Ich mag mich nicht mehr

10.01.10 22:46 #1
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ich mag mich nicht mehr...
Weiblich KimS
Hallo Don Scalpello,

Zitat von DonScalpello Beitrag anzeigen

Sollte dass hier der Fall sein, sind "mach mal Sport", aktivier Dich usw. kontraproduktiv und können in einer Addison-Krise münden - (...)
Könntest Du etwas dazu sagen wie das aussieht? Treten bei aktivität, oder Sport da gleich Symptome auf oder läuft das hintergründig, erstmal unbemerkt was ab? Und wenn es symptome gibt, welche?

Herzliche Grüsse,
Kim

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ohmessylife ist offline
Themenstarter Beiträge: 13
Seit: 10.01.10
Hallo!

Danke für die zahlreichen Antworten!

@ DonScalpello: das klingt ja böse, jetzt mal mal nicht den Teufel an die Wand! Ich werd mal alle Werte checken lassen, wenn irgendwas rauskommt, dann fang ich an mir über sowas Gedanken zu machen. Wenn man einfach nur im Internet liest was es sein KÖNNTE, findet man ja immer tausend schlimme Krankheiten die man im Verdacht haben kann. Ist schnell die Gefahr daß man sich zu sehr verrückt macht. aber danke für die Hinweise!

@ Rianj: Ich geh im Sommer gern Inlineskaten, ist aber leider nicht schneetauglich Nordic Walking ist find ich nicht wirklich Sport, sondern meiner Meinung nach flottes Spazierengehen mit albernen Stöcken, aber ein Spaziergang kann ja auch recht erfrischend sein. Powert nur leider nicht genug aus... Hatt sonst noch jemand Tipps für (Ausdauer-)Sport im Winter (außer joggen)?

@ Anne: meinen Zähnen gehts gut, daher kanns nicht sein...

lg

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DonScalpello ist offline
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Seit: 28.11.09
@ ohmessylife: vergleiche die Symptome, die du schilderst, die sind der Kombination nahe, die Symptomatiken in der Wiki oder den Lehrbüchern sind dem maximal ausgebrochenen Krankheiten entnommen, das macht die Früherkennung und Behandlung so schwierig - schau mal in die Threads derer, die Jahre brauchten, bis Diagnose und Therapie standen...

@KimS, aus Link oben...: Nebennierenrindeninsuffizienz ? Wikipedia

Symptome:

Beschwerden treten erst auf, wenn 90 Prozent der Nebennierenrinde nicht funktionieren [Anm: Es sei denn kombiniert mit anderen, insb. Thyroxin, dieses ist ein PERMISSIVES Hormon, es erlaubt den anderen erst richtig zu wirken, also nicht additiv, sondern potenzierend!, DonS.]. Die Patienten klagen über:
  • allgemeines Schwächegefühl
  • immer wiederkehrende Infekte
  • rasche Ermüdbarkeit
  • Gewichtsverlust (Wasser-Natrium-Verlust PLUS Stoffwechsel-Entgleisung - also doppelte Gründe, DonS.)
  • Anorexie (Appetitlosigkeit)
  • Erbrechen
  • Salzhunger (Verlangen nach salzigen Nahrungsmitteln)
  • Schwindel
  • niedrigen Blutdruck mit Kollapsneigung
  • bräunliche Verfärbung der Haut, auch an Handflächen und Fußsohlen
  • starke bräunliche Verfärbung von Narben
  • bräunliche oder bläuliche Verfärbung der Lippen
  • Bauchschmerzen
  • Verstopfung oder Durchfall
  • bei Frauen eventuell Verlust der Schambehaarung
  • Verlust der Libido
  • Spontanhypoglykämien (Unterzuckerungen)
Komplikationen: (modifiziert, DonS.)

