Ich möchte in meinem Umfeld etwas verändern, damit es mir besser geht

24.10.09 20:15 #1
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Ich möchte in meinem Umfeld etwas verändern damit es mir besser geht

TanjaBK ist offline
Beiträge: 894
Seit: 08.07.09
Tanja, ich könnte über meine Geschwister und Eltern reden. Ich habe es aber zu sehr verdrängt im Moment. Ich spüre aber auch, dass es nicht verarbeitet ist.
Ich habe hier direkt neben mir unter der Ablage Bilder meiner Mutter. Schaue ich mal darunter, sehe das Bild, schaue ich direkt weg.

Solange diese Sehnsucht nach Liebe meiner Eltern da war, solange konnte ich mich nicht von meinem Mann trennen. Wurde mir so erklärt.


Interessant, kann ich mir das so vorstellen, das du um die Zuneigung deines Mannes kämpfst, sozusagen stellvertetend eigentlich um die Liebe deiner Eltern??

Das würde aber auch heißen, das er dir seine Zuneigung nie beweisen konnte, sonst hätte er "ausgedient" gehabt. Kennt er diese Probleme, kann er damit etwas anfangen? Konntest du Geschenke und Zuneigungen deines Mannes annehmen?

Wie reagiert er denn auf ermutigende und erbauliche Worte von dir? Kann er sich da wirklich entziehen?

LG
Tanja

Ich möchte in meinem Umfeld etwas verändern damit es mir besser geht

inchiostra ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.078
Seit: 16.07.09
[COLOR="Blue"]Ich möchte in meinem Umfeld etwas verändern, damit es mir besser geht.

Ich habe mir mal eben die Überschrift dieses Treads durchgelesen.
Diesen Satz habe ich jetzt mal 10 Mal gelesen. Jetzt habe ich mal gemerkt, was ich nicht verstanden habe.
Ich habe wahrscheinlich immer wieder gelesen: Ich möchte in meinem Umfeld etwas verändern, damit es den anderen besser geht.

Ich bin seit Monaten dabei zu sorgen, damit es den anderen besser geht. Eigentlich immer schon.
Ich muß heute ein bißchen viel schreiben, es geht soviel rum in meinem Kopf.
Ich denke mal, wie der Tag anfing.
Bin gestern ziemlich spät in s Bett, so gegen 0,30 Uhr. Um 5 Uhr war ich wie fast immer wieder wach. Hatte irgendwie Magenprobleme oder so. Trank Wasser und legte mich wieder hin. Las wie immer etwas über Ernährung. An meinem Bett liegen etliche Bücher darüber. Machte Licht aus und döste so rum. Konnte nicht mehr schlafen und stand auf. Hörte auch meinen Sohn oben, der gestern bei Freunden war. Ich machte Tee und brachte ihm auch einen, worüber er sich freute. Dann legte ich mich aber wieder hin und schlief plötzlich wieder bis halb 11 Uhr. Mein Sohn leuchtete mit einer Lampe in mein Gesicht. Ich war schon erschrocken, wie ich solange im Bett sein konnte. Mein Mann schlief auch solange. Ich mag und kenne das eigentlich nicht.
Ich nutzte die Gelegenheit und bat meinen Sohn mir einen Kaffeee zu machen. Ne, bin ich zu faul. Ich sagte, es wäre aber schön......Keine Chance.
Na gut, er war noch angeschlagen von gestern. Trotzdem. Hätte mich mal gefreut.

Mein Mann frühstückte. Ich frühstückte. Jeder so für sich. Dann war ja schon fast Mittag.
Ich wollte mich bewegen und entschloss mich rauszugehen. Wir wohnen direkt am Wald.
Ging schon ziemlich traurig und irgendwie mit keinem guten Gefühl los.
Ich gehe ja immer alleine los, weil mein Mann nicht lange gehen kann. Der Hund ist seit fast 3 Jahren nicht mehr da.
Nach einer halben Stunde ging es immer noch nicht besser. Bemerkte meine Blicke, die ich auf 3 Paare warf die mir entgegen kamen. Jedes Paar ging händchenhaltend. Mir fällt auf, dass mir das auffällt.

Dann dachte ich an diese Klopftherapie, welche mir meine Tochter mal erzählte. Ich klopfte mir auf einen Punkt und sagte mir einen Satz, den mir ein netter Mensch sagte:

Ich bin eine starke Frau und ich werde gesund.

Ich fühlte mich nicht mehr so verkrampft. Zuhause fing ich dann an zu kochen. Meinem Mann sagte ich, dass wir um 14 Uhr essen.
Während ich dabei war schaute ich noch Dieter Bohlen von gestern. Das war so schrecklich und auch wieder na ja. Ich rief meinem Mann zu in seiner Garage (hat er auch Fernsehen) er soll sich mal das kleine Mädchen anhören. Ich fand das Mädchen so lustig und mußte wirklich lachen über sie.
Um 14, 30 war mein Mann immer noch nicht im Haus.
Ich bräuchte ja nur zu rufen (was ich ja meißtens tue, dass er kommen kann zum Essen), aber ich tat es nicht!???

