wenn es mich nicht mehr nervt, dass mein Mann am Tisch schmatzt und sich den Pfeffer drauf tut, als wenn er sonstwas bedient nur keine Pfeffermühle, dann ist das für mich Erfolg.

Ich möchte achtsamer werden. Auf mich schauen. Lauschen auf meinen Körper.

Auch gar nicht mal soviel erfahren über Meditation.

Nur sehen, was passiert.

Es macht doch nur Sinn, wenn ich den jetzigen Augenblik erlebe. Alles ändert sich doch, ob ich es will oder nicht.

Ein gutes Beispiel in einem Buch fand ich aber. Um die Mitte zu finden, also die Gegenwart und die Gedanken zu steuern, soll man sich einen jungen Hund vorstellen.
Diesen Hund will man erziehen. Er soll auf einem Tuch sitzen bleiben. Ein kleiner Welpe. Das macht er natürlich nicht und wandert rum. Wie die Gedanken dann eben. Ruhig und geduldig wird er immer wieder auf dieses Tuch gesetzt, bis er merkt um was es geht.
Das hilft mir, wenn ich daran denke. Ich gehe immer wieder in die Mitte zurück (auf dieses Tuch).

Kann ich mir erstmal so merken. Außerdem brauche ich einen Platz wo ich übe.

Den suche ich noch. Eine Decke oder ein Kissen. Gefunden habe ich diese PositionAnhang 11427genannt Drachensitz.
Bekommt mir am besten.Bei meinen kurzen Beinen kriege ich diesen komplizierten Sitz, wie die Füße auf die Unterschenkel. Diese Knoterrei ist mir zu kompliziert. Vielleicht später
Dann soll man Richtung Osten sitzen. OK, das könnte man noch übernehmen.

Mehr will ich aber jetzt auch nicht mehr wissen, weil bestimmt jeder es anders machen würde. Und dann wäre ich wieder bei dem Einsuggerieren. Ich mache es dann nicht so, wie ich es will.

Ich werde jetzt jeden Tag (ach ja, man soll ja am Anfang immer dieselbe Zeit meditieren) üben. Einfach anfangen und schauen was passiert.

Das ist mein Hauptproblem. Bei der Sache bleiben. Das will ich ja lernen. Disziplin und Geduld. (lieber Gott schenke mir Geduld, und zwar sofort)

Ich schreibe eben hierein, dass ich meditiert habe. Wie es mir damit ging.
Kann ja Wochen dauern. Oder Monate. Oder auch Tage.

Vielleicht werde ich ja dann ruhiger, nicht mehr so empfindlich und kann dann auch mal loslassen.

Ich habe auch noch ein Buch von meinem Sohn, welches ich jetzt erstmal druchlesen möchte. Außerdem habe ich angefangen einen Kellerraum auszuräumen. Mein Sohn hatte ihn dafür auserkoren. Ist aber zu feucht. Wäre aber eine gute Idee einen Raum der Stille zu errichten.
Jedenfalls hatte mein Sohn ein paar Tage meditiert, von da ab war er freundlicher und hatte sogar freiwillig abgewaschen. Das hat mich außerdem motoviert.

So, ich habe mal versucht rüberzubringen, warum ich diesen Tread möchte.
Ich möchte etwas tun was mir gut tut. Nicht wie in meinem anderen Tread: Ich möchte in meinem Umfeld etwas verändern, damit es mir besser geht.

Etwas verändern? Ich muß mich verändern, damit ich weiterleben kann. So, wie es jetzt ist und bisher immer war, gefällt es mir nicht mehr und halte ich auch nicht mehr aus.Ist mir zu anstrengend.

Ach ja, die Uhrzeit. Ich habe mich auf abends 22.00 Uhr geeinigt. Weiß nicht, ob 1 oder 2Mal am Tag. Jedenfalls selbe Uhrzeit, selber Platz und regelmässig.
Bin gespannt wie ich das schaffe. Alleine diese 3 Punkte einzuhalten reicht mir erstmal.

inchiostra

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inchiostra ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.078
Seit: 16.07.09
ich habe es gestern Abend mal versucht. Zuerst dachte ich es doch nicht zu tun. Der Gedanke kam auf, es ist ja schon später als 22,00 Uhr.