Durch stärkere Belastungen, wie z. B. psych./körperlicher Anstrengung und Krankheiten, klassisch: Operationen (Post-Aggressionsstoffwechsel), kann sich vor allem ein noch nicht behandelter Morbus Addison plötzlich verschlechtern – es kann sich eine sogenannte Addison-Krise entwickeln. Dies ist ein lebensbedrohlicher Zustand, der durch eine Bewusstseinstrübung bis hin zu Koma, Blutdruckabfall, Herz-Rhythmus-Störungen (Na+ runter, K+ rauf), massive Austrocknung des Organismus, Unterzuckerung und Bauchbeschwerden (Pseudoperitonitis – harter Bauch wie bei einer Bauchfellentzündung) gekennzeichnet ist. (Harter, akuter Bauch = chirurgisch ZWINGENDE Laparotomie-Indikation - dann ist der Pat. doppelt....tot - Chirurg fand nix besonderes...)

Geändert von admin (25.07.12 um 12:42 Uhr)

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Rianj ist offline
Beiträge: 2.349
Seit: 15.06.09
Zitat von ohmessylife Beitrag anzeigen

@ Rianj: Ich geh im Sommer gern Inlineskaten, ist aber leider nicht schneetauglich Nordic Walking ist find ich nicht wirklich Sport, sondern meiner Meinung nach flottes Spazierengehen mit albernen Stöcken, aber ein Spaziergang kann ja auch recht erfrischend sein. Powert nur leider nicht genug aus... Hatt sonst noch jemand Tipps für (Ausdauer-)Sport im Winter (außer joggen)?
Über Nordic Walking hab ich am Anfang auch gelacht .
Aber es ist wirklich "Sport" und du kannst dich dabei auch auspowern .
Im Winter bietet sich noch Langlauf an.

LG
Rianj

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ohmessylife ist offline
Themenstarter Beiträge: 13
Seit: 10.01.10
Ach so, was vielleicht noch erwähnenswert ist:

Nehme z.Z. 5 mg Zyprexa, ehemals wg. Psychose, jetzt wg. Schlafstörungen. Ja ich weiß, das Zeug ist böse und ich hab auch fast geschafft es abzusetzen aber dann kam halt der ganze Stress und dann kann ich ohne das Zeug nicht schlafen...

hab auch mal Roaccutan genommen, zu den möglichen Spätfolgen gibt es hier im Forum ja schon einen Thread. ja, das war auch doof ich weiß aber nu isses zu spät...

@ Scalpello: bitte hör auf mir Angst zu machen...

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ohmessylife ist offline
Themenstarter Beiträge: 13
Seit: 10.01.10
Zitat von Rianj Beitrag anzeigen
Über Nordic Walking hab ich am Anfang auch gelacht .
Aber es ist wirklich "Sport" und du kannst dich dabei auch auspowern .
Im Winter bietet sich noch Langlauf an.

LG
Rianj
Na für Langlauf hat's dann hier auch wieder nicht genug Schnee. Also doch Walken

lg

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Rianj ist offline
Beiträge: 2.349
Seit: 15.06.09
Aber dann richtig .
Leih dir ein Buch, schau dir an wie`s geht im Netz oder noch besser: mach nen richtigen Kurs mit. Mit anderen zusammen macht`s gleich doppelt soviel Spaß .

LG
Rianj

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DonScalpello ist offline
Gesperrt
Beiträge: 431
Seit: 28.11.09
Zyprexa ist ein hochpotentes Neuroleptikum, dass als Schlafmittel ungeeignet ist, in den Hormonhaushalt eingreift via Prolaktin, das wiederum auch Einfluß auf TRH/TSH nimmt!

Wer hat sich denn das ausgedacht?