Ich wurde bockig. Warum kommt er nicht. Immer muß ich rufen. Wie im Hotel ist das hier.
Das Ergebnis war. Ich rief meinen Sohn runter. Machte mir alleine mein Essen und setzte mich hin. Mein Sohn hatte etwas anderes von gestern. Ausnahmsweise.
Beschwerte sich, weil ich etwas Sahne ins Essen getan habe.
Mein Mann kam rein. Er mußte sich dann sein Essen selber machen. Ich hätte ja gesagt, er soll sich das anschauen im Fernsehen. Aber doch nicht die ganze Sendung!
Mein Sohn hörte nicht auf mit seiner Stänkerei, was mich veranlaßte mich zu entfernen. Ich aß alleine auf meinem Bett. Ganz in Ruhe.

Ich muß das so ausführlich aufschreiben, weil ich verstehen will was da immer passiert.

Ich zog mich dann an und sagte, dass ich zum Bäcker gehe. Auch, wenn ich jetzt gegen Zucker bin, kaufte ich ein Stück "Nusssahnetorte". Nur für mich.
Mein Mann war enttäuscht und meinte, warum ich sie nicht überraschen würde damit und wollte selber noch zum Bäcker.
Ich kann euch doch nicht überraschen, wenn ich sauer bin auf euch, sagte ich. Aß die Hälfte und stellte den Rest (für wen auch immer) wieder in den Kühlschrank.

Als ich so auf meinem Bett saß und aß, überlegte ich wohl warum ich das tue. War ja nicht zum ersten Mal. Da kam mir auch ein Gedanke an meine Mutter hoch.
Meine Eltern waren mal vor langer Zeit bei uns (was sehr, sehr selten war). Ich kochte und machte und tat alles mögliche. In der letzten Stunde machte ich noch ein gutes Essen. Sie aßen auch das schweigsam, bis ich auf einmal feste auf unseren 2 m langen sehr dicken Holztisch , aufschlug und rief: nu sag mir doch auch einmal, ob es dir geschmeckt hat." Warum kam mir jetzt dieser Gedanke?

Mein Verhalten ist nicht normal. Richtig, mein Mann sagte wie immer ich wäre Krank.

Das ist sein Lieblingsspruch. Das macht mich wütend.
Wie geht man denn mit Kranken um?
Ich habe nie kennengelernt, wie es ist mal Krank zu sein. Ging letztes Jahr noch mit fast 40 Grad Fieber die Zeitungen austragen.
Was will ich den nun tun, damit es mir besser geht?

Ich glaube, dass ich mich jetzt so genau um die Ernährung kümmere. Das hat wohl jetzt Vorrang. Bei mir dreht sich schon immer alles um die Ernährung. Da fällt mir ein, was Senora gesagt hat: Ich soll der Ernährung einen anderen Stellenwert geben.
Ich bin dabei denke ich.

Ruedi, meine Kinder kamen oft zu mir, schon als sie kleiner waren und sagten oft wütend: Papa redet komisch und blödsinn. Noch letzte Woche regte sich eine Bekannte über meinen Mann auf, wie er redet. Das zeigt mir doch auch, dass nicht nur ich mich darüber ärgere. Er läßt einen z.B. nicht ausreden. "Ich weiß schon, was du sagen willst, höre ich oft." Ich versuche ja auf ihn einzugehen. Aber es ist so anstrengend, wenn man merkt, dass man nicht ernst genommen wird.
Wie du sagst liebe Hexe. Jeder hat seine eigenen Probleme. Die sehe ich auch, mehr als meine. Jeder ist aber auch seines Glückes Schmied. Ich versuche die ganze Zeit herauszufinden, warum es so läuft bei mir. Mein Mann sucht aber nicht danach. Er meint, ich mache ihn unglücklich. Basta.

Tanja, du meinst ich kämpfe um die Zuneigung meines Mannes, stellvertretend um die Liebe meiner Eltern. Du liegst natürlich wieder richtig. Ja, das habe ich wohl. Und nicht zu knapp.
Deinen letzten Satz: Wie reagiert er auf ermutigende Worte und erbauliche von mir? Kann er sich da wirklich entziehen? Verstehe ich nicht ganz. Versuche es aber. Oder erkläre es mal bitte genauer.

Mir fällt gerade ein, dann mache ich erst einmal Schluß. Ich habe wirklich oft die Geschenke meines Mann nicht annehmen können. Einmal, da warf ich sein Geschenk (es war eine Kaffeetasse mit Stöfchen) aus dem Fenster und machte die Rollos runter. Das war auf meinem Geburtstag. Eigentlich wollte ich ein Geschenk von meinem damaligen Therapeuten haben. Dachte ich jedenfalls. Wir sprachen aber nie darüber. Ich tat es und es wurde von meinem Mann stillschweigend "erduldet". So sehe ich das heute.

