Ich möchte in meinem Umfeld etwas verändern, damit es mir besser geht

24.10.09 20:15 #1
Neues Thema erstellen
Ich möchte in meinem Umfeld etwas verändern damit es mir besser geht

TanjaBK ist offline
Beiträge: 894
Seit: 08.07.09
Liebe Inchiostra,
ich denke bei dir kommen mehrere Faktoren zusammen, die zu deiner heutigen Situation geführt haben. Ich bin auch ein Mensch, der keine richtigen Wurzeln hat. Das treibt einem um, ob man will oder nicht, es nimmt einem manchmal die Gelassenheit die man bräuchte. Dann sind finanzielle Probleme nicht auf die leichte Schulter zu nehmen...

Ich denke, was dir momentan fehlt oder gut tun würde, wäre mal rauszukommen aus dem Trott, ohne großen finanziellen Aufwand. Vielleicht eine Selbshilfegruppe in der du Freundschaften knüpfen könntest.

Und auch die ev. und kath. oder andere Kirchen, bieten immer mal Frauenfrühstück, Vorträge über versch. Themen, auch Ehe, Erziehung etc. an.

Wenn du an den Schaukästen vorbeikommst schau mal auf den Plan, was angeboten wird....

Du solltest mal unter andere Leute, und du wirst sehen, du bist nicht allein. Vielleicht lernst du Leute mit ähnlichen Problemen kennen. Oder auch Menschen mit denen du Kinderklamotten und andere Klamotten auf dem Basar tauschen oder verkaufen kannst.

Möchtest du mehr über deine Eltern und Geschwister schreiben, dann lass es raus...
LG
Tanja

Ich möchte in meinem Umfeld etwas verändern damit es mir besser geht

Hexe ist offline
Beiträge: 3.844
Seit: 13.07.07
liebe inchiostra,

nun habe ich mir dein Post nochmal durchgelesen.
Gleich zu Beginn fragst du:
Es kann doch nicht sein, dass ich wegen einer evtl. Kleinigkeit fast den ganzen Tag heule und depressiv bin?
ich denke nicht dass es diese Kleinigkeiten sind, die dich so fertig machen. Sie sind es nur, die deinen Schmerz, deine Wut ausbrechen lassen. Denn die hast du wohl ziemlich gut in dir vergraben und einen Deckel draufgemacht.
Und dann kommt so ein Moment wo man nicht aufpasst den Deckel zuzuhalten, eine sogenannte "Kleinigkeit", und alles bricht raus. Dies sieht dann natürlich für die anderen so aus, als würde man nun wegen dieser Kleinigkeit total ausrasten, denn die können ja nicht wissen was du alles schon in dir angestaut hast.

- Dein Mann brüllt cholerisch, natürlich zehrt das an den Nerven, keiner verträgt es ständig angebrüllt zu werden.

- Du wirst ziemlich unter Druck gesetzt, mit solchen Aussagen
Mein Mann sagte, wenn er selbst stirbt, wäre ich Schuld. Ja, das finde ich auch immer ganz schlimm. Darum denke ich, dass ich mich besonders anstrenge, dass er gesund bleibt.
Warum auch immer er das sagt, es stimmt natürlich nicht. Nur - wenn man das immer wieder hört, beginnt man tief in sich drin doch ein wenig dran zu glauben.....

- Du hast Sorgen wegen deines Sohnes, seiner Gesundheit, seiner Ausbildung usw.

- Und zu guter letzt bis du selbst nicht gesund.

Selbst wenn diese Liste nicht vollständig ist, das alles ist für dich einfach zuviel!

Es wäre schon toll wenn dein mann mit dir gemeinsam eine Paartherapie machen würde, und zwar über einen längeren Zeitraum.
Dazu müsste er aber bereit sein.
Vielleicht kannst du dich mal abends, in einer ruhigen Stunde, mit ihm hinsetzen, und ihm ruhig und sachlich erklären dass es für dich so nicht weitergehen kann? Dass du unglücklich bist, und in dieser Therapie eine Chance siehst, da raus zu kommen?
Wenn es für dich zu schwierig ist darüber zu reden, ohne zu weinen oder wütend zu werden, dann könntest du ihm einen Brief schreiben, in dem du offen und ehrlich deine Gefühle schilderst. Wenn du versuchst dies zu tun ohne ihn anzuklagen oder irgendwie schuldig zu sprechen, dann versteht er vielleicht die Dringlichkeit und blockt nicht gleich wieder ab.
Bis er sich zu einer Therapie bereit erklärt, könntest du ja solange mal alleine dorthin gehen. Sobald er dann soweit ist, stößt er dazu.....

