Angst vor dem Älterwerden

14.08.10 15:08 #1
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Angst vor dem Älterwerden

cassandra ist offline
Beiträge: 345
Seit: 16.06.06
hallo Therrakk,
warst du schon einmal auf einer esotherischen messe, in einem grossen raum?die schwingungen,die man dort fuehlen kann, ganz erstaunlich!
hast du das buch von uranus gelesen?ich konnte gar nicht wieder aufhoeren.
es wird mit der zeit eine sucht es zu verstehen,finde ich.
auf der anderen seite sagt es ja:man sollte es nicht so eilig haben mit dem verstehen,denn :verstanden, dann kann man gehen. mit anderen worten:pflicht getan, auf zu anderen zielen.lol
gruss
cassandra

Angst vor dem Älterwerden

Gleerndil ist gerade online
Beiträge: 4.200
Seit: 26.07.09
Du lebst jetzt und hast in diesem Leben nur die Aufgabe dieses Lebens zu meistern.
Ja, und manchmal kommen dann, genau in diesem Leben, und genau jetzt und hier, und genau so, wie es Sunny äußert, genau solche Gedanken und Fragen nach Leben und Tod, oder nach Gott und der Welt, nach Gut und Böse, auf einen zu, und müssen auch "gemeistert" werden - und lassen einen je nach dem auch nicht so schnell wieder los, schon gar nicht, wenn man versucht, sie mit Sätzen wie

Ich bin mir sicher, dass es uns im Prinzip egal sein wird was mit dieser Welt ist, wenn wir erst mal tot sind.
Das wirst Du dann erfahren, wenn es soweit ist.
Wenn nicht, ist es eigentlich auch egal.
beiseite zu schieben oder weg-zu-erklären.

Mich haben solche Fragen auch lange Zeit beschäftigt und nicht mehr losgelassen - im wahrsten Sinne der Worte - bis ich, ähnlich wie Therakk, Antworten für mich gefunden habe.

Was wir im Moment des Sterbens erleben, erfahren können, kurz bevor unser bekanntes, mit dem Körper verbundenes Bewußtsein sich von diesem Körper trennen wird, wissen wir ja erst einmal, mit unserem "normalen" Wissen, auch nicht.

Denken und Gedanken gehören auch zu diesem materiellen Leben hier und jetzt. Sonst hätten wir kein Gehirn, das Gedanken denken kann. Also müssen wir auch das Denken und unsere Gedanken meistern, um ganz Mensch zu sein. Dazu sind wir wohl in dieser materiellen Welt, und eben nicht in einer rein geistig-seelischen Welt, aus der wir aber stammen.

Was das alles bedeutet, sollte man nicht einfach glauben und nachbeten, sonst kommen eher immer wieder solche zweifelnden Fragen auf einen zu, bis man sich ihnen wirklich stellt.

Ich bin überzeugt, daß man es deutlich spürt, wenn man dann - hoffentlich! - für sich Wahrheit gefunden hat!

Mit "egal" hat das, so wie ich es erlebt habe, nichts mehr zu tun.


Liebe Grüße! Gerd
__________________
Die Sinnesorgane der Engel sind unsere Edelsteine. Rudolf Steiner

Angst vor dem Älterwerden

Islagaspar ist offline
Beiträge: 149
Seit: 20.04.10
Hallo an alle und besonders an Sunny

ich habe mit Pauken und Trompeten mein VIERTEELJAHRHUNDERT gefeiert.
Mich irrsinnig auf meinen DREISSIGSTENS gefreut.
Illusorisch meinen VIERZIGSTEN erwartet (der absolut ins Wasser fiel, ich verbrachte ihn alleine mit Hund heulend in den Bergen, weil "wir"?? auf die Automibilaustellung wollten und ich nach ACHTMAL wecken gemäss Trude Herr sagte: Jetzt kannste liegenbleiben. Am 41. wurde aus Trotz der vierzigste nochmal gefeiert.
Ich liebe das Leben und ich hab noch viel vor
ABER

wenn ich morgen früh nicht mehr wach werde, passiert gar nichts

ich bekomme es nicht mehr mit

und alle anderen werden darüber hinwegkommen.

Das ist meine persönliche Einstellung zum Ende des Seins.
Das andere Wort mag ich nicht so sehr.
Schlussendlich ist das Leben nur ein Weg.
__________________
Mir fällt nix ein

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nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Ich bin überzeugt, daß man es deutlich spürt, wenn man dann - hoffentlich! - für sich Wahrheit gefunden hat!
Nur hat das keinerlei Anspruch darauf dann tatsächlich die Wahrheit zu sein.