Ich weiß, ich habe jetzt diesen Tread. Es braucht auch keiner zu lesen. Ich habe immer noch ein blödes Gefühl, weil ich soviel schreibe, denke ich belaste andere damit. Vielleicht schreibe ich ja auch nur heute soviel. Mein jetziges Tagebuch verlege ich aber immer. Vergesse dort reinzuschreiben, weil ich so chaotisch bin. Hier ist es wie gesagt greifbar.

Liebe Grüße
inchiostra

Ich möchte in meinem Umfeld etwas verändern damit es mir besser geht

Sonora ist offline
Beiträge: 3.015
Seit: 10.09.08
Einmal, da warf ich sein Geschenk (es war eine Kaffeetasse mit Stöfchen) aus dem Fenster und machte die Rollos runter.
Hallo inchiostra!

Kannst du dich noch erinnern, WARUM du das gemacht hast? Was ging in dir vor?

Hab kein komisches Gefühl, hier zu schreiben. Das ist doch viel besser als ein Tagebuch! Hier bekommst du wenigstens Feedback. Du belastest sicher keinen damit. Alle lesen gern, was du schreibst, und freuen sich, wenn sie einen Rat für dich haben!

Ich wollte dir sowieso noch sagen, dass ich es bewundere, wie du deine eigenen Gefühle analysieren kannst. Du läufst nicht weg vor dem, was du in dir findest, kannst sehen, wenn die Schuld bei dir liegen könnte und kannst überlegen, was du tun kannst, um dich in Zukunft anders zu verhalten. Und du weißt, dass alles nur Schritt für Schritt gehen kann.

Das können nur wenige Menschen und es macht unheimlich Spaß, sich mit dir auszutauschen. Du verstehst, auf was man hinaus will, und reflektierst alles sehr klar.

Pass auf, wenn ein paar Wochen vergangen sind, dann wirst du staunen, was sich alles geändert hat – in dir und vielleicht auch in deiner Familie!

Also: Wann immer dir was einfällt, dann schreib, schreib, schreib!

Liebe Grüße
Sonora

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TanjaBK ist offline
Beiträge: 894
Seit: 08.07.09
Hallo Inchiostra,
ich denke, .... vllt. ist es auch zu weit hergeholt ich weiß es nicht.
Manchmal kann man andere doch ein klein wenig ändern, dann wenn man sein eigenes Verhalten dahingehend ändert, das der andere auch nicht mehr wie gewohnt reagieren kann, und erst mal überlegen muß. Das ist der Fall, wenn du ihn nicht mehr kritisierst, und das Gute in ihm (und sei es noch so winzig) lobst, bestätigst, bewunderst. Wenn du über gute Ideen von ihm sprichst, dann wird sich etwas ändern....

Kaum ein Mensch kann sich dem Lob anderer entziehen. Und ganz bestimmt hat auch dein Mann die eine oder andere positive Eigenschaft.

Darum hatte ich gefragt, wie er auf dein Lob etc. reagiert....

LG
Tanja

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inchiostra ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.078
Seit: 16.07.09
Hallo Sonora,

vielen Dank, dass du mir so Mut gemacht hast weiter zu schreiben. Ich war ganz aufgeregt, als ich dein Posting (heisst ja glaube ich hier so) gelesen habe.

Ich war auch nach diesem Satz: Ob ich mich noch erinnern kann, als ich das Geschenk aus dem Fenster warf. Warum ich das gemacht hätte und was ich dabei gefühlt habe, noch sehr aufgeregt.

Ich weiß nicht genau, ob ich mich noch damit befassen soll. Jedenfalls heute nicht mehr.

Ich weiß aber auch nicht im Moment, ob es richtig ist, wenn ich mich nicht damit befasse.
Heute noch. Kann ich besser schlafen, wenn ich darüber nachdenke, oder besser, wenn nicht??

Ich beschreibe das mal so. Seit ich darüber nachdenke, geht es mir schlecht. Ich habe einen klumpen im Hals un, einen trockenen Hals, Pfeifen im Ohr und mein Bauch bzw. Magen verkrampft sich. Dann habe ich meinen Blutdruck gemessen, er ist 132/79 und Puls 71. Sonst ist der Blutdruck 115/61 Puls 61. Wollte ich mal testen.

Ist es richtig, dass ich solche Vergangenheitssituationen, so nenne ich das mal, noch mal aufwärme?
War es richtig, dass ich es damals verdrängt habe, weil es keinen interessiert hat?

Mir ist richtig übel und fast schwindelig. So habe ich mich seit Monaten nicht gefühlt.

Ich lenke mich die ganze Zeit zwischendurch mit "Das perfekt Dinner" ab. Geht aber nicht.

Ich gebe mir 10 Minuten, darüber nachzudenken. Dann höre ich auf. Ich spüre, wie ich etwas verdrängen will. Bin ich ja auch lebenslang gewohnt.