Ich habe, wenn ich emotional zu aufgewühlt oder durcheinander war, meinem Mann oder auch den Kindern, Briefe geschrieben. Da konnte ich so oft neu beginnen, bis der Brief genau das aussagte, was ich ausdrücken wollte. Und es war für mich eine gute Lösung.


liebe Grüße von hexe

Ich möchte in meinem Umfeld etwas verändern damit es mir besser geht

Sonora ist offline
Beiträge: 3.015
Seit: 10.09.08
Als ich es dann vorschlug mit dem Schuhkauf, wurde ich nur angebrüllt. Cholerisch angebrüllt. Das hat er von seinem Vater geerbt, der brüllte auch immer nur. Wird aber behauptet er brüllt nicht.

Liebe inchiostra!

Kein Wunder, dass dir die Tränen kommen! Mir kamen sie eben beim Lesen der Postings! Ich kann dich sooo gut verstehen! Leider kann ich im Moment nicht weiter darauf eingehen, ich muss auch erst alles sacken lassen. Aber eins ist klar: Schreib unbedingt weiter alles von der Seele! Denk nicht nach, sondern lass alles raus! Vielleicht fällt uns allen zusammen dann ein, wie du etwas ändern kannst.

Auf jeden Fall müssen Strategien her, dass nicht länger das "Gaslicht"-Prinzip angewendet wird. Das macht dich nämlich fertig. Das bedeutet, dass etwas geschieht und dann gesagt wird, dass es nicht geschehen ist. Es kommt von dem Film "Gaslicht" mit Ingrid Bergmann. Wenn das im oben zitierten Beispiel so läuft, dann läuft das bestimmt an allen Ecken und Enden so. Und da muss eine Notbremse her, das ist mal klar! In den Auseinandersetzungen mit deinem Mann (und deinem Sohn auch) muss dir zumindest die Wahrheit als Operationsbasis zur Verfügung stehen.

Fühl dich mal ganz doll umarmt!

Liebe Grüße
Sonora

Ich möchte in meinem Umfeld etwas verändern damit es mir besser geht

inchiostra ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.078
Seit: 16.07.09
Hallo Manuela, Senora, Hexe und Tanja,

danke für die netten Worte und überhaupt. Es tut gut nicht alleine zu sein.

Ich fühle mich heute noch ziemlich sprachlos. Sprach auch wenig mit meinem Mann. Ging einfach nicht. Ich denke, dass ich ziemlich enttäuscht bin. Enttäuschungen sind für mich immer schlecht auszuhalten. War aber ruhiger heute.

Ach ja, habe mir heute außer der Reihe ein Stück Nusssahnetorte gekauft. Gab aber die Hälte meinem Sohn, der sich riesig freute.

Habe meine Gefühle in die Tonne gekloppt. Deckel zu.

Ich war heute aber froh, dass mein Sohn zum ersten Mal einen Erfolg bei sich gespürt hat. Da er ja nicht zum Arzt will, suchte ich einige Vitalstoffe für ihn aus. Die nimmt er jetzt seit 3 Monaten. Unregelmäßig, wegen seinem unregelmäßigen Schlafen, aber er nimmt sie.
Heute sagte er, dass er das Gefühl hatte, besser behalten zu können.
Ich hatte die Idee ihm Kreuzworträtsel zu geben. Er macht sie auch. Heute sagte er, dass er Worte von gestern behalten kann. Dass er mehr träumt.
Ich habe ihm auch heute eine Avocado Salbe gemacht. Etwas Avocado, Olivenöl und 1 Tropfen B12. Ich durfte es auf seinen Arm schmieren. Es riecht gut und zieht gut ein. Gibt ja bald die Creme zu kaufen. War aber zu ungeduldig und wollte es mal testen.

Dieses positive nehme ich jetzt mit ins Bett.

