Einen neuen Weg .....

12.01.11 21:25 #1
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ory ist offline
Weiblich ory
Moderatorin
Beiträge: 8.270
Seit: 04.02.09
hallo malve ,

in einer depression an einer meditation teilzunehmen ohne einen erfahrenen psychologisch geschulten meditationslehrer/in würde ich jedem abraten.

lg ory
__________________
Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war, stets kannst du im Heute von Neuem beginnen. (Buddhistische Weisheit)

Einen neuen Weg .....

Felis ist offline
Beiträge: 5.388
Seit: 14.08.10
Heute Morgen blieb ich bis halb 12 im Bett.Ich mußte wohl einfach viel nachdenken. Mein Leben steht einfach auf dem Kopf. Meditaion findet doch auch vielleicht auf dem Kopf statt, währe eine Möglichkeit es so zu versuchen.
Liebe inchiostra!

Dein Leben steht auf dem Kopf, sagst Du. Du musst viel nachdenken.
Gedankenfülle, Sorgenfülle, vielleicht auch Gefühlschaos.
Alte Verletzungen, die sich melden, wer weiss wie weit zurückgehend in deinem Leben.

Ich mache es jetzt einfach mal konkret.

Ich kenne das " Auf dem Kopfstehen", das Gefühlschaos, das (zu) viel Nachdenken.
Ja, es findet im Kopf statt, beeinflusst aber alles, was in deinem Körper
auch stattfindet.
Das ist einfach so, so sind wir konstruiert.

In einer Zeit, da ich sehr leer war und gleichzeitig übervoll an Gedanken
(ja das gibt es beides) und unangenehmen bis quälenden Körperempfindungen, meditierte ich auch.

Und die Leere wurde noch größer, die Gedanken immer lauter.
Ich war zu der Zeit depressiv, zumindest eine depressive Phase.
Plötzlich war ich mir der vielen Baustellen so überbewusst, dass
ich nicht mehr wusste, wo ich zuerst anfangen soll.

Ich hatte meinem Gehirn dadurch die Möglichkeit gegeben
ziellos
alles auszupacken, was es bereit hielt.
Auch und gerade an Schmerz, Verwirrung.

Das Gehirn neigt einfach dazu permanent genau das anzumahnen und wiederzukauen, was uns verletzt, verwundet und geprägt hat.
Ein eingetrampelter Pfad sozusagen.
Um es jetzt einfach einmal vereinfacht auszudrücken.

Der Sinn ist wohl, dass man damit eigentlich ähnlichen
Situationen
in Zukunft aus dem Weg gehen will, oder zumindest gewappnet ist......

Das Problem dabei ist, dass man in immer dieselben Bahnen gerät.
Da man ja immer wieder das "alte" durchläuft und alte Reaktionsmuster eingeprägt sind.
Auch das ist einfach so.

Und es wird zum Selbstläufer......
So. Und nun der Gegenzug

Gib Deiner Seele, deinem Gehirn, Deiner Psyche etwas Positives,
eine Art gelenkte Meditation, eben nicht das "Nichts",
sondern
eine Art Phantasiereise in einem entspannten,
meditativen Zustand.
Nimm Vorstellungen mit hinein, die DIR angenehm sind, Dich stützen, dir guttun.

Da darfst Du all das mit hinein nehmen, was für Dich angebracht ist.
Und du darfst dir alles vorstellen, was gut wäre für Dich.
Darfst nachspüren, wie sich das anfühlt,
wenn inchiostra sich gut, stark, mutig, unverletzt fühlt.

Dein Gehirn wird mit der Zeit anfangen andere Bahnen zu durchlaufen, denn nun wird der "Input" anders.
Man kann das gezielt lernen und es kann eine grosse Kraft werden, gerade auch in Krisenzeiten.

Damit verleugnest Du nicht, was alles nicht stimmt oder war in deinem Leben.
Damit umgehst du auch nicht, Dir Dinge noch einmal anzusehen, und zu überprüfen, ob du sie weiterhin so leben willst.