Ob ich mich erinnern kann? Eigentlich nur, dass ich ziemlich rumgetobt habe. Vielleicht finde ich ja noch etwas darüber in meinem Tagebuch. Später.
Ich glaube, ich war zziemlich enttäuscht, weil mein damaliger Therapeut sich nicht gemeldet hat. Sollte er? Ich weiß es nicht mehr. Ich machte damals eine Therapie, die mich sehr mitgenommen hatte. Ein Therapeut muß sich ja nicht bei seinen Klienten melden, wenn sie Geburtstag haben. Ich wollte das aber, aus welchem Grund auch immer.
Unbedingt.
Da hätte mir mein Mann sonstwas schenken können, glaube ich.

Mein Blutdruck ist 141/78. Der Druck ist spürbar und ich fing an zu weinen.
Ich verdrängte aber ziemlich schnell die Tränen. Weiß ja überhaupt nicht, warum sie Kamen.

Was sage ich, wenn mein Sohn jetzt runter kommt oder mein Mann rein kommt aus der Garage? Ich bekomme gerade Gänsehaut und ich friere. Ich könnte es nicht erklären.

Dazu fällt mir jetzt gar nichts mehr ein. Ich lösche das jetzt aber nicht.

Vielleicht ist es ja auch "nur" die Brokkoliesuppe von heute Abend.

Dazu fällt mir nur noch ein Spruch ein, den ich heute irgendwo gelesen habe.

" Ratschläge sind wie abgetragene Kleider: Man benutzt sie ungern, auch wenn sie passen. "

Grüsse
inchiostra

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inchiostra ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.078
Seit: 16.07.09
das war die schlimmste Nacht seit Monaten. Kaum geschlafen und nur Bauchschmerzen.

Um 2,00 Uhr hörte ich noch meinen Sohn oben am Computer. Ich bin noch nach oben und sagte, er soll jetzt den Computer ausmachen. Er sah total fertig aus, sshliesslich war er den Abend davor auch kaum im Bett. Man hört ihn auch, weil er ja ständig mit anderen redet.

Gestern Abend wünschte sich mein Sohn für heute mal eine Currywurst mit Pommes. Um zu zeigen, dass ich darauf eingehe, willigte ich ein.
Heute weckte ich ihn nur einmal. Sonst muß ich ja xmal hochlaufen, bis er hochkommt.
Er kam so nach 15,00 Uhr runter. Nicht gut gelaunt. Ich auch nicht so, weil ich kaum geschlafen hatte. Er spürte aber, dass ich sauer auf ihn bin. Oder enttäuscht oder wie auch immer.
Ich weiß auch, dass er sich nicht wohl fühlt, wie es läuft bei ihm.Keine Lehrstelle. Keine Arbeit. Keine richtige Famile (wie er sagt).
Ich möchte mal kurz erzählen, wie sein Leben bisher lief.

Mit 2 Jahren fing es an, dass er Sprachstörungen hatte. Rezeptive Sprachstörung, sensorische Integrationsstörung. Im Kindergarten wollte er vieles nicht mitmachen. Befolgte Anweisungen nicht. Konnte nicht. Er sollte aus dem Kindergarten dann auf eine Sternenschule. Wo er auch 1 Jahr hinging.
Dann Vorschulkindergarten. Da wurde ich auch immer angewiesen, ihn in eine Sprachtherapie zu schicken.Mit Kindern wollte er selten spielen. Auf Spielplätze, Rodelbahn nur, wenn die Kinder weg waren.
Dann 4 Jahre Grundschule. Da merkte man die Schwierigkeiten mit der Sprache. Jedes Naturwissanschaftliche Fach ging gar nicht. Mathe auch nicht. Sollte auf die Sonderschule.
Ich ließ ihn dort testen, mit dem Ergebnis, dass er dafür wieder nicht geeignet war.
Öfters bekam ich von der Lehrerin Briefe, weil sie sich Sorgen um meinen Sohn machen würde, weil er so seltsame Aufsätze schrieb. Das ging 4 Jahre so.
Ging dann zu einem Kinder Psychologen, der eine Entwicklungsverzögerung diagnostizierte zur Grenze schwere Lehrnbehinderung. Ich solle doch meinen Sohn in eine andere Familie geben.

Dann die Hauptschule. Es wurde nicht besser. Immer wieder mußte ich hören, mein Sohn wäre dort nicht richtig. Ich soll doch mal zum Arzt etc. Wieder Kliniken Tests machen, Logopadie. Das Umfeld prägte meinen Sohn aber um. Das belastete uns auch sehr.
Doch durch seine Langsamkeit, hätte er die Realschule nicht geschafft.
In der 9. Klasse einigten wir uns, dass er die Schule wechselt. Den Abschluß schaffte er, sogar mit einer guten 2 in Mathe. Eine andere Hauptschule.
Eine Lehrstelle damals schon zu suchen, war für ihn ein Problem. Er wollte einfach nichts machen. Dann zur Innung ein Berufsbildungsjahr. Das mußte er abbrechen, weil nur Maurer übrig blieb, weil er die anderen Tests nicht bestand. Wegen seiner Neurodermitis mußte er abbrechen.
Weil er wieder keinen Einsatz zeigte, sich um Lehrstellen zu bemühen, sollte er zu einem Therapeuten. Sie legten mir nahe, mich um einen Platz in einem Internat zu kümmern. Das wäre was für ihn. Ich mußte mich über 1 Jahr darum bemühen, bis es klappte. Das mußte er aber dann abbrechen, weil es ihm zu schlecht ging. Er aß kaum, konnte auch nichts essen. Fing an zu rauchen und wenig Schlaf.
Seitdem ist er wieder zuhause.
ADHS wurde nie bestätigt, nur mal erwähnt. Es könnte sein. Mein Sohn und meine Tochter kamen von selber immer wieder darauf ,weil sie glauben ADHS zu haben.
EinTest mit 58 Punkten ergab 56 Punkte. Auch ein HPU Test ergab 12 Punkte.
Er fühlt sich immer dümmer als die anderen.
Das ist nur eine Kurrzfassung seines Lebens. Es war ein langer Leidensweg bis hier.
Ich schreibe mal ab, was andere Eltern schrieben. Hatte ich auch schon hier auf einer anderen Seite geschrieben.