Als es mir mal vor 4 Wochen auch mal schlecht ging, weil ich überfordert war beschimpfte mich meine Tochter. Sie würde mich hassen schrie sie.
Hinterher kam sie zu mir und sagte, dass sie die ganzen Jahre immer Angst vor mir hatte. Das ich was schlimmes tue oder so. Sie war immer hilflos.
Was sie denn tun soll? Ich sagte ihr, dass sie mich nicht alle immer beschimpfen sollen. Ich wäre verrückt und so. Nehmt mich doch einfach in den Arm. Da kniete sie vor meinen Sessel und versprach mir, es zu tun.
Als mein Vater damals starb, habe ich gebettelt sie sollten mich in den Arm nehmen. Sie taten es nicht. Da fuhr ich das Auto gegen die Mauer.

Ich sage das, weil ich es schön finde, dass ihr mich symbolisch umarmt. Mein ganzes Leben suche ich Halt. Gleichzeitig laufe ich aber auch weg (innerlich), weil mir dieses Gefühl Angst macht.

Weil ich es nicht kenne.

Liebe Grüße
inchiostra

Ich möchte in meinem Umfeld etwas verändern damit es mir besser geht

Hexe ist offline
Beiträge: 3.844
Seit: 13.07.07
liebe inchiostra,

ich freue mich, wenn ich früh morgens hier in deinen Thread schaue und sehe, dass du geschrieben hast.

Sich verstanden zu fühlen, das Gefühl in den Arm genommen zu werden, das tut so gut. Ich glaube es gibt keinen Menschen, der sich nicht danach sehnt, oder sich darüber freut wenn er es hat.

Ich finde, dieses Gespräch mit deiner Tochter zeigt, dass ihr euch liebt, dass es eben nicht egal ist, wie es dem anderen geht. Und es zeigt auch, dass deine Tochter doch viel Vertrauen zu dir hat, wenn sie mit dir über solche Dinge redet.
Eure Basis scheint doch zu stimmen.

Nicht immer kann unser Umfeld unsere Wünsche und Sehnsüchte nach Geborgenheit und Verständnis erfüllen. Sie erkennen oft nicht was genau wir brauchen, aber vor allem haben sie alle ja dieselben oder ähnliche Wünsche, haben ihre eigenen inneren Probleme. Und wir alle wissen ja aus eigenem Erleben, je mehr Schwierigkeiten man selbst hat, desto weniger Raum hat man, um auf die Mitmenschen, Familie einzugehen.
Ich kann ja nicht geduldig und liebevoll anderen Wärme und Geborgenheit schenken, wenn ich innerlich friere, und es mir selbst ersehne, daran mangelt. Oder wenn der Kopf mit anderen Dingen voll ist.

Weisst du, was ich schon seit Jahren lerne?
Ich lerne mich selbst in den Arm zu nehmen. Mich so zu mögen wie ich bin, mir den Halt zu geben den ich benötige.
Wer das kann, ist weit weniger abhängig von der Zuneigung anderer.
Es ist lernbar.

Wenn du magst, dann schau doch mal hier: http://www.symptome.ch/vbboard/staer...r-partner.html

Wir haben noch viele andere interessante Themen, die es lohnt mal zu lesen.
Und falls du eine Kreative Ader hast, unsere Kreativrubrik bietet da so einige Möglichkeiten. Ich würde mich freuen, wenn du dort mal vorbeischauen würdest. Mir tut es oft richtig gut, zum Beispiel unsere Jahreszeiten-fotothreads anzuschauen, oder auch mal ein Bild reinzustellen.
So, genug der "Eigenwerbung".

Ich wünsche dir heute einen richtig guten Tag, und ich freu mich auf deine Antwort.

liebe Grüße von hexe

Ich möchte in meinem Umfeld etwas verändern damit es mir besser geht

Manuela ist offline
Beiträge: 1.510
Seit: 31.03.08
Guten Morgen Inchiostra,

na hör mal, Du hast ein halbes Stück Sahnetorte gegessen und erwähnst das mal so ganz nebenbei Ja super sage ich. Das nächste Mal möchte ich auch ein Stück (auch wenn es nur ein virtuelles ist )

Du hast in Deinem posting die Worte Erfolg und positiv gebraucht, das klingt so schön. Ich denke das Schreiben hier tut Dir beim Sortieren der Gedanken richtig gut und wir sind ja auch ne nette Truppe hier und beißen nicht und es macht Freude zu sehen, dass sich bei Dir was tut.

Paß jeden Tag gut auf Dich, sorge gut für Dich (Sahnetorte mmmh) und Du wirst immer mehr positive Erlebnisse berichten können.