Aber Du schaffst dir eine Ressource, ein inneres Schatzkästchen, aus dem Du schöpfen kannst.

Je mehr Du dich mit positiven und Dich stärkenden Vorstellungen beschäftigst,
desto mehr kannst du eigentlich zu Dir kommen und spüren was Dir guttut und was Du gar nicht mehr willst.

Wenn Menschen sehr früh in ihrem Leben verletzt wurden,
wird das zum Beispiel in Psychotherapien angewendet.

Da muss erst Struktur und ein Fundament her, bevor aufgedeckt wird, was an Verletzung da war.
Geschieht das nicht, besteht die Gefahr, seelisch vom Schmerz weggerissen zu werden, bevor ein Sicherungsseil da ist, an dem man sich da wieder herausziehen kann.

So, nun machst Du ja keine Psychotherapie hier sondern willst ein bisschen
Ruhe in dein Chaos bekommen.
Aber was ich hier gelesen habe, lässt in mir schon den Eindruck entstehen, dass Dich in vielen Jahren, sehr viel verletzt hat.

Deswegen.....wollte ich Dir das sagen.......vielleicht ist es das, was ory schon meinte....eine Art Meditation, die aber gelenkt ist, nicht ziellos, sondern
bewusst mit stärkenden Vorstellungen.

Huch. Es klingt kompliziert, ist es aber nicht.
So. Ich geh nun zu den Bäumen....oder Sonoras Naturthread.
Angenehme Dinge, inchiostra......, die suchen, pflegen, ausbauen, zu DEINEM machen.

Ganz liebe Grüße dir
Felis
__________________
Was man liebt, das möchte man bewahren.

Geändert von Felis (27.01.11 um 07:38 Uhr)

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inchiostra ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.078
Seit: 16.07.09
Hallo Ory

danke für die nochmalige Einladung. Mein Sohn fing auf einmal an einen Kuchen zu backen, da brauchte er manchmal meine Hilfe. Ging dann erst wieder gegen 22.oo Uhr.

Ich hoffe, für dich war es schön. Wielange meditierst du denn? Wenn du auch von dir mal berichten willst, nur zu. Ich lese ja jetzt doch immer mehr über Meditaion (mein Sohn zeigt mir manchmal etwas zum lesen). Da gibt so viele verschiedene Arten, was ich nicht gedacht hätte.

Ob man nun mit Depressionen meditieren soll. Danke noch Malve für den Hinweis. Ich habe drüber nachgedacht.

Ob ich eine Depression (noch) habe?Schwer zu sagen. Wäre ich richtig depressiv, würde ich mich da ans Meditieren wagen? Ich denke, dann hätte ich dazu auch keine Kraft.Würde ich mal sagen.
Ich habe depressive Menschen täglich um mich. Mein Sohn sagte heute selber wieder, er wäre besonders morgens depressiv. Das macht mich dann wohl mit depressiv. Ich weiß es nicht so genau.

Klar sind bei der Meditation Gespräche bestimmt sehr wichtig Ory.
Ich habe soviele fragen im Kopf, für die ich keine Antwort finde. Ich weiß nicht genau, wen ich fragen soll. Soll ich noch einen Tread aufmachen?
Wäre eine Lösung. Ich habe jahrelang nie Fragen gestellt, auch mir selber nicht. Habe wohl in meiner Welt gelebt.
Jetzt, wie die Geschichte vor 30 Jahren, das macht mir ganz schön zu schaffen.

Liebe Felisdanke auch, wie schön du alles so formulieren kannst. Das kann man auch sicher besser, wenn man die Probleme von außen betrachtet.
Du hast recht, das erst Struktur da sein muß und ein Fundament, bevor die Schmerzen und Verletzungen aufgedeckt werden. Sonst besteht die Gefahr, wie du gesagt hast, seelisch vom Schmerz weggerissen zu werden. Ohne <Sicherungsseil bzw. jemand, der einen auffängt ist das nicht ungefährlich.