Hilferuf nach 18 Jahren Lebens-und Leidensweg mit ADS
Wir wissen nun endlich, warum unser Sohn einen so schweren Entwicklungsweg hatte und leider immer noch hat. Unser Familienleben war oft eine Katastrophe und manchmal kaum zu ertragen. Wir haben uns gegenseitig genervt und seelisch verletzt. Vorwürfe gemacht und uns das Leben schwer gemacht, weil einer den anderen nicht verstanden hat. Jeder von uns hat unter der Situation gelitten.
Jahrelang waren wir den Kritiken und Beschwerden von Erzieherinnen und Lehrern wie Bekannte und Familie ausgesetzt. Wir haben zahlreiche Ratschläge befolgt und eine Odyssee von Massnahmen hinter uns (siehe oben). Leider alles ohne Erfolg. Keiner hat richtig über ADHS gesprochen.
Heute sind wir fast am Ende unserer Nerven und Kraft angelangt. Unser Sohn ist weiterhin schwierig und hat seit einiger Zeit zunehmend Probleme mit Schlafstörungen, Nervosität. Auf andere wirkt er selbstbewusst, weil er sich ziemlich rücksichtslos, egoistisch, unüberlegt, launisch, unordentlich und auch etwas ungeschickt ist.
Seine positiven Eigenschaften geraten leider öfter in den Hintergrund.

Genauso war und ist es bei uns. Positve Seiten hat er allemal. Auch sportlich war er Leistungssportler.


Das, was dort steht er wäre egoistisch....passierte heute wieder.
Ich kann nicht mehr damit umgehen, dass er die Nächte durchmacht am Computer. Sich um nichts kümmert. Er würde sein Ding machen, sagte er eben.Alle anderen sind ihm egal.
Er reizte mich heute wieder solange, bis ich lauter werde. Dann sagte er, er will , dass ich ihn nicht mag. Sagte er schon öfter. Er findet sich schlecht. Er mag nicht, wenn ich laut werde. Geht aber oft nicht anders, ich könnte noch lauter schreien, weil ich nicht mehr kann. Ich würde meinen Sohn aus dem Haus treiben, sagte mein Mann.
Soeben sagte er, dass ich ihm 50,- Euro geben soll, dann würde er ausziehen. Zum Freund. Ich soll ihm sagen, dass ich es mit ihm nicht aushalte. Er möchte so eine Mutter nicht. Wünschte sich immer eine Familie. Kommt mit uns nicht klar. Wäre in der falschen Familie.

Wie aber soll ich damit umgehen. Er will nicht arbeiten. Wäre dafür nicht geschaffen. Kümmert sich um nichts. Ich muß ihn immer wieder ermahnen, auch wenns nervt.
Geht nicht raus. Würde nur meinetwegen die Vitamine nehmen. Will nur "normales Essen " Haben.

Jetzt habe ich herausgefunden, dass es bei ihm (und bei meiner Tochter und Mir)) an der Ernährung liegt. Besonders die Omega 3 Fettsäure und Aminosäuren. Zumindest die meißten Symptome.
Wenn ich meinem Sohn bisher geholfen habe, hieß es, er soll es alleine machen. MAcht er dann nichts, heisst es ich soll ihm doch helfen.
Ich mache alles verkehrt. Ich muß es aushalten, dass er oben in seinem Zimmer studenlang (täglich 10 Stunden) am Computer sitzt.
In 3 Wochen hat er Geburtstag, wo er nichts haben will und auch wieder keine Feier.
Wir haben nie richtig Weihnachten und Muttertage kenne ich auch nicht. Weil er sich nichts wert ist, kann er es auch nichts für andere was tun.
Er will meine Ernährung nicht. Ich muß also doppelt kochen oder wie heute auch wieder was essen, was mir nicht bekommt.

Es liegt an mir, weil ich ihn überall hinschickte. Weil ich lauch mal laut werde. Weil ich Regeln aufstelle und ihn, wie er sagt, nicht so akzeptiere wie er ist. Weil ich selber Probleme habe.
Letzte Woche noch brachte mein Sohn seinen TFT aus seinem Zimmer und versprach mir alles mögliche. Am nächsten Tag alles wieder wie vorher.So kommt eine Enttäuschung nach der anderen.