Was halten Menschen für ihre Wahrheit?
Es gibt Menschen die versetzen sich für ihre Wahrheit in Trance und stecken sich lebendige Küken in den Mund.
Es gibt Menschen die Beten für ihre Wahrheit einen christlichen Gott an und befolgen seine Gebote. Mehr oder weniger gut.
Es gibt Menschen die beten für ihre Wahrheit einen Jesus an und warten auf die Apokalypse.
Es gibt Menschen die verehren für ihre Wahrheit viele Götter.
Es gibt Menschen, die glauben für ihre Wahrheit an eines der esoterischen Konstrukte, die meist in irgend einer Form doch religiös und meist christlich sind.
Es gibt Menschen, die töten für ihre Wahrheit auch heute noch alte Menschen, weil sie sie für Hexen halten.
Es gibt Menschen, die halten für ihre Wahrheit Satansmessen ab und opfern ihm nicht nur Tiere.
Und noch viel mehr.
Was alle gemeinsam haben ist dass sie von ihrer Wahrheit überzeugt sind.

beiseite zu schieben oder weg-zu-erklären.

Mich haben solche Fragen auch lange Zeit beschäftigt und nicht mehr losgelassen - im wahrsten Sinne der Worte - bis ich, ähnlich wie Therakk, Antworten für mich gefunden habe.
Ich habe nichts beseite geschoben oder weg erklärt.
Aber alle Erklärungsversuche sind eng mit irgendwelchen Glaubensansätzen (egal ob religiös, esoterisch oder sonst was) verbunden, die dem Menschen nur das irgendwie erklärbar machen sollen, was er sich nicht erklären kann.
Aber von Wahrheit kann man doch nicht wirklich reden.

Wenn wir es wüssten, dann gäbe es keinerlei Glaubenskonstrukte. Das ist die einfache Wahrheit.
Ich habe diesen ganzen religiösen und esoterischen Krempel nun mal für mich geklärt und bereits ein Stück weit hinter mir gelassen.

Deshalb kann ich heute locker schreiben- ich denke, dass es ein Leben nach dem Tod gibt (z.B. da es aufgrund der Berichte über Rückführungen- diesbezüglich habe ich schon vor 25 Jahren Bücher gelesen- real erscheint), aber falls das nicht so sein sollte, dann ist es eigentlich auch egal.
Denn ich weiß genau, zu dem Zeitpunkt an dem sich diese Frage restlos klären wird -sollte das nicht der Fall sein- wird es mir mit Sicherheit volkommen egal sein, da ich dann definitiv tot bin und nicht mehr existieren werde.
So einfach ist das mittlerweile für mich und das finde ich wirklich supergut so.
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.690
Seit: 10.01.04
Bitte wieder zurück zu Sunny.

Gruss,
Oregano

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Sunny25 ist offline
Themenstarter Beiträge: 56
Seit: 15.02.10
Hallo
Danke für die grosse beteiligung. Ich kann mir denken,daß einige meine Ängste vieleicht nicht so ganz verstehen können, dennoch habe ich diese starke Angst.
Ich kann nichts dagegen machen. Ich schaffe es nicht mein Leben zu genießen warum weiss ich nicht. Ich meine was hat man denn schon eigentlich grossartig vom leben? Ich gehe Tag täglich arbeiten und muss meine Kinder jeden tag in Schule/Hort bzw Kiga abgeben. Mein mann geht Vollzeit arbeite. Nach unseren abzügen haben wir gerade mal soviel Geld um Essen und Sprit zu bezahlen. Somit haben wir nicht mal was von unseren Hartverdienten Geld. Das geht noch Jahrelang so weiter und dann? Rente bekommen wir wahrscheinlich auch nicht mehr und dann? Wie soll man da den richtig leben können und sein leben genießen?

Lg

Angst vor dem Älterwerden

anonym09 ist offline
Beiträge: 659
Seit: 18.04.09
Das liebe Geld, solche Gedanken haben wir doch Alle.
Machen deine Kinder Dir das Leben nicht lebenswert?
Macht deine Arbeit Dir keinen Spaß?
Hast Du mit deinem Mann keine gemeinsamen Ziele?
Ich merke schon, Du fühlst Dich überfordert, siehst kein Ende und hast keinen Spaß mehr am Leben. Das Du dennoch so eine Angst vorm Tod hast, ist eigentlich paradox.