Leider ist mir das ja passiert in einer Psychotherapie. Als er das tat flüchtete ich ohne Schuhe aus seiner Praxis. Er unternahm nichts. Tagelang und meine Ärztin schickt mich wieder dorthin, weil es eine Erstverschlimmerung wäre.
Von da ab, kann ich aber sagen, ging es mir schlecht. Doch ich konnte es nicht verstehen, weil ich auch nicht fragen konnte. Ist jetzt über 10 Jahre her. Habe diesen Therapeuten auch angezeigt!

Gestern habe ich wieder mal im Sitzen meditiert. AUch den Standort gewechselt. Merke auch, das ich zwischendurch am Tag mal darauf achte, ob ich bei der Sache bin.
Beim essen. Da habe ich die größten Probleme. Ich möchte Ruhe am Tisch haben, geht aber nicht. Ständig wird geredet über alles mögliche.
Mein Mann ißt sehr schnell und stopft nur rein.
Ich werde dann immer so oft abgelenkt. Man ist (ißt)einfach nicht bei der Sache.
Jetzt versuche ich mal, wenn ich dran denke und wenn es nur ganz kurz ist, an das Essen zu denken.
Wie es schmeckt, kaue es länger usw. Man kann z.B. ein Eis essen, dabei soviel reden, das man gar nicht mehr weiß wie es geschmeckt hat.
Ich weiß heute noch nicht, welche Kaffeesorte oder Teesorte mir besonders schmeckt. Es mit Bedacht oder mehr Aufmerksamkeit, oder wie es bei der Meditaion glaube ich heißt mehr Achtsamkeit essen bzw. trinken.
Also die Meditaion über den Tag verteilen.

Wichtig für mich auch Gefühle benennen können.Sie nicht bewerten. Ich möchte während der Meditaion herausfinden was ich gerade fühle, wenn ein Gefühl oder Schmerz kommt. Ich habe ein Gefühl und denke es ist Hunger. Vielleicht ist es aber kein Hunger (erlebe ich oft) und bin einfach einsam oder traurig was weiß ich. Man soll die Gefühle ja benennen und dann nachspüren und sagen traurig, traurig, traurig. Ist zwar komisch, aber ich probiere das mal. Ich weiß noch den Tag, wo ich nicht meditieren konnte. Da fing ich kurz an zu weinen. Ich war wütend auf mich, weil ich es nicht schaffte. Ist mir so aufgefallen.

Meine ältere Schwester soll Schizophrenie haben schon sehr lange. Da weiß ich, das man da nicht meditieren soll. Sie ist auch nie bereit gewesen etwas zu unternehmen. Ihr Mann ließ es nie zu.
Doch das bin ich nicht. Werde mal von der Zeit her weniger mediieren.
Zeitlebens vertrug ich nur von einer Tablette höchstens einen Krümel. Vielleicht ist es mit der Meditation ja genauso.

Ach ja Felis. Du meinst so bildlich sich was vorstellen. Da warte ich noch mit. Ich habe mich dabei und hinterher in Therapienoft sehr schlecht gefühlt. Man sollte sich irgendwas vorstellen.Eine Wiese oder was weiß ich. Es ging nicht.
Denke, diesen Weg kann ich ja auch langsam angehen.

Leider ist meine Zunge heute wieder am rumtoben

Liebe Grüße
inchiostra

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Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.783
Seit: 26.04.04
Hallo inchiostra,

was ich spannend finde und an was ich "arbeite", ist die ZEN-Meditation "Achtsamkeit im Alltag". Diese erfordert keine zusätzliche Zeit, sondern man konzentriert sich ausschließlich auf das, was man gerade tut; man ist im Hier und Jetzt, man lebt im Augenblick - alles, was sich an Gedanken an Vergangenheit und Zukunft aufdrängt, bleibt außen vor. Wir lassen uns nicht ablenken durch mögliche Störungen von außen, Grübeleien und andere Gefühle, die nichts mit der gegenwärtigen Tätigkeit zu tun haben.