Er zwingt mich ihn rauszuschmeissen.

Meine Tochter fährt jetzt 5 Wochen nach Afrika. Im Januar wohnt sie dann 2 Wochen wieder hier, weil sie evtl. auf ein Internat geht. Steht aber noch nicht fest, ob es klappt. Sie wird immer sehr wütend, wenn sie sieht, dass ihr Bruder nichts tut. Dann werde ich beschimpft dafür.

Ich sitze hier und weine wieder in die Tasten.
Ich war schon überall bis zum Jugendamt, Brücke etc. Brachte nichts. Gegen die Sucht habe ich keine Macht und auch keine Kraft mehr.
Jetzt rücken meine Probleme, wo ich gerade auf einem guten Weg war, in den Hintergrund.

inchiostra

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Sonora ist offline
Beiträge: 3.015
Seit: 10.09.08
Puh!!! Das muss erstmal sacken!


Hallo, du Liebe!

Hoffentlich melden sich genügend Mütter, die dir Tipps geben können. Da kann ich schlecht mitreden. Aber eins ist mir aufgefallen. So lange du mit deinem Mann nicht auf einer Schiene fährst, kann sich dein Sohn alles leisten. Er kann dich erpressen, weil du dich nicht als schlechte Mutter fühlen willst, er kann euch gegeneinander ausspielen, er kann machen, was immer er will. Hat er diese Laune, na dann benimmt er sich halt so, hat er eine andere Stimmung, dann benimmt er sich anders.

So schlimm seine Vergangenheit auch gewesen ist, kann es doch nicht so weitergehen. Man kann ja nicht einfach sagen, dass man Arbeit nicht mag, und dann anderen auf der Tasche liegen. Wenn er sich bemüht und nichts erreicht, dann ist es etwas anderes. Aber warum sollte er das? Er hat ja alles, kann außerdem seinen Frust ablassen, wann immer er will, und kriegt keine Grenzen gesetzt. Denn wie willst du Grenzen setzen, wenn dein Mann dir in den Rücken fällt?

Für mich scheint wirklich in dem Zusammenspiel zwischen dir und deinem Mann viel "Schuld" zu liegen. Das mit der Schuld habe ich in Anführungsstriche gesetzt, weil man nicht wirklich von Schuld reden kann. Du hast zu jeder Zeit getan, was du konntest, was du für richtig gehalten hast und musstest sehen, dass alles torpediert wurde.

Am liebsten Würde ich deinen Mann am Kragen nehmen und ihn mal ordentlich durchschütteln, damit der nachdenkt, was er da tut. Liebe ist schön und gut, aber mit dieser Art Liebe tut er eurem Sohn keinen Gefallen. Er soll mal darüber nachdenken, was ist, wenn euer Sohn mal 50 ist und ihr alt und grau. Was wird dann?

Ich glaube, du solltest dich erstmal auf EINEN "Kriegsschauplatz" konzentrieren. Vielleicht kommst du mit deinem Mann ja zu Übereinkünften, wenn du dir hier eine Weile alles von der Seele geschrieben hast und dann anders mit allem umgehen kannst.

Vielleicht solltest du ihm, wenn du so weit bist, alles erzählen, was dich so umtreibt, und ihn fragen, was er meint, wie das zwischen euch anders werden kann. Damit ihr irgendwann wenigstens eine gemeinsame Front bildet, an der euer Sohn sich den Kopf einrennen kann, wenn er "mit dem Kopf durch die Wand" will.

Aber wirklich eins nach dem anderen. Das Kind ist so lange schon im Brunnen, dass es jetzt auf ein paar Wochen oder Monate nicht ankommt.

Schau in dich, versuche rauszufinden, was los ist, schreib uns alles auf, und wenn du so weit bist, sprich mit deinem Mann oder schreib ihm einen laaangen Brief, den du erst rausgibst, wenn er so ausgefeilt ist, das alles stimmt. Ihr müsst zusammenarbeiten, sonst kommt ihr nicht weiter. Und du brauchst deinen Mann sowieso an deiner Seite, musst in den Arm genommen werden usw.

Vielleicht kommt wirklich noch alles in Ordnung, wenn die Sache richtig angegangen wird.

Liebe Grüße
Sonora

Ich möchte in meinem Umfeld etwas verändern damit es mir besser geht

Manuela ist offline
Beiträge: 1.510
Seit: 31.03.08
Hallo Inchiostra,

ich stimme Sonora zu. Du solltest Dir eine Sache vornehmen und dieses Baustelle erst angehen, das wäre wohl in Deinem Fall Dein Sohn. Gerade wenn jemand ADS hat und dann stundenlang vor dem Computer verbringt tut man sich damit überhaupt keinen Gefallen (gilt auch für Fernsehen)Ebenfalls denke ich auch, dass Dein Mann mit Dir an einem Strang ziehen muss, sonst kann Dein Sohn mit Dir machen was er will. In Deiner Nähe gibt es doch sicherlich die Caritas. Dort gibt es verschiedene Abteilungen: Beratung für Erwachsene, Kinder und Jugendliche, Allgemein Lebensberatung usw. Die sind dort sehr kompetent und helfen auf jeden Fall. Vielleicht kannst Du dort mal einen Termin machen und Dich beraten lassen wie Du vorgehen kannst.