Die Kreative Ecke, die Hexe erwähnt hat, kann ich auch nur empfehlen. Allein wenn ich mir die vielen Jahreszeitenfotos anschaue, wird mir ganz wohlig. Ach ja, und in der Plauderecke spielen wir Wort/Ketten/Usw.-Spiele, da darfst Du ruhig auch mitmischen. Wir freuen immer, wenn jemand dazukommt.

So, nun wünsche ich Dir einen schönen Tag und bin gespannt wenn Du wieder vorbeischaust.

Liebe Grüße Manuela

Ich möchte in meinem Umfeld etwas verändern damit es mir besser geht

Sonora ist offline
Beiträge: 3.015
Seit: 10.09.08
Als mein Vater damals starb, habe ich gebettelt sie sollten mich in den Arm nehmen.
Hallo inchiostra!

Hat auch dein Mann dich nicht in den Arm genommen? Wenn nicht, weißt du, warum er es nicht getan hat? Oder tut er es nie?

Ich kann es überhaupt nicht fassen, dass du eine solche Lieblosigkeit ertragen musstest. Hoffentlich war es ein Einzelfall.

Liebe Grüße
Sonora

Ich möchte in meinem Umfeld etwas verändern damit es mir besser geht

TanjaBK ist offline
Beiträge: 894
Seit: 08.07.09
Liebe Inchiostra,
das was du zuletzt geschrieben hast, hört sich prima an. Du hast vom Tag das Positive behalten, das ist schön.
Und auch was du von deinen Kindern schreibst, das du mit deinem Sohn Kuchen geteilt hast, ist ein schönes Zeichen eurer Verbundenheit.
Ich denke die Familie ist dein Platz, alle haben dich lieb..... Ich sage das, weil ich mir mit meiner Mutter so ein Gespräch wie du mit deiner Tochter, niemals hätte vorstellen können.
Deine Familie steht hinter dir - ganz bestimmt!
LG
Tanja

Ich möchte in meinem Umfeld etwas verändern damit es mir besser geht

inchiostra ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.078
Seit: 16.07.09
Guten Abend zusammen,

habe jetzt erst Pause. War bis eben in Gange. Bin irgendwie ziemlich durcheinander. Ich fange heute viel an und beende es nicht richtig.

Jetzt setze ich mich mal noch ein bißchen an den Computer und denke mal nach, warum ich so getrieben bin heute.

Vielen Dank auch für die vielen Vorschläge. Werde auch mal in der Kreativen Ecke vorbeischauen Hexe. Habe auch eben die Seiten von der Eigenliebe gelesen. Theoretisch ist das alles gut zu lösen. Ich habe auch das Buch Ich bin OK du bist OK. Werde noch mal dort lesen. Ich predige es ja auch selber meinen Kindern, dass sie sich so lieben sollen wie sie sind.
Das Gefühl aber, was ich als Kind gespürt habe nicht geliebt zu werden, ist in mir. Mein Vater sah mich 3 Tage nicht an, weil ich das 3. Mädchen war. Erzählte meine Mutter. Im selben Jahr wurde mein Bruder geboren.
Heute denkt man anders darüber. In der letzten Therapie habe ich das zum ersten Mal erklärt bekommen. Man muß das mit dem Gefühl, was man als Kind hatte spüren. Da war man hilflos, traurig. Diese Sehnsucht, auch vom Vater geliebt zu werden nahm ich überall mit hin.

Tanja, ich könnte über meine Geschwister und Eltern reden. Ich habe es aber zu sehr verdrängt im Moment. Ich spüre aber auch, dass es nicht verarbeitet ist.
Ich habe hier direkt neben mir unter der Ablage Bilder meiner Mutter. Schaue ich mal darunter, sehe das Bild, schaue ich direkt weg.

Solange diese Sehnsucht nach Liebe meiner Eltern da war, solange konnte ich mich nicht von meinem Mann trennen. Wurde mir so erklärt.

Ich denke, es ist zu spät für solche Gedanken. Sonst träume ich wieder davon.

Ich wollte ja eigentlich mal kurz nachdenken, warum mein Tag heute so langsam anfing.
Um 5 Uhr wurde ich schon wach. Habe dann gelesen,wie immer. Holte mal mein Blutdruckgeraät (habe es seit 2 Tagen) und wollte mir die Zeit vertreiben. Hatte nur 112/60. Schaute ein bißchen fern und kochte mir einen Kaffee. Legte mich wieder hin.
Schlief dann wieder etwas. Dann kam mein Mann runter und machte sich sein Frühstück.Ich wollte aufstehen, merkte auch meinen schlechten Blutdruck, konnte aber nicht. Es war ein längerer Kampf, aber ich stand dann endlich auf.
Ich setzte mich dann zu meinem Mann an den Tisch. Wir unterhielten uns kurz und wieder Peng wieder Ärger.