Doch ich versuchte es. 10 Minuten saß ich still auf meiner Decke und versuchte nichts zu denken. Das ist doch schonmal was.

Lese noch im Buch, um einige Techniken rauszufinden. Mein Sohn meinte, es wäre doch besser einiges zu wissen. (er ist teilweise mein Lehrer)Wie ich mich verhalten soll, wenn Schmerzen oder Gefühle auftreten z.B.

Man kann auch beim essen Meditieren oder beim bügeln.

Ich lasse es weiter auf mich zukommen und nehme mir nichts vor, was ich erreichen will.

inchiostra

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inchiostra ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.078
Seit: 16.07.09
2. Tag. Gestern Abend habe ich es wieder geschafft. Habe dran gedacht.
Die Umgebung ist mir im Moment erstmal egal. Mache ja eh die Augen zu.

Habe brav vor meinem Bett auf einer Decke gesessen. Über 10 Minuten.
Man merkt gar nicht wie schnell die Zeit vergeht.

Konzentriere mich nur auf die Atmung.

Plötzlich merkte ich, wie meine Augen sich von alleine zusammenkniffen, obwohl ich es nicht wollte. Das ging dann noch 3Mal so. Soll man ja dann einfach zulassen und wahrnehmen.

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Juliette ist offline
Beiträge: 4.666
Seit: 23.04.06
Hallo Inchiostra,

das freut mich, dass du etwas für dich tun willst und bei dir selbst anfängst etwas zu verändern.

Hast du schön geschrieben. Dann wünsche ich dir weiterhin viel Freude.

Grüsse von Juliette

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inchiostra ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.078
Seit: 16.07.09
vielen Dank Juliette für deine lieben aufbauenden Worte.

3. Tag.
Gestern Abend saß ich fast 20 Minuten schweigend auf der Decke. Wer hätte das gedacht. Kann da nicht viel zu sagen. War nur erstaunt, dass es überhaupt 20 Minuten waren. Wollte eigentlich nur 10 Minuten. Also merkte ich die Zeit kaum.

inchiostra

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Gleerndil ist offline
Beiträge: 4.200
Seit: 26.07.09
Herrlich wie Du es schreibst und an Dir selbst beobachtest, Inchiostra, könnte vielleicht mal eine sehr lebendige Einführung ins Meditieren werden . . . werden, ja, das ist ganz schön Zukunft, ich weiß.


Also einfach nur herrlich, im Moment!


Liebe Grüße! Gerd
__________________
Die Sinnesorgane der Engel sind unsere Edelsteine. Rudolf Steiner

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inchiostra ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.078
Seit: 16.07.09
Erstmal guten Morgen Gerd

vielen Dank, was du geschrieben hast. Das macht mir auch Mut weiterzumachen. Auf meinem neuen Weg nette Menschen zu treffen.

Dann noch aus dem Rheinland. Komme ich gebürtig her. Dann gefällt mir dein Benutzerbild.

Nette Menschen treffen, die mir Mut machen und einfach nur da sind und was nettes sagen.

Nicht wie mir mein ganzes bisheriges Leben nur Steine in den Weg gelegt wurden. Geh diesen Weg, mach´das so, warum bist du nicht so usw.

Mein Sohn sagte gestern und soeben wieder, nachdem ich nicht so wollte wie er meinte ich es tun soll "ich denke du meditierst."

Spüre schon, dass mich das ärgert.

Da könnte ich sofort fragen, warum meditierst du denn nicht mehr. Seit ich meditiere, meditiert er nämlich icht mehr. Gestern wollte er aber mit mir gleichzeitig meditieren, dann plötzlich nicht mehr.

Den 4. Tag , da habe ich auch meditiert. Habe mich an die Zeit gehalten.