Dein Sohn braucht Struktur und feste Regeln, ob es ihm gefällt oder nicht. Es kann nicht sein, dass Du Dich kaputt machst und dem Rest ist es egal.

Mir fehlen wirklich langsam die Worte und ich kann Dir wirklich nur raten Dir Hilfe zu suchen und Dir bewusst zu werden wo es entlang gehen soll. Lass Dich nicht erpressen, beschimpfen und dergleichen. Pass gut auf Dich und schreibe hier, wenn es Dir guttut

Liebe Grüße Manuela

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inchiostra ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.078
Seit: 16.07.09
ich bin verzweifelt und enttäuscht von mir. Jetzt habe ich eine lange Therapie hinter mir und bekomme von euch gute Ratschläge. Ich verstehe sie auch, bemerke es ja oft selber, aber ich reagiere immer gleich. Ich nehme es mir vor, aber es passiert das Gleiche wie sonst seit vielen Jahren.

ICH SPRACH HEUTE KEIN wORT MIT MEINEM sOHN. Ich lag fast den ganzen Tag im Bett.

Warum quäle ich mich so? Das verstehe ich nicht.

Wir saßen heute kaum am Frühstückstisch, da war wieder ein Thema, was mich veranlasste mich ins Bett zu legen. Die Decke über den Kopf. Kindisch!
Dabei hatte mein Mann Brötchen geholt und mir ein weiches Ei gekocht. Was ich auch gelobt habe.
Ich finde den Auslöser nicht mehr, wo ich die Nerven verloren habe. Doch, jetzt fällt es mir ein (gut, dass ich schreibe), mein Mann hält mir immer was aus der Vergangenheit vor. Ich glaube, da rast ich am meißten aus.
Ich habe vieles in der Vergangenheit gemacht, oder auch nicht gemacht, weil ich es nicht konnte. Ich hätte uns in diese finanzielle Situation gebracht. meint mein Mann.
Ich fühle mich so hilflos, weil die Situationen schon lange vorbei ist. Er erzählte z.B., ich hätte nie gespart und den Einkaufswagen vollgestopft um ihn zu schädigen.????
Das hatte er schon oft gesagt. Dabei hatte er das immer getan, weil er ja genug Geld hatte. Jetzt, wo er sparen muß, reagiert er so.
Dann hätte ich meiner Tochter das Pferd gekauft. Ich bekomme es immer wieder aufs Brot geschmiert. Dann kommt immer mehr dazu wie ein Wasserfall.
Dann liege ich wie gesagt im Bett, habe Schmerzen am ganzen Körper was mich lähmt.

Dieses Verhalten bekomme ich nicht aus mir raus. Warum tue ich mir das an?
Vor ein paar Jahren schlug ich die Türen so zu, bis sie krachten.

Jetzt war ich eben mal draußen an der Luft und habe etwas gegessen. Ich berappel mich ja auch wieder.

Ich möchte mal kurz erzählen, was ich bei mir selber herausgefunden habe vor 2 Jahren.

Ich war vor 2 Jahren in einer Gruppe. Egal welche. Die Situation ist in jeder Gruppe.
Wenn die Vorstellungsrunde kam und ich an der Reihe war, flippte ich aus. Fing an zu zittern und zu weinen. Jedesmal schrecklich. Beim 3. Mal ging ich nach Hause. Irgendwie hatte ich das Wort soziale Phobie im Kopf. Keine Ahnung warum. Da ging ich ins Internet und las lange was darüber.

Von da an habe ich kappiert, was mit mir los ist. War mir jedenfalls klarer geworden.

Ich rief dann meine Schwester an. Hatte mich über 5 Jahre nicht gemeldet. Die andere Schwester hatte ich fast 25 Jahre nicht gesehen. Am liebsten hätte ich jeden angesprochen. Ein paar Freunde von meinem Mann, da hatte ich es versucht. Die lachten mich aus.
Die eine Schwester leidet noch schlimmer an dieser Phobie als ich. Sie geht seit Jahren gar nicht mehr raus. Dann hat sie plötzlich den Kontakt mit mir wieder abgebrochen. Ich dann mit der anderen Schwester. Bis heute.
Ich rede viel zu kompliziert. Ist ja auch verwirrend. Mir ist klar geworden, dass ich in sehr vielen Situationen konfus reagiert habe. Dieses sofort wieder verdrängt und in der nächsten Situation immer schlimmer. Komischerweise fielen mit dann Situationen ein, die mich prägten.
Geburtstagsfeier bei meinem Opa. Ich sitze am Tisch und plötzlich fangen meine Hände an zu zittern. Da war ich ca. 20 Jahre. Es hatte keiner bemerkt und ich sprach auch mit keinem darüber. Das führte mich eben so nach und nach in die Isolation.