Was kannst Du machen?
Stell Dir vor, Dein Gehirn ist eine große Wiese, über die Deine Gedanken laufen.
Es gibt die großen Flecken mit Blumen, da schwirren auch Schmetterlinge rum, es gibt die kühlen Stellen mit saftig grünem Gras und es gibt schattige, bemooste Stellen.
Weil Du so oft trübe Gedanken hast, ist der Weg zu den schattigen Stellen breit, richtig ausgetrampelt.
Der Weg zu den Stellen mit Blumen und Schmetterlingen ist zugewachsen, steht voller hohem Gras.
Wenn Du über Deine Wiese gehst, schlägst Du automatisch den einfachen, ausgetretenen Weg ein, der Dich unweigerlich immer zu den Schatten führt.
Du solltest den Weg zu den Blumen wieder begehbar machen.
Wenn Du grübelst, geh NICHT den ausgetretenen Weg sondern ruf Dich selber dazu auf, schöne Gedanken zu haben.

Wenn es Dir schwer fällt, eine Hilfestellung;
wann warst Du das letzte Mal wandern?
Nimm die Kinder, geh in die Natur.
Sieh Dir mit ihnen Bäume, Pflanzen, Insekten und Vögel an.
Du wirst merken, manches kennst Du, anderes ist Dir zwar bekannt, aber den Namen kennst Du nicht.
Man kann sich Bestimmungsbücher besorgen oder nach der Wanderung im Internet nachsehen.
Gehe regelmäßig und immer länger in die Natur.
Wenn Dich die schlechten Gedanken überkommen, hol die schönen Erlebnisse, die Du mit den Kindern hast oder hattest, einfach raus und denk daran. Oder lauf in Gedanken deine Lieblingsstrecke.
Alles eine Frage das Training.

Angst vor dem Älterwerden

Sunny25 ist offline
Themenstarter Beiträge: 56
Seit: 15.02.10
Natürlich machen mich meine Kinder glücklich,aber ich gehe praktisch Arbeiten weil ich es muss. Mein mann hat eine Ex und ein Kind mit ihr. Finanziell waren wir nie gut gestellt und daher bin ich viel arbeiten und muss meine Kinder viel in Kiga und Hort geben. Ziele haben mein Mann und ich bis jetzt keine. Wir möchten gerne zusammen mal in ein Haus ziehen,aber da es uns Finanziell nicht gerade gut geht muss dieser Traum noch sehr lange warten. Wir leben in einer gegend die mich unter anderem ziemlich runter zieht. Ich habe angst das meine Kinder hier kein gutes umfeld haben.

Wie gesagt ich weiss momentan nicht wie ich aus diesen trüben gedanken raus kommen soll.

Lg

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anonym09 ist offline
Beiträge: 659
Seit: 18.04.09
Süße, wir müssen doch alle arbeiten.
Sei froh, das Du kannst!
Ich wurde gerade entlassen und die Zeit, die ich noch arbeitete, habe ich genutzt, mir eine neue Arbeit zu suchen. Jetzt bummle ich Überstunden ab, erhole mich ne Woche und weiter gehts.
Du kannst Dir nicht vorstellen, wie mich die Ungewissheit, bis ich etwas Neues hatte, fertig gemacht hat.
Und dabei habe ich meine Arbeit schon lange nicht mehr gemocht, weil ich nur gestresst, immer müde und ausgelaugt war.

Habt Ihr Euch schonmal mit dem Gedanken beschäftigt, wegzuziehen, woanders neu anzufangen?
Es kann sehr befreiend sein und neue Perspektiven eröffnen.
So, wie Du schreibst, willst Du da sowieso weg.
Sieh Dir nur mal zum Spaß auf der Arbeitsamtseite die Jobbörse an.
Gib Stuttgart, München oder hamburg ein und such los.
Lenk Deine Gedanken woanders hin!
Fang wieder an zu träumen!

Angst vor dem Älterwerden

Sunny25 ist offline
Themenstarter Beiträge: 56
Seit: 15.02.10
Ja weg von hier würde ich gerne,aber so weit nicht. Ich muss hier in der nähe bleiben,weil ich meine Eltern 1. nicht verlassen möchte und 2. weil wir sie für Samstags für die Kinder brauchen. meine Eltern sind die einzigen die uns in der Betreuung unterstützen. Ohne sie wüssten wir nicht wo wir die Kinder samstags lassen würden. Dann ist es ja auch so eine sache mit der Miete und die Kaution. Der Umzug kostet usw.


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