Ich erinnere mich an eine Geschichte, die mir vor einigen Jahren von einem ZEN ausübenden Therapeuten erzählt worden ist und die ich im Internet wiedergefunden habe; sie erklärt eigentlich ganz einfach, um was es geht:

Ein Mann wurde einmal gefragt, warum er trotz seiner vielen Beschäftigungen immer so glücklich sein könne.
Er sagte:
"Wenn ich stehe, dann stehe ich,
wenn ich gehe, dann gehe ich,
wenn ich sitze, dann sitze ich,
wenn ich esse, dann esse ich,
wenn ich liebe, dann liebe ich ..."
Dann fielen ihm die Fragesteller ins Wort und sagten:
"Das tun wir auch, aber was machst Du darüber hinaus?"
Er sagte wiederum:
"Wenn ich stehe, dann stehe ich,
wenn ich gehe, dann gehe ich,
wenn ich ... "
Wieder sagten die Leute:
"Aber das tun wir doch auch!"
Er aber sagte zu ihnen:
"Nein -
wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon,
wenn ihr steht, dann lauft ihr schon,
wenn ihr lauft, dann seid ihr schon am Ziel."
Glcksarchiv: Achtsamkeit

Liebe Grüße,
Malve

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ory ist offline
Weiblich ory
Moderatorin
Beiträge: 8.270
Seit: 04.02.09
Klar sind bei der Meditation Gespräche bestimmt sehr wichtig Ory.
Ich habe soviele fragen im Kopf, für die ich keine Antwort finde. Ich weiß nicht genau, wen ich fragen soll. Soll ich noch einen Tread aufmachen?
Wäre eine Lösung. Ich habe jahrelang nie Fragen gestellt, auch mir selber nicht. Habe wohl in meiner Welt gelebt.
Jetzt, wie die Geschichte vor 30 Jahren, das macht mir ganz schön zu schaffen
hallo liebe inchi ,

ich habe vor jahren mit der meditation angefangen weil auch ich dachte irgendetwas muss ich für mich finden damit ich mit alldem was mich belastet zurecht komme……..heute kann ich sagen……… das war ein trugschluss .

eine meditation tut dir gut wenn du mit beiden füßen auf den boden stehst .

(bitte , das ist ausschließlich meine meinung )

wenn du weißt was du möchtest , nicht um antworten zu finden .

in einer meditation kannst du die realität verlieren , weil dein ganzes negatives denken dann nicht nur außerhalb der meditaion sondern nun auch noch in der meditaion stattfindet .

antworten auf fragen „musst/solltest du in der realität „ außerhalb einer meditaion suchen /finden .

ich werden den tag nie vergessen als ich zu einer geführten-einzel-meditation ging ,weil ich fragen beantwortet haben wollte die für mich damals wichtig waren.(es war keine hypnose vielleicht eher eine tiefenentspannung).

dadurch das ich jahrelang vorher schon „meine meditation“ durchgeführt habe , viel es mir leicht „in die tiefe zu gehen .

„ ich war plötzlich vier jahre alt (mir läuft jetzt im moment ein schauer den rücken herunter ) und stand in einem raum mit ganz vielen türen .
ich sollte eine tür öffnen ,ich tat dies und mir knallte eine helligkeit entgegen die mir in der realität den atem nahm .

ich fing an zu zittern bekam rein garkeine luft mehr und die therapeutin hatte mühe mich wieder zurück zuholen .

nachdem die therapie (meditation ) nichts wirkliches gebracht hast .......so meinte die therapeutin gab sie mir einen neuen termin und ließ mich gehen (ich könnte nun unzählige dieser reinsetzten ) .es war wie ich heute weiß einfach nur unverantwortlich mich nach diesem erlebniss alleine zu lassen .


ich war 14 tage nicht mehr ich .konnte nicht mehr schlafen /essen war wie in trance .

dann habe ich eine entscheidung getroffen .

ich schließe mit der vergangenheit ab .

den termin habe ich nicht mehr wahrgenommen .
ich hatte eine/meine entscheidung getroffen .

es lässt sich nichts aus der vergangenheit mehr verändern .
dies war „und kommt nicht mehr so zurück“.es kann mir nichts mehr anhaben und hat keine wirkliche wirkung mehr auf mich .


ich bin ein mensch der wenn (kann sehr lange dauern) er eine entscheidung trifft gut loslassen kann .

vielleicht hat mir dies sehr geholfen .