Ich weiß von meinen Kindern, dass sie auch solche Ängste haben. Mein Sohn besonders.

Ich habe in meiner letzten Therapie versucht zu erklären, was das sein könnte in unserer Familie. Ich soll ja eine emotionale Regulationsstörung haben. Brachte nicht viel.Soziale Phobie mochten sie nicht hören.
Durch das Defizit der Emotionsregulation kann eine erhöhte emotionelle Vulnerabilität entstehen. Da verstehe ich meine Reaktionen wie Türenschlagen, Weglaufen und schreien. Man versteht sich selber nicht.
Eine emotionelle Vulnerabilität d.h. andauernde emotionelle Empfindsamkeit. Man lebt in einem andauernden Krisenzustand. Man soll nicht auf jede Krise eingehen (Baustelle) habe ich mal gelesen, und dass was es ausgelöst hat im Auge behalten. Das versuche ich ja heute. So wie du gesagt hast Manuela, erst eine Baustelle angehen.
Man ist auch sehr empfindlich bei Berührung und Zuwendung. Mein Sohn reagiert da sehr empfindlich und meine Tochter ließ sich schwer in den Arm nehmen.
Jeder Ablauf einer aktuellen Handlung wird durch intensive emotionelle Erregung gestört. Man ist nach außen ruhig aber innerlich aufgewühlt und leident. So kann ich meinen Zustand erklären.

Die emotionelle Vulnerabilität soll genetisch neurobiologisch und biographisch bedingt sein. Es gibt gesicherte Daten darüber. Man kann seine Gefühle nicht richtig zuordnen, würde ich so sagen. Oder heißt das ganze doch ADHS?

Wie du vorgeschlagen hast Manuela, vielen Dank, aber ich habe schon soviel versucht.
Fast 2 Jahre bei der Caritas Einzeltherapie und mal Paartherapie. Hatte ich schon vergessen. War ja schon einmal mit meinem Mann in der Paartherapie. es war grausam. Mir ging es dort immer schlecht. Fast nur geweint.
Womit du recht hast, mein Sohn braucht Struktur. Die brauchen wir alle. Ich kriege das aber nicht hin. Alleine. Noch nicht.

Ich weiß Tanja, wenn ich mein Verhalten ändere muß mein Mann nicht mehr wie gewohnt reagieren. So wie heute zum Beispiel. Mir fällt das schon lange selber auf, dass wir immer das gleiche Muster haben. Ich stecke aber wohl in einem Verhaltenmuster fest. Ich will auch keinen mir meinen Reaktionen verletzten, sondern mich nur schützen.

Wie du liebe Senora richtig gesagt hast. Ich habe getan, was ich tun konnte. Es wurde aber alles immer torpediert. Stimmt, es gab schon einige, die meinen Mann mal richtig durchschütteln wollten. Weil er einfach nicht nachdenkt. Heute habe ich ihm dann gesagt, dass ich es schlimm finde, was er da sagt. Wieso ich diese Einkäufe gemacht hätte um ihn zu schädigen. Er schaute erst, dann sagte er WIR hätten ja immer so eingekauft. Sich zu ärgern, bedeutet, für die Fehler anderer zu leiden fällt mir dazu ein.
Warum mache ich das?
Warum hör ich nicht endlich damit auf? Es nervt.

Ich habe immer eine starke Angst vor Konflikten. Das war in der letzten Therapie auch so. Eben, weil ich diese emotionelle Reaktion so hasse. Auch beim Arzt fange ich an zu heulen, was der dann oft nicht versteht. Darum gehe ich im Moment wieder nicht hin.

Wie du sagtes Senora, es könnte alles besser werden, wenn man es richtig angeht.
Ich möchte mein, bzw. unser Leben strukturieren. Ich habe immer schon ganz viele Sachen im Haus angefangen. Es kostet Kraft und ich mache sie nicht zu Ende. Das sehe ich dann jeden Tag, was mich ständig überfordert.
Kennt das jemand?

Ich fühle mich wie in einem Käfig, aus dem ich raus will. Am richtigen Leben teilnehmen.
Das kann doch nicht so schwer sein.

Liebe Grüße
inchiostra

Ich möchte in meinem Umfeld etwas verändern damit es mir besser geht

Sonora ist offline
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Seit: 10.09.08
Hallo inchiostra!

Es gibt einen Trick, den du versuchen könntest. Er funktioniert eigentlich immer. Wenn bei dir "die Klappe fällt", dann ist vorher was passiert. Das ist klar. Wenn "das" gerade passiert, dann achte darauf, was du im allerersten Moment gedacht hast. Dein Mann sagt was, dein Sohn benimmt sich doof – egal was! Irgendwas schießt dir in den Kopf, das ist mal sicher! Der spontane Gedanke ist wichtig, über den kommst du an deine Probleme.

Versuch es mal!

Liebe Grüße
Sonora


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