Krankheit meines Vaters macht mich kaputt

16.09.10 19:33 #1
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Krankheit meines Vaters macht mich kaputt

mondvogel ist offline
Beiträge: 5.133
Seit: 07.04.10
Lieber Schulle,

Ja das ist mehr als genug.
Schön, dass du mit deiner "Schwester" reden kannst, mit ihr im Kontakt bist...wahrscheinlich ist das wichtiger, als dass sie tatsächlich Deine Schwester ist.
Ich wünsche Dir alles Gute, mb
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"There is a crack in everything. That's how the light comes in." Leonard Cohen (RIP)

Krankheit meines Vaters macht mich kaputt

Oregano ist offline
Beiträge: 63.711
Seit: 10.01.04
Hallo Schulle,

ja, Du hast viel zu verarbeiten! Ob Dein Vater wieder gesund geworden wäre, wenn...? Das kann man so nicht sagen. Nicht immer hilft, was die Mediziner vorschlagen. Vielleicht mochte Dein Vater auch nicht mehr wirklich leben? Das ist jetzt alles nur Spekulation und führt zu nichts.

Deine Mutter versucht es eben auf alte Art und Weise: Intrigieren, Menschen schlecht machen, um sie emotional zu erpressen usw. - Gut, wenn Du da nicht mehr mitspielst.

Und gut, wenn Deine Schwester und Du reden könnt. Inzwischen finde ich es ziemlich gleichgültig, ob sie Deine leibliche Schwester ist oder nicht - nach so vielen Jahren und nach so vielen gemeinsamen Erfahrungen in Bezug auf die Eltern.

Ich wünsche Dir auch alles Gute!

Grüsse,
Oregano

Krankheit meines Vaters macht mich kaputt

Shorty ist offline
Beiträge: 507
Seit: 12.09.10
Gerade jetzt wo Du diese Dinge erfahren hast ist es dann wichtig jemanden zu finden der mit Dir daran arbeitet. Wie sollst Du sonst die ganze Verwirrung bewältigen? Neben den ganzen Gefühlen und was da noch alles dran hängt.

Es ist schlimm mitzubekommen dass man jahrelang seelisch kaputt gemacht wurde. Wenn einem das einmal bewußt wird dann ist der Schrecken darüber noch schlimmer. Musst Dir auch keine Schuld dafür geben weil erstens kanntest Du es nicht anders und hast es somit als "normal" angesehen bis zu dem Zeitpunkt wo Du gemerkt hast dass es eben nicht normal ist, und zweitens bist Du das Opfer.

Warum solltest Du es auch vorher alles mitbekommen haben dass selbst Deine Geschwister gelitten haben? Wird doch alles verschwiegen, unter dem Tisch gekehrt oder in den Tatsachen solange verdreht bis es passt.

Nun hast Du aber die Erkenntnis das das was Du jahrelang erlebt hast eben der reinste Sch... war. Leider musst Du diese Tatsache akzeptieren und daran arbeiten dass Du es verknusen kannst.

Und was erwartest Du von Deiner Mutter? Sie hat ja wohl ihr ganzes Leben lang auf Intriegen und Manipulation gelebt und wieso sollte sie sich jetzt plötzlich ändern? Nur weil Dein Vater und ihr Ehemann gestorben ist? Menschen fahren sich ziemlich schnell in eine Masche ein, vor allem dann wenn sie für sie funktioniert und meist kann man sie dann auch nicht ändern. Zumindest würde ich die Erwartung einer Veränderung sehr weit zurück schrauben.

Ich denk mal wenigstens so einige Deiner Geschwister werden ja auch wissen wie Deine Mutter so tickt und denen geht es stramm am Hintern vorbei was sie über wen erzählt.

Warum legst Du großen Wert darauf was Deine Mutter über Dich erzählt? Was hast Du davon? Fürchtest Du ein negatives Ansehen des Umfeldes Deiner Mutter? Da kann ich Dir sagen man kann nicht bei allen Menschen beliebt sein. Sollen die doch denken was sie wollen, das machen sie eh. Soll doch jemand anderes Deine Mutter bemitleiden und in ihr Horn stoßen.

Der einzige der sich ändern kann und an sich arbeiten kann bist Du. Also mach was draus.

Ein Profi kann zwar nicht die Gedanken von Schulle aus dem Hirn löschen, er kann aber Schulle darin begleiten indem dieser nämlich Ansätze anspricht die Schulle dazu "zwingt" es mal von einer anderen Seite zu betrachten und das dann bearbeiten kann.

Alleine hängt man da, mit dem Kopf vor der Wand, unfähig mal nach rechts oder links zu blicken und steckt dann fest. Dann kommt die Verzweiflung und die verzweifelten Fragen nach dem "Warum" und "Wieso" und man trampelt immer noch auf der selben Stelle. Ein Profi nimmt ihn dann und dreht ihn dann einmal nach rechts und nach links und zeigt ihm dann neue Wege.

Um das aber zu schaffen sollte man Vertrauen in den Profi haben. Und genau dafür gibt es die probatorischen Sitzungen. Sie dienen dazu selbst zu prüfen ob man mit dem Gegenüber reden und sich öffnen kann. Weil nur wenn man ehrlich zum Gegenüber in der Sitzung ist, nur dann kann dieser einem auch die alternativen Wege zeigen die zu einem passen.