Olanzapin, Zyprexa (R) lt. Rote-Liste:

Nebenwirkungen: Erw.: Sehr häufig: Schläfrigkeit, Gewichtszunahme, erhöhte Plasmaprolaktinspiegel, Verschlecht. d. Parkinson-Sympt. u. Halluzinat. bei Parkinsonscher Erkrank., in klin. Studien bei Pat. mit Demenz-bedingter Psychose höhere Inzidenz an Todesfällen u. zerebrovaskul. Ereign. sowie sehr häufig abnormer Gang u. Stürze. Häufig Sprachstör. (bei gleichz. Gabe mit Lithium od. Valproat), Eosinophilie, Zunahme d. Appetits, erhöhte Glukose-, Triglycerid- u. Cholesterinspiegel, wobei jew. Veränd. grenzwert. Ausgangs-Nüchtern-Werte sehr häufig waren, Glukosurie, Schwindel, Akathisie, Parkinsonismus, Dyskinesie, orthostat. Hypotonie, leichte vorübergeh. anticholinerge Effekte (einschl. Verstopf. u. Mundtrockenheit), vorübergeh. asymptomat. Erhöh. d. Lebertransaminasen (ALT/AST), Ausschlag, Asthenie, Ödeme, Müdigkeit. In einer klin. Prüfung mit Valproat Neutropenie 4,1%. Bei ält. Pat. mit Demenz: Pneumonie, erhöhte Körpertemp., Lethargie, Erythem, visuelle Halluzinat., Harninkontinenz. Gelegentl.: Lichtüberempfindlichkeitsreakt., Bradykardie, hohe Kreatinphosphokinasewerte, QTc-Verläng., Alopezie, Leukopenie, Neutropenie, erhöhtes Gesamtbilirubin. Selten: Plasmaprolaktinspiegel sehr häufig erhöht, damit zus.-häng. Gynäkomastie,. Galaktorrhoe, Brustvergröß. jedoch selten. Nicht bek.: Hepatitis (einschl. hepatozell. od. cholestat. Leberschädig. od. Mischform), Krampfanfälle, meistens mit Krampfanfällen in der Anamnese od. Risikofaktoren, Entwickl. od. Verschlecht. eines Diabetes, gelegentl. begleit. v. Ketoacidose od. Koma, einschl. einiger letaler Fälle, Thrombozytopenie, allerg. Reakt., Hypothermie, malignes neurolept. Syndr., Dystonie (einschl. Blickkrämpfen), tardive Dyskinesie, Thromboembolien, einschl. Lungenembolien u. tiefer Venenthrombose, Pankreatitis, ventrikul. Tachykardie/Fibrillation, plötzl. Tod, Rhabdomyolyse, Priapismus, Schwierigk. beim Wasserlassen, erhöhte alkal. Phosphatase, Absetzsympt. (akute Sympt. wie Schwitzen, Schlaflosigkeit, Zittern, Angst, Übelkeit od. Erbrechen). Langzeitgabe (>48 Wo.): Anteil d. Pat. mit signif. Veränd. folg. Parameter nahm zu: Gew.-zunahme (≥ 25% des Ausgangsgew. sehr häufig), Glukose, Gesamt/LDL/HDL-Cholesterin, Triglyceride. Kdr. u. Jugendl.: in Kurzzeitstudien größeres Ausmaß v. Gewichtszunahme, Lipid- u. Prolaktinveränd. als bei Erw. Sehr häufig: Gewichtszunahme, erhöhte Triglyceridspiegel, Appetitzunahme, Sedier. (Hypersomnie, Lethargie, Schläfrigkeit), Erhöh. v. Lebertransaminasen, erniedrigtes Gesamtbilirubin, erhöhte GGT, erhöhte Plasmaprolaktinspiegel; häufig: erhöhte Cholesterinspiegel, Mundtrockenheit. Ausmaß u. Anteil jugendl. Pat. m. signif. Gew.-zunahme war größer bei Langzeitbehandl. (>24 Wo.).