Mein Mann erwähnte, dass ich mich schon früher nicht über Geschenke gefreut hätte. Er schenkte mir damals eine Kamera. Wir hatten gerade das neue Haus und er schenkte mir soetwas teures sagte er. Ich hätte mich nicht gefreut.

Ich wieder sauer (oder traurig) und stand auf. Er sagt es immer so vorwurfsvoll.

Dann saß ich geschlagene 3 Stunden nur auf dem Sofa. Ich war nicht ärgerlich, traurig. Irgendwie sprachlos blockiert. So nenne ich das mal. Warum setzt man sich sonst so blöd nutzlos hin, wo ich soviel zu tun hatte.
Dann siegte ich mal wieder (gegen diesen Schweinehund) und setzte mich auf meinen Heimtrainer. Erzielte einen guten Wert.

Erst so gegen Abend war es wieder lockerer zwischen mir und meinem Mann. Dazwischen war ich ständig in Bewegung. War ich beim abwaschen, dachte ich, ach ich könnte ja mal ein paar Topflappen häkeln. Nie gemacht, aber warum nicht. Suchte das ganze Haus nach dieser Kiste mit den Nadeln. Da ich ja ständig ein und ausziehe, fand ich sie nicht.

Es ist aber anstrengend, so fliegende Gedanken zu haben. Hin und her.

Es stimmt. Ich kann Geschenke nicht annehmen. Das weiß ich jetzt. Habe es bewußt erlebt in meiner letzten Therapie. Meine Kinder haben es gewußt und gespürt. Nur ich nicht. Da lebe ich ein halbes Jahrhundert, um dass jetzt erst zu erfahren.

Sogar das Abschiedsgeschenk meiner Mitpatienten, konnte ich nicht annehmen.

Vielleicht sollte ich das mal meinem Mann schreiben, wie du Hexe mir das vorgeschlagen hast. Weiss nicht, ob ich es kann. Reden sicher nicht. Ich habe einfach Angst, er sagt was falsches womit ich mich verletzt fühle.


Mein Mann hatte gar nicht die Möglichkeit an mich ran zu kommen. Er hat viel für mich getan. Auch, wenn er mir weh tut. Er tut es auch aus Verzweiflung und Wut, weil er nicht bekommt was er sich wünscht.

Wurde eben unterbrochen. Habe meinem Sohn ein Getränk gemacht. Versuche seit langem ihm Leinöl zu geben. Ich tat Kefir, Gewürze, das Öl und eine abgezögene Tomate in einen Mixer. Er meint, ich hätte lange nicht so etwas gutes gemacht. Ich habe endlich DAS Getränk gefunden, damit er Omega 3 bekommt.

Jetzt muß es 23 Uhr werden und der Tag, so anstrengend er war, endet mit einem positivem Wort meines Sohnes. Das ist doch ein Geschenk? Verdammt freue dich doch inchiostra. Ich versuche es .

Gute Nacht
inchiostra

Ich möchte in meinem Umfeld etwas verändern damit es mir besser geht

Ruedi ist offline
Beiträge: 3.452
Seit: 15.06.08
Guten Morgen inchiostra,

dass Du die Art von Deinem Mann, wie er sich ausdrückt, nicht akzeptieren kannst ist ja auch ein wenig verständlich.
Es ist ja auch möglich, dass Dein Mann gar nicht anders reden kann als so und das das für ihn ganz normal ist. Versuche doch, einfach seine Art zu sprechen als normal und nicht verletzend anzusehen. Das ist sicher nicht einfach, aber ... wer weiss??
Wenn Dein Mann mit anderen spricht, hat er dieselbe Art, oder benimmt er sich anders als mit Dir? Ich jedenfals, denke, dass er mit allen die selbe Sprache spricht, oder etwa nicht?
Du sagst, dass Du keine Geschenke annehmen kannst. In dem Fall hat es ja keinen Sinn, dass ich Dir eine Schachtel Schweizer Pralinen sende zu Weihnachten, oder?

Liebe Grüsse Ruedi


Optionen Suchen


Themenübersicht