Krankheit meines Vaters macht mich kaputt

Kayen ist offline
Beiträge: 5.066
Seit: 14.03.07
Zitat von monsterbird Beitrag anzeigen
@ Kayen,

Hallo,
ich finde eine "professionelle" Hilfe wichtig aus verschiedenen Gründen.
Es kann schon sehr entlastend sein mit jemand "Kompetentem" zu sprechen; Anregungen zu bekommen...(ich finde auch, dass wir das hier schön machen, aber im direkten Gespräch ,im direkten Kontakt kommt noch eine Qualität dazu...)
Auch finde ich wie Shorty, dass das die Freundin und die Frau entlasten könnte...auf Dauer gehören solche schwerwiegenden Probleme nicht ausschließlich in Beziehungen. (Es soll ja niemand zum hilflosen Helfer mutieren)

Liebe Kayen, Therapeuten sind natürlich auch nur Menschen, aber sie haben auch eine Verpflichtung. Wir können uns, wenn es uns passt, hier z.B. rausziehen...
Eine "Therapie würde eine regelmäßige Begleitung bieten....

Im Endeffekt bleibt es Schulles Entscheidung!

Hier Allen alles Gute mb



Hallo liebes monsterbird,

die Entscheidung einer regelmäßigen Begleitung, die ja meist 1 x ein Gepräch in der Woche beinhaltet, liegt an jedem selbst.

Bitte nur hier zu bedenken, dass es einer psychischen F-Diagnose bedingt, auf Krankenkasse einen Therapeuten in Anspruch zu nehmen.

Und da Schulle noch verhältnismäszig jung ist, könnte so eine psychische F-Diagnose manchmal hinderlich sein, wenn berufliche Veränderungen geplant sind.

Z.B. wenn Schulle auf die Idee kommen sollte, die Heilpraktikerausbildung zu machen, ist eine psychische Diagnose in der Krankenakte zumindest hinderlich. Auch falls mal Umschulungen u.s.w. im sozialen Bereich geplant sind, könnnte sowas mal zum Stolperstein werden.

Naja und bei der elektronischen Krankencard, wo jetzt vieles offensichtlicher wird ist eine F-Diagnose, auch leider, leider bei manchen Ärzten nicht sonderlich förderlich.

Hier würde ich das Für und Wider unbedingt abwägen, falls dahingehend Planungen vorhanden sind und zur Not die Begleitung dann selbst zahlen.

Liebe Grüsse
Kayen
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Krankheit meines Vaters macht mich kaputt
kopf
hey,
seit wann wird denn da in krankenakten geschaut ?
ich meine bei bewerbungen !
ich kenne ne ganzen menge leute ,die im gesundheitsbereich tätig sind und die kräftige F-diagnosen haben
2 machen grad ausbildung eine im jugenddorf und die andere wird krankenschwester .
LG

Krankheit meines Vaters macht mich kaputt

Kayen ist offline
Beiträge: 5.066
Seit: 14.03.07
Zitat von kopf Beitrag anzeigen
hey,
seit wann wird denn da in krankenakten geschaut ?
ich meine bei bewerbungen !
ich kenne ne ganzen menge leute ,die im gesundheitsbereich tätig sind und die kräftige F-diagnosen haben
2 machen grad ausbildung eine im jugenddorf und die andere wird krankenschwester .
LG
hey kopf,

selbstverständlich wird bei Bewerbungen nicht in die Krankenakte geschaut, gottseidank sind wir so weit noch nicht.

Es geht z.B. um Umschulungen die evtl. durch Arge, Arbeitsagentur und Rentenversicherungen finanziert werden müssen.

Die lassen sich allerdings die Krankenakten geben, um zu sehen, ob jemand psychisch in den sozialen Bereich passt und daraufhin wird geurteilt und die Bewilligung ausgestellt oder nicht.

Sehe das gerade bei einer Freundin, dessen Sohn mal Einzelhandelskaufmann gelernt hat, ist aber vom Typus her so ein richtiger Musiker, Künstler und geht kaputt in der Branche.

Er versucht jetzt aus gesundheitlichen Gründen in den sozialen Bereich umzuschulen, Krankenpfleger etc., aber keine Chance eine Umschulungs- Bewilligung vom Amt mit einer F-Diagnose zu bekommen.
Gottseidank hat er jetzt etwas im anderen Bereich gefunden, da sehen die Chancen schon besser aus
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Geändert von Kayen (06.10.11 um 16:31 Uhr) Grund: Schreibfehler

Krankheit meines Vaters macht mich kaputt
kopf
aber eine krankenakte gibt es doch nur ,wenn ich sage es gibt eine .
was meinst du bei was für ärzten ich schon war und welche krankheiten ich schon hatte , aus dem f-bereich .
das kann man gar nicht mehr nachvollziehen ,selbst ich nicht ,als beteiligter.
ist ja auch egal ,mir jedenfalls.
ich kann immer nur sagen , ehrlichkeit ist manchmal nicht gut , schon gar nicht in dieser gessellschaft .da kann man auch schon mal eifrig mitspielen bei solch spiel !!Liebe Grüsse

Krankheit meines Vaters macht mich kaputt
aurinko
Hallo,

was bitte ist ein F-Diagnose? Mir schwant Übles.

Grüße
Aurinko

Krankheit meines Vaters macht mich kaputt
kopf
Psychische und Verhaltensstörungen

Krankheit meines Vaters macht mich kaputt

Shorty ist offline
Beiträge: 507
Seit: 12.09.10
Ich bezweifle ob es rechtmäßig ist dass eine Arbeitsagentur oder ein anderes Amt das Recht hat sich die Krankenakte von jemanden kommen zu lassen. Selbst der Arbeitgeber hat nicht das Recht einen Einblick in die Krankenakte zu bekommen. Nicht umsonst gibt es die tollen Formulare wo man die Ärzte von der Schweigepflicht entbindet. Selbst das "alte" Versorgungsamt braucht dieses Formular der Schweigepflichtentbindung ansonsten bekommen die auch keinen Einblick in irgendwelchen Krankengeschichten. Nur da gibt Patient "gerne" die Einwilligung weil es da um den Schwerbehindertenausweis geht.


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