Inchi die meditaion hilft dir ruhiger zu werden ,aber ……….. wenn ich ganz ehrlich bin.......... eigentlich auch nur wenn du schon ruhig bist und in deiner welt zurechtkommst .

meine meditaion ist heute entspannung pur ,aber sie nimmt mir nicht meine sorgen/probleme weg .

ich versuche auch in der meditation immer auf den boden zu bleiben .

ganz liebe grüße

ory
__________________
Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war, stets kannst du im Heute von Neuem beginnen. (Buddhistische Weisheit)

Geändert von ory (29.01.11 um 11:38 Uhr)

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Felis ist offline
Beiträge: 5.388
Seit: 14.08.10
Liebe inchiostra!

Nicht schön, was Du in Therapien erfahren hast.
Es schüttelt mich immer wieder, wenn ich
mitbekomme, wer und was auf Menschen
losgelassen wird und mit welchen zum Teil sehr
fragwürdigen oder komplett verantwortungslosen Methoden.

Ory hat es sehr gut beschrieben, was ich allgemein meinte.
An ihrem Erlebnis.
Malves "Achtsamkeit im Alltag" finde ich eine sehr gute Sache.
Ich übe sie derzeit auch wieder.

Liebe Grüße von
Felis
__________________
Was man liebt, das möchte man bewahren.

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inchiostra ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.078
Seit: 16.07.09
Ihr lieben Ory,Felis und Malve danke für die ANtworten

Malve, diese Geschichte steht hier glaube ich in meinem Buch, jedenfalls habe ich sie schon gelesen. Den Link fand ich auch interessant.
Irgendwo hatte ich mir auch mal vor ein paar Jahren Zen-Meditaion aufgeschrieben. Konnte aber nichts damit anfangen.
Achtsamkeit im Alltag. Sich auf den Moment konzentrieren und keine Ablenkung.
Für mich, die ADS-Züge drin hat, ist das sehr schwer. Ich übe das aber seit ein paar Tagen.
Jedesmal beim Kartoffelschälen (heute pellen) kommt mein Sohn dazu.
Dann redet er die ganze Zeit. Oder es ist Musik an oder ich denke nach.
Mein Sohn meinte, er könnte das nur an die Kartoffel zu denken.
Ich habe da noch Schwierigkeiten. Das waren mindestens 40 Kartoffeln. Die ganze Zeit dann nur an Kartoffelns denken?
Oder ich schaue dabei aus dem Fenster. Soll ich das dann auch nicht?
Nur die Kartoffel anschauen oder fühlen?
Ich weiß, hatte ich ja schon geschrieben. Die erste Unfallursache ist die Unachtsamkeit. Zuviele Sachen aufeinmal.
Ich werde es weiter üben

Ory, das ist ja wirklich auch dumm bei dir gelaufen.Das glaube ich dir, das es dir da schlecht mit ging. So ähnlich wie bei mir. Ich war auch tagelang fertig. War zwar keine Meditaion oder Entspannungsübung.
Mein Therapeut sagte hinterher nur (er war zu feige mich überhaupt mal anzurufen) er hätte etwas zu schnell und zu früh gewagt. Mir sogesagt den Vorhang runtergerissen.

Schön aber, das du dadurch aber gewußt hast was du willst.
Die Vergangenheit hinter dir lassen.

Ich fand das damals auch immer sehr schlimm, wenn ich förmlich gezwungen wurde mich an Situationen aus der Kindheit zu erinnern. Das löste und löst heute noch oft Panik in mir aus.
Ichhabe auch vieles hinter mir gelasssen. Ich finde es nur oft schlimm, wenn mein Mann oft davon anfängt und ich mich nicht wehren kann, weil ich eben nichts mehr weiß.

Auf jeden Fall liebe Ory möchte ich mit der Meditaion keine Antworten finden.
Wie ich am Anfang geschrieben habe, möchte ich meinen Weg bzw. die Mitte finden. Die Gegenwart.
Ich will einfach täglich die Zeit einhalten und auf die Atmung achten und sehen was passiert. Erstmal mehr nicht.
Wenn dann was passiert lernen damit umzugehen.
Meine Gefühle benennen können.

Vorgestern habe ich meditiert und gedacht, jetzt habe ich eine Erleuchtung.
Hatte vergessen, das ich eine Kerze anhatte. Die Kerze war immer am flackern. War froh, das es sich so auflöste.

Im Moment fühle ich mich hier nirgendwo wohl. Finde nicht so den richtigen Platz. Meditiere auch jetzt ab heute nicht mehr im Liegen.Ich werde jetzt den Kelleraum weiter in Angriff nehmen. Habe ich ja versprochen einen Ort der Ruhe .
Gestern war so nervig. Ständig kam hier ein Zug, bis ich wirklich fast hätte heulen können. Es strengte schon an, die Geräusche abzuschalten.Habe dann auch genervt abgebrochen. Aber das muß ich ja noch lernen
Es soll aber funktionieren die Geräusche außen vorzulassen.was ich eben üben möchte. Je negativer ich meine Umgebungsgeräusche bewerte (Blöder Zug) umso mehr zehren sie an den Nerven.

Mein Darm hat sich gebessert (dank meiner eigenen Therapie) bin ich froh drüber.

Liebe Grüße
inchiostra

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ADo ist offline
Weiblich ADo
Beiträge: 3.125
Seit: 06.09.04
Hallo inchiostra,

(ja, ich lese hier auch immer sehr interessiert mit )

vielleicht hilft dir ja eine Übung aus dem brain-gym, um den Stress mal loszulassen und deine Meditation machen zu können

Lege deine Fingerspitzen so etwa in die Mitte zwischen der Mitte deiner Augenbrauen und dem Haaransatz auf die Stirn und drücke ganz sanft. Die Zeit bestimmst du selber. Es können Sekunden oder Minuten sein, du fühlst das.

LG
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Niveau ist keine Hautcreme!

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inchiostra ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.078
Seit: 16.07.09
Guten Abend Ado,
schön, das du hier auch heimlich mitliest.

Wieder was neues gelernt. Danke für deinen Tipp. Werde ich unbedingt mal ausprobieren.Brain Gym, ist das Gehirn Gymnastik? Kann bestimmt nicht schaden.

Ich bin ja auch nicht unbedingt aufs Meditieren fixiert. Ich will ja einen neuen Weg suchen was mir eben gut tut.

Gestern Abend habe ich wieder mal auf meiner alten Decke vor meinem Bett gesessen. Finde ich jetzt erstmal OK. Jetzt weiß ich auch wieder, warum ich gelegen habe, weil ich ja so hinundher wackel.
Habe aber versucht mich vorsichtig wieder in die horizontale Lage zu bringen. Funktionierte ganz gut.
Mit meiner Zunge habe ich wieder so Probleme , trotzdem merkte ich plötzlich , wie sie extrem entspannte. Gerade, weil ich im Moment wieder sehr verspannt bin, freue ich mich über jeden Körperteil der nicht angespannt ist.

Liebe Grüße
inchiostra

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ADo ist offline
Weiblich ADo
Beiträge: 3.125
Seit: 06.09.04
Hallo inchiostra,

Brain Gym, ist das Gehirn Gymnastik?
jepp!

Die Übungen helfen Kindern und Erwachsenen ihre Gehirnkräfte im Gleichklang zu nutzen, sich zu entspannen, zu energetisieren, besser zu lernen, etc.

LG
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Niveau ist keine Hautcreme!


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