Gestern der 5. Tag auch. Mir ist es im Moment egal was dabei herauskommt.Man sieht ja, das andere mehr erwarten als ich selber

Ich merke aber, das ich nicht soviele Gedanken beim meditieren habe, wie ich geglaubt habe. Ich denke jeden Tag und in der Nacht soviel, das ich mir wünsche mal nicht zu denken.

Darum bin ich jetzt erstmal froh überhaupt mal nur still zu sitzen. Dann sind meine Gedanken eher weg, als sie kommen. Das ist jetzt erstmal so.
Warum soll ich jetzt darüber nachdenken, wo die Gedanken sind.

Der Wille etwas zu tun und zwar regelmässig nur für mich. Mehr wollte ich erstmal nicht. Und wenn ich wochenlang das gleiche schreibe.

inchiostra

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ory ist offline
Weiblich ory
Moderatorin
Beiträge: 8.270
Seit: 04.02.09
hallo inchi ,

habe mein kissen unter den arm und freu mich auf ein paar stille minuten bei dir .

vor jahren habe ich mit "meiner" meditation genauso angefangen wie du ,auch ich wollte etwas nur für mich tun .

mittlerweile medietiere ich auch beim kartoffelschälen

namaste

ory
__________________
Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war, stets kannst du im Heute von Neuem beginnen. (Buddhistische Weisheit)

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inchiostra ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.078
Seit: 16.07.09
Hallo Ory

schön, da hast du ja den Weg gefunden.

Ich weiß jetzt nur noch nicht, was ich jetzt mit dir machen soll.

Kartoffeln schälen? Diese Vorstellung könnte der Anfang sein.

Bild 609.jpgauf jeden Fall habe ich für dich erstmal saubergemacht.

Spass beiseite. Ich möchte diesen Raum extra fürs stille stündchen herichten.
Die Wände sind mit Glaswolle beklebt, was doll pikt beim abmachen. Irgendwo ist es feucht. Ich glaube der Boden hat einen Riss.
Mal sehen, was es wird. Dieses tun ist schon irgendwie Meditation. Mein Sohn nannte es "das ist aber chillisch".

Ich höre dir gerne zu, wenn du von dir erzählen möchtest, wie es dir dabei geht. Wenn du nur bei dir bleibst, sehe ich es ja nicht so es genauso zu machen.

Also nimm Platz und ich verbeuge mich auch vor dir. (namaste)

inchiostra

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inchiostra ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.078
Seit: 16.07.09
Mein 6. tag.

Wieder zur gleichen Zeit geschafft. Ich betrachte das ganze immer noch als nur "NICHTS TUN". Ich setze mich hin, mache es mir bequem und denke nichts.

Ich habe versucht, als meine Augen anfingen zu jucken nicht sofort zu kratzen. Blieb ruhig sitzen und wartete ab bzw. konzentrierte mich auf die Atmung. 15 Minutenlang. Für mich unruhiger Geist schon eine Leistung.

Dann dachte ich, das ich gleich umfalle. Keine Ahnung ob das nun Schwindel war. Fühlte sich aber nicht so an. Einfach vielleicht, das ich lockerer wurde und nicht mehr so verkrampft vielleicht. Fällt mir eigentlich jetzt erst beim Schreiben ein.

Eine Sache fängt an, mich zu ärgern. Das mein Sohn immer fragt wie es war. Dann erzählte ich es gestern, und er sagte gleich ich würde etwas falsch machen. Ich soll doch nochmal mit ihm meditieren.

Das wollte ich aber nicht.

Werde jetzt nichts mehr erzählen. Bei ihm hat ja die Meditation sehr schnell und viel verändert, was mich ja inspiriert hat.
Aber er macht es im Moment nicht, weil er lieber in diesem jetzigen Zustand ist, obwohl der schlechter ist sagte er.

Ich habe auch nochmal in dem Buch nachgelesen. Ich denke nicht, das ich was falsch mache. Falsch ist vielleicht,wenn man nichts tut.

inchiostra


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