Anw.-beschränk.: Pat. <18 J. (Olanzapin nicht angezeigt). Symptomat. Prostatahypertrophie od. paralyt. Ileus u. damit zusammenhäng. Zustände, durch AM mit dopaminerger Wirk. ausgelöste Psychosen bei Pat. mit Parkinson-Erkrank., bei älteren Pat. mit Psychosen u./od. Verhaltensstör. im Zusammenh. mit einer Demenz sind die Mortalität u. das Risiko eines zerebrovask. Zwischenfalls erhöht, erhöhte ALT (GPT) od. AST (GOT) Werte, Leberfunktionseinschränk. od. gleichz. Behandl. mit möglicherw. hepatotox. AM, niedrige Leukozyten u./od. Neutrophilenwerte jegl. Ursache, AM-bedingte Knochenmarksdepress./-toxizität in der Anamnese, Knochenmarksdepress. bedingt durch eine Begleiterkrank., Strahlenther. od. Chemother. Hypereosinophile Zustände od. eine myeloproliferative Erkrank. Gleichz. Gabe and. AM, die d. QTc-Strecke verläng., bes. bei ält. Pat., Pat. mit angebor. Verläng. der QT-Strecke, Herzinsuff., Hypertrophie des Herzens, K- od. Mg-Mangel im Blut. Krampfanfälle in der Anamnese od. die Krampfschwelle verändernde Zustände. Gleichz. Einn. v. and. zentralnervös wirksamen AM u. Alkohol. Hyperglykämie/Lipide: Eine angemess. ärztl. Überwach. in Übereinstimm. mit d. gebräuchl. Ther.-richtlinien für Antipsychotika ist ratsam. Beobacht. hinsichtl. Sympt. einer Hyperglykämie; Pat. mit Diabetes od. Risikofakt.: regelm. Überwach. bzgl. einer Verschlecht. der Glukoseeinstell. u. des Gewichts. Lipidveränd. sind zu behand., wie klin. erforderl., insbes. bei Pat. m. Lipidstoffw.-stör. u. bei Pat. mit Risikofaktoren.

Wechselw.: WW-Studien nur bei Erw. durchgeführt; gleichz. Gabe von Aktivkohle: Olanzapin-Bioverfügbarkeit 50-60% reduziert, der Metabolismus von Olanzapin kann durch gleichz. Rauchen od. Carbamazepin verstärkt werden. Fluvoxamin u. and. spezif. P450-CYP1A2-Hemmstoffe wie Ciprofloxacin hemmen den Metabolismus von Olanzapin signifikant. Olanzapin kann die Wirk. von direkten od. indirekten Dopamin-Agonisten abschwächen. Wenn Olanzapin u. Valproat gleichz. angewendet wurden, wurde häufig über Neutropenie berichtet. Vorsicht bei AM, die ZNS dämpfen, Alkohol, bei AM, die QTc-Intervall verläng.

Warnhinw.: Risiko einer Spätdyskinesie nimmt währ. Langzeitbehandl. zu. Bei Anzeichen einer Spätdyskinesie u. U. Dos. reduz. od. Behandl. abbrechen. In klin. Prüfungen gelegentl. klin. relevante QT-Verläng.


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DonScalpello ist offline
Gesperrt
Beiträge: 431
Seit: 28.11.09
Die US-Zulassungsbehörde FDA hat [...] ein Programm beschlossen, welches Frauen davon abhalten soll, das Akne-Präparat „Isotretinoin“ (=Roaccutan) [...] anzuwenden. Im Rahmen dieses Programmes müssen sich Mediziner und Patienten zuvor registrieren lassen, um das Präparat verschreiben oder anwenden zu dürfen. Derart soll vermieden werden, dass Patienten ohne ausdrückliche Risikobelehrung in den Besitz des Präparates kommen.

Ist ein Vit. A - verwandter Stoff - siehe Hinweis zu Vit. A - Überdosis bei NEM...

Weitere Überaschungen?

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Weiblich KimS
Hallo Ohmessylife,

Sorry für die Zwisschenfrage in Deinem Thread.

Hallo DonScalpello,

Danke für die Erläuterung und ausführliche Antwort.

Herzliche Grüsse,
